Beiträge von Kris24

    Ich hoffe ja immer noch, dass sich der Iran in da Land zurück verwandelt, das unsere Eltern in den 1970ern bereist haben.

    Es hätte seinen Grund, warum 1978 die islamische Revolution einen solchen Erfolg hatte. 1970 war Iran ebenfalls eine Diktatur, in der Demokraten im Gefängnis verschwanden. Ich hoffe sehr, dass diese Zeit nicht zurück kommt. Vor 1953 war der Iran eine Demokratie.

    Welche "Ausstattung" meinst du? Die personelle bzw. die mit außerschulischem Personal? Auf BBSn in NDS bezogen: Da kenne ich keine, die nicht mind. eine/n Schulassistenten/assistentin und Hausmeister*innen hat. Und auch Schulsozialarbeiter*innen - die es m. E. ebenfalls an den allermeisten, wenn nicht allen, nds. BBSn gibt - gehören doch zu den "multiprofessionellen Teams", oder nicht?

    EDIT: Wünschenswert wäre es natürlich, wenn alle Schulen so gut "ausgestattet" würden.

    Ich meinte die personelle Ausstattung, Schulassistenten kenne ich nur vom Forum. Einen Hausmeister haben wir natürlich, Schulsozialarbeiterin in Teilzeit nur, weil wir als Brennpunktschule gelten und das kann sich jederzeit wieder ändern, dann nämlich, wenn sie woanders mehr benötigt wird. Außer den beiden gibt es noch eine Sekretärin.

    Palim : Gerade der Ansatz, dass sich Lehrkräfte um alles selbst kümmern müssen, sollte dringend hinterfragt werden. Auch weil er im Zeitalter multiprofessioneller Teams nicht mehr wirklich zum Zeitgeist passt. Es gibt ja gerade die pädagogischen Fachkräfte, die Schulassistenz und den Hausmeister (m/w/d), sodass die Lehrkräfte sich wieder stärker um ihre Kernkompetenzen kümmern können - was ja auch im Sinne der Kinder und Jugendlichen ist.

    Wir haben keine multiprofessionelle Teams, unser Hausmeister hat genug zu tun mit verstopften Wasserrohren und nicht funktionierenden Heizungen. Auch bei den Abflussrohren versuchen wir Lehrer es zuerst. Nur wenn es gar nicht mehr geht...

    Ich frage mich gerade, was für Schulen ihr besucht. Ich kenne keine Schule mit dieser Ausstattung.

    In Baden-Württemberg wird von Grundschülern inkl. 1. Klasse erwartet, zumindest wurde es vor 8 Jahren noch erwartet, dass sie bis zu 2 km Schulweg schaffen, hin und zurück also 4 km. Erst wenn der Weg weiter ist, wird eine Busfahrkarte bezahlt.

    Mein Neffe sollte dies vor 8 Jahren laufen, der sichere Weg war sogar noch einiges weiter, und nicht zur nahen Grundschule. Nur weil mein Bruder heftig protestiert hat, selbst mit Bus wäre der Fußweg für eine Strecke über 1 km gewesen und weil dann doch noch Platz für ein Geschwisterkind war, älterer Bruder war schon an der nahen Grundschule, durfte er dann kurzfristig auch dort hin.

    Ab Klasse 5 werden dann 3 km einfache Strecke zugemutet, bevor Hauptschülern eine Buskarte bezahlt wird. Alle anderen müssen sowieso selbst zahlen.

    Die Frage beim Iran ist halt wo setzt man den Startpunkt? Setzt man den Startpunkt ins Jahr 1970, als das Land noch Persien hieß und von dem Schah regiert wurde, war die Islamische Revolution 1979 ein Überfall, gegen den es anzukämpfen gilt, auch 47 Jahre später noch.
    Oder setzen wir den Startpunkt in das Jahr 1980? Dann ist, das, was jetzt passiert, ein Überfall.

    Und ja, wenn man Leute kennt, die hier bei uns leben und vor der Islamischen Revolution 1979 geflohen sind und die sich entsprechend als "Perser" und nicht als "Iraner" bezeichnen, wird die Gemengelage erst so richtig interessant.

    Also ich würde das Datum auf 1953 festlegen, wenn schon. Danach wurde eine menschenfeindliche Diktatur durch eine andere ersetzt.

    Man könnte lachen darüber, dass immer noch Menschen glauben, irgendwelche Probleme auf diesem Planeten könnten durch UN-Resulutionen gelöst werden, wenn es nicht so traurig wäre.

    Es sind Menschen wie Pilatus, die ihre Hände in Unschuld waschen. Sie wollen glauben, dass nichts tun, obwohl man Morden von Unschuldigen verhindern könnte, kein Unrecht sei.

    Sie halten nicht ihre eigene Backe hin, sondern verlangen von anderen, sich nicht zu wehren (und verdrehen damit bewusst das Bibelwort).

    Noch einmal zu Bonhoeffers Schreiben zu Tyrannenmord. Er schreibt deutlich, dass Tyrannenmord nicht recht ist, aber man in bestimmten Fällen zwischen 2 Unrechten wählen muss. Und passiv Morden Unschuldiger zuzusehen, obwohl man es verhindern könnte, ist Unrecht. Man ist schuldig am Mord.

    Aber viele glauben, sich heraushalten, sei in Ordnung. Man schaut zu, wenn jemand zusammen geschlagen wird oder beleidigt wird, obwohl man es verhindern könnte (man muss sich nicht selber in Gefahr bringen, aber wer dies tut, um Unrecht zu verhindern, hat meinen Respekt). Andere, die lange diskutieren, dass man nichts tun könne, weil das Unrecht sei, machen sich schuldig.

    (Die Diskussion erinnert mich an Impfgegner, die jede Impfung für ihre Kinder verweigern, weil vielleicht ein Impfschaden droht. Wenn dann das Kind an einer vermeidbaren Krankheit stirbt, dann ist es halt so. Aktiv etwas tun, dass evtl. schlechte Folgen hat, sehen viele als schlimmer an, als nichts zu tun und dadurch viel schlimmere Folgen zu riskieren. )

    Es gibt hier keine Unschuld. Auch wer nichts tut, obwohl er etwas tun könnte, macht sich schuldig am Tod Unschuldiger.

    Und ernsthaft, glaubt jemand, dass Russland kein Veto in der UN einlegen würde.

    Emotional verständlich, aber wenn wir das einmal auf einen üblen Verbrecher, der hier in Deutschland gewütet hat, übertragen, sieht das Ganze so aus:

    Selbst der fieseste, brutalste Massenmörder wird hier vor Lynchjustiz und Schauprozessen, vor Befangenheit des Gerichts und vor unzureichender Verteidigung geschützt. Verdient hätte er es moralisch sicherlich nicht. Aber auch dieser Massenmörder kann sich in Deutschland hinter Artikel 1 GG verstecken. Er wird ggf. ein Leben lang nicht mehr freikommen, aber er wird nicht hingerichtet, gefoltert oder anderweitig menschenunwürdig behandelt.

    Ich habe in der Schule von D. Bonhoeffer(evangelischer Theologe, sein Lied Von guten Mächten wunderbar geborgen ist vielleicht bekannt) Tyrannenmord gelesen, es hat mich damals beeindruckt, es fällt mir in solchen Situationen ein.

    Diese Übertragung ist für mich auch dank dieses Textes nicht zulässig. In Deutschland haben wir aktuell ein funktionierendes Rechtsystem, im Iran oder damals im 3. Reich nicht. Bonhoeffer beschreibt ausführlich die verschiedenen Schritte und als letzter, wenn nichts hilft, eben auch den Tyrannenmord, um Unschuldige (damals Juden) zu schützen.

    Ich habe im Februar ein (automatisches) Extraschreiben bekommen, dass ich zu einer speziellen Personengruppe gehöre, bei der es auch im Februar noch schiefgelaufen sein soll.

    Bin mir aber nicht sicher, ob das tatsächlich stimmt. Auf der Abrechnung stand schon ein Betrag, der für die Krankenversicherung berücksichtigt wurde. Tatsächlich hatte ich die letzte Info der PKV aber schon im Januar einfach frech an fie Besoldungsstelle weitergeleitet.

    Vielleicht liegt es daran, dass du (zusätzlich) eingereicht hast. Es wurde ausdrücklich gesagt, dies nicht zu tun, weil es dadurch zu einer Fehlermeldung kommen kann.

    Ich erhielt Mitte Januar die Nachricht, dass das Geld Ende Januar kommt, und habe daher nichts eingereicht.

    Notwendige Arztbesuche können durchaus "spontan" und nicht vorausplanbar sein. Da fallen mir einige Beispiele ein.

    Ich habe es oben anders verstanden. Wenn der Arzttermin vorher bekannt ist, muss vorher die Befreiung vom Unterricht beantragt werden, sonst ist es auch bei uns unentschuldigt.

    Wer natürlich am Tag selbst erkrankt und dann spontan zum Arzt geht, entschuldigt sich danach.

    Wer es bei der 1. Stunde locker sieht, sieht es bei anderen Stunden normalerweise auch nicht so eng. Und es sind meistens auch die Kollegen, die auch im Unterricht durch Lockerheit und Smalltalk auffallen.

    Und was zeitliche Unorganisiertheit mit duschen zu tun hat, musst du mir erklären. Ich kenne es eher so, dass die auf die letzte Sekunde kommen, die auch wenig Zeit auf ihre Kleidung legen. Bleib locker ist ihre Lebensweise, natürlich auf Kosten von anderen.

    Du gehörst also zu den Kollegen, die Mehrarbeit für ihre Kollegen bedeuten (zusätzliche Aufsicht), damit sie ausgiebig duschen können und sich dann aufregen, dass die sich beschweren? Mehrmals im Jahr verzetteln bedeutet konkret wie viel Mehrarbeit für die Kollegen?

    Aber du schreibst ja schön, warum du nicht mehr auf Pünktlichkeit achtest. Du hast gesehen, dass nichts passiert. Deswegen ist es wichtig, dass die SL reagiert.

    Ich lasse es übrigens nicht mehr zu, dauerhaft Mehrarbeit für andere zu erledigen. Man sieht sich immer mehrfach im Leben, wer auf meine Kosten leben will, dem helfe ich nicht, wenn es brennt.

    (Ich springe oft freiwillig ein, zuletzt weil jemand beim Arzt länger benötigt hat. Aber wer regelmäßig zu spät kommt, auch in späteren Stunden, dann übernehme ich keine Aufsicht für ihn unter der Hand. Dann muss es den offiziellen Weg gehen.)

    Wie man hier sehr gut sieht, kommen viele oft zu spät, wenn die SL nicht reagiert.

    Ein Kollege, der sich jede Woche krank meldet, weil er merkt, dass er etwas vergessen hat, wird auch ein Problem bekommen.

    Andere Kollegen kommen aber nicht auf die Idee, es nachzumachen. Konkret, warum soll ich den Zug früher nehmen und zusätzlich die Klasse meines Kollegen für einige Minuten bespaßen, damit er ausschlafen kann? Dann nehme ich doch auch einen Zug später.

    Und auch die Schüler nehmen den späteren Zug. Ich würde als Elternteil reagieren.

    Ich bin viele Jahre gependelt und sehr sehr selten zu spät gekommen. Man muss einfach rechtzeitig los. Im Winter bei Schnee und Eis halt noch etwas früher.

    Zweimal kam ich in über 30 Jahren zu spät, weil die Straße komplett gesperrt wurde und ich mitten drinnen stand. Auch wenden war nicht möglich. Einmal habe ich tatsächlich verschlafen. Warum der Wecker nicht ging, weiß ich bis heute nicht.

    Aber dass jemand jede Woche oder zumindest 14tägig zu spät kommt, habe ich an keiner Schule erlebt. Ich dachte beim ersten lesen des 1. Beitrages an einen Troll, nicht an einen ernst gemeinten Beitrag.

    Wenn das dann aber öfter vorkommt, 1x pro Woche oder zumindest alle 2 Wochen, könnte es vom Vertretungsbüro auch zur Schulleitung gehen. Das Problem ist, dass man dann aus der 1. Stunde ausgeplant wird und ein Kollege oder Kollegin aus der Vertretungsbereitschaft aktiviert wird, in die Stunde zu gehen. Auch dann, wenn es sich nur um wenige Minuten handelt. Sowas könnte der Schulleitung dann auch zu Ohren kommen.

    Bislang, unter der alten Schulleitung, war das nie ein Problem. Die hat maximal geflunkert: jetzt aber flink. Unter der neuen Schulleitung wird gleich mit Dienstgespräch gedroht und jeden Morgen geschaut wann wer kommt. Das ist doch das Problem.

    Also, wenn ich einmal pro Woche nicht nur meine Klasse, sondern auch die vom Kollegen zu Beginn habe, dann erwarte ich von meiner SL, dass sie dagegen vorgeht.

    So oft zu spät kommen, ist das Problem. Noch einmal immer 5 Minuten zu spät kommen, bedeutet ein komplettes Schuljahr auf 9 Jahre Gymnasium oder mehr als 10 % ihres Unterrichts. Verzichten die Kollegen auch auf 10 % ihres Gehaltes?

    Nein. Alt-Katholiken sind im allgemeinen liberaler/progressiver als römische Katholiken.

    Ja. Zumindest erlebe ich es genauso und wenn ich je wechseln sollte, dann nur zu ihnen.

    (Ich würde es aber weniger liberal nennen, sondern überzeugt vom Glauben und nicht nur von irgendwelchen Traditionen der römisch-katholischen Kirche.)

    Offensichtlich ist es beim TE notwendig.

    Wenn es extrem selten geschieht, muss die SL nicht kontrollieren.

    Ich vermute übrigens, dass die Stimmung zuvor nur bei den "freiheitsliebenden" Kollegen gut war, die anderen, die für ihre Kollegen mitarbeiten mussten, sahen es vermutlich anders. Dafür spricht auch Kreidemeisters Beitrag.

    Mir fiel dazu ein Elternabend bei Umstellung von G9 auf G8 ein. Ein Vater stand auf und sagte zu den anderen Eltern, wenn ihre Kinder immer pünktlich wären und nicht "nur 5 Minuten " zu spät zum Unterricht kommen, kann man bei G9 ein Jahr sparen.

    Nur 5 Minuten hochgerechnet bedeuten ein Schuljahr, zumal wenn man sehr knapp kommt, auch erst einmal auf Konzentration im Unterricht umstellen muss. Verzichten die Kollegen auf ihr Geld oder wollen sie es komplett?

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