Was vermutlich einfach daran liegt, dass du feste Vortsellungen von deiner Wirklichkeit hast.
Es war doch mal schlicht so:
Versicherung A: Männer 10 Geldeinheiten, Frauen 10 Geldeinheiten pro Monat. Im Schnitt reicht das um die Kosten zu bezahlen und einen kleinen Gewinn zu machen.
Dann kommt Versierung B und hat nachgerechnet. Frauen sind teurer. Also macht Versicherung B: Männer 9 Geldeinheiten und Frauen 11 Geldeinheiten.
Da jetzt Versicherung B für Männer günstiger ist, wechseln evtl. einige Männer von A nach B und/oder neue Männer kommen eher zu B während Frauen eher zu A gehen/bleiben. Schlussfolgerung: Versicherung A kann seine Kosten nicht mehr decken, weil da jetzt der Frauenanteil höher ist und sie machen Verlust. Die Pleite droht. Versicherung B macht weiterhin Gewinn, da sie es ja kostendeckend anbietet. Was muss also Versicherung A machen um nicht Pleite zu gehen? Auch sie bieten für Männer günstigere Tarife an und für Frauen die teureren.
Daher hatten damals alle privaten Versicherungen andere Tafife für Männer und Frauen. Genau so wie es auch heute verschiedene Tarife für z.B. Autos gibt, obwohl das je nach Blickwinkel ebenso unfair sein kann (Beispiele habe ich dafür oben genannt.) oder auch die durchaus "unfairen" verschiedenen Risikozuschläge für die PKV, weil der Versicherte dafür ebenfalls nichts kann und auch nicht aktiv dagenen tun kann. Das meine ich jetzt moralisch; das das aus finanzieller Sicht ggf. ganz anders ist in einem kapitalistischen System ist mir auch klar. Würde aber dann funktionieren, wenn wirklich alle Bürger die eine/gleiche Krankenversicherung hätten (Was auch wieder Vor- und Nachteile hat.).
Wie gesagt: Nicht missverstehen. Ich kann nachvollziehen, warum das politisch verboten wurde. Man könnte/müsste/sollte aber ggf. an ganz vielen anderen Stellen genau das gleiche machen wenn man "fair" sein will und den eigentlichen Sinn einer Versicherung (Umlage aller Kosten auf alle Versicherten) umsetzen will. Wie das immer so ist, wenn man etwas aufteilt, was ja die Grundidee einer Versicherung ist, dann gibt es immer "Gewinner" und "Verlierer" (oder besser gesagt Leute, die weniger profitieren.) Es gibt wohl kaum jemanden, bei dem die Rechnung auf den Cent stimmt.
Schwieriges Thema. Ich befürchte es gibt keine perfekte Lösung. Alles hat Vor- und Nachteile.