Beiträge von Kris24

    Kommunikation mit dem Rathaus/Schulträger, Hort/Ganztagesbetreuung, Archtiekt/Bauplaner, ITler, Hausmeister, Schulsozialarbeit, Eherenamtliche Helfer (Senioren/Studenten), Vereine, FSJler, Seminar, PHs, Förderverein, Inklusionskolleginnen, externe Partner, Agentur für Arbeit, Heime/Wohngruppen, Busunternehmen, Mensa, ... und noch viele,viele mehr ... läuft ausschließlich per Mail und nicht über einen internen Schulmessenger.

    FSJler, Schulsozialarbeiter, Hausmeister, Ganztagsbetreuung, Mensa sind im schulinternen Messenger integriert, genau wie Eltern usw. Gerade Eltern erreiche ich so und erspare mir zeitaufwändige Telefonate. Mails haben die meisten nicht gelesen und ich musste erst einmal die Mailadresse heraus kriegen. Oft war ein Tippfehler enthalten. Auch den Förderverein erreiche ich, weil es entweder Eltern oder eine Kollegin sind. ITler haben wir nicht.

    Aber welcher normale Lehrer schreibt regelmäßig mit Architekten, Bauplanern usw.?

    Ja, das klingt praktisch. Wir kriegen manchmal E-Mails, in denen steht, dass wie uns die Informationen aus Logineo laden sollen. Warum veranstalten Menschen solche Informationsschnitzeljadgen?

    Da dies extrem selten ist, höchstens einmal pro Schuljahr für ein paar Kollegen, was soll es?

    Dann schaue ich halt auch am Mittag mal herein und nicht erst am nächsten Schulmorgen.

    Erhaltet ihr so viele Mails von extern?

    Bei mir sind es deutlich unter 1 % im Vergleich zu Edupagenachrichten und fast nur Werbung von Schulbuchverlagen etc. (nicht wichtig, kann warten).

    Finde ich nicht, ist aber wohl Geschmackssache. Wie gelangt ihr denn an Infos, die die Schule (Schulleitung, Sekretariat) per Mail erreichen? Werden die auch über "EduPage" an euch weitergeleitet?

    Ja.

    Manchmal kommt es als Anhang.

    Manchmal steht da, bitte im Mailprogramm nachlesen, wenn es extrem wichtig ist.

    Sonst sieht man es, wenn ich mich das nächste Mal mit einem Schulgerät anmelde. Eine neue Mail ...

    Aber wichtige Nachrichten von extern sind sehr selten.

    Je älter man wird, desto weniger kann man das verstehen. Es gibt nichts, was diese Ignoranz rechtfertigt, wir leben doch alle nur 70, 80 Jahre hier auf diesem Planeten. Warum werden Staatschefs immer egozentrischer, je älter sie werden und verlieren das, was Bedeutung hat komplett aus dem Fokus?

    Die Staatschefs wollen wieder gewählt werden, die Mehrheit der Wähler will es so.

    Und auch hier im Forum sind viel zu viele dieser Meinung. Es gab einige Sätze, bei denen ich nur entsetzt reagieren konnte. Umweltschutz nur, wenn es für mich lohnt und absolut nichts abverlangt. Dann wird auch mal behauptet, dass keine Anstrengung etwas bringen würde und die anderen noch viel schlimmer seien.

    Darüber bin ich gar nicht überrascht, auch bei uns gibt es regelmäßig einzelne SuS, die theoretisch durch die Nachprüfung bestehen können, bei denen das praktisch aber unmöglich ist. Beispiel: Alle 4 schriftlichen Klausuren unter 05P, Schüler müsste in mindestens 3 Fächern in die Nachprüfung und dort jeweils mindestens 12 P machen. Dann macht es keinen Sinn, da noch jemanden unnötig zu quälen.

    Die SuS, bei denen ein Bestehen durch eine Nachprüfung realistisch möglich gewesen wäre, werden wohl angetreten sein.

    Wie geschrieben, einer von unseren 5 wuchs über sich hinaus, wir hatten es ihm auch nicht zugetraut.

    Dein letzter Absatz ist Spekulation. Ich denke eher, es war eine Mischung aus Wut und Schock bei einigen der 8, verstärkt in Klassenchats. Und vermutlich haben sie auch nach dem schriftlichen wenig getan, feiern ist bei vielen wichtiger.

    Was ich auch beobachte: Solang es ein begrenztes Stoffgebiet ist, sind die Leistungen bei einigen Schüler:innen noch akzeptabel, aber Abi prüft halt alles (Vorabi auch schon mehr) und dann beginnen die Probleme. Ist dann die Abiklausur vll noch schwerer ...

    Das sehe ich auch bei meinen deutlich, sie sind gewohnt, in Schubladen zu denken, lernen oft bulimieartig vor einer Klausur und vergessen es hinterher komplett. Da wird dann schnell aus einer 3 eine 4 minus bzw. aus 8 Punkten in einer Klausur 4 im schriftlichen Abitur.

    Vielleicht, vielleicht ist hier aber auch was schiefgelaufen, wenn ein Drittel mit durchschnittlicher Punktzahl rein ist ins Abi, um dann nicht zu bestehen. Irgendwo stellt man dann die Verantwortung des Einzelnen infrage.

    8 sind zur mündlichen Prüfung gar nicht angetreten, obwohl sie bei guten Leistungen bei den eigenen Lehrern hätten bestehen können.

    Bei uns gab es insgesamt 5, die mündliche Zusatzprüfungen absolvieren mussten, 3 waren erfolgreich, einer davon ist über sich hinaus gewachsen.

    Ich war überrascht, gestern zu lesen, dass ca. die Hälfte genau 8 darauf verzichtet haben.

    D.h. wenn du in drei Jahren (nach einem Wechsel weg von Edupage) nach einer alten Mail suchst, fragst du einen Admin? Oder hat jede Lehrkraft Zugriff auf alle Mails?

    Bei mir liegen alle Mails seit Jahren (Jahrzehnten) auf einem Server. Wechsle ich das Mailprogramm, werden die Mails einfach alten Server ausgelesen ... und schwupps habe ich wieder Zugriff auf alle Mails.


    Aber nochmal kurz, an all die die "privat" und "beruflich" so strikt trennen - und auf ihren Privatgeräten keinerlei dienstliche Inhalte zulassen bzw. ausschließlich an vom Dienstherrn gegebenen Geräten arbeiten:

    Das Lesen, Schreiben, Diskutieren hier im Lehrerforum macht ihr von welchem Gerät aus? Diskussionen über Krieg, Wetter und Fußball von Privatgeräten; Diskussionen über Bildungspolitik, Unterrichtsbesuche und Elternabende über Dienstgeräte?
    Wechselt ihr das Gerät, wenn ich hier mal nach einer Anregung für euren Unterricht fragt?

    Wieso soll ich einen Administrator fragen? Ich schrieb doch, dass jeder in Edupage alles nachlesen kann und nur zur Sicherheit zusätzlich alles als PDF auf dem Schulserver gespeichert wird, wo jede Lehrkraft Zugriff hat und ich bin Lehrkraft. Also wäre auch ein Wechsel unproblematisch.

    Und Mails schreibt niemand mehr, wenn er nicht muss. Viel zu umständlich und unübersichtlich.

    Ich habe mir die Rede und die Zuschauerreaktionen angehört und ein paar Artikel zur Schule gelesen. Ich tippe auf ein Führungsproblem und ein geteiltes Kollegium. KI wird sicher auch eine Rolle gespielt haben (teilweise Ganztagsschule, gelernt wird mit eigenen Tablets und mit Lernplattform). Die junge neue Schulleiterin wird als ausgesprochen sensibel und empathisch beschrieben und entstammt dem Kollegium. Ein Teil der Kollegen habe den Ausgang im Vorfeld vorhergesagt, der andere Teil habe dagegen viel Verständnis für die Schüler gezeigt. Es liegt also vermutlich schon an der Schule. Steht zu hoffen, dass das Kollegium die Kurve kriegt.

    Ich las auch, dass Mecklenburg-Vorpommern den höchsten Durchschnitt beim Durchfallen im Abitur habe. Normal seien knapp 9 %. Und dann gibt es immer Ausreißer nach oben und unten.

    Das ist bereits ein schockierender Satz mit Blick in die Vergangenheit. Ich erinnere mich noch an die Zeit, in der es jemand mit 1,0 in die Regionalzeitung schaffte. Die Person galt als Genie. Inzwischen hat praktisch jeder Abiturjahrgang mindestens eine Person, die 1,0 erreicht hat. Bei uns waren es jetzt auch wieder 3.

    Was es früher in dem Ausmaß nicht gab, war, dass Leute wirklich in allen Fächern durch die Bank weg absolute Leistungsspitze waren. Da war jemand vielleicht in Mathe einsame Spitze, aber in Sprachen "nur" ganz OK - und andersherum. Die richtig Guten waren in keinem Fach nur einstellig. Aber praktisch überall 14/15 Punkte? Im Prinzip heißt das ja, dass man bei diesen Leuten egal welche curricularen Vorgaben vorlegen könnte - alle Lernziele wurden erreicht, und das sogar in Anforderungsbereich 3. Einen Schritt weitergedacht ist ja gerade die breite Allgemeinbildung in möglichst allen zentralen Bereichen das Ziel des allgemeinbildenden Schulsystems, und zumindest innerhalb dieser Teilgruppe der Schülerschaft scheint das besser zu gelingen als früher.

    Ich habe 1988 Abitur gemacht. 6 von 72 SuS hatten 1,0 als Gesamtschnitt, der besten fehlte insgesamt 1 Punkt, also überall 15 und einmal 14. 20 % besser als 1,6. Über die Hälfte eine 1 vor dem Komma. Eine ist durchgefallen.

    Und die beste Klausur in den 2 Jahren war in vielen Fächern das zentrale schriftliche Abitur. Physik-LK hatte im zentralen Abitur den Schnitt 14,1, die beiden Englisch-LKs 13,6 und 13,2, die anderen Schnitte weiß ich nicht mehr.

    Doch es gibt solche Jahrgänge, was ist daran schockierend?

    Auch bei uns wird viel ausgetauscht. Die SL hat auch so genug zu tun.

    Wenn ich hier lese, wird mir wieder bewusst, wie gut ich es hier habe. Passt auch zu meinen anderen Erfahrungen, z. B. dass ich Konferenzen sinnvoll finde und noch nie überflüssig.

    Mitsprache fängt im Kleinen an. Ich fühle mich nicht als Befehlsempfänger.

    Und wenn ihr in ein paar Jahren mal nicht mehr bei Eduapage zusammenarbeitet? Vielleicht gibt es dann vom Land eine Lösung, die verpflichtend vorgeschrieben wird...

    Das habe ich im Absatz davor geschrieben, den du nicht zitiert hast. Sicherheitshalber wird alles im Schulnetz gespeichert (Zugriff allerdings nur für Lehrer). Ich habe vor Jahren genau einmal hinein gesehen.

    Auch Mailprogramme wurden schon gewechselt.

    Wie handhabt ihr die Archivierung bei EduPages / WebUntis-Messenger?

    Ich bin schon froh, wenn ich auch nochmal etwas in Mails von vor 3-4 Jahren nachlesen kann.

    Was, wenn man in ein paar Jahren von EduPages/WebUntis zu einem anderen Anbieter wechselt? Wie nimmt man das Archiv mit zum neuen Anbieter?

    Ja, es steht als PDF im Schulnetzarchiv herunter geladen von der SL. Ausreichend für einen Wechsel.

    Ich kann aber in Edupage Jahre zurück gehen. Klappt auch mit Stichwort gut. Ich finde es auf jeden Fall schneller als in Mails. Genau deine Sorge hatten einige am Anfang auch, aber Edupage hat sich weiter entwickelt.

    Und wenn ich ehrlich bin, lade ich es entweder gleich herunter und speichere es in meinem Verzeichnis oder nie. Vielleicht einmal im Jahr lese ich irgendwas nach.

    Ich bin dankbar, dass ich einen Beruf ausüben darf, in dem ich häufig richtig aufblühen kann, in dem ich soviel Anerkennung erfahre, schwebe gerade auf Wolke 17 und strahle, wenn ich an meine Schule denke. An meiner 1. Schule war dies nicht so. Trotz phantastischen Kollegium habe ich gemerkt, dass mein Schultyp Gymnasium ist und nicht Gesamtschule.

    Aber natürlich kann man auch einen Beruf gut ausfüllen, in dem es nicht so ist. Muss jeder für sich selbst entscheiden. Für mich war nach einigen Jahren klar, ich wechsle den Schultyp.

    Es wird ziemlich offensichtlich, dass die hypothetischen Anwendungsfälle, bei denen Trema, WhatsApp und co. unbedingt notwendig und im Vorteil gegenüber einer Email wären, ziemlich an den Haaren herbei gezogen sind.

    Bei uns war es vor 7 Jahren offen, was verwendet wird. Dienstemailadressen hatten wir schon immer, wurden auch verwendet.

    Innerhalb eines Jahres verwendete niemand mehr schulintern Emails. Viel zu zeitaufwändig. Auch Telefonate mit Eltern zu. B. gibt es nicht mehr. Alles läuft über Edupage.

    Nur mit anderen Schulen und dem RP werden noch Mails getauscht, die allermeisten Kollegen schreiben also keine Mails mehr, ich auch seltener als einmal im Monat.

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