Beiträge von Humblebee

    Danke für die Erläuterungen @golum . Hier in NDS gibt es zwar auch zweijährige berufsqualifizierende Berufsfachschulen, die zu einem Berufsabschluss führen (z. B. die zweijährige BFS Sozialpädagogische/r Assistent/in) und die als Aufnahmevoraussetzung den Realschulabschluss haben, aber diese führen nicht zur Fachhochschulreife. Um die FHR zu erlangen müssen die jungen Leute anschließend noch die o. g. FOS Klasse 12 besuchen. Praktische Prüfungen gibt es in der FOS 12 aber hier nicht.

    Im BBS-Bereich muss in der HBF das Projekt tatsächlich in einem Kolloquium + Präsentation verteidigt werden.

    Ich weiß leider nicht, was die "HBF" ist. An meiner BBS schreiben z. B. die SuS der Fachoberschulen in der 12. Klasse eine Facharbeit, aber diese muss nicht präsentiert werden (und es gibt dazu auch kein Kolloquium). Diese fließt wie eine Klausur als schriftlicher Leistungsnachweis in die Abschlussnote ein.

    nope noch nie. Mittlerweile bin ich nur noch in der Fachschule.

    Ah, ok. Dass wir in den Fachschulen schon mal OMK hatten, wüsste ich auch nicht.

    Wir haben die häufigsten dieser Konferenzen in den Vollzeitklassen, durch Schulversäumnisse, teilweise sind sie zu blöd fristgerecht (laut Schulvertrag) ein Attest einzureichen. Manche erscheinen natürlich auch aus diversen anderen Gründen nicht.

    Für SuS, die durch Abwesenheit/unentschuldigtes Fehlen "glänzen", brauchen wir zum Glück in NDS keine OMK einzuberufen. Diese SuS setzen wir ins Mahnverfahren und wenn zu viele unentschuldigte Fehltage aufgelaufen sind ("Fehlminuten" werden hier nicht gezählt), werden nicht mehr schulpflichtige SuS von der SL ausgeschult und die Schulversäumnisse der noch schulpflichtigen SuS werden an den Landkreis bzw. ans Schulamt gemeldet. Die übernehmen dann erstmal alles Weitere (Erziehungsberechtigte einmal mehr kontaktieren, ggf. Bußgeld oder Sozialstunden verhängen).

    Wie bei Quittengelee mussten UBs und deren Entwürfe min 3 Tage vorher eingereicht werden, die ExamensUBs noch deutlich früher eingereicht werden.

    Bei mir waren es - wenn ich mich nicht irre - bei einem "kleinen" UB zwei, bei einem "großen" UB vier Tage (zur Erläuterung: "kleiner" UB: Unterrichtsbesuch in einem Unterrichtsfach oder der beruflichen Fachrichtung, wo nur der/die entsprechende Fachleiter/in in den Unterricht kam und evtl. der/die Mentor/in anwesend war; "großer" UB: Teilnahme des/der entsprechenden Fachleiters/leiterin, des Leiters/der Leiterin des Pädagogik-Seminars, eines Mitglieds der SL und evtl. des/der Mentors/Mentorin).

    Die Unterrichtsentwürfe für die Examens-UB mussten wir mind. eine Woche vor den Prüfungen einreichen.

    In Hessen hat man nach 3 Monaten Hospitationsphase ausschließlich eigenen Unterricht

    In NDS sind es an den BBS acht Unterrichtsstunden (i. d. R. vier Doppelstunden) "eigenverantwortlicher Unterricht" und mind. vier Stunden "betreuter Unterricht".

    In welchem Bundesland machst du eigentlich dein Ref Himmel96 ? Habe ich das überlesen?

    Ein solches Ref mit UB 3 Tage vorher einreichen hätte ich nicht geschafft. Ich habe mit Glück 3 Tage vorher eine grobe Themenidee gehabt. So funktioniere ich nicht und bin froh, dass es in NRW nicht so läuft.

    So ist mal wieder jeder Jeck anders (oh, 11:11 Uhr verpasst, fällt mir da auf...). Meine Art zu arbeiten ist es recht weit im Voraus zu planen, also zumindest die Grobplanung Wochen im Voraus "stehen" zu haben Das mache ich auch heute noch so. Von daher fiel es mir als Refi überhaupt nicht schwer, meine Unterrichtsentwürfe Tage vorher fertig zu haben und bei den Fachleiter*innen einzureichen. Im Gegenteil: Ich wäre durchgedreht, wenn ich ein bis zwei Tage vor einem UB noch nicht genau gewusst hätte, wie die Unterrichtsstunde ablaufen soll...

    Na ja, wie gesagt: Zumindest an meiner Schule kommen nur sehr wenige KuK in den Genuss dieser Stundenreduktion (wobei eine Stunde ja nun auch nicht gerade viel ist), da die meisten eben nicht mit dem Großteil ihrer Stunden im BG eingesetzt sind. Ich würde meinen, es betrifft bei uns max. sechs von ca. 140 KuK.

    Das ist bei uns nicht so. Wir haben ja kein BVJ mehr (diese Klassen heißen bei uns seit einigen Jahren "BES" = "Berufseinstiegsklassen"), aber deren Lehrkräfte "konferieren" genauso häufig - oder selten - wie die aller anderen Bildungsgänge. Teamsitzungen der BES finden - wie in allen anderen Bildungsgangteams auch - einmal pro Halbjahr statt. Wenn in den einzelnen BES-Klassen sonst noch irgendwas abzustimmen ist, erledigen die KuK dies per Mail oder (selten!) in den Pausen.

    ("HBF" sagt mir im Übrigen nichts; wofür steht diese Abkürzung?)

    Ordnungsmaßnahmenkonferenzen finden bei uns nicht nur im BES-Bereich, sondern häufig auch in den Berufsfachschulklassen statt. Die OMK, die wir vor den Herbstferien hatten, betrafen nur in einem Fall einen Schüler aus der BES; in den anderen Fällen waren SuS aus verschiedenen BFS-Klassen, der Fachoberschule Kl. 12 und auch dem Beruflichen Gymnasium Kl. 11 beteiligt.

    Aber du hast absolut recht: Die Fachpraxislehrkräfte - die bei uns in NDS nur A9 erhalten - stehen in der "A 13 für alle"-Diskussion absolut außer vor und es hat sie kaum jemand auf dem Schirm. Und mit der Aussage, dass die GEW im Bereich der beruflichen Schulen schlecht aufgestellt ist, gebe ich dir ebenfalls recht. An meiner Schule sind daher nur wenige KuK Mitglied in der GEW.

    st das bei euch so, dass man eine höhere Pflichtstundenzahl hat, wenn man nicht Oberstufe unterrichtet? Das habe ich noch nie gehört, aber interessant!

    Ist bei uns an den nds. BBS auch so: Lehrkräfte, die hauptsächlich im BG unterrichten, haben eine Pflichtstunde weniger (23,5 - wie die Lehrkräfte am Gym - statt 24,5 Unterrichtsstunden). Das betrifft an meiner Schule aber gerade mal eine Handvoll KuK.

    Dafür hatte ich sowas noch nie. So gleicht sich wohl alles aus...

    Du hattest noch nie eine Ordnungsmaßnahmenkonferenz?! Liegt das daran, dass du nur in Berufsschulklassen unterrichtest? Ich hatte bisher tatsächlich auch fast nur OMK für SuS aus Vollzeitklassen. Nur bei einer OMK vor etlichen Jahren war auch ein Schüler aus einer Berufsschulklasse beteiligt (Schlägerei).

    Das finde ich jetzt nicht so viel. Wir haben jeden Montag mehrere solcher Konferenzen.

    Jede Woche Ordnungsmaßnahmenkonferenzen?!? Das finde ich schon viel. Aber wenn das an deiner Schule "normal" ist, tja... Für meine Schule ist es defintiv ein Rekord. Wir kamen bisher auf nicht mehr als sechs bis acht OMK pro Halbjahr; da finde ich fünf in einem Vierteljahr schon sehr viel. Unsere SuS sind im Allgemeinen aber auch eher pflegeleicht (liegt vielleicht am ländlichen Einzugsgebiet) und spätestens nach der Verhängung von Erziehungsmaßnahmen/-mitteln ist bei den meisten "Ruhe im Karton". Dieses Schuljahr ist aber das Arbeits- und insbesondere das Sozialverhalten von so manchem echt unterirdisch; da helfen Erziehungsmittel allein nicht mehr.

    Ich habe eher gerade das Gefühl mit einer Generation, die sehr ich-bezogen ist (nicht i. S. v. "Ich bin großartig", sondern eher "Nach mir die Sintflut"), zu tun zu haben. Auch einige KuK, mit denen ich darüber gesprochen habe, meinen, das sei Corona und dem langen Distanzunterricht geschuldet, weil die Jugendlichen einfach weniger soziale Kontakte hatten. Wir haben den Eindruck, viele unserer SuS interessieren sich nicht mehr besonders für ihre Mitmenschen, zeigen wenig Empathie, Respekt, Verantwortungsbewusstsein, ...

    Das hat wohl mit dazu geführt, dass wir schon zwischen Sommer- und Herbstferien fünf Ordnungmaßnahmenkonferenzen hatten. Neuer, trauriger Rekord :( .

    Bei uns an den BBS findet der Eltern- und Betriebssprechtag dieses Jahr wieder in Präsenz statt (an einem Nachmittag von 16 bis 20 Uhr). Die Termine können nur über die Schulhomepage online gebucht werden (im 15-Minuten-Takt). Erfahrungsgemäß ist aber bei uns nicht so viel los, dass man nicht zwischendurch mal eine Pause machen kann (wie viele Termine man als Lehrkraft hat, hängt u. a. davon ab, ob man Klassenlehrer*in ist, ob man viel in Berufsschulklassen eingesetzt ist (die Ausbilder*innen sind häufig interessierter an dem Sprechtag als so manche Eltern...), wieviele Stunden man in einer Klasse unterrichtet und welches Fach/Lernfeld/... es ist und natürlich, in welchen Bildungsgängen man hauptsächlich eingesetzt ist - Eltern von BG-SuS kommen eher zum Sprechtag als die von SuS in der BFS oder BES).

    Ich frage auch immer zuerst, welches Anliegen die Erziehungsberechtigten oder Ausbilder*innen genau haben. Die meisten wollen "nur" die derzeitigen Notenstände wissen, andere möchten wissen, wie ihre Tochter/ihr Sohn bzw. ihr/e Auszubildende/r in der Klasse und in der Schule allgemein zurechtkommt.

    Ich habe jahrelang einen Besenstiel als Fernbedienung verwendet, klappt hervorragend. :aufgepasst:

    Keinen Besenstiel, aber Zeigestöcke habe ich auch benutzt, als wir noch Beamer an den Decken hatten und mal wieder die Fernbedienung unauffindbar oder aber die Batterie leer war ;) . Mittlerweile sind die Beamer an den verschiebbaren Smart- oder Whiteboards befestigt und lassen sich dadurch auch ohne Fernbedienung ein- und ausschalten.

    Welche Antwort gebt ihr auf obige Frage, wenn ihr mal ausnahmsweise nicht direkt sagen wollt "Ich bin Lehrer"?

    "Ich bin Lehrer" sage ich eh nicht, denn ich bin Lehrerin ;) . Ich könnte natürlich sagen "Ich bin Studienrätin an einer berufsbildenden Schule" oder "Ich bin Diplom-Handelslehrerin"; das klingt auf jeden Fall eine Spur arroganter :D. Aber das habe ich noch nie gesagt, denn normalerweise kommt auf meine Antwort "Ich bin Lehrerin" (und die gebe ich immer auf die Frage nach meinem Beruf!) dann sowieso als nächstes die Frage nach der Schulform, in der ich unterrichte.

    "Gehobene Augenbrauen" habe ich im Übrigen noch nie erlebt, wenn ich sage, dass ich Lehrerin bin. Eher ernte ich Respekt und die Aussage: "Das möchte ich heutzutage nicht mehr machen..."

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