Beiträge von Humblebee

    Humblebee Ok, 2-3 Stunden dauert nicht. Aber ICH finde ihn sehr aufwändig und mache ihn daher nur ungern, obwohl ich ihn gern mag. Er dauert jedenfalls um einiges länger als ein Gericht, das ich als "schnell und einfach" bezeichnen würde. Da bin ich mit meinen Alltagsgerichten einfach wesentlich schneller. Ne schöne Bolo zimmere ich Dir in 15 Minuten zusammen, die kann dann ja noch 2 Stunden köcheln, aber damit hab ich keine Arbeit. Davon bin ich beim Kartoffelsalat einfach meilenweit entfernt.

    Wahrscheinlich habe ich in meinem Leben schon so oft Kartoffelsalat zubereitet, dass ich mittlerweile einfach schnell darin bin :weissnicht:.

    Eier und Gurken im Kartoffelsalat?

    Wenn ich das will, kann ich doch Eiersalat und Gurkensalat machen?

    Eiersalat gibt's bei uns als Beilage zu Baguette oder auf Brötchen; Gurkensalat z. B. zu Fischgerichten. BTW: Du bereitest Gurkensalat mit Gewürzgurken zu? Interessant ;) . Hast du eigentlich schon mal Kartoffelsalat auf norddeutsche Art - so oder ähnlich wie ich ihn zubereite - gegessen?

    Kartoffelsalat dauert hier zwei bis drei Stunden in der Zubereitung (inklusive Kochzeit).

    Bei mir auch. Schon allein die Pellerei von den Kartoffeln, die dann idealerweise auch ein paar Stunden kalt standen. Das Kochen vorher dauert auch lange, dann noch Eier kochen. Anschließend würfeln von Gurken, Zwiebeln, Wurst, Eiern. Sauce zubereiten (welche auch immer). Mischen. Ziehen lassen. Definitiv für mich aufwändiger als so manch anderes.

    Langsam komme ich mir hier wirklich verschaukelt vor, muss ich sagen. Stellt ihr euch daneben und guckt den Kartoffeln und Eiern beim Abkühlen zu oder wie kommt ihr auf zwei bis drei Stunden Zubereitungszeit für einen Kartoffelsalat?! ^^
    Nochmal: Ich mache es so, dass ich, während die Kartoffeln und Eier kochen (parallel - mein Herd hat schließlich mehrere Kochplatten, das brauche ich also nicht nacheinander machen), schon mal die Sauce für meinen Kartoffelsalat herstelle, also Zwiebel im Zerkleinerer "schreddern", paar Gürkchen und etwas Schnittlauch schneiden und in die Mayo rühren, Joghurt dazu, würzen (Wurst mache ich nicht 'rein). Wenn ich das erledigt habe (Zeitaufwand: ca. 8-10 Min.), sind i. d. R. die Eier fertig ('rausnehmen und abschrecken), dann die Kartoffeln (abgießen, zur Seite stellen). Beides muss nun natürlich abkühlen, aber in der Zwischenzeit erledige ich natürlich irgendwas anderes. Nach dem Abkühlen muss ich nur noch die Kartoffeln pellen und in Scheiben schneiden, die Eier ebenfalls pellen und in Würfel schneiden und beides unter die Sauce heben; weiterer Zeitaufwand: wiederum ca. 10 Min. Dann wandert der Kartoffelsalat bis zum nächsten Tag in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit schlafe ich, stehe am nächsten Morgen wieder auf und so ;) .

    Zeitaufwand insgesamt für die Zubereitung des Salats: unter einer halben Stunde (da ich ja - wie gesagt - während der Abkühl- und Ziehzeit nicht daneben stehen muss). Wie kommt man da auf zwei bis drei Stunden Arbeitszeit?

    und leider sind es oft diejenigen, die sich am stärksten / lautesten gegen den Verfall der "christlichen" Werte oder "Islamisierung" unseres Alltags aufregen.

    Nein, das ist in meinem "Dunstkreis" definitiv nicht der Fall. Diejenigen, die nur an Heiligabend in die Kirche gehen und sonst so gut wie gar nicht (von Trauungs-, Beerdigungs-, Konfirmations- und Kommunionsgottesdiensten mal abgesehen), gehen an diesem Tag/Abend ihrer Aussage nach "der Atmosphäre wegen" nachmittags zum Krippenspiel oder zur Christmette am späten Abend.

    Eben. Es sind nicht alle mit "Migrationshintergrund" Muslime oder Nicht-Christen, deswegen

    ergibt so ein Denken keinen Sinn.
    Wow, der türkischstämmige Christ oder der Katholik aus Spanien bastelt Weihnachtsgeschenke oder hat einen Lieblingsweihnachtssong....
    Das ist stark verkürzt...

    Ach, sorry, das war ein Missverständnis. Ich dachte, du habest dich auf Chemikus' Nutzung des Begriffs "migrantisch" bzw. "migrantische Freunde" bezogen.

    Veganen Kartoffelsalat mache ich ohne großen Aufwand:

    Kartoffeln und einen Apfel schneiden. Kartoffeln kochen. Ein Bund Dill und ein Bund Schnittlauch sowie Gewürzgürkchen schneiden. 3 - 4 EL Cashewmus mit 8 - 10 EL des Gurkenwassers vermischen. Mit Senf, Muskat, Salz sowie Pfeffer abschmecken, dann Kartoffeln, Apfel, Dill, Schnittlauch und Gewürzgurken darin vermengen.

    Stimmt, das klingt genauso simpel in der Zubereitung wie mein nicht-veganer Kartoffelsalat! Danke für den Einblick in die vegane Küche!

    unter meinen muslimischen Kindern (finde ich im Übrigen begrifflich viel besser, als "migrantisch", just saying)

    Na ja, es sind aber ja nicht alle mit Migrationshintergrund muslimischen Glaubens. Da passt "migrantisch" doch besser, finde ich. Halt je nach dem, wen man meint.

    Und wenn man sich hier ein paar Threads durchliest, die Mehrheit der "Christen" feiert Weihnachten doch nicht aus religiösen Gründen. Selbst der Kirchgang wird für Viele mehr Tradition sein als glaubensgeleitet.

    Da stimme ich dir zu. Ich kenne eine ganze Reihe von Leuten, die das ganze Jahr über nicht in die Kirche gehen, sondern nur am Heiligabend.

    Genau anders herum, sonst ergibt es keinen Sinn. Leute verzichten nicht auf Fleisch, weil es einen leckeren Geschmack insbesondere beim Braten entwickelt, auf den Leute nicht verzichten wollen. Vegan zu kochen ist extrem aufwändig, wenn man eine leckere, sättigende und vielseitige Ernährung haben möchte.

    Ich kann dir nicht mehr folgen. Aber ist auch egal.
    (Im Übrigen schriebst du vorher von "vegetarisch oder vegan kochen", jetzt nur noch von "vegan kochen". Da besteht aber m. E. ein großer Unterschied: Vegan zu kochen ist sicherlich ziemlich aufwändig, vegetarisch zu kochen - und sich trotzdem lecker, sättigend und vielseitig zu ernähren - mMn nicht.)

    Da ist mir auch nach langem Nachdenken niemand eingefallen.

    Ein Wiener Erdäpfelsalat, lauwarm serviert zum Wiener Schnitzel vom Kalb war übrigens "vor Ort" extrem lecker. Seitdem kommt meistens keine Mayonnaise mehr an den Kartoffelsalat und wir orientieren uns am Wiener Rezep

    Wie wird denn der gemacht? Ähnlich wie der bayrische?

    Was mich an diesem Thread übrigens am meisten erstaunt, ist, dass es hier recht viele User*innen zu geben scheint, die Kartoffelsalat überhaupt nicht mögen. In meinem Bekanntenkreis und der Familie ist der total beliebt; ich wüsste da von niemandem, der/die keinen Kartoffelsalat mag.

    Eben.

    Du nimmst mich auf den Arm, oder? Die paar Sachen zu schnippeln, dauert doch nur ein paar Minuten.

    Zur Ente: die dauert lang, ist aber nicht schwierig.

    Also, ich finde schon, dass die Zubereitung einer Ente schwieriger ist als einen Kartoffelsalat herzustellen. Aber das ist wohl Ansichtssache.

    Vegetarisch oder vegan zu kochen ist viel schwieriger, deswegen essen Leute ja Fleisch.

    Das ist deines Erachtens der Grund, warum Leute Fleisch essen?!? Also, bei den Vegetarier*innen und Veganer*innen aus meinem Umfeld - von denen BTW einige kaum bis gar nicht kochen können - ist das definitiv nicht der Grund, auf Fleisch zu verzichten. Ich finde es zudem nicht schwierig, vegetarisch zu kochen (vegan habe ich noch nie probiert) aber auch das ist vermutlich Ansichtssache. Allein schon die meisten Salate, Gemüsepfannen und -aufläufe sind bei mir vegetarisch - ganz "automatisch" sozusagen - und die sind beileibe nicht schwierig herzustellen.

    Ich auch, es gibt wenig was weniger aufwendig wäre als Rotkohl und Klöße. Auch Fleisch ist verhältnismäßig schnell und immer recht simpel zubereitet. An Kartoffelsalat schnippelt man ewig und trocken soll er och nich sein, also höhere Kunst als Ente :aufgepasst:

    Was schnippelst du denn am Kartoffelsalat so ewig? In meinem Fall: ca. 800 g gepellte Kartoffeln, zwei hartgekochte Eier und drei bis vier Gewürzgurken; die Zwiebel "schreddere" ich meist in so 'nem "Zerkleinerer", damit ich keine großen Stückchen im Salat habe (die verträgt mein Mann nicht). Das geht wirklich fix. Und trocken ist mein Kartoffelsalat schon durch die Sauce aus Salatmayo und Joghurt nicht.

    Eine Ente vorzubereiten (von innen und außen waschen und sorgfältig trocknen, Bürzel entfernen, würzen, Füllung herstellen und in die Ente stopfen, Ente zunähen,...), dann anzubraten und anschließend im Ofen unter Beobachtung zu halten, damit sie nicht anbrennt, und anschließend noch eine Sauce zuzubereiten, finde ich um Längen aufwändiger und durchaus eine "höhere Kunst". (Ich "kann" zwar beides, weil mein Dad und ich beides früher zubereitet haben, aber ich bin kein wirklich großer Fan von Ente; Kartoffelsalat mag ich viiiiel lieber :) ).

    Doch, kann man wissen oder sich zumindest damit beschäftigen, wenn Fragen kommen … oder vermitteln, dass es Menschen gibt, die das erforschen oder beherrschen. Kann man doch nicht wissen, wer aus der Klasse mal was wird - Quantenphysikerin oder Bäcker oder Zahnärztin oder Näher.

    Das mag für deine Schulform gelten, für meine meiner Meinung nach nicht. Ich bin "Expertin" für meine Fachgebiete - also Wirtschaft/den kaufmännischen Bereich und Englisch -, werde mich aber garantiert nicht in andere Gebiete wie Medizin, Physik oder sonstwas einlesen oder gar einarbeiten, falls mal irgendwer Fragen dazu haben sollte. Meine SuS sind alt genug, sich selbst die notwendigen Infos zu beschaffen. Das ist nicht meine Aufgabe als Fachlehrerin an einer BBS. Zudem halte ich es für ziemlich unwahrscheinlich, dass jemand aus den Klassen, die ich im Wirtschaftsbereich unterrichte, mal Quantenphysiker*in, Zahnarzt/ärztin, Bäcker*in oder Schneider*in wird. Zum Teil gehen die SuS zwar in andere als den kaufmännischen Bereich (vor drei oder vier Jahren hat eine Schülerin aus meiner Klasse z. B. eine Ausbildung als Konditorin begonnen und es gehen des Öfteren SuS in den handwerklichen Bereich), aber ihnen dahingehend Fragen zu beantworten, ist nicht "my cup of tea" - dafür ist die Berufsberatung zuständig und sie können natürlich jederzeit im gewünschten Bereich ein freiwilliges Praktikum machen.

    Edit: was macht man in der Fachpraxis, Humblebee ?

    Das ist halt der (fach)praktische, berufsbezogene Unterricht, der - je nach beruflichem Schwerpunkt der Berufseinstiegsklasse - in den Werkstätten (Holz-, Metall-, Bau- oder Fahrzeugtechnik etc.), der Küche und dem schuleigenen Restaurant, eigens eingerichteten Pflegezimmern oder Friseursalons, in Lernbüros oder Verkaufsräumen o. ä. stattfindet. Beispiele an meiner Schule: Die SuS der Berufseinstiegsklassen Holztechnik und Metalltechnik stellen Deko- u. a. Artikel her, die von den beiden Klassen des Bereichs "Wirtschaft" verkauft werden; die SuS der BES Hauswirtschaft kochen im 2. Halbjahr an einem Tag in der Woche ein dreigängiges Mittagessen, das in unserem "Restaurant" für SuS und Lehrkräfte angeboten wird.

    Wenn man nur wenig Aufwand haben möchte, lieber einen Pizzafertigteig belegen, das schmeckt dann wenigstens.

    Der nächste Skandal! Dir schmeckt Pizzafertigteig besser als ein selbstgemachter Kartoffelsalat?! Das ist ja sowas von traurig!!!

    Nein, im Ernst: Ich kann einfach überhaupt nicht nachvollziehen, wie man irgendein Gericht, das jemand an Heiligabend zubereitet und serviert, als "traurig", "schlimm", "skandalös", "Arme-Leute-Essen" (das nicht zum "Feiertag" gehört) oder was hier sonst noch an abwertenden Bemerkungen bzgl. Kartoffelsalat kam, bezeichnen kann. Sei es Kartoffel- oder Nudelsalat, Pizza mit Fertigteig oder Pizza Hawaii, "Strammer Max" oder Hawaii-Toast, Pfannkuchen oder "Arme Ritter", Labskaus oder Grünkohl mit Pinkel (das gibt's übrigens schon seit langer Zeit in der Familie einer Kollegin am Heiligabend) or whatever: Jedes dieser Gerichte hat m. E. seine "Daseinsberechtigung" und das auch an Feiertagen! Es ist doch wirklich jedem selbst überlassen, wie er/sie den Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage für sich gestaltet, auch das Essen betreffend. Einige stehen halt gerne lange in der Küche (allein oder mit der Familie), bereiten ein aufwändiges mehrgängiges Festmahl zu und sitzen dann stundenlang am Esstisch beisammen; andere haben gerade an Heiligabend keine Lust oder keine Zeit zum aufwändigeren Kochen, mögen nicht gerne kochen oder können gar nicht kochen; wieder andere sind nicht an "besonderem" Essen interessiert oder stellen an Heiligabend und den Weihnachtstagen anderes als das Essen in den Vordergrund oder sehen diese Tage insgesamt als gar nichts Besonderes an. So what? Jede/r so, wie sie oder er mag!

    Irgendwie verblüfft es mich, dass alle sagen, das wäre ein so schnelles Essen. Ich finde das doch relativ aufwändig. Da wäre ein Nudelsalat deutlich flotter.

    Nö, mein Kartoffelsalatrezept ist überhaupt nicht aufwändig. Das Einzige, das ihn aufwändiger macht, als einen Nudelsalat (besser gesagt: meinen Lieblingsnudelsalat), ist, dass ich die Kartoffeln noch pellen und schneiden muss. Aber das ist ja auch nur eine Sache von ein paar Minuten. Ich schrieb es vor einigen Tagen schon im Thread über den "Wert der Werte": Mein Kartoffelsalat (mit Salatmayonnaise und meist ein bis zwei Löffeln Joghurt, hartgekochten Eiern, Stückchen von sauren Gurken, Zwiebelwürfelchen, Schnittlauch, Salz und Pfeffer) dauert nicht lange in der Herstellung ;) . Den bereite ich am 23. in ca. einer halben Stunde zu: Während die Pellkartoffeln kochen, mache ich schon mal die Sauce (s. o.), dann müssen natürlich die Kartoffeln abkühlen, ich pelle sie, schneide sie in Scheiben und hebe sie unter die Sauce. Feddisch. Nur durchziehen muss er dann bis zum Heiligabend im Kühlschrank, sonst schmeckt er mir nicht.

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