Beiträge von Kris24

    Und es ist mir auch egal, wnn Leute nicht lustig finden, über was ich mich amüsiere.

    Und andere machen sich über Farbige oder Schnitzel lustig, erklären mir wortreich, dass sie sich Zigeunerschnitzel und Neger nicht verbieten lassen.

    Ich wende mich ab, hier auch. Und ja, mir ist es wichtig und merke gerade, wie alte jahrelange Verletzungen wieder aufbrechen. Tut weh, ist nicht lustig.

    Warum lässt du sowas mit dir machen?

    Sissymaus und ich sind ja unseren Weg gegangen, aber mich hat es geprägt.

    Was die Unterstellung eines Bedrohtseins soll, erschließt sich mir nicht. Das ist eine ganz typische, irrationale Unterstellung. Du darfst gerne soviel Gendern, wie du willst. Alle anderen auch. Es wäre nur hilfreich, die Emotionen rauszunehmen und Menschen, die nicht Gendern, nicht irgendeinen Quatsch vorzuwerfen.

    Das denke ich bei Männern, denen so wichtig ist, gendern zu verbieten. Der Verdacht, dass sie sich bei der geäußerten Heftigkeit, bedroht fühlen, liegt nahe.

    Ich gendere aus Gewohnheit leider auch nicht immer, ich bewunderte aber vor kurzem eine junge Vortragende, die es mit Leichtigkeit konnte. Und ja, sie war mir dadurch sympathisch. Ich habe mich ganz anders angesprochen gefühlt.

    Da ist er wieder, der moralische Zeigefinger, weil es über vernünftige Argumente nicht klappt. Klassiker

    Wir gut, dass du als Frauenversteher zur Seite stehst. Da haben die Damen ja nochmal Glück gehabt. ;)

    Und das ist die mönnliche Arroganz (?) vernünftige Argumente habe ich nicht gelesen.

    (Fehlt nur noch weibliche Hysterie, monatliche Befindlichkeiten usw.)

    Entweder hast du dich im Zitat vertan, oder das ist eine wirklich schräge Schlußfolgerung aus meinem Post. Den Gedankengang hinter dieser Schlussfolgerung würde ich echt gerne nachvollziehen können....

    Nein, ich habe mich nicht vertan. Nichtbetroffene meinen zu wissen, wie es gemeint ist. Sollen sich die anderen doch nicht so anstellen.

    Du behauptest einfach, dass das Maskulinum alle meint. Ich habe es anders erlebt. Schriftlich generisches Maskulinum, mündlich nur Maskulinum.

    Wie wird man denn als Frau sprachlich ausgegrenzt? Die Verwendung des generischen Maskulinum kann es ja nicht sein. Was daran problematisch sein soll, sprachliche Erscheinungen lustig zu finden, kann ich auch nicht nachvollziehen.

    Lustigerweise sind meine Frau und einige ihrer/unserer Freundinnen noch angefressner wegen der ganzen Genderei und dem ständigen Herausstellen von Geschlecht.

    Vermutlich hat deine Frau nicht vor knapp 40 Jahren Chemie studiert. Uns 3 Frauen bei 150 Studenten wurde ganz direkt mündlich in einer Prüfung erklärt, dass wir nur Chemie studieren, um eine gute Partie zu angeln. Wir sollen gefälligst den Männern unseren Praktikumplatz überlassen. Davor wurde angeblich das generische Maskulinum verwendet, schriftlich. Eine Professur wurde nicht vergeben, weil die beste Bewerbung von einer Frau stammte.

    Nein, generisches Maskulinum wird von zu vielen Männern nicht allgemein gemeint.

    In Mathe war es etwas besser.

    An meiner Schule vor knapp 30 Jahren war es nicht viel anders. In Mathe, Chemie und Physik war ich die einzige Frau und selbstverständlich trafen sich die Männer zu Männerrunden, zu denen ich nicht eingeladen wurde, ich würde mich ja nicht wohl fühlen. Nur dort wurden auch Anschaffung von Büchern beschlossen. Es hatte schon seinen Grund, warum wir 6 Frauen im Kollegium (davon 3 mit Fach Französisch und 2 davonmit Sport weiblich) uns zusammen schlossen.

    Ja, es gibt Frauen, die sich auf Tradition berufen, andere, die naiv sind. Ich fand in der Schule das Thema meiner Deutschlehrerin Männersprache -Frauensprache auch noch überflüssig. Ein Jahr später verstand ich sie (und das Thema).

    Manches ist negativ belastet, wie Zigeunerschnitzel oder generisches Maskulinum. Ich weiß, dass es selten wirklich Gleichberechtigung bedeutet, im besten Fall ist es Gleichgültigkeit.

    Und frage einmal Kinder, wer gemeint ist. Ein Fünfjähriger mit Vater als Hausmann und Mutter berufstätig war trotzdem der Meinung, dass der Vater arbeitet und die Mutter die Wäsche wäscht. Bilderbücher und Sprache prägen mehr.

    Ich gehöre auch zu den alten weißen Männern, finde die Genderei aber wirklich manchmal "lustig". Übertriebene Beispiele muss man nicht selbst erfinden. Es finden sich genug, wenn man täglich Zeitungen liest oder anderen Medien aufmerksam zuhört.

    Eben. Frauen, die Ausgrenzung durch Sprache erlebt haben, finden es nicht lustig. Dein 1. Satz empfinde ich als typisch Mann.

    Was ist denn jetzt übertriebenes Gendern? Wer bestimmt, wieviel Gendern moralisch richtig ist? Ich finde es eher lächerlich, das mir, wenigstens implizit, vorgeworfen wird, Menschen auszugrenzen und frauenfeindlich zu sein, weil ich selten bis gar nicht gendere.

    Fast wortwörtlich habe ich diese Argumentation bei der Verwendung der Begriffe Zigeunerschnitzel, Mohrenkopf und Neger gehört.

    Nein. Ich meine fünf verschiedene Kurse - beispielsweise von Level 1 (HS-Niveau) bis Level 5 (sehr gutes GY-Niveau).

    Dann muss man in der Tat den Klassenverband auflösen, der entgegen der Meinungen hier nicht immer ein positives soziales Umfeld darstellt. Wie auch in den USA wären das dann Jahrgänge. Dadurch hätten wir vermutlich auch eine größere soziale Durchmischung.

    Gab es an meiner kleinen High School (ca. 400 Schülerinnen und Schüler verteilt auf 4 Klassen) jahrgangsübergreifend. Da saß die sehr intelligente Zehntklässlerin neben dem nicht so leistungsstarken Zwölftklässler in Chemie. Es wurde eine Vielzahl an Kursen angeboten und man konnte frei wählen. Manche Kurse musste man nacheinander besuchen.

    Mathematik und Englischkurse hatten verschiedene Themen z . B Analysis oder Trigonometrie oder amerikanische Literatur oder Rechtschreibung.

    Der Staat ist pleite!

    Lest mal das Interview im heutigen Spiegel des sächsischen Kultusministers. Welche Dimensionen die Bezahlung von Bildungspersonal in den Landeshaushalten hat.

    Wer da ernsthaft glaubt, dass es durch Arbeitszeiterfassung zu einer kostensteigernden Entlastung von Lehrkräften kommt, wird ganz bitterlich enttäuscht werden, wenn es tatsächlich eines Tages dazu kommen wird.

    Auch in Zeiten, in denen die Steuern für die Länder sprudelten, war nicht genug Geld für uns da. Die Argumentation änderte sich nur etwas.

    Das geht mir auch so. Das Problem ist, dass es dadurch zu einer Verarmung der Sprache kommt und die Sprache an Präzision verliert.

    Beispiel, das gerne in den Nachrichten benutzt wird:

    'Forschende' das ist etwas anderes als 'ein Forscher' oder meinetwegen 'eine Forscherin'. Ersteres impliziert eine aktuell aktive Tätigkeit

    Also verwendet man weiter Begriffe wie Neger, Zigeuner, Mohrenkopf und Zigeunerschnitzel? Um der Verarmung der Sprache vorzubeugen?

    Ich hatte andere Ursachen bei Verwendung der Begriffe Forschende und Forschern vermutet. Der Unterschied zwischen Angst und Furcht ist heute auch nicht mehr allen bekannt. Und da liegt es sicher nicht am gendern.

    Seit wann dürfen Frauen eigentlich wählen? Hat sich das natürlich entwickelt. Also, es gibt doch auch Grenzen. Und es ist absolut absurd. Zudem entsteht auch eine Verarmung der vernünftigen Entscheidungsmöglichkeit bei Wahlen. Und es fühlt sich einfach falsch an.🤣

    Ja, nicht mehr prügeln der Kinder, nicht mehr vergewaltigen der Ehefrauen haben sich auch natürlich entwickelt.

    Es wird immer Menschen geben, die Gesetze als unnötig und einschränkend sehen, und sich nicht daran halten.

    Mir ist übrigens kein Gesetz über die Pflicht zum gendern bekannt. Allerdings verändert sich Sprache, wer immer noch auf den Gebrauch von Mohrenkopf und Neger besteht, kommt halt nicht mehr positiv bei den meisten Mitmenschen an.

    Ich finde es total schwierig, wenn jemand die Variante Lehrer:innen im mündlichen Sprachgebrauch verwendet. Egal bei welchem Wort. Ich bin dann immer einen Moment irritiert, warum denn Männer ausgeschlossen werden.

    Beim Leser ist es natürlich kein Problem, aber beim Hören bevorzugen ich alles andere: generischen Maskulin, Lehrkräfte, Lehrerinnen und Lehrer,...

    Hmm

    So geht es mir manchmal, wenn von Lehrern die Rede ist, ich fühle mich ausgeschlossen.

    Liegt vielleicht auch daran, dass ich anfangs die einzige Frau war, in Chemie-Seminaren, in Mathe- und Chemiefachschaften, Lehrer meinte damals wirklich nur die männliche Form. Noch an meiner 2. Schule schlossen sich die wenigen Lehrerinnen, alle anderen hatten Sprachen oder Musik, waren aber auch allein oder zumindest deutlich in der Minderheit, zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen.

    Kurz, ich freue mich, wenn jemand nicht nur von Lehrern spricht.

    Nachdem die Zeugnisse ausgegeben sind, braucht man Zeugniskonferenzen auch nicht mehr nachzuholen, da ist das Kind schon im Brunnen.

    Ist aber auch hart auf Kante genäht, wenn man die Zeugniskonferenz einen Tag vor Zeugnisausgabe macht, wann werden die gedruckt und unterschrieben?

    Nein, in Baden-Württemberg wird das Zeugnis der Kursstufe morgen ausgeteilt, alle anderen irgendwann in den nächsten 2 Wochen.

    Ja, so ist es immer: die meisten Ideen dafür, was man doch mal boykottieren könnte, kommen von Leuten, die sich für das dann zu boykottierende eh nicht interessieren.

    (Ich kann Fußball wohl auch boykottieren, ist aber halt Gratismut.)

    Ich werde sie boykottieren genau wie die letzte und auch die 1978, obwohl ich fußballbegeistert bin und andere WMs komplett verfolgt habe.

    Ich kenne einige aus meinem Umfeld, von den ich sicher weiß, dass sie es genauso handhaben.

    Ich bin übrigens der Meinung, dass unserer Presse untertreibt statt übertreibt, liegt vielleicht auch daran, dass meine amerikanische Gastfamilie nicht republikanisch wählt.

    Trump ist seit einem Jahr an der Macht, Anfang 1934 war in Deutschland auch vieles von den meisten nicht absehbar und der Rest wurde verharmlost.

    Aber im Dienstplan im Krankenhaus gibt es vermutlich feste Schichten, denen sie dann zugeteilt wird, oder? Es wird der Frühdienst nicht jede Woche andere Zeiten haben. Da wird doch höchstens zwischen Sonn-/Feiertag und Werktag unterschieden.

    Aber Schichtdienst ist ja eh nicht das, was bei Lehrern anfällt. Unsere Schüler wollen ja nicht 24h am Tag beschult werden, sondern maximal im Ganztag. Und eine Klasse soll ja üblicherweise über ein ganzes Schuljahr in einem Fach immer von der gleichen Lehrkraft unterrichtet werden, nicht jede Woche von einer anderen.

    Es bräuchte also jeder seine individuelle Schicht, die nicht regelmäßig mit Kollegen getauscht werden könnte.

    Es ging um geteilte Dienstzeiten und die gibt es im Wechsel zu Früh- Spät- und Nachtschicht.

    Es ging um Elternabend und Konferenzen, die weiterhin stattfinden werden. Ich weiß normalerweise die Termine Wochen oder gar Monate vorher, aber manchmal verschieben sie sich doch. Ich glaube nicht, dass sie komplett abgeschafft werden. Es wird eine Jahresstundenzahl geben, aktuell sind es bei uns 1804 Stunden (oder waren es 1806?), es wird mehr auf die wöchentliche Höchsstundenzahl geachtet werden. Alles andere ist Wunschdenken.

    Aber da ich daran nichts ändern kann, ist es mir auch egal. Ich wundere mich nur, dass manche Lehrer meinen, dass für sie alles zum positiven sich ändert. Wir sind auch nur Arbeitnehmer und unser Dienstherr achtet weniger auf uns als mancher Arbeitgeber.

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