Is halt völlig neu für uns. Als Scherz meinte eine Kollegin, demnächst müssten wir eine Gefähr... für den Toilettenbesuch machen. Ja, in der Tat, manche Ss dürfte man bei uns nicht alleine aufs Klo schicken. Was dann tun?
Außerdem ist es doch sowieso mein Beruf, mir Gedanken über einen passgenauen Ausflug zu machen, das gehört zu meinem Berufsbild. Alles, was wir da aufgeschrieben haben, haben wir vorher eh mitgedacht. Wozu also aufs Papier bringen? Ich mein, das ist doch eh unsre Aufgabe als Lehrer, zumal als Förderschullehrer.
Beispiel Fußweg nach xy: Klar geht eine LK vorne, eine hinten, klar wartet man immer wieder, dass alle beisammen sind, klar bespricht man vorher das Verhalten, klar ermahnt man zwischendurch, klar dies, klar das.
Das fühlt sich für uns jetzt so an wie eine Gängelung. Als müsste ein Bäcker für jede Torte, die er für einen Geburtstag bäckt, eine extra Essanleitung dazu legen (nicht mehr als ein Stück, kann Kalorien enthalten, Vorsicht, fettige Finger, Allergiker schauen bitte in die Zutatenliste...).
Du siehst, ich echauffiere mich gewaltig.
Was nicht schriftlich vorliegt, zählt (vor Gericht) nicht. Und ja, ich habe auch gelacht, als ich Betriebsanweisungen für Abzug oder Wasserkocher erstellt habe und Vorlagen von anderen (z. B. Universitäten) las. Als ich anfangs bei meiner erweiterten SL danach gefragt habe, lachte sie und antwortete, dass sie gerade eine für unsere Kaffeemaschine im Lehrerzimmer erstellt. Ich habe früher gedacht, Betriebsanweisungen für gefährliche Geräte würden reichen.
Es ist halt so, irgendwo passiert etwas, die Staatsanwaltschaft ermittelt und die Schulen in der Umgebung werden aufmerksam. Auch in diesem Zusammenhang möchte ich keine SL sein. Sie haftet immer mit, selbst wenn wir Mist bauen.