Beiträge von Kris24

    Zur Schule gehören auch außerschulische Partner wie der OGS-Träger und der Schul-Träger. Speziell wenn es keine vernünftige Zusammenarbeit (warum auch immer) zwischen Schulleitung und OGS-Träger gibt, ist auch der Schulfrieden gefährdet.

    (Nach meiner Erfahrung musste/wollte dann bisher immer der OGS-Träger bzw. der örtliche Leiter gehen. Das ist aber kein Automatismus.)

    Also immer schon vor der Stadt bücken, ja auf keine Probleme aufmerksam machen, man könnte sonst in eine andere Stadt versetzt werden (hier hat die Stadt sich ans Schulamt oder wie es bei euch heißt gewandt).

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    Jetzt ist mir klar, warum eine meiner SL nur sehr vorsichtig die kaputten Fenster und in Folge Temperaturen von 15 Grad Celsius im Winter gegenüber dem Schulträger ansprach. Ich hatte über die Jahre deutlichere Worte erwartet (und werde heute noch wütend, wenn ich daran denke). Also schön kuschen und nach außen alles bestens signalisieren.

    Ich tippe darauf, dass man sich da innerhalb der Behörde auf den Schlips getreten gefühlt hat, weil eine Beamtin nicht einfach hingenommen hat, was von oben gesagt wurde. Ich kann mich da an Situationen aus meiner Abordnung erinnern (- bei der ich nicht Entscheidungsträger war -), die deutlich gezeigt haben, dass hier manchmal das Ego deutlich über den gesunden Menschenverstand siegt und dass das hierarchische Denken viel tiefer verankert war, als es das an den Schulen direkt ist.

    Auch wenn die ein Großteil der Menschen an den Entscheidungsstellen in Behörden früher Lehrer waren, oft sind sie schon so lange raus aus dem Alltagsgeschäft oder eben grundsätzlich vom Typ her so veranlagt, dass sie sich zu solchen Machtspielchen hinreißen lassen.

    Das denke ich auch. Ich googelte nach Verlinkung des 1. Artikels etwas und fand einiges aus früheren Jahren. Das Kollegium hat sich z. B. wegen der Testung (Corona) mit deutlichen Bildern an die Öffentlichkeit gewagt. Sie haben Probleme offen angesprochen (immer in Hinsicht auf die Schüler). Vermutlich war dies einigen Oberen schon länger nicht genehm.

    Und zu Schulfrieden? Kollegium und Stellvertretung, Eltern und Kinder scheinen hinter ihr zu stehen. Sie hat vieles an der Schule bewegt. Ich befürchte eher, man will ein Exempel statuieren und in Folge vielleicht auch ein paar andere unbequeme Kollegen und SL mundtot machen.

    Eine hübsche 4-Zi-Whg in Düsseldorf kostet rund 500.000 Eur, wenn ich das richtig sehe. Das kann sich leisten, wer erbt, nicht wer 5 Kinder bekommt.

    Nur?

    Meine Wohnung (4 kleine Zimmer, 70er-Jahre-Stil (nicht unbedingt hübsch) in einer Kleinstadt) kostet das auch. Und in der beliebteren Nachbarstadt zahlt man das Doppelte (für eine hübsche noch mehr).

    500 000 ist sogar hier für 4 Zimmer Minimum.

    Erinnere mich. War bei mir auch so. Ich erhielt damals 1100 DM als Referendarin. Miete kostete 400 DM plus Nebenkosten, meine Versicherungen ca 200 DM, Auto brauchte ich auch und ich sollte bereits 100 DM Studienabschlussdarlehen zurückzahlen. An diese Stelle schrieb ich einen Bettelbrief und konnte sie auf 50 DM runterhandeln.

    Ich habe mich mit gut bezahlter Nachhilfe über Wasser gehalten, aber im 2. Jahr ging das aus zeitlichen Gründen nicht mehr.

    Ich habe im Referendariat 1994 knapp 2000 DM erhalten, meine Miete betrug 550 DM warm, Auto wurde mir geschenkt (20 Jahre alt, über 200 000 km). Es gab für Seminartage noch halber Satz Tagegeld und halber Satz Fahrtkosten (wir unterrichtete ja nur zur Hälfte, der Rest (Seminar) ist Ausbildung. Es hat gut gereicht (im Vergleich zu Bafög im Studium). Abbezahlen musste ich Bafög (ein Jahr war noch 100 %, der Rest 50 %) erst nach 5 Jahren (ich sparte und konnte es dann auf einmal abbezahlen und so wurde ein Drittel der Summe erlassen).

    Knapp wurde es im 1. Jahr danach (ich bekam weniger als im Referendariat). NRW hatte das Stufenmodell, bei mehr Stunden in Sek. I statt in Sek. II (was an Gesamtschulen für alle der Fall war), gab es nur BAT 3 (statt 2a). Verbeamtet sollte ich nach 3 Jahren werden, dies wurde ein Jahr bevor ich soweit war, für eine zeitlang nicht mehr umgesetzt, dafür gab es eine Vorgriffsstunde (NRW schuldet mir immer noch 3 Deputatsstunden). Und ich bekam wie damals üblich im 1. Jahr nur eine 2/3-Stelle, damit mehr eingestellt werden könnten (Milchmädchenrechnung, denn nach einem Jahr stockten alle auf, die vom Vorjahr nahmen uns dann die Stelle weg). Da reichte das Geld wirklich nicht.

    Ich zog übrigens 700 km quer durch Deutschland, um überhaupt eine feste Stelle zu erhalten. In Baden-Württemberg gab es für Chemie in diesem Jahr genau eine Stelle und die wurde intern besetzt. Selbst eine Kollegin mit 1,0 erhielt nichts. In Mathe war je nach Region (damals noch Oberschulamt, heute RP) bei 1,2 bis 1,4 Schluss. Es gab dann noch die Möglichkeit für die Nächstbesten, einen einjährigen Vertrag für Deutsch als Zweitsprache (gab es also damals schon) zu erhalten. Wer nicht umziehen wollte oder konnte, machte viele Jahre etwas ganz anderes (und musste sich nach mehr als 5 Jahren eine erneute Prüfung unterziehen).

    Waren andere Zeiten, es gab genug Lehrer, knapp wurde es erst etwa ab 2000.

    Kann sein, aber statistisch gesehen sind Frauen gesünder als Männer in dem Alter, und Männer, ü50 die sachgrundlos Teilzeit arbeiten, sind dann doch eher selten.

    Bei uns arbeiten einige (männlichen) Kollegen genau 23 Stunden, weil sie die zweimalige Deputatsstundenerhöhung nicht mit gemacht haben (es war also eine direkte Gehaltskürzung). Ein Kollege arbeitet seit 30 Jahren nur halbes Deputat, er meint, er könnte gesundheitlich nicht mehr (ich bin gespannt wie er es in Zukunft macht). Zwei weitere arbeiten ebenfalls seit über 20 Jahren mit halbem Deputat, genauso wie ihre Ehefrauen, weil ihnen das Geld reicht. (Alle reduzieren aktuell nicht wegen Familie. )

    Auch bei den jungen Kollegen reduzieren die männlichen Kollegen im Durchschnitt genauso wie ihre Ehefrauen. Ein Kollege reduziert sogar auf 8 Stunden, weil seine Ehefrau (nicht Lehrer) nicht reduzieren kann.

    Bei uns gilt dies also nicht.

    Lustig. Wir haben mit der Einführung von BYOD den GTR abgeschafft. Letztens hat sich ein Kollege drüber beklagt, für irgendwas scheint der also doch nützlich gewesen zu sein. Ich hab noch nie was anderes als den Casio FX85 gebraucht. Der hat in bald 30 Jahren übrigens nicht ein einziges Mal die Batterie gewechselt :D

    Ich verwende unsere GTRs (aus Mathe) für unsere Vernier-Messgeräte in Chemie. Sonst sind sie bei uns seit ein paar Jahren nicht mehr im Gebrauch, die Abschaffung in Mathe kam überraschend plötzlich. (War gerade auf einer Fortbildung mit einigen überregionalen Fachbetreuern, niemand wusste vorher Bescheid.)

    Ja aber weisst du... In meinem Umfeld sind die Leute nicht ständig krank. Vielleicht ist die Luft bei euch schlecht oder so. Manche Schilderungen sind hier einfach wirklich übertrieben und dass einige das nervt, kann ich nachvollziehen. Gilt in beide Richtungen.

    Ich habe ursprünglich nur geschrieben, weil Kathie mich genannt hat.

    Warum es bei uns anscheinend mehr Infektionen gibt als bei euch? Vielleicht sind es die überdurchschnittlich großen Familien in engen Wohnungen, die Sorge einiger Eltern, dass ihr Kind alleine zu Hause ist bzw. zu viel verpasst, wenn es nur etwas krank ist (die Kleinen erzählen noch offen, von Medikamenten am Morgen, damit das Fieber sinkt)? Auffällig wird es, wenn plötzlich die halbe Klasse fehlt und einige Kollegen auch. Ich weiß es nicht. Vielleicht sind auch meine Kollegen einfach offener und teilen dies per Chat ungefragt mit? Und vermutlich spielt auch unser Kurssystem ab Klasse 5 eine Rolle. Es gibt täglich für jeden sehr viele Kontakte. Vielleicht bin ich deshalb zumindest in der Schule vorsichtiger, ein paar Kollegen und deren Probleme nach einer Corona-Infektion sind für mich Mahnung genug.

    Ich verabschiede mich wieder aus diesem Thread, es bringt ja nichts. Wir haben vor Ort zu verschiedene Situationen. Der eine unterrichtet nur eine Klasse in fester Zusammensetzung, der andere hat 5 Schüler und ich halt bis zu 8 Klassen mit 31 Schülern täglich, die selbst in jeder Stunde andere Banknachbaren haben.

    Bei uns hat sich die ganze Familie zu Hause gegenseitig mit Corona angesteckt. Ja, das war stark. Ganz sicher ist man doch nur, wenn man auch zu Hause mit Maske herumrennt, was ich höchstens bei meiner Mutter ab und zu mache, wenn ich etwas angeschlagen bin.

    Ihr habt euch nicht gegenseitig angesteckt, sondern einer alle anderen. Hätte der eine Maske außerhalb der Wohnung getragen, hätte er niemanden angesteckt. Maske verringert also die Chance Covid-19 zu kriegen deutlich (bei Familien sogar mehrfach).

    Es geht nicht um absolute Sicherheit, sondern Verringerung wie sonst auch.

    Gute Besserung.

    Wie auch immer sich der Virus inzwischen weiterentwickelt hat ... im privaten und beruflichen habe ich den Eindruck, dass das "wieder negativ werden" inzwischen schneller geht. Ich kenne kaum noch positive Fälle, die länger als 5 oder 6 Tage anhalten. Manchmal auch weniger.

    Also: di Hoffnung für Ostern bleibt. Ich drücke die Daumen.

    Ich denke, es liegt auch daran, dass kaum noch jemand ungeimpft und ohne Infektion ist. Das Immunsystem wirkt dann nicht erst nach 7 Tagen, sondern schon nach 3 oder noch früher.

    Bitte lass doch den Unsinn sein. Es ist ziemlich egal wie viele Viren man bei der Infektion "abbekommt".

    Nö. Viren "vermehren" sich in bestimmten Zeiträumen (abhängig von diversem). Unter x (je nach Variante und Immunsystem) ist das Immunsystem schneller und man erkrankt überhaupt nicht, bei sehr vielen (Superspreader) erkrankt jeder. Ein Immunsystem benötigt je nach Impfstatus/frühere Infektionen mehr oder weniger Zeit.

    Und auch die Auswirkungen sind verschieden. Aber wieso antworte ich dir überhaupt? Du behauptest dauernd irgendetwas, aber führst nie Belege an. Auf deine letzte Behauptung endemisch und deshalb keine Maßnahmen mehr notwendig kam auch nichts. Daher suche ich für dich auch keine Belege mehr und antworte nur kurz.

    Bitte lass doch den Unsinn!

    Kathie

    Ich hatte einmal Covid-19, meine nichtmaskentragenden Kollegen mindestens dreimal (manche bereits sechsmal und mehr, wir haben neulich mal im Spaß durchgezählt). Inzwischen ist einigen aufgefallen, dass ich und zwei weitere Maskentragende auch sonst nie krank ausfallen (ich habe in den letzten 3 Jahren genau die eine Woche gefehlt, ich hatte noch nicht einmal Schnupfen und dachte im letzten Winter mehrfach, wie schön es ist, nachts richtig schlafen zu können), einige meiner Kollegen sind fast dauerkrank (jeden Monat Ausfall von mehr als einer Woche wegen Covid-19 (mit Symptomen), Grippe etc.) Deren Immunsystem möchte ich fast doppelt so alt nicht haben. Vor Corona fiel uns kein Unterschied auf.

    Meine Covid-19 Symptome traten übrigens genau 3 Tage und drei Stunden nach einem Chemieversuch in einer Klasse auf, bei dem ich aus Sicherheitsgründen ca. 10 Minuten die Maske abnahm. (Und ich würde es bei bestimmten Versuchen wieder tun, ich wäge ab.) Hin und wieder tue ich es nämlich auch, manchmal auch aus "schönen Gründen", ich besuche z. B. Restaurants. Aber ich halte mich seit 2 Jahren an den Spruch von einem Virologen, man kann nicht verhindern, irgendwann mit Covid-19 infiziert zu werden (bei uns mit Kurssystem ab Klasse 5 im Brennpunktbereich haben und hatten wir immer extrem viele Infektionen und FFP2-Maske hilft nicht 100 %), aber versuchen, jede einzelne zu verhindern. Ich vergleiche es für mich mit dem Sicherheitsgurt, er hilft auch nicht 100 %, aber oft genug. Und er hilft manchmal, dass ich bei einem Unfall nicht ganz so schwer verletzt werde.

    Mich stört FFP2-Maske zu tragen allerdings nicht sehr (eher übergriffige Kommentare meiner Mitmenschen dazu, da denke ich mir mein Teil), aber gerade nach einer (schweren) Infektion muss das Immunsystem sich erst wieder erholen (und deshalb habe ich sie im Anschluss noch bewusster getragen, hilft noch besser gegen Grippe). Und bereits bei dieser einen hatten meine Nieren Probleme. Dialyse etc. würden mich viel mehr einschränken. In meinem engsten Bekanntenkreis gibt es mehrere, die bis heute nach Covid-19 eingeschränkt sind. Mein Schwager z. B. hatte nach der 3. Impfung die 2. Infektion (erste verlief harmlos, vielleicht weil er Maske getragen hat und nur ein paar Viren abbekam). Seit über einem Jahr hat er nur noch halbe Lungenleistung.

    Mir ist seit langem egal, was andere tun (solange sie mich nicht voll jammern), ich freue mich, wenn jemand mit Erkältung etc. eine vorsorglich trägt, aber ich werde sie, wenn ich es für hilfreich erachte, tragen, weil sie mich schützt. Mag sein, dass mich meine Infektion genau gegen diese eine Untervariante schützt, es gibt aber inzwischen auch Informationen, dass man vor allem gegen die Variante geschützt sei, mit der man zuerst Kontakt hatte. Deshalb sei eine Impfstoffanpassung an neue Varianten auch nicht so wirksam wie ursprünglich erhofft.

    Ist die frage wie man "vorbei" definiert. Die Pandemie ist vorbei, weil SARS-COV 2 nun endemisch ist. Viren aus der Corona-Familie gibt es auch schon viel länger.

    Wir leben halt jetzt damit wie gewohnt weiter (manche eben nicht, da dauert es noch etwas bis der Zustand sich wieder einstellt).

    Endemisch bedeutet nicht harmlos. Auch Malaria (in Afrika) und Aids sind endemisch. Ich will sie trotzdem nicht und schütze mich, wo ich es für notwendig halte (Netze bzw. Kondome). Gut, manche nicht und klagen hinterher, "warum gerade ich?"

    Probiere es aus, ich habe auch schon die unmöglichsten Sachen erfolgreich abgesetzt (z. B. Eier (für Proteinversuche), Rotkohl, div. Reiniger, Zitronensaft (Indikator), Kaugummis in Silberfolie ("Bimetallversuche") usw (ich lache bei der Aufstellung selbst). Ich habe immer den Versuch, das Fach und Datum dazu notiert. Ob dies notwendig ist? Es hat auf jeden Fall geklappt. Allerdings waren es bei mir keine großen Summen und notwendig für entsprechenden Versuch. Pflanzen für die Sammlung (meine Arbeitsecke) habe ich nicht abgesetzt, sind ja für mich (und halten zum Glück ewig, besser als zuhause).

    Probiere es aus.

    ohh.... Danke! Das hat mich gerade auf eine gute Idee gebracht. Ich füge im Stundenplan der Leher automatisch eine Nachricht/Symbol hinzu, wenn er der letzte im Raum ist, damit er die Stühle hochstellen kann. Das kann meines wissens nach noch kein Stundenplanprogramm. Dürfte aber nicht so schwer zu sein das hinzuzufügen. Das macht das Verteilen der Raumpläne an Tür/Pult obsolet. Spart viel Arbeit und Papier :)

    hmmm...

    Gibt es noch andere Fälle? Die Diskussion ging ja bisher nur um die Lehrerpläne.

    Wann benutz ihr einen Raumplan und warum? (Und wenn ihr Ideen habt: Wie könnte man diese Informationen leichter erhalten als duch einen Raumplan? (Also z.B. durch Symbol im Lehrerplan oder "Teachers(Rooms) Free Periods", oder ...)

    (Und falls Stundenplaner jetzt sagen sie brauchen eine Lehrer-Fach-Matrix, Lehrer-Schüler-Matrix, Schüler-Fach-Matrix... Das habe ich schon.)

    Das haben wir seit einiger Zeit (Edupage) und ja, ein Blick und ich weiß, Fenster zu, Stühle und Jalousien hoch, Türe hinter mir abschließen (und sonst nicht, spart Zeit).

    Ich benötige den Raumplan vor allem für Raumtausch. Ein Klick und ich weiß, welcher Raum frei ist, ein weiterer der Raum mitsamt Ausstattung ist gebucht (alle Kollegen und meine Schüler können es sehen). (Wurde vermutlich hier bereits geschrieben, ich habe Ferien und nur den letzten Beitrag im Dashboard gelesen.)

    Mittlerweile Zweifele ich echt an einigen hier im Forum. Tut mir leid, aber das ist wirklich Unsinn.

    Der Steuerzahler bezahlt die Pendlerpauschale? 😂😂😂

    Wenn es soweit kommt, dass man dazu gezwungen wird umzuziehen (ob direkt oder indirekt), muss ich mir überlegen ob Deutschland noch das Land ist in dem ich leben will.

    Wer sonst?

    (Du meinst sicher, dass niemand Steuern zahlen müsste, jede Steuerverminderung niemand schadet und daher jede "Ermäßigung" richtig ist, denn der Staat benötigt kein Geld, du verzichtest selbstverständlich auf dein Gehalt. Wenn die Pendlerpauschale begrenzt wäre, müssten wir alle weniger Steuern zahlen. Und andere Ausgaben für die Arbeit z. B. unsere Arbeitszimmer sind auch begrenzt. Warum nicht auch die Pendlerpauschale? )

    Und nein, niemand verlangt den Umzug, aber manche Entscheidung kostet halt Geld. Kann ich meine höhere Miete in der Stadt in der Nähe der Schule auch mit der Steuer verrechnen statt Pendlerpauschale? Warum nicht? Also warum diese Ermäßigung und nicht Arbeitszimmer?

    Ich finde es unsinnig, dass der Staat schädliche Autosabgase fördert, indem er auf Steuern verzichtet und daher bei Steuerzahlern weiteres Geld holt.

    Willst Du mich jetzt dazu animieren bei dem Verhalten „Hartz 4 und der Tag gehört dir!“ mitzumachen?

    Für mich ist das Verhalten unseres Arbeitgebers halt einfach massiv übergriffig, ökonomisch und eben nicht sozial orientiert und mit jedem Bonus wird es schlimmer.

    Beispiele:

    • Unser Arbeitgeber zwingt uns monetär in die PKV. Aus sozialen Gesichtspunkten müßte er uns eher in die GKV zwingen, indem er den Arbeitgeberanteil in die GKV einzahlt während Beamte sich in der PKV zu 100% versichern müßten. Es ist aber aktuell genau umgekehrt und selbst das Hamburger Modell der pauschalen Beihilfe, um die GKV gegenüber der PKV konkurrenzfähig zu machen wird mit dem Verweis auf zu hohe Kosten abgelehnt.
    • Den Familienzuschlag, über dessen exorbitante Höhe wir ja schon an anderer Stelle gestritten haben und der meiner Meinung nach nur aus monetären Gründen so gewählt wurde und mit einer leistungsorientierten Besoldung nichts mehr zutun hat, wird um eine Wohnortkomponente ergänzt, die einen Landesbeamten faktisch zwingt auch im Bundesland NRW zu wohnen. Es existieren jedenfalls weder Wohnorttabellen für die angrenzenden Bundesländer noch für die Niederlande, Belgien und Luxemburg als angrenzende Länder aus denen der Beamte durchaus morgens zur Arbeit pendeln könnte.
    • Ein kostenloses „49€-Ticket“ spielt in der gleichen Liga. Wieder versucht das Land NRW monetär mein Leben zu bestimmen.

    In das gleiche Horn bläst leider auch die Gewerkschaft GEW indem sie politische Forderungen stellt, die gegen die eigenen Mitglieder gerichtet sind, indem die Forderungen nur noch eine zusätzliche Arbeitsbelastung für die eigenen Mitglieder darstellen. Ich sehe daher die GEW eher als eine arbeitgebernahe Organisation denn als eine Gewerkschaft, die wirklich für die Interessen ihrer Mitglieder eintritt.

    Ja, ich bin für die Bürgerversicherung für alle (nicht Kopfpauschale, wird gerne verwechselt). Es zählen alle Einnahmen (auch Mieteinnahmen und Zinsen usw. nicht nur Einkommen). Dann kann der Prozentsatz für alle herunter).

    Ja, ich bin für ein einheitliches System und nicht nur Familienzuschlag für Beamte.

    Nein, Jobticket ist etwas anderes. Es gibt es nicht kostenlos dazu, zumindest in Baden-Württemberg wird es bei der Entfernungspauschale bei der Steuererklärung gegen gerechnet (in Baden-Württemberg gibt es bereits seit einigen Jahren bis 25 Euro Zuschuss) und es soll den privaten Autoverkehr verringern. Ich wohne in einem Kleinstadt an der Grenze (die Hälfte unserer Züge konnte ich im letzten Jahr nicht mit dem 9 Euro-Ticket fahren, weil sie keine deutschen Züge waren) und trotzdem bin ich die 3 Monate nur einmal 5 km mit meinem Auto gefahren (übrigens Anfang Juni zum Tanken), alles andere bewusst mit dem ÖPNV (ich wollte mal ausprobieren, ob dies geht, ja (und ich habe keine Horrorgeschichten erlebt)). Es wird also vermutlich kein Auto mehr gekauft (mein jetziges ist 15 Jahre alt).

    Ich bin dafür, dass der Staat nicht für die Allgemeinheit Schädliches subventioniert. Warum gibt es keine Begrenzungen z. B. auch für die Absetzbarkeit von Dienstwagen (ja, ich weiß, Mercedes usw. sind dagegen, nur so können sie ihre teuren Fahrzeuge loswerden). Aber warum soll ich mit meinen Steuern Mercedes unterstützen und für die Förderung der Klimakatastrophe bezahlen? Ich wäre für klare Grenzen, es wird nur subventioniert, wenn weniger als x g Kohlenstoffdioxid freigesetzt wird (und der Wert sinkt jährlich für Neufahrzeuge).

    Ich las, es gibt über 150 Zuschussmöglichkeiten für Familien. Wer kennt alle? Warum gibt nicht nur eine "Zahlstelle" z. B. "Finanzamt" (es hat ja jeder eine Steuernummer), dort wird alles verrechnet und die Differenz ausbezahlt oder eingenommen? Aktuell hat jeder Sorge, einen möglichen Zuschuss zu "verpassen", hat Sorge, drauf zu zahlen und befürchtet, dass der Nachbar besser wegkommt.

    Übrigens, wer dann wie du beschließt, lieber Hartz 4 zu bekommen, sollte es erst einmal nicht erhalten (und du bekämst es vermutlich lange Zeit nicht), erst einmal muss das Vermögen aufgebraucht werden und es keine zumutbare neue Arbeit geben (dazu gehört auch Regale auffüllen). Ich höre deinen ersten Satz immer wieder und denke mir meinen Teil. Hartz 4 ist für die, die nichts haben (oder gut verstecken), eine einheitliche Kasse würde da auch helfen.

    (In Baden-Württemberg werden einige Lehrer nicht über die Sommerferien bezahlt. Ich kenne ein paar, angestellt von Mitte September bis Ende Juli, mehrere Jahre hintereinander, also kein Arbeitslosengeld, aber auch kein Hartz 4. Sie hatten immer zuviel "Vermögen.")

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