Beiträge von Humblebee

    Hm, manches, wie z.B. dieser Berufswahlparcours geht ja kaum in der Schule. Das ist ein Erlebnisparcours... Mal ganz davon abgesehen, dass uns sämtlichst die Räume dafür fehlen.

    Na ja, das sind ja auch nur Ideen. Der "Berufswahlparcours" soll m. E. auch gar nicht an der Schule stattfinden. Auf der entsprechenden Seite steht ja, dass er in verschiedenen Orten aufgebaut wird, wo dann die Schulen mit ihren SuS hinfahren (dafür findet sich ja hoffentlich eine Finanzierungsmöglichkeit!) : https://www.lehrer-in-mv.de/klasse/berufswahlparcours/

    Sag' mal, wie wurde denn das Thema "Berufsorientierung" bisher an deiner Schule behandelt/gehandhabt? Du kannst doch wohl nicht die erste Lehrkraft sein, die mit einer Klasse dahingehend arbeitet. Gibt es keine Kolleg*innen mit Vorerfahrungen in dem Bereich? Und wenn doch: Was haben denn die in den letzten Schuljahren mit den Klassen zur Berufsorientierung gemacht? Sind bisher auch keine regelmäßigen Berufsberatungsangebote an eurer Schule gemacht worden?

    Wie ich heute herausgefunden habe: Nicht bei uns.

    Berufsberatung findet nur bedingt bei uns in der Schule statt. Zu den meisten Aktionen (z.B. Potentialanalyse) muss hingefahren werden. Aufgrund der (nicht vorhandenen) Verkehrsverbindungen muss dafür ein Bus von einem Reiseunternehmen gemietet werden. Die Kosten sind (freiwillig) von den Eltern zu übernehmen (...)

    Das finde ich wirklich erschreckend, muss ich sagen!

    Hast du dir dieses Konzept: https://www.bildung-mv.de/export/sites/b…-24.06.2019.pdf mal durchgelesen? Da steht doch ganz klar drin, dass z. B. Berufsberatung regelmäßig - sogar wöchentlich! - in der Schule erfolgen muss (S. 18: "Angebot flächendeckender BO-Veranstaltungen an allen Regelschulen ab der Vor-Vorentlassklasse. Einmal pro Woche ist die Berufsberatung mit einem terminierten Beratungsangebot und offener Sprechzeit an der Schule.")!

    Auf der Seite des MV-Bildungsservers gibt es m. E. sowieso ganz interessante Links - https://www.bildung-mv.de/lehrer/berufsorientierung/

    Unsere SL fragt fast jedes Jahr, sie würde auch lieber früher beginnen, ist ja bereits an der Schule, aber die Ablehnung ist fast 100% im Kollegium (inkl. Klassenlehrer, wechselt bei uns, alle sind mal Klassenlehrer bzw. nicht). Die meisten erscheinen tatsächlich erst am 1. Schultag.

    Das wurde bei uns noch nie abgefragt, sondern ist einfach "gesetzt", dass wir uns die letzten beiden Ferientage für schulische Angelegenheiten freihalten sollen/müssen. Klassenlehrerschaften wechseln bei uns auch eher selten; allerdings gibt es nur relativ wenige KuK - insbesondere Fachpraxislehrkräfte und KuK, die nur wenige Stunden unterrichten -, die keine Klassenlehrerschaft haben.

    Ich sprach nur von denjenigen, die mit mir im selben Jahrgang des Lehramts BBS waren (das waren max. 50 oder 60 Studis). Wie ansonsten die Durchfallquote war, kann ich nicht sagen; hat mich auch nicht wirklich interssiert ;) . An die einzelnen Vorlesungen, Seminare etc. kann ich mich fast 27 Jahre nach Beginn meines Studiums auch nicht mehr wirklich erinnern...

    Meistens wird der 1. Schultagmittag für div. Konferenzen genutzt.

    Ebenfalls OT: Das ist bei uns zum Glück nicht der Fall! Ich bin am ersten Schultag zum einen nach der sechsten Stunde immer ziemlich groggy und meist heiser, weil ich das viele Reden nicht mehr gewohnt bin (und ich bin froh, wenn ich mich dann zuhause auf's Sofa setzen kann,) zum anderen weiß ich am Schuljahresanfang vor lauter Orga-Kram - insbesondere meine Klasse betreffend - oft gar nicht, wo mir der Kopf steht. Da brauche ich nicht noch Konferenzen am Nachmittag1

    Damals waren bei uns 50% aller Studierenden schon im ersten Semester nach den Weihnachtsferien weg. Die haben nicht eine Klausur geschrieben. Das Diplom (also heute Master-Abschluß) hielten am Ende weniger als 10% in Händen.

    Boah, echt?! So heftig war es damals bei uns nicht. Ich kann mich an einige erinnern, die von Lehramt BBS auf BWL oder zu einem anderen Lehramt gewechselt haben (aber keine/r vor Ende des 2. Semesters), abgebrochen haben aber nur sehr wenige. Und dass jemand schon nach so ein paar Monaten nicht mehr da war, daran kann ich mich überhaupt nicht erinnern.

    Kiggie: Labore haben wir nicht (bei uns wird kein Chemie unterrichtet) und mit den Werkräumen habe ich persönlich wenig zu tun. Ich meine aber, dass die in den Fachpraxisräumen (Küchen, Werkstätten sowie dazu gehörige Lagerräume usw.) und im Physikraum im BG tätigen KuK diese immer schon vor den Sommerferien einigermaßen in Schuss bringen und dann eben alles in den letzten zwei, drei Tagen vor Schulstart nochmal kurz überprüfen.

    Bei uns wird es ja auch so gehandhabt, dass an den ersten beiden Schultagen in den Vollzeit- und am ersten Schultag in den Berufsschulklassen des ersten Ausbildungsjahres Klassenlehrerunterricht (hauptscächlich Organisatorisches, Kennenlernen etc.) durchgeführt wird. Somit haben eine ganze Reihe von Fachpraxiskolleg*innen, die keine Klassenlehrrkräfte sind, keinen Unterricht und die Fachpraxisräume sind frei. Dann können sie sich dort "austoben" ;) .

    EDIT: Ich will jetzt hier aber nicht 'reingrätschen, denn es geht ja um NRW, nicht um NDS!

    Jetzt bin ich irgendwie gleichzeitig froh und habe ein schlechtes Gewissen, weil es bei uns ganz anders ist. Wir müssen in den letzten drei Ferientagen an max. zwei Tagen (häufig sogar nur an einem Tag) für Dientsbesprechungen, ggf. Teamsitzungen und andere Vorbereitungen in die Schule kommen. Mehr Zeit verbringen in den Sommerferien eigentlich nur die erweiterte Schulleitung und die Stundenplaner*innen in der Schule (und weitere schulische Mitarbeiter*innen natürlich).

    Vielen Dank für die Einblicke. Ich denke es ist auch sehr Abhängig von den Fächern oder? Wenn ich mich an meine technische Berufsausbildung erinnere, wurde viel aus Büchern gemacht und dann zusammen gefasst und praktische Beispiele genannt.

    Ja, zum einen ist es fächerabhängig, aber auch sehr stark abhängig vom Bildungsgang. In einer Berufsschulklasse, im Beruflichen Gymnasium, der Fachoberschule oder einer Fachschulklasse arbeite ich definitiv anders als in einer Berufseinstiegsklasse, wo die allermeisten Schüler*innen keinen Schulabschluss haben.

    Jetzt mach mir die Hoffnung nicht kaputt dass es irgendwann besser wird ... Ich bin doch noch einer dieser Anfänger und UBs hab ich auch noch :)

    Um Himmels Willen, so war das nicht gemeint! Es bessert sich auf jeden Fall! Ich wollte nur sagen, dass man nicht immer nur auf bereits vorhandene Materialien zurückgreifen kann, sondern sich als Lehrkraft immer mal wieder auf Veränderungen einstellen sollte.

    Ich gebe Kiggie miit diesen beiden Äußerungen absolut recht (wobei ich an der BBS hier in NDS unfairerweise nur 24,5 Stunden Unterrichtsverpflichtung habe ;) ) :

    Und wenn ich von 25,5 Stunden, die Hälfte in bekannten Bildungsgängern/Fächern habe ist das schon eine enorme Entlastung.

    Kommt aber sicherlich auch auf die Fächer / die Schule an.

    Der Erfahrene Lehrer hat sein Material und passt es nur noch an.

    Aber auch ich als erfahrene Lehrerin (bin inkl. Referendariat jetzt schon 20 Jahre dabei) kann ich nicht immer auf bereits vorhandenes Material zurückgreifen. Bspw. werden immer mal wieder die Rahmenlehrpläne und die Ausbildungsordnungen geändert, man wird als Lehrkraft nicht immer in denselben Bildungsgängen (oder Jahrgängen an den allgemein bildenden Schulen) eingesetzt, in der Oberstufe - bei uns am Beruflichen Gymnasium - ändern sich regelmäßig die Abiturthemen und damit die in den Kursen durchzunehmenden Materialien usw.

    Was die Arbeitszeit angeht, gebe ich den beiden Vorschreiber*innen absolut recht!

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