Beiträge von Kris24

    Aus Erfahrung: es kann durchaus auch bis zum nächsten Termin dauern, bis das erstellte Thema dran kommt.

    Manche kommen wahrscheinlich auch nie dran.

    Es kann viel länger dauern und die meisten kommen nie dran.

    In Chemie wurden jährlich 80 Aufgaben bei uns erstellt. Vor den deutschlandweiten Prüfungen brauchte man 4 für den Haupttermin und 4 für die Nachprüfung. Manchmal wurde aus 2 Vorschlägen eine Aufgabe, der Rest wartet, ob er irgendwann mal dran kommt.

    Seit diesem Jahr müssen auch die Naturwissenschaften mindestens 50 % aus dem deutschlandweiten Aufgabenpool nehmen. Wie es in Zukunft aussieht, weiß ich (noch) nicht. Bald müsste ich wieder dran sein.

    Ich durfte bereits dreimal eine Aufgabe für den Chemie-LK in Baden-Württemberg entwerfen. Wie bereits geschrieben zwei Jahre vor dem Termin muss die Schule einen oder zwei Kollegen nennen (wir dürfen auch als Paar). Dann trifft man sich mit den anderen Auserwählten, bekommt genaue Anweisungen durch das RP und hat ein Vierteljahr Zeit. Aus all den Vorschlägen werde durch eine Kommission (auch Lehrer) die Aufgaben endgültig zusammen gestellt. Dabei werden meistens die Aufgaben geändert, so dass alle Themen des Lehrplans abgebildet werden. Darauf wird geachtet. Beim letzten Mal erhielt ich einen extra Dank für die gute Aufgabe, bei den ersten beiden habe ich nichts mehr gehört. In Chemie waren bisher meine Schülerinnen und Schüler und ich zufrieden.

    Ob etwas machbar ist hängt von wirklich vielen Faktoren ab. Ich bin aktuell bei rechnerisch 34 Stunden. Das ist ziemlich knackig, aber mit der passenden Organisation geht das. Wären die Randbedingungen aber anders, würde das Kartenhaus in sich zusammen fallen.


    Kris24 Was du hier beschreibst ist an sich aber doch auch Vertretungsunterricht, wenn auch langfristiger. Dieses Vorgehen ist eine Möglichkeit um die Vertretung zu organisieren. Man könnte das aber auch auf mehrere Schultern verteilen, im wöchentlichen oder monatlichen Wechsel z.B. Wenn es für euch zu viel wird, würde ich auch die Schulleitung oder die Personalvertretung zugehen.

    Ist das systemisch bedingt? Hört sich bald so an, wenn dieser hohe Krankenstand dauerhaft besteht. Was macht die SL dagegen?

    Früher hat es mir nicht so viel ausgemacht, es waren kürzere Zeiträume, Mathe statt Chemie, kleinere Klassen und vor allem, ich war jünger. Ich gehe auf die 60 zu, früher hätte ich in Baden-Württemberg bereits eine Stunde Altersermäßigung gehabt. Auch die wurde irgendwann gestrichen.

    Systemisch bedingt sind die Fehlzeiten nicht. Es gab Sportverletzungen inkl. OP (mit Zusatzproblemen), Rücken (inkl. OP), Elternzeit usw., bei zwei weiß ich es nicht. Vertretung von außen gibt es keine.

    Hier lese ich öfter, dass Unterricht langfristig ausfällt, das ist bei uns nicht der Fall. Aber einzeln ausfallend Randstunden werden nicht vertreten. Unsere SL schützt uns hier (auch gegen Eltern).

    Es wird ja auf möglichst viele Schultern verteilt, ich schrieb pro fehlendem Kollegen mindestens 5. Es gibt keine weiteren mehr, die Chemie unterrichten können.

    chilipaprika benannte sie bereits, wir haben einiges davon und da Kombinationsmöglichkeit gibt es nicht genug für jeweils eine Klasse. Es beginnt in Klasse 5 und jede weitere Klassenstufe kommen weitere Wahlmöglichkeiten hinzu. Und selbst wenn dann viele Musikprofil, Bili und dieselbe 2. Fremdsprache usw. haben, man ändert ja nicht jedes Jahr die Klassenzusammengehörigkeit. Und Bili wird ja auch in Nebenfächern wie z. B. Geschichte unterrichtet (also auch getrennt).

    Zu meiner Zeit wählte man mit dem Gymnasium die Sprachenfolge oder Naturwissenschaften. Das ist bei uns heute nicht mehr der Fall. Alles ist überall möglich.

    Abbrecherquoten haben verschiedene Ursachen. So gibt (gab?) es für das Fach Chemie an der Uni Tübingen keinen NC. Im 2.Semester jedoch nur noch Platz für 30% der Studienanfänger. Der Rest wurde "rausgeprüft" und zu "Studienanbrechern".

    Genauso war es in Konstanz, ich beschrieb es schon. (Und in Chemie benötigt man den Laborplatz des entsprechenden Semesters (Praktikums). Auf Lehramtler hat niemand Rücksicht genommen.

    Übrigens wird hier nicht nach Fächern unterschieden. Nach dieser Quelle ist also die Abbruchquote nur bei den MINT-Diplomstudiengänge so hoch. MINT-Lehramtsstudiengänge wären dann ebenso billig wie geisteswissenschaftliche Studiengänge. Bist du dir sicher, dass du mit der Statistik argumentieren möchtest?

    Ich kenne (für Gymnasien) keine MINT-Lehramtstudiengänge. Ich kenne nur einheitliche Studiengänge, wo einzelne Kurse für Lehramtler erlassen werden.

    Weißt du denn gesichert, dass es für die wirklich keine Option gegeben hätte?

    Kris24 ich stimmt dir zu, dass eine A14-Stelle kein Grund für einen Schulwechsel sein sollte. Es sei denn, man ist mit der Schule ohnehin bereits unzufrieden. Dann wäre es eine Win-Win-Situation.

    Ja. Alle Stellen werden veröffentlicht. Ich kenne auch die Situation an den Nachbarschulen (ähnlich) und kann die Zahlen von Baden-Württemberg nachsehen.

    Ich hatte deine Frage beantwortet, nicht postuliert, dass es deshalb auch derart bei euch geregelt werden müsse. Warum das nicht geht hattest du schließlich auch schon davor deutlich gemacht. Ich fordere auch garantiert von niemandem Mehrarbeitsstunden.

    Tut mir leid, dass es bei dir und euch schon so lange so viel Zusatzbelastung gibt. Ich wünsche dir und euch, dass das endlich wieder besser wird.

    Mich hat deine Antwort auf Plattyplus seine geärgert. Ich kenne es auch so, weil meine SL versucht wochenlangen Ausfall zu vermeiden und uns bewusst schont und nicht mit nicht notwendigen Vertretungsstunden belastet. Ich gehe davon aus, dass in Mangelzeiten an vielen Schulen so ist.

    Aber vermutlich genau deshalb ist das Klima bei uns so gut, wir schauen auch nach dem anderen Kollegen. Ich bin selbst immer wieder überrascht und dankbar über Hilfe von anderen.

    Zu Pisa, ich glaube nicht, dass sich Schüler mehr Mühe geben, wenn die anderen auch länger bleiben müssen. Das erlebe ich immer wieder bei VERA 8. Es zählt nicht und mancher tut dann nichts oder fällt mit kreativen Antworten auf. Andere bemühen sich unabhängig.

    Hallo CDL,

    mich würde stören, dass man dann noch mehr Unterricht selbständig nachlernen muss. Das spart doch überhaupt keine Zeit für die betroffenen Schüler, und sorgt nur für Schringerechtigkeit.


    Kris24: Das mir den 29 Stunden ist bei dir momentan nachlesbar ständig Thema. Ich hoffe, ein Ende noch deutlich vor den Sommerferien ist absehbar. Das klingt nämlich nicht mehr lange machbar.

    Die ersten zwei Monate ging es gut, jetzt sind es 4 und es wurde bereits zweimal verlängert. Ein Ende ist mir nicht bekannt.

    Es ist nicht das erste Mal, allerdings sind 4 Stunden Mathe (letztes Mal) einfacher als 2 zusätzliche Mittelstufenklassen Chemie mit zusätzlichen Versuchen, Klassenarbeiten, Klassen über 30 Schüler. Es geht tatsächlich an meine Substanz, merke ich an vielen Dingen.

    Hier schrieb ich es, weil ich mich über CDLs Beitrag geärgert habe. Bei Plattyplus seinem dachte ich, ja das ist so, wusstest du das nicht? Einzeln ausfallende Randstunden werden bei uns so gut wie nie vertreten. Wir versuchen wochen- oder gar monatelangen Ausfall zu vermeiden. Nur fehlten zeitweise knapp 10 % unserer Lehrer länger als 6 Wochen. Bei jedem mussten die Stunden auf mindestens 5 andere Kollegen verteilt werden. Die nicht direkt betroffenen müssen vermehrt einzeln ausfallende Nichtrandstunden vertreten. Das ist seit Jahren so, ich hatte schon 6 in einer Woche inkl. Abitur. Nur merke ich, ich bin keine 30 oder 40 mehr. Ja, ich versuche bewusst mich zu entlasten und hoffe auf ein Ende in einem Monat.

    Dann haben sich diese Kollegen wohl in keinster Weise darum bemüht, oder es sieht was das angeht in BW wirklich schlechter aus.
    Wer mit 50+ in NRW noch A13 ist, wollte nicht.

    Edit: Was ich an macnhen Schulen durchaus verstehen kann, weil man sich der Schulleitung stark anbieder muss, um in Erwägung gezogen zu werden.

    Sie wollten nicht an eine ungeliebte Schule in einer ungeliebten Gegend wechseln.

    Wir durften zum letzten Mal vor über 5 Jahren eine A14 Stelle ausschreiben, die letzte über das Verfahren ohne zusätzliche Aufgaben ist noch länger her. (Und auch davor gab es höchstens eine Stelle pro Jahr bei ca. 80 Kollegen.) Die Zeiten, dass jeder nach 13 bis 20 Jahren je nach Note befördert wurde, sind sehr lange vorbei.

    Nein, natürlich machen wir keine unbezahlten Mehrarbeitsstunden, sondern es wird, wie geschrieben, Unterricht vorverlegt aus der Woche, wenn die Klasse nicht sowieso sechs Stunden Unterricht hat, was in 8-10 der Normalfall ist.


    Ob die Eltern sich am Ende beschweren, weil es die sechs üblichen Stunden gemäß Stundenplan gibt für den Rest der Klasse oder wegen einer Erkrankung vier der üblichen Stunden plus vorgeholten anderen Unterricht ist doch wirklich Jacke wie Hose.

    Noch einmal vorverlegen ist bei uns nicht möglich, wenn eine Stunde ausfällt, weil jeder Schüler in Klasse 9 einen anderen Stundenplan hat, bezahlt wird bei Vollzeit erst ab der 4. MAUstunde.

    Unsere SL findet bisher immer Freiwillige wenn eine Dauervertretung ansteht, weil wir wissen, dass ausfällt, was möglich ist. Wie viele Stunden soll ich noch zusätzlich unterrichten? Ich unterrichte seit Monaten 2 Klassen zusätzlich zur Vollzeit. Ich schrieb bereits, aus Teilzeit selbst aus familiären Gründen wurde Vollzeit und aus Vollzeit wurde Überstunden, ich bin tatsächlich am Ende und ich bin nicht allein. Wenn ich mitbekommen würde, dass verlangt wird, dass eine einzelne ausfallende 6. Stunde irgendwie vertreten wird, nur damit die Pisabetroffenen nicht maulen, würde ich in Zukunft nicht mehr freiwillig bereit stehen.

    Noch einmal, statt 25 Deputatsstunden unterrichte ich seit Monaten 29 pro Woche, wie viele Vertretungsstunden zusätzlich darf es deiner Meinung nach sein? Und meinen Kollegen geht es genauso. Wir können nicht mehr.

    Ich bin mir auch sicher, dass es mittelfristig darauf hinauslaufen dürfte. Es wird die Taktik sein, zuerst extreme Einschnitte zu propagieren, um alle irgendwie in Aufruhr zu versetzen, um bei deutlich geringeren Einschnitten, die dann umgesetzt werden, weniger Gegenwind zu bekommen.

    Ich gehe davon aus, dass der Faktor 1,x für die Pensionsberechnung sich etwas ändert. Dann gibt es bei 40 Jahren keine 71% mehr und bei 30 Jahren auch weniger. (Und ich stelle gerade fest, dass auch ich die Nachkommastellen nicht auswendig weiß. )

    Gymnasiallehrer verdienen erstmal A13Z. Eine Regelbeförderung gibt es meines Wissens nur noch in Bayern (und evtl. BaWü?).
    Ansonsten ist die Beförderung auf A14 mit der Übernahme zusätzlicher Aufgaben und Verantwortungen verbunden.

    Das nur als Richtigstellung. Dem Geist der Aussage, dass es sich auch von einer A13Z Position herunter leicht argumentieren lässt, dass eine Besoldungsanhebung für A12-Lehrkräfte auch nichts bringt, teile dennoch.

    Für die Regelbeförderung in Baden-Württemberg gibt es kaum Stellen, genauer zwischen 0 und 20 pro Jahr pro RP. An meinem Gymnasium gab es die letzte vor ca. 5 Jahren. Notwendig ist 1,0 im Schulleitergutachten und sehr viele Ds (herausragend), B ist Durchschnitt.

    Wir haben sehr viele mit Ü50 und ohne Chance auf A14. Beim Ausschreiben (A14 mit Aufgaben) sieht es kaum besser aus.

    Früher sah es anders aus. Nach 15 oder 20 Jahren reichte sogar eine 2,0.

    An der Losung lässt sich nichts ändern, daran ob der Rest der betroffenen Klassen ebenfalls sechs Stunden Unterricht hat oder deutlich weniger durchaus. Bei uns wird sehr bewusst darauf geachtet, dass es keine Ausfälle gibt in den entsprechenden Klassen- im Zweifelsfall durch Unterrichtsverlegungen von anderen Wochentagen in der Woche- damit alle gleich lange in der Schule bleiben an dem Tag. Das löst nicht das Gesamtproblem, entschärft es aber. Ich kenne es auch nur so von anderen Schulen in der Umgebung.

    Verlegen ist bei uns dank verschiedener Profile nicht möglich und wir Kollegen leisten dank vieler Dauervertretungen so viele Extrastunden, dass wir 6. Stunden nicht vertreten. Ihr macht tatsächlich Beschäftigungsstunden unbezahlt? Bei richtigen Unterricht beschweren sich bei uns Eltern, wenn ihr ausgelostes Kind Unterricht verpasst.

    Ich unterrichte seit Monaten 29 Deputatsstunden, 2 Klassen zusätzlich zur Vollzeitstelle und ich bin nicht allein, ca. 1/3 unterrichtet dauerhaft mehr. Irgendwann ist Schluss.

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