Die Grobplanung der Klausuren würde ich vermutlich in die Ferien auslagern, feintunen (d. h. an den Kenntnisstand der Klasse anpassen) kann man sie dann später m. E. schon effizienter.
An der Uni habe ich bei den Klausurkorrekturen in Physik und in Elektrotechnik eine Aufgabe pro Student in etwa 2 Minuten korrigiert. Das wären bei 5 Aufgaben 10 Minuten Aufwand pro Student. Chemie könnte schwieriger sein, aber 60 Minuten würde ich maximal im Abitur erwarten.
Korrektur heißt nicht nur Abhaken und Punkte verteilen, sondern auch Fehler mehr oder weniger individuell kommentieren und das kann bei mittelguten Arbeiten dauern.
Ich weiß nicht, was du für Aufgaben meinst? Es gibt normalerweise nicht nur richtig oder falsch, diese Aufgaben sind schnell korrigiert. Klausuren gibt es bei uns nur in der Kursstufe und alleine für das Lesen benötige ich länger. Die Schüler schreiben im Abitur bis zu 36 Seiten, durchschnittlich 20 Seiten, in einer Klausur also die Hälfte also 8 - 16 Seiten manchmal auch mehr, Schrift oft kaum lesbar
Die Aufgaben in der Kursstufe sind an Abituraufgaben angelehnt, etwa im halben Umfang. Ich schrieb ja 20 - 60 Minuten pro Schüler.
Zu Unterricht, zwischen Schule und Uni besteht ein Riesenunterschied. Allein der sinnvolle Methodenwechsel spätestens alle 20 Minuten bei den jüngeren gibt es so kaum an der Uni. Ich kann dir nur dringend empfehlen, ein längeres Praktikum zu machen oder zumindest offen zu sein. Du trittst hier ziemlich forsch auf, dann gibt es auch deutliches Kontra, wenn die Leistungen nicht stimmen. Trotz Lehrermangel werden viele nicht dauerhaft eingestellt.
Ich hatte mal einen Kollegen direkt von der Uni, fachlich hervorragend, wurde aber von Schülern und Eltern so fertig gemacht, dass er erst zum Wanderpokal fungierte und dann Suizid begann.