Beiträge von Humblebee

    Gut gepflegt und renoviert/saniert bedeutet nicht, dass es schön ist.

    Das kommt wohl auf die individuelle Definition von "schön" an, oder?

    Das Haus meiner Großeltern ist auch sehr annehmbar und gepflegt, hat sogar ne neue Heizung und ein neues Bad usw., trotzdem muss es deutlich renoviert werden, denn es ist in großen Teilen schlichtweg unmodern (und deswegen teuer) und verwohnt.

    Ist das nicht irgendwie widersprüchlich? Du sprichst davon, dass dieses Haus "sehr annehmbar und gepflegt" (und in Teilen saniert) sei, auf der anderen Seite aber renovierungsbedürftig, unmodern und verwohnt sei. Wenn letzteres der Fall ist, würde ich persönlich es weder "sehr annehmbar" noch als "gepflegt" bezeichnen.

    Hier im Umkreis bekommste für 300000 Häuser, die sicherlich bewohnbar sind...wenn man alte, verwohnte Häuser mit hohem Renovierungs- und Sanierungsbedarf schmuckelig findet und nix dagegen hat, bald ein neues Dach, neue Heizung, Fenster usw. folgen zu lassen und das 70er Jahre Bad und das abgesetzte, aber top gepflegte Parkett gut leiden kann.

    Unser Haus war hier im Umkreis das absolute Schnäppchen. Mega Glück, nur durch zufälliges Vitamin B dran gekommen. Von 300000 kann man da aber nur träumen.

    Wie gesagt: Hier ist es anders. Da bekommt man für 300.000 Euro wirklich gute Häuser - zumindest, wenn sie nicht mitten in größeren Städten oder in deren Speckgürtel liegen und man keine Neubau-Villa mit 1000 qm Grundstück benötigt. Etwas "Ausschau" muss man aber natürlich danach auch halten ;) .

    So, nun aber wirklich zurück zum eigentlich Thread-Thema!

    Distanzunterricht funktioniert bei uns nicht, da die jeweilige Klasse ja nur in meinen Stunden dann beaufsichtigt in einem Raum mit Endgeräten sein müsste.

    Nein, das geht durchaus auch ohne (bei älteren SuS!), siehe meine Beschreibung oben: Meine Kollegin lässt sich per Videokamera (die an unseren Lehrer-PCs installiert sind) in den Unterricht schalten - das übernimmt i. d. R. ein/e Schüler/in -, wird per Beamer ans Whiteboard "geworfen" und macht dadurch ihren Unterricht. Die SuS benötigen also nicht zwingend ein Endgerät (es wird oft mit dem Buch gearbeitet). Das wird sie jetzt noch bis zum Halbjahreswechsel so machen, dann übernimmt eine andere Lehrkraft in Präsenz ihre Unterrichtsstunden.

    Dass das bei uns so problemlos klappt, ist aber natürlich auch dem höheren Alter unserer SuS geschuldet.

    Auch in meinem Teil Niedersachsens kostet ein einfaches freistehendes Einfamilienhaus mit einer akzeptablen Größe ab 500k, entweder direkt oder mit notwendigen Renovierungskosten.

    Hui :( .

    Die Idee, dass man als Familie bei der Lebensplanung für den Fall hätte vorsorgen müssen, dass eine jahrelange Pandemie immer wieder monatelange Phasen der individuellen Kinderbetreuung notwendig macht, halte ich auch für etwas anmaßend.

    Das sehe ich genauso.

    Nein, tut mir leid, da kenne ich mich nicht aus. Aber vielleicht wäre das eine Frage für ein USA-Forum (da gibt es ja meines Wissens mehrere); dort gibt es sicherlich Personen, die schon in den USA gelebt haben oder sich gut auskennen und die diese Frage beantworten können!

    Die Aussage "Aber die Leute bekommen doch die Kredite, also ist es doch ok!" ist natürlich unsinnig.

    Darum geht's doch gar nicht! Sondern darum, dass sich jemand, der nicht einer richtig gut bezahlten Tätigkeit nachgeht und "auch noch" Kinder hat, laut Toms Aussage nie und nimmer ein Haus finanzieren könnte (es sei denn, sie/er hätte gut geerbt o. ä.)

    Aber ich werde mich jetzt hier nicht um die Finanzierungsmöglichkeiten fürs Eigenheim herumstreiten. Das ist schließlich nicht Thema dieses Threads ;) .

    Gehen wir mal von einem ÜBERAUS günstigen Preis für ein nicht sonderlich renovierungsbedürftiges Haus inkl. aller Nebenkosten von 300000 Euro aus. So ein Haus findet man vielleicht irgendwo aufm Dorf in Meck-Pomm oder so, wo nichts ist und keine Infrastruktur für Familien vorherrscht.

    Für den Preis bekommst du hier in der Gegend in größeren Dörfern und Kleinstädten, die über recht gute Infrastruktur für Familien verfügen, durchaus auch ein annehmbares Haus ;) .

    War jahrelang in der Baufinanzierung durchaus normal. Ansonsten ging es halt nur als Beamter oder mit einer anderen sehr sicheren Stelle oder sonstigen Sicherheiten und natürlich mit Zinszuschlag. Kommt natürlich auch auf die Situation an. Zwei große Gehälter sind sicherlich etwas anderes als groß und klein.

    P.S.

    Es wäre vielleicht sinnvoll, wenn du Kritik an meinen Beiträgen direkt formulierst. Bei den Smileys denkt man immer, dass du das nicht verstehst.

    a) Das, was an deinem Beitrag zu kritisieren ist, haben andere bereits geäußert. Aber wenn du es nochmal direkt von mir hören möchtest: Ich habe von Baufinanzierung nicht allzu viel Ahnung, aber wenn es wirklich so wäre, dass nur Paare, bei denen beide in gut bezahlten Jobs arbeiten und die keine Kinder haben, einen Hausbau oder einen Haus- oder Wohnungskauf finanziert bekommen würden, hätten viele aus meiner Verwandtschaft und Bekanntschaft keine Kredite dafür bekommen. Haben sie aber. Merkwürdig, oder?

    b) Interessant, dass du bei einem Emoji, der Erstaunen und Ungläubigkeit ausdrückt, daran denkst, dass ich deine Äußerung nicht verstünde...

    Ich glaube, Karl-Dieter meint, dass ja gar nicht in allen Klassenräumen W-Lan vorhanden ist und die Schüler ja keine Endgeräte haben. Wenn man jetzt die 3. + 4. Stunde in Klasse 7a z.B. hat, können die ja auch nicht eben schnell nach Hause dafür. Also muss eh vertreten werden und dann ist es kein Distanzunterricht mehr.

    Ok, das ist bei uns definitiv anders, sonst könnte meine Kollegin ihren Unterricht ja nicht so durchführen, wie ich es eben beschrieben habe. Wir haben in allen Klassenräumen W-lan und alle SuS haben funktionierende Endgeräte (teilweise als Leihgeräte von der Schule). Meine Kollegin lässt sich entweder über die Kamera in den Unterrichtsraum schalten - quasi als "digitale Lehrerin" - und die Berufsschulklasse, die sie an einem Tag sechs Stunden lang hat, kommt tatsächlich gar nicht erst in die Schule, sondern macht mit ihr Unterricht von zuhause aus (in der 7./8. Stunde macht dann ein anderer Kollege mit dieser Klasse ebenfalls Online-Unterricht: SuS zuhause, er in der Schule).

    Meine Kollegin muss also nirgends vertreten werden.

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