Beiträge von Humblebee

    Man leidet also unter Realitätsverlust, wenn man sich vorher Gedanken macht, wo man wohnen möchte und welche Konsequenzen das hat?

    Wenn man solche Beiträge wie die unten stehenden schreibt, kann man schon glauben, dass du unter einer Art "Realitätsverlust" leidest:

    Warum nicht in einem Mehrfamilienhaus leben? Weil man was besseres ist?

    Auf dem Land sollten genauso große Klassen wie in der Stadt sein. Warum auch nicht? Sind die Landkinder was besseres? In den Städten sind Klassengrößen jenseits der 30 nichts seltenes, aus vielen Gründen (Platzmangel, Lehrermangel, Geiz usw.). Das sollte dann auf dem Land auch so sein.

    Zumindest gerechter als ein Privileg des Landes. Sollen die Lehrer vom Land doch in die Stadt versetzt werden, damit auch dort die Klassen kleiner werden können.

    Na ja, was soll's. Bring' du mal erstmal dein Studium zuende und dann schauen wir mal, wo du einen Ref-Platz und später eine Planstelle bekommst.

    Dass Tests in NDS nicht bewertet werden, ist /war auch die Lehre im Ref am Gym (2012-14). auch mit Quelle, aber meine Refsachen habe ich nicht mehr.
    Sternchen bzw. Smilies waren aber ein zugelassener Kompromiss, um den SuS eine Rückmeldung zu geben.

    Finde ich wirklich interessant! Ich kenne es tatsächlich aus den verschiedensten Schulformen (natürlich BBS, aber auch Gymnasium, Oberschulen, IGS,...) insbesondere für den Englischunterricht nur so, dass Tests - z. B. Vokabel- oder Multiple Choice-Tests - wie oben vom Philologenverband beschrieben, bewertet/benotet werden, aber dann natürlich nicht zu den "schriftlichen Leistungen" zählen, sondern in die mündliche Note eingehen. Ich habe auch im Referendariat nichts anderes dazu gehört (wobei das ja nun schon 20 Jahre her ist). Muss dringend mal bei unseren jüngeren KuK und/oder unseren derzeitigen Refis nachfragen, ob ihnen irgendwas dahingehend bekannt ist!

    Kann unser niedersächsicher Rechtsexperte Seph dazu vielleicht noch etwas sagen?

    Falls eine Benotung solcher Tests wirklich nicht zulässig sein sollte, würde ich das nämlich unbedingt in unserer nächsten Fremdsprachen-Teamsitzung im neuen Schuljahr mal auf die Tagesordnung bringen wollen.

    Öhm... Die 3 stand bei mir schon vorne, als ich mit dem Referendariat begonnen habe :pfeifen:...

    Wir haben vor allem in den Technikerklassen ältere SuS (mit "älter" meine ich ü30) und seltener in den Berufsschulklassen. Da hatte z. B. ein Kollege vor einigen Jahren mal eine Dame, die mit über 50 (und damit war sie älter als er als Klassenlehrer) aus Polen nach Deutschland gekommen war und im Betrieb ihres Ehemannes eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation gemacht hat.

    Das ist spannend, sowas höre ich zum ersten Mal. Ist das eine Definitionsfrage, was man unter "Tests" und unter "zensieren" versteht?

    Ich auch. Habe ich noch nie gehört, dass man bspw. Vokabeltests nicht benoten darf.

    In dem Zusammenhang hier ein Auszug aus einer Broschüre des nds. Philologenverbandes von 2019 (zu finden unter http://www.phvn.de/wp-content/upl…lrecht-2019.pdf :(

    "Neben den Klassenarbeiten und Klausuren (der Oberstufe) sind kurze schriftliche Leistungskontrollen, sog. „Tests“, zulässig. Sie bieten den Vorteil, schnell einen überschaubaren Bereich abzuprüfen und sind auch unangekündigt möglich. Das VG Braunschweig hat in einer Entscheidung sehr treffend herausgestellt, dass diese Tests eigentlich dem mündlichen Abfragen eines Schülers entsprechen – nur dass nicht erst ein Schüler, dann der nächste, dann der übernächste usw. abgefragt wird, sondern es werden in einem Durchgang alle Schüler gleichzeitig abgefragt, was natürlich viel effektiver ist. Aber weil solche Tests einem mündlichen Abfragen entsprechen, geht die Note in die mündliche Note mit ein, selbst wenn in ihnen das eine oder andere Wort geschrieben wird."

    Merkwürdig Leo13 , dass du dahingehend eine andere Auskunft von der RLSB erhalten hast!

    Ich finde es selbstverständlich, dass man sich vorstellt. Habe ich selbst gemacht, machen alle unsere Refis.

    Natürlich ruft man vorher an und vereinbart einen Termin. Dann kann die SL immer noch absagen, wenn sie es nicht will.

    Das scheint aber doch sehr unterschiedlich zu sein. Ich habe mich vor dem Ref nicht an meiner Ausbildungsschule vorgestellt (hatte extra im Studienseminar telefonisch nachgefragt und mir wurde mitgeteilt, dass sei nicht notwendig und auch nicht üblich). Die LiV an meiner Schule stellen sich ebenfalls nicht vor. Wir erhalten eine Liste vom Studienseminar, wer zu uns kommen wird. Dann haben die neuen LiV bei Referendariatsbeginn eine Woche Vorbereitung im Studienseminar, kommen dann zu uns, stellen sich zunächst - zusammen mit den "LiV-Betreuer*innen" der einzelnen Abteilungen - beim Schulleiter vor und werden dann von besagten Betreuer*innen in ihren jeweiligen Abteilungen vorgestellt bzw. stellen sich selbst in einer Pause kurz vor.

    Da unsere BBS-LiV aber zum 01.05. oder 01.11. beginnen und zu Beginn des Ref erstmal nur hospitieren, ist die Sache natürlich anders, als wenn man direkt zum Schuljahresbeginn eigene Klassen übernimmt, so wie chilipaprika es schildert. In dem Fall würde ich mich auch beim Studienseminar erkundigen, ob ich schon mal mit der Ausbildungsschule in Kontakt treten soll.

    Da hast du recht. Das schreckt junge Praktikant*innen vermutlich eher ab (und dass es die BBS überhaupt gibt, hat ja eh kaum jemand, der auf eine allgemein bildende Schule geht, auf dem Schirm).

    Dass SuS mal gleich alt oder älter waren als ich als Lehrkraft, ist mir in meiner berurlichen Laufbahn äußerst selten passiert, am Weiterbildungskolleg ist das aber wahrscheinlich an der Tagesordnung, oder?

    Ja, wirklich fossi74 ! Meine Bekannten und Verwandten berichten mir regelmäßig von Migräneattacken und anderen Krankheiten zu Beginn ihres Urlaubs (meinem Lebensgefährten passiert ersteres auch häufig) und "chillen" an ihren ersten Urlaubstagen fast nur, weil sie erstmal entspannen und 'runterfahren müssen. Deshalb fährt auch kaum jemand direkt am ersten Urlaubstag weg.

    Deine Empfindungen kann ich für mich übrigens nicht nachvollziehen. Wenn ich von anderen Lehrkräften höre, dass sie sich über die Ferien freuen, weil sie so "auf" sind, freue auch ich mich, dass ich Ferien habe. Da können wir uns doch gemeinsam freuen!? Also kann ich sagen: Auf meine Stimmung färbt das auch ab, aber im positiven Sinne! Mir tun dann eher diejenigen leid, die nicht frei bzw. keine Ferien haben. Und zu Beginn des neuen Schuljahres oder nach den Ferien haben wir halt alle dasselbe "Schicksal" und packen es gemeinsam an. Auch das empfinde ich in keinster Weise negativ.

    Entstehen bei dir denn vor deinem Urlaub überhaupt keine Stressphasen? Ich höre von vielen Nicht-Lehrer*innen "Ich muss vor dem Urlaub noch sooo viel erledigen" und nach dem Urlaub "Boah, ich komme mir vor, als hätte ich gar keinen Urlaub gehabt; muss sooo viel aufarbeiten, was liegengeblieben ist".

    Ich habe noch eine Flasche im Lehrerzimmerkühlschrank. ...aber bei uns hat das im Laufe der Zeit sehr abgenommen, das Entkorken. In der Pause schon gar nicht, höchstens nach der 6. Stunde, wenn jemand Geburtstag hat, aber auch das passiert so gut wie nie.

    Ist bei uns ähnlich. "Früher" (bis vor zehn Jahren so etwa) haben wir uns häufig am letzten Schultag vor den Ferien - nicht nur den Sommerferien - im Lehrerzimmer auf ein Sektchen getroffen. Jetzt gibt' s das nur noch, wenn jemand aus unserer Abteilung einen runden Geburtstag hat, in Pension geht oder ein/e LiV ihr Referendariat erfolgreich beendet hat.

    Nach der Zeugnisausgabe im Sommer - also nach der dritten Stunde - treffen wir uns aber weiterhin zum "Ferien-Angrillen" im Innenhof unserer Schule. Das war schon Tradition, als ich 2003 an die Schule kam.

    Na ja, das kenne ich aber so ziemlich von allen in meinem Umfeld so, egal in welchem Beruf sie arbeiten. Du nicht?

    Zumindest gerechter als ein Privileg des Landes. Sollen die Lehrer vom Land doch in die Stadt versetzt werden, damit auch dort die Klassen kleiner werden können.

    Ich glaube, du benötigst mal eine Runde Schlaf oder frische Luft. Anders kann ich mir deine Beiträge hier gerade nicht mehr erklären.

    Der Hof hätte ja auch renaturiert werden können. Menschen auf dem Land verbrauchen mehr Platz und das schädigt unsere Umwelt. Warum nicht in einem Mehrfamilienhaus leben? Weil man was besseres ist?

    :autsch: Vielleicht einfach, weil man nicht in der Stadt leben möchte?!? Das scheint für dich wohl unvorstellbar zu sein, dass es solche Menschen gibt.

    Nochmal kurz zur Situation meiner Bekannten, die von Bremen aufs Land gezogen sind: Sie hatten in Brmeen nicht in einem Mehrparteienhaus sondern in einem kleinen Einfamilienhaus zur Miete gewohnt (sicherlich, weil sie sich "für was Besseres halten" - Ironie off...) und die Bekannte hatte zusätzlich Räume für ihre Heilpraktikertätigkeit angemietet. Auf dem Resthof, den sie dann gekauft und saniert haben (sie lieben es in Haus und Garten herumzuwerkeln, was sie in der Stadt nicht konnten), konnte sie nun ihre Praxis mit unterbringen. Dieser Hof stammt übrigens von ca. 1920 und "verbraucht" schon seit über 100 Jahren denselben Platz wie jetzt ^^. Und praktischerweise benötigt die Bekannte nun sogar nur noch ein Haus für Berufs- und Privatleben. Ihre alten Praxisräume in Bremen können nun anderweitig genutzt werden. Toll, ne?! ;) (Notiz am Rande: Werden sie aber bisher nicht, sondern stehen noch immer leer...)

    Ach, und ihr Mann fährt seit dem Umzug mit dem Rad zum nächsten Bahnhof und pendelt dann mit dem Zug nach Bremen zu seiner Arbeitsstelle. Die Tochter fährt mit dem Schulbus zu ihrer neuen Schule. Also alles paletti - die ganze Familie glücklich 8).

    P. S.: Was hast du eigentlich andauernd mit deinem "sich für was Besseres halten" oder "was Besseres sein"?

    Ihr habt ja eine putzige Vorstellung vom Landleben.

    Die Landkreise können gar nicht einfach so und ohne Ende Neubaugebiete ausweisen, weil man dafür dann Ausgleichsflächen haben muss - die nicht jede Kommune hat.

    Also gibt es auch häufig Lückenbebauung oder auf dem Grundstück eines alten Hauses entstehen viele neue Wohnungen in kleinen Häusern oder Mehrparteien-Objekten.

    Ganz genauso kenne ich es auch.

    Wenn ich mir die Beiträge von Kris und fossi74 zu dieser Thematik durchlese, scheint das aber in Süddeutschland - insbesondere in BW, wo die beiden ja wohnen - anders "gehandhabt" zu weden. Es wirkt so, als wenn dort ohne Rücksicht auf Verluste ständig neue Baugebiete hochgezogen würden.

    Es erwartet niemand, dass auch an der allerletzen Milchkanne ein Halteschild steht, das sehe ich auch so, aber man kann in Flächengemeinden, in denen ebenso viele Menschen wie in kleinen Städten wohnen, erwarten, dass alle Stunde oder alle 30 min ein Bus fährt, sodass man von den Haltestellen aus in die nächsten Städte mit entsprechender Versorgung (Ärzte, Fachärzte, Therapeuten, Beratungsstellen, Fachgeschäfte) kommt. Das muss auch denen möglich sein, die keinen Führerschein haben, die kein Auto haben oder es nicht mehr fahren können, wollen oder dürfen.

    Ähnliche Erwartungen einer Grundversorgung habe ich z.B. hinsichtlich ärztlicher Versorgung und Internet.

    Vollste Zustimmung! (und dabei wohne ich gar nicht auf dem Land...)

    Eben. Und zerstören durch ihr Neubaugebiet die Natur, die sie so sehr lieben.

    Na gut, ein letztes Statement für heute noch. Nein, nicht unbedingt. Bis auf ein Paar haben diejenigen aus meinem Bekannten-, Kollegen- und Verwandtenkreis, die aufs Land gezogen sind nicht in einem Neubaugebiet gebaut, sondern ältere Häuser gekauft und umgebaut. Die o. g. Bekannten haben bspw. einen alten Bauernhof (Resthof) erworben.

    Aber aktuell ist es doch oft so. Junge Familien bauen auf dem Land ihr Häuschen und erwarten, dass der Staat Pendlerpauschale, guten ÖPNV und Schulen für ihre Kinder stellt.

    Interessant übrigens, wie gut du diese jungen Familien, die auf dem Land bauen, kennst und weißt, was sie erwarten. ^^

    Guten ÖPNV erwartet doch im Übrigen so ziemlich jeder (mit Recht)!

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