Beiträge von Humblebee

    Nach Studienende, was ja nun schon etliche viele Jahre her ist, haben sich sämtliche Freundschaften in alle Winde verteilt oder sind schlicht eingeschlafen. Neue haben sich nie ergeben. Geht mir nicht anders.

    Beruhigend zu wissen, dass es auch anderen so geht!

    Das finde ich wirklich traurig! Verstehe ich das richtig: Ihr habt überhaupt keine Personen in eurem Umkreis, die ihr "Freund*innen" nennen würdet?

    Ich selbst habe wenige, aber doch ein paar gute Freund*innen - vor allem "Nicht-Lehrkräfte" - und bin sehr froh darum, diese Menschen zu haben.

    Ich weiß auch noch nicht, wer nächste Woche zu uns kommt (bei uns muss es durch die Eltern schriftlich mitgeteilt werden, Frage bis wann? :gruebel: )

    Das wurde bei uns durch die SL vorgegeben: Anträge zur Befreiung von der Präsenzpflicht mussten bis gestern (also gestern Abend) in der Schule vorliegen, ansonsten werden sie nicht mehr genehmigt und wer trotzdem in den drei Tagen nächste Woche fehlt, erhält unentschuldigte Fehltage, wenn keine Entschuldigung/ärztliche Bescheinigung für das Fehlen vorgelegt wird.

    Bei uns haben sich recht viele SuS befreien lassen: aus meiner Klasse genau die Hälfte, aus der FOS12 sowie aus der BG11-Klasse, die ich in Englisch unterrichte (mehr als diese drei Klassen habe ich montags bis mittwochs nicht), sind anscheinend nur ca. ein Drittel der Klasse/des Kurses anwesend, d. h. jeweils sechs bis acht SuS.

    Ich musste in den letzten beiden Wochen schon mehrmals mein Auto in unserer Tiefgarage in der Schule suchen, weil ich nicht mehr wusste, wo ich geparkt hatte (zum Glück ist es nur eine Ebene). Wenn ich zur ersten Stunde Unterricht habe, parke ich "traditionell" immer auf demselben Parkplatz, aber da ich in diesem Halbjahr dreimal erst später Unterricht habe, ist natürlich mein Stammparkplatz dann meist schon besetzt.

    War mir etwas peinlich, dass ich beim Betreten der Tiefgarage den falschen Weg eingeschlagen habe - zweimal waren Kollegen dabei, die sich gut über meine Verwirrung amüsiert haben...:sterne:

    Darf ich fragen, nach wie vielen Monaten die Boosterung der Teenies erfolgte? Die Zweitimpfung unseres Teens ist jetzt 4 Monate her, und eigentlich würde ich ihn schon gern jetzt boostern lassen.

    Wir haben ja am kommenden Dienstag Impfaktion an der Schule, an der die Lehrkräfte und SuS teilnehmen können. Nach Auskunft des durchführenden "Malteser"-Impfteams können sich alle - also auch die SuS, die noch minderjährig sind - eine Boosterimpfung erhalten, wenn die Zweitimpfung mind. fünf Monate her ist.

    Bei uns sind viele Schüler über Weihnachten in Quarantäne (ohne digitales Klassenbuch hätte ich kein Überblick mehr).

    Oh je, das ist übel! Bei uns gab es seit einigen Wochen keine Coronafälle unter den SuS mehr (unter den KuK meines Wissens schon seit dem Frühjahr nicht mehr). Nur einen Schüler, dessen Freundin, mit der er zusammenwohnt und die Anfang dieser Woche positiv getestet wurde, hat's erwischt und er sitzt nun mit ihr zuhause in Qurantäne. Auch die Windpockenfälle sind zum Glück "durch".

    Laut meiner Ärztin nicht, da Omikron womöglich schon da ist

    Und mit Omikron steckt man sich laut deiner Ärztin auch durch FFP2-Masken an?

    Kris, wart ihr dann im Fußballstadion oder seid ihr ein kleines Kollegium. Wir sind 120, das war auch schon vor Corona immer schwierig

    Wir sind insgesamt ca. 140 KuK und habe eine große Aula. Zu den Gesamtkonferenzen, die im letzten und diesem Sommer in Präsenz stattgefunden haben, waren m. E. etwas über 100 KuK anwesend (einige natürlich durch Elternzeit, Krankheit usw. nicht) und hatten in der Aula mind. 2 m Abstand zu unseren "Sitznachbarn". Masken wurden aufbehalten und natürlich gelüftet. Gab keine Probleme

    Damit meine ich tatsächlich Aufgaben, die zu unserem Alltag gehören. Noten erheben, Prüfungen konzipieren, Prüfungen durchführen, Listen en masse führen und in andere Listen übertragen, Termine planen, sich summierender Kleinkram zwischendurch und korrigieren, korrigieren, korrigieren. Englisch ist da als Fach undankbar, besonders bei den Prüfungsformaten. Dazu dann noch Zusatztermine durch Konferenzen, Teamsitzungen und Elterngespräche.

    Das finde ich jetzt alles nicht so wild, muss ich sagen. Ist aber evtl. auch eine Frage der Routine.

    Notengebung und Prüfungserstellung sowie -durchführung finden ja nicht allzuoft statt und der Korrekturaufwand in Englisch ist bei mir auch nur im BG und in der FOS sehr hoch.

    Welche Termine musst du denn planen? Klassenarbeitstermine plane ich i. d. R. einmal zu Beginn jeden Halbjahres (manchmal auch zusammen mit parallel unterrichtenden KuK; wir erstellen auch teilweise zusammen Klausuren und Prüfungen). Weitere Termine brauche ich nicht zu planen, da sie von der SL vorgegeben werden; z. B. Termine für Elternabend und Elternsprechtag, ....

    Und irgendwelche Listen führen und übertragen muss ich auch nicht. Welche sind denn das alle bei dir, wenn du "en masse" schreibst? Ich kopiere mir lediglich ab und an die Fehlzeiten aus meinem Klassenbuch, muss diese aber nur einmal pro Halbjahr - für die Zeugnisse - zusammenrechnen. Weitere Listen, die ich regelmäßig führen müsste, fallen mir jetzt gar nicht ein.

    Konferenzen bzw. Dienstbesprechungen und Teamsitzungen haben wir an meiner Schule max. insgesamt sechs pro Halbjahr (meistens weniger) plus Zeugniskonferenzen an zwei Nachmittagen Ende Januar und vor den Sommerferien. Eltern- oder Ausbildergespräche fallen an meiner Schulform auch nicht besonders oft an.

    Das tut mir sehr leid, dass die genannten Tätigkeiten bei dir so viel Zeit fressen, dass du gar nicht mehr zur Unterrichtsplanung kommst :( !

    symmetra : Meinst du mit "anderen Aufgaben" zusätzliche schulische Aufgaben oder außerschulische? Und wenn du dich auf schulische beziehst: Welche sind denn das, die bei dir solch einen hohen Zeitaufwand mit sich bringen?

    Mir geht es nicht so, muss ich sagen. Ich habe mich mittlerweile recht gut organisiert und bekomme Unterrichtsvor- und -nachbereitung (inkl. Korrekturen) ganz gut "gewuppt". Zusatzaufgaben in der Schule habe ich - bis auf eine stellvertretende Teamleitung, die aber nicht sehr zeitaufwändig ist - allerdings nicht (mehr).

    Nein, das gibts hauptsächlich dann, wenn auch Weierbildung angeboten wird, z.B. in Meister- oder Technikerschulen. Bei der dualen Ausbildung und der Berufsvorbereitung kommt das eher nicht vor. Allerdings haben fast alle Schulen 10 bis 11 Unterrichtsstunden am Tag. Es kann also zumindest vorkommen, dass du von 7:45 bis 17:30 Uhr Unterricht hast.

    Das ist vermutlich auch von Schule zu Schule und von BL zu BL unterschiedlich. Bei uns gibt es auch an den Fachschulen und Technikerschulen keinen Abendunterricht und nur im BG und im letzten Ausbildungsjahr z. T. Unterricht bis zur 10. Stunde. Und bei uns ist so gut wie nie eine Lehrkraft von der 1. bis zur 10. Stunde in der Schule; wer bis zur 10. unterrichtet, hat i. d. R. erst zur 3. Stunde oder noch später Unterrichtsbeginn.

    Ich hatte es, glaube ich, schon vor einiger Zeit geschrieben: Die geplante Weihnachtsfeier an meiner Schule wurde abgesagt, unser Elternsprechtag fand - wie im Vorjahr - telefonisch statt und Konferenzen, Dienstbesprechungen, Teamsitzungen etc. seit einigen Wochen nur noch per Videokonferenz.

    Manche Seminarausbilder (Fachleiter) vom allgemeinbildenen Gymnasium in Bawü betrachten die beruflichen Schulen als Schulen zweiter Klasse - dorthin kommt laut deren Aussage nur der, der keine EInstellung am allgemeinbildenen Gymnasium bekommt.

    Hm, an meiner Schule gibt es nur sehr wenige KuK, die ursprünglich Gymnasiallehramt studiert haben. Bis auf wenige Ausnahmen haben alle das Lehramt BBS studiert und ich kenne auch niemanden, der mit diesem Studium überhaupt versucht hat, eine Stelle an einem Gym zu bekommen (was hier auch schwer möglich sein dürfte, weil man für das LA BBS eine berufliche Fachrichtung und ein Unterrichtsfach studiert).

    Dass allerdings ein Abi am BG manchmal als "Abi zweiter Klasse" bezeichnet wird, habe ich leider auch schon häufiger gehört. Tja, wer's meint... Die SuS behandeln in den allgemeinbildenden Fächern wie Englisch und Deutsch in Klasse 12 und 13 zu 90% dieselben Inhalte wie an einem allg. Gym, aber das wird oft geflissentlich ignoriert.

    Fachoberschulklassen sind gerade in Städten heute auch sehr anstrengend. Das Niveau ist ziemlich gesunken auch dort.

    Darf ich kurz fragen, in welchem Bundesland du tätig bist? Ich habe eine Bekannte, die in Hannover verschiedene Fachoberschulklassen unterrichtet und sie ist mit mir absolut einer Meinung, dass diese Klassen sehr pflegeleicht sind und ein recht hohes Niveau haben (immerhin wollen diese SuS ja die Fachhochschulreife erwerben!). Das mag aber daran liegen, dass in NDS die FOS anders aufgebaut ist als in anderen BL: Hier sind die SuS der FOS Klasse 11 (Aufnahmevoraussetzung: guter Realschulabschluss) nur an zwei Tagen die Woche in der Schule und leisten an drei Tagen ein Langzeitpraktikum ab. Die SuS der FOS-Klassen 12 sind nicht mehr schulpflichtig; wer da nicht "spurt", wird 'rausgeschmissen.

    Erzähl doch mal ein bisschen, was findest du daran stressig? Falls du an einer Berufsschule arbeitest, würde ich mich über ein paar Einblicke sehr freuen.

    Wenn ich mal etwas Zeit habe (das wird aber in den nächsten Tagen, also vor den Weihnachtsferien eher nicht der Fall sein), schreibe ich dir gerne mal eine PN dazu. Erstmal soviel: Ich finde nicht, dass sich die Tätigkeit einer Lehrkraft an einer BBS (wie gesagt: die Berufsschule ist nur ein Teilbereich davon!) sehr von der einer Realschul-, Hauptschul- o. ä. Lehrkraft unterscheidet!

    Es wollen schon viele Berufsschullehrer werden. Das Problem ist nur, dass viele rausgeprüft werden. Will man Berufspädagoge werden und angehende Facharbeiter und Handwerker unterrichten, muss man Fächer wie Elektrotechnik, Metall etc. studieren, dort fallen aber viele an der Uni durch die Klausuren (Durchfallquoten oft 80 Prozent), weil die Anfoderungen sehr hoch und die Lehre erschreckend schlecht ist.

    Im Referendariat werden Referendare oft unter fadenscheinigen Gründen rausgeprüft, weil die Lehrerseminare einen Elitestatus beanspruchen und daher feste Durchfallquoten haben, egal wie gut der Referendar in der Lehrprobe war.

    Schließlich kommt noch hinzu, dass das Unterrichten an Berufsschulen in bestimmten Klassen, die das Berufsvorbereitungsjahr absolvieren, eine Berufsfachschule besuchen oder die Fachoberschule besuchen, aufgrund der Disziplinlosigkeit vieler Schülerinnen und Schüler enorm stressig ist. Da stehen auch schon gestandenen Lehrerinnnen und Lehrern (!) die Tränen in den Augen,. wenn sie die Klasse nicht diszipliniert bekommen.

    Also, bei uns in NDS ist die Zahl derjenigen, die das Lehramt an berufsbildenden Schulen studieren, in den letzten Jahren/Jahrzehnten gesunken.

    Dass an der Uni viele bei den Klausuren oder im Referendariat durchfallen, ist hier nicht der Fall.

    An den BFSn und BESn (so heißt bei uns das BVJ mittlerweile) gibt es zwar des Öfteren nervige SuS, aber mit denen sind wir auch noch immer klar gekommen. Wer sich nicht benimmt, bekommt halt eine Ordnungsmaßnahmenkonferenz. In der FOS habe ich noch nie disziplinlose SuS erlebt.

    Warum wollen sich die meisten Lehramtsstudenten mit pubertierenden und Nervenden Jugendlichen, deren Eltern usw. auseinandersetzen?

    Viele noch pubertierende und oft nervende Jugendliche zwischen 15 und 17 finden sich im Übrigen an einer berufsbildenden Schule auch. Zwar nicht unbedingt in den Berufsschulklassen, wohl aber häufig in den Vollzeitschulklassen, z. B. bei uns in den Berufseinstiegsklassen und den Berufsfachschulklassen.

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