Beiträge von Kris24

    Zumal man in die Konferenzen seine eigenen Themen einbringen kann. Man muss ja nicht nur sinnlos Zeit absitzen.

    Eben. Unsere Konferenzen werden straff geplant. Informationen gibt es im Vorfeld schriftlich, es wird nur diskutiert und fast alle beteiligen sich je nach Thema und beschlossen.

    Ich hänge viel an den Stunden, weil sich meine Ansicht von deiner nur in diesem Punkt unterscheidet.

    Ich würde mich im Vorfeld überhaupt nicht über Stunden Gedanken machen. Manche gehen schneller, manche dauern. Lasse es auf dich zukommen. Ich habe auch spätestens um 22 Uhr, meistens früher im Referendariat die Vorbereitung beendet und morgens nie etwas vor der Schule getan. Ich benötige mindestens 8 Stunden Schlaf.

    Allerdings saß ich neulich bis 1 Uhr früh an einer Korrektur, kommt selten vor, aber hin und wieder schon.

    Die Grobplanung der Klausuren würde ich vermutlich in die Ferien auslagern, feintunen (d. h. an den Kenntnisstand der Klasse anpassen) kann man sie dann später m. E. schon effizienter.

    An der Uni habe ich bei den Klausurkorrekturen in Physik und in Elektrotechnik eine Aufgabe pro Student in etwa 2 Minuten korrigiert. Das wären bei 5 Aufgaben 10 Minuten Aufwand pro Student. Chemie könnte schwieriger sein, aber 60 Minuten würde ich maximal im Abitur erwarten.

    Korrektur heißt nicht nur Abhaken und Punkte verteilen, sondern auch Fehler mehr oder weniger individuell kommentieren und das kann bei mittelguten Arbeiten dauern.

    Ich weiß nicht, was du für Aufgaben meinst? Es gibt normalerweise nicht nur richtig oder falsch, diese Aufgaben sind schnell korrigiert. Klausuren gibt es bei uns nur in der Kursstufe und alleine für das Lesen benötige ich länger. Die Schüler schreiben im Abitur bis zu 36 Seiten, durchschnittlich 20 Seiten, in einer Klausur also die Hälfte also 8 - 16 Seiten manchmal auch mehr, Schrift oft kaum lesbar

    Die Aufgaben in der Kursstufe sind an Abituraufgaben angelehnt, etwa im halben Umfang. Ich schrieb ja 20 - 60 Minuten pro Schüler.

    Zu Unterricht, zwischen Schule und Uni besteht ein Riesenunterschied. Allein der sinnvolle Methodenwechsel spätestens alle 20 Minuten bei den jüngeren gibt es so kaum an der Uni. Ich kann dir nur dringend empfehlen, ein längeres Praktikum zu machen oder zumindest offen zu sein. Du trittst hier ziemlich forsch auf, dann gibt es auch deutliches Kontra, wenn die Leistungen nicht stimmen. Trotz Lehrermangel werden viele nicht dauerhaft eingestellt.

    Ich hatte mal einen Kollegen direkt von der Uni, fachlich hervorragend, wurde aber von Schülern und Eltern so fertig gemacht, dass er erst zum Wanderpokal fungierte und dann Suizid begann.

    Ich habe (leider) das Gefühl, dass viele Lehrkräfte an weiterführenden Schulen vorwiegend nach Quantität der Beiträge statt nach Qualität benoten, was ich wenig sinnvoll finde (und was gerade für schüchterne und Stille Schüler innen von Nachteil ist).

    In Baden-Württemberg nicht zulässig, dafür gibt es die Mitarbeitsnote und man kann dagegen klagen, wenn jemand es so begründet.

    Ich habe 30 Jahren Berufserfahrung und bei neuen Themen benötige ich auch heute noch für eine Stunde über eine Stunde. Als Anfänger ist je nach Fach und eingeführten Material 2 - 3 Stunden pro Stunde realistisch. Deswegen unterrichten unsere Referendare 11 Stunden, früher sogar nur 8.

    Quantitativ erwarte ich vom Beruf, dass ich am Anfang des Referendariats z. B. innerhalb von 7 Stunden am Tag zusätzlich zum Unterricht (und da kommt noch die Arbeit an Wochenenden hinzu) z. B. 8 Stunden planen kann und nach einigen Jahren Praxis nach dem Ref z. B. innerhalb von 5 Stunden am Tag 28 Stunden planen, Klausuren korrigieren, vielleicht eine AG leiten und eine Klassenleitung übernehmen kann.

    28 Stunden innerhalb von 5 Stunden bedeutet keinerlei Planung. Dann würde ich gleich 0 Stunden planen und unvorbereitet in die Klasse gehen.

    Darf ich fragen, wie viele Stunden du bereits selbstständig unterrichtet hast?

    Aufstellung von Klausuren benötigen viel Zeit, außer du nimmst jedes Jahr dieselbe. Das spart dann Zeit bei der Korrektur, weil die Schüler dann die Lösungen auswendig gelernt haben. Je nach Klausur rechne ich für die Korrektur in Chemie mit 20 - 60 Minuten pro Schüler. Es hat schon seinen Grund, warum wir bei einer Wochenstundenzahl von 41 Stunden nur 25 Deputatstunden unterrichten und wer die Ferien frei haben möchte gut 46 Stunden pro Woche.

    Wenn man doch weiß, dass es zum Nachteil der Beschäftigten fehlerhaft ist, könnte man auch einfach erstmal nach den Daten des Vormonats zahlen und dann rückwirkend korrigieren.


    ...seit August zurück im Landesdienst und noch keine (!) korrekte Bezügemitteilung gehabt🙈 War optimistisch, dass es im Januar mal passen könnte^^

    Das wurde früher auch so gehandhabt.

    Ich hatte einmal erst Anfang Dezember meinen Krankenkassenbeitrag hochgeladen und dann wurde einfach für einen Monat noch der alte verwendet. Vermutlich war LBV zu schnell und hat bereits gelöscht. Man darf ja auch nicht selbst senden, obwohl sie schreiben, sie wüssten nicht, wie lange die Störung dauert.

    Ich vermute über Weihnachten passiert nicht viel und dann ist es auch für den nächsten Monat zu spät.

    Ich habe extra untersagt, dass die Beiträge direkt angerechnet werden. Ich holen die mir über die Steuererklärung zurück.

    Aber interessant was so alles schief gehen kann, wenn Behörden zusammen arbeiten müssen :D

    Ich gebe dem Staat ungern zinslos Kredit und ja, ich dachte schon, wenn das mal klappt. Die Zeiträume waren sehr kurz und wann klappt irgendetwas auf Anhieb. ^^

    An einem Informatikseminar an meiner Uni zum Thema Contest Programming hatte ich richtig Spaß und ich habe allein für diese 5 ECTS schon gerne auch 60 Stunden pro Woche reingesteckt und viele Zusatzaufgaben gemacht. Trotzdem hatte ich dort mit einer 1.7 keine sehr gute Note. An einem anderen Seminar habe ich meinen Vortrag in 4 Stunden zusammengeschrieben und bekam eine 1.0 und keinen einzigen Kritikpunkt. Was habe ich daraus gelernt? Es ist vollkommen egal, wie viel man arbeitet. Es ist wichtig, dass man den Nutzen für Andere maximiert.

    Ja, man soll aus seinen Fehlern lernen. Ja, man muss schon arbeiten. Ja, man benötigt eine positive Einstellung zum Lernen. Ja, man muss bereit sein, lebenslang zu lernen. Ich denke aber, du hättest auch die gleiche Reaktion bekommen, wenn du von Anfang an nur bis 20:00 arbeiten würdest und dich genauso verbessern würdest.

    Sehe ich anders, vermutlich warst du in einem Bereich begabter oder der Beurteiler milder?

    Der Lehrerberuf ist auch großteils nur Handwerk, man sagt 10 % können es ohne Referendariat und weitere Hilfen, 10 % nie, die allermeisten müssen es mehr oder weniger lernen und das braucht Zeit.

    Das Praktikum ging 3 Monate, wenn er nach einiger Zeit immer noch so viel Zeit benötigen würde oder trotz Zeit keine Verbesserung sich einstellt, würde ich auch ein deutliches Gespräch führen. Dies war hier nicht der Fall, zum Gegenteil.

    Es ist auf jeden Fall in den allermeisten Fällen nicht egal, wieviel man vorbereitet. Ich merke dies heute noch trotz viel Erfahrung.

    Ich staunte gerade über dir deutliche Senkung meines Gehalts im Januar und musste dann lesen

    Beim Bundeszentralamt für Steuern gibt es eine technische Störung. Deshalb konnten Daten zu privaten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen nicht an das LBV übermittelt werden. Ohne diese Daten wird die Lohnsteuer vorübergehend zu hoch berechnet, das Netto fällt niedriger aus.

    Andere Bundesländer sollen auch betroffen sein und sie wissen noch nicht, wann der Fehler behoben werden kann. :angst:

    Schummeln ist, ganz allgemein gesprochen, normalerweise kein Grund zum Nachschreiben, sondern ein Grund für eine ungenügende Bewertung des betroffenen Teiles der Arbeit oder der Arbeit insgesamt, je nach schwere.

    Leider lässt sich schummeln hier wohl nicht nachweisen.

    Ich hatte einmal 2 fast identische Arbeiten inkl. gleicher Rechtschreibfehler, ich habe damals argumentiert, dass ich die Leistungen der beiden nicht einschätzen könne und sie daher noch einmal schreiben müssten.

    Ich nutze schlicht eine Kriterienliste, in der die Anzahl von Beiträgen kaum eine Rolle spielt, sondern die v.a. auf fachliche Qualität abzielt. Wie sicher die Schülerinnen und Schüler z.B. im Umgang mit Problemstellungen sind, ob sie bei der Lösung Hilfe brauchen und ob sie mit Hilfestellungen dann selbständig weiterkommen, nur teilweise weiterkommen oder ziemlich lost sind, lässt sich über einen längeren Zeitraum hinweg für alle ziemlich gut einschätzen....übrigens auch von ihnen selbst.

    Genauso handhabe ich es auch. In Baden-Württemberg darf ich die Anzahl der Beiträge gar nicht bewerten, es gelten Kriterien angelehnt an die Anforderungsbereiche 1 bis 3. Unsere Schule hat sie zusätzlich konkretisiert und gegenüber Schülern und Eltern veröffentlicht.

    Nach wenigen Wochen kann ich jeden Schüler gut einschätzen, ob er nur Leistungen im Anforderungsbereich 1 erbringt evtl. sogar mit Mängeln oder sicher auch Aufgaben aus dem Abforderungsbereich 3 beherrscht.

    Hier passt der Verwirrtsmiley mal, ich kann dem Gedankengang nicht folgen aber es gibt bestimmt eine total schlüssige Erklärung für diese Art der Integrationsbemühungen.

    Any CSU-ler hier, die helfen können?

    Na, einmal singen der deutschen Nationalhymne reicht doch, um Integration zu beweisen. :D

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