Beiträge von Kris24

    Ich war seit Jahren z. B. nicht mehr beim Hausarzt, ich finde trotz Suchen noch nicht einmal einen, bei uns sind alle ausgelastet (die Grippeimpfung habe ich dann noch komplett selbst bezahlt). Auch andere Ärzte besuche ich extrem selten (Zahnarzt noch am häufigsten ca. alle 3 Jahre einmal).

    Also ich benötige keine Krankenkasse (oder nur eine gegen extrem hohe Rechnungen z.B. zahlt erst ab 10 000 €). Alles andere sollte man sofort abschaffen (nein, ich bin solidarisch, mir kann es auch mal schlecht gehen), aber:

    Alles andere wäre mir wirklich wichtiger Theatralica

    Weniger Autos bedeuten viel weniger Feinstaub (bessere Gesundheit für uns alle), weniger Unfälle, weniger Kosten. Ich wäre dafür, den Benzinpreis entsprechend zu erhöhen, auch wenn dann nicht mehr alle sich Autos leisten können, die noch immer mehr als 10 Liter pro 100 km benötigen. Dann würden auch die Straßen ausreichen, man könnte sehr viele Kosten sparen.

    Alleine was Straßen kosten oder die Folgen der Klimakrise (Ahrtal schon vergessen)? Und nein die paar Steuern reichen bei weitem nicht (genauso wenig wie Alkoholsteuern für die durch Alkohol verursachten Kosten reichen oder die die Zigarettensteuern für die Kosten durch Zigaretten). Aber es ist so wie immer, Kosten werden gerne an die Gesellschaft weiter gegeben.

    Ich lasse mein Auto seit Ostern in der Garage und fühle mich jeden Tag besser (hätte ich nicht gedacht). 4 Male habe ich inzwischen den Zug verwendet (z.B. Theaterbesuch am Abend, Zug fährt auch nachts stündlich und "hält an jeder Milchkanne" also auch in den Dörfern). Aber klar, ich bin bewusst nicht auf das extreme Land gezogen (ländlich ist es hier schon), ich wohnte davor in einem Dorf von knapp 2000 Einwohnern, die nächste Kleinstadt (20 000 Einwohner) war 20 km entfernt. Aber selbst da fuhr der Bus mehrfach am Tage (ca. einmal pro Stunde).

    GEZ halte ich für extrem wichtig für unsere Demokratie. Gestern erhielt ich einen Link über eine A. Lipp (deutschsprachige russischfreundliche Influenzerin im Netz mit besten Kontakten nach ganz oben in den Kreml) und staunte. Gerade, wer sich nur im Netz informiert, glaubt oft diesen Schwachsinn (z. B. Organhandel in der Ukraine für den Westen, Organe werden aus den lebenden Menschen entnommen usw. die Leichen werden dann in mobilen Krematorien aus Deutschland verbrannt, Putins Soldaten gehen dagegen vor, auch gegen Covid-Maßnahmen schrieb sie, wird dafür ja bezahlt. Sie hat weit über 100 000 Follower im deutschsprachigen Raum.) Auch Privatfernsehen (siehe Berlusconi oder Trumps Fox) schaden der Demokratie gewaltig und deckt sicher keinen (politischen) Skandal auf. Nur wenn wir alle zahlen (und nicht nur einzelne, die dann natürlich auf Berichterstattung Einfluss nehmen) ist es einigermaßen neutral. GEZ ist also extrem wichtig in einer Demokratie (und gibt es vergleichbar auch in anderen demokratischen Ländern).

    Theatralica, du liebst vermutlich wie andere hier Autofahren. Auch ich bin früher gerne und viel gefahren. Ich habe aber in den Jahren zu viele und zu schwere Unfälle erlebt, musste mehrfach 1. Hilfe leisten (und manchmal leider vergeblich), bin zum Glück selbst nicht beteiligt gewesen, weil ich immer Sicherheitsabstand halte (ich war aber mehrfach das 1. nicht mehr beteiligte Auto nach einer Massenkarambolage). Ich habe mehrere Verwandte und gute Freunde durch Autounfälle verloren auch einige Schüler (z. B. starb meine Cousine mit 28 Jahren, unschuldig, der andere war durch die Sonne geblendet und kam auf die Gegenfahrbahn). Aber spätestens seit mir bewusst ist, wie schädlich Autos für unser Klima ist, versuche ich es zu vermeiden (ich fahre seit 15 Jahren unter 3000 km pro Jahr). Alles was Autofahrten vermindert, ist für uns alle gut. (Es gibt ja den Vergleich, was den Amis die Waffen sind, ist den Deutschen das (schnelle) Autofahren. Zumindest ein Tempolimit ist mehr als überfällig.)

    Ich habe aktuell immer noch nur eine Schülerin, wir haben an der Schule einige (seltsamerweise nur Mädchen) verteilt auf die verschiedenen Jahrgängen. Leider gibt es bei uns nur auf freiwilliger Basis einer Kollegin 2 Stunden für alle pro Woche offiziell nichts. Hausaufgaben scheint auch bei uns ein Problem zu sein. (Ich unterrichte ein praktisches Fach mit wenig Hausaufgaben, kann es also nicht beurteilen, aber es immer wieder Thema im Lehrerchat.)

    Ich weiß es leider nicht, wir hatten Glück. Wir hatten nur einen Covid-Erkrankten (gleich die erste Woche nach den Osterferien), der diese und Anfang der nächsten Woche nachschreibt). In der Korrekturvorlage lässt sich ein Nachnachtermin anklicken (genauer Begriff müsste ich nachsehen), aber ich fand im März keinen Termin auf der Kultusseite (damals waren mehrere meines Kurses krank und ich war auch in Sorge). Aber deine SL müsste es doch wissen bzw. nachfragen können.

    In meiner Unterstufenklasse fehlten heute dagegen 8 wegen Halsschmerzen, nachdem 3 in der letzten Woche fehlten. Fast alle Erkrankten sind miteinander eng befreundet, zwei nicht, sitzen aber neben den anderen. Angeblich sei es kein Covid, aber auffällig fanden es die Schüler auch. Ich bleibe vorerst also bei Maske.

    Also, wenn ich meine Hasen loswerden möchte, fresse ich sie selbstredend einfach direkt auf. Extra dazu lasse ich doch das Frühstück an Schultagen weg, damit ich noch Appetit habe in der Schule. 8) Ich sollte wohl also vor allem sicherstellen, dass die mich nicht loswerden wollen und an die Tierpfleger verpfeifen, die mich direkt dabehalten. :zahnluecke: Ich bin noch unschlüssig, ob ich sie dazu auf der Fahrt einfach einmal laut anknurre oder den magischen Brutzellaminierer als Waffe zur Selbstverteidigung mitführe.:pirat:

    Der Ausflug wird bestimmt super. Die Klasse ist total lieb und begeisterungsfähig. Die können wir im Zoo tatsächlich (mit ein paar kleinen Aufgaben) einfach frei flitzen lassen, damit sie sich genau das anschauen können, was sie interessiert mit gemeinsamem Mittagessenstreff. Das wird also auch für uns Lehrkräfte voraussichtlich ein sehr entspannter Tag werden. Mal schauen, wie viele der Hasen dann am Ende zumindest zeitweise doch am liebsten an der Seite von uns bleiben wollen. ^^

    Zu Zoo und erholsamer Schulausflug - da fiel mir gerade ein ...

    Ich denke mit Schrecken an meinen Zooausflug (Basel) mit einer mir fremden 6. Klasse und wünsche, dass es bei dir erholsamer wird.


    Ich war damals Klassenlehrer einer 10. Klasse und die Geschichtslehrer der 3 Zehnten bereiteten alles vor. Ich ging also von erholsamer Begleitung aus, bis ich am Vortag von einer verzweifelten Kollegin angerufen wurde, die sich das Bein gebrochen hat. Sie hatte alles vorbereitet, die Kunstlehrerin erhielt von ihr Infos und Geld, konnte aber nicht alleine fahren. Wir waren dagegen 6 Kollegen für 3 Klassen. Ich müsste nichts tun außer begleiten. Also gut, dann halt nach Basel in den Zoo.

    Was ich nicht wusste, die Kunstlehrerin hatte 0 Ahnung und sich auch nicht vorbereitet, noch nicht einmal die Infos gelesen. Während der Zugfahrt erfuhr sie von mir, dass Basel einen badischen Bahnhof hat (Ziel unserer Zugfahrt, der Zoo aber nicht in der Nähe liegt). Also versuchte ich im Bahnhof Informationen zu erhalten, während sie bei der Klasse blieb. Als ich zurück kam, war sie verschwunden, ich suchte also mir unbekannte Schüler, die sich im Bahnhof verteilt hatten. Sie kaufte dann einzeln die Straßenbahn (?) karten (der Automat wollte es so) und wir fuhren irgendwann los zum Zoo. Während ich tatsächlich ein paar ruhige Stunden im Zoo erlebte, kaufte sie die Rückfahrkarten und stempelte sie sofort ab, damit es auf der Rückfahrt schneller ging (sie hat den Schülern einen zu knappen Termin genannt). Nur waren die Karten bis zum Termin längst abgelaufen (sie hat das Kleingedruckte nicht gelesen) , also Schwarzfahren (ich überschlug im Kopf bereits die Buße)? Nein, ihr fiel irgendwann ein, dass die Fahrkarten hin noch nicht abgestempelt waren. Die konnten wir jetzt nehmen.

    Ich war froh, als wir endlich zuhause waren, ich werde mich nie mehr auf andere (Künstler, die nur Auto fahren) verlassen. Es war einer meiner anstrengendsten Ausflüge.

    (Zoobesuch in Stuttgart, vorbereitet vom Biologielehrer, und in Osnabrück und Münster, vorbereitet von mir waren allerdings wirklich erholsam, außer das in Stuttgart meine Uhr eine Stunde stehen geblieben ist, der Kollege keine hatte und wir beide kein Handy, Schüler auch noch nicht, ist schon viele Jahre her. Wir kamen also eine Stunde zu spät zu unseren aufgelösten Schüler. Wir mussten also den Zug später nehmen.)

    Ich wünsche dir einen schönen Ausflug. Im Zoo von Karlsruhe war ich mal vor über 30 Jahren. Ausflüge sind wirklich der i-Tupfen, man kann hinterher gemeinsam lachen und Storys erzählen, wäre ein eigener Thread.

    Ich singe selbstverständlich das Badnerlied (an Fastnacht) und habe es hier im Forum bereits im Ohrwurmthread verlinkt. :pfeifen:

    (Herzlich willkommen LaempelKA, bei mir war es umgekehrt (zu dir und CDL). Ich bin in Stuttgart geboren, aufgewachsen in Baden, erste Lehrtätigkeit nach Referendariat in OWL, bevor es dann über 6 Jahre in Württembergisch Sibirien wieder nach Baden ging. Hier bin ich daheim.8))

    Bei uns kommen immer mehr Kollegen mit Pedelecs statt Autos zur Schule. Es ist günstiger im Unterhalt, aber bei Hügeln nicht so schweißtreibend. (Entfernung Wohnung - Schule zwischen 10 und 30 km)

    Die erste wurde noch belächelt, inzwischen überlegen viele (ich auch).

    Kurz, Putin will die gesamte Ukraine (zumindest als Marionettenstaat) und weitere Länder des ehemaligen Wahrschauer Paktes.

    Was sollen wir bieten, damit er davon ablässt?

    @Thymian

    Die UkrainerInnen sind aber auch keine homogene Gruppe. Möglicherweise hat die geflüchtete Ukrainerin deren Ehemann in der Ukraine kämpfen muss, ganz andere Wünsche als der Staatschef. Und eine ganz andere Gruppe hast Du auch vergessen. Was wollen die russischen 18 jährigen Wehrpflichtigen, die gar nicht selbständig entschieden haben in der Ukraine kämpfen zu wollen? Möchte damit nur zum Ausdruck bringen,dass ich beiden offenen Briefen etwas abgewinnen kann und selber förmlich zwischen den Stühlen hänge.

    Stimmt, noch ein Grund mehr, dass Putin und die Seinen nicht gewinnen dürfen. Es geht nicht nur um die Ukrainer, sondern auch die Russen, die nicht vollständig hinter Putin stehen. Ich las z. B. einen Bericht von einem russischen Professor, der bereits mehrfach zusammen geschlagen wurde und trotzdem nicht schweigt. Er sagt deutlich, dass der Krieg nicht mit der Ukraine endet, sondern gegen demokratische Länder sich richtet (davor fürchtet sich der russische Machtapparat. Die Ukrainer kämpfen aktuell auch für unsere Demokratie).

    Ich kann dem Brief von Alice Schwarzer und Co. nichts abgewinnen. Ich las inzwischen mehrere Interviews z. B. mit Juli Zeh, Merkel und A. Schwarzer. Vor allem Juli Zeh wiederholte immer auf jede Frage, dass die Waffen schweigen müssen, hatte aber keine Idee wie und was danach kommt. Sie will es nicht Kapitulation nennen, sie blieb so vage trotz guter Fragen, dass es genauso wenig durchdacht erschien wie ihre Coronamaßnahmenkritik. Irgendwie scheint sie in einer Wünschewelt zu leben.

    Merkel geht davon aus, dass Putin verhandeln will. Dass das viele seit Monaten versuchen, scheint er nicht mitbekommen zu haben. A. Schwarzer hat sich mehrfach als Putinversteher geoutet. Alles, was nicht dazu passt, wird ebenfalls ausgeblendet.

    Es gibt inzwischen auch Unterzeichner, die es als Fehler bezeichnet. (Leider ist der Artikel hinter einer Bezahlschranke.)

    Habermas (weiterer Artikel) behauptet Dinge, die schlichtweg nicht stimmen. Ausgerechnet A. Baerbock z. B. wird Ikone der neuen Kriegsbegeisterung genannt. Sie hat bereits vor einem Jahr gewarnt und wurde freundlich ausgedrückt belächelt. Und wer ist kriegsbegeistert? Ich kenne niemanden.

    Kurz, alle vereinigt eine extreme Vereinfachung, keine Waffen, keine Gewalt. Das dies nicht stimmt, zeigt Donbass seit 8 Jahren. Warum ist der Krieg noch nicht zu Ende? Weil die Ukrainer motiviert kämpfen, weil sie wissen wofür. Auch in den bereits besetzten Gebieten geht der Kampf weiter. Aber hier wird es von manchen einfach nicht zu Kenntnis genommen.

    chemikus08,

    Putin hält sich sicher nicht an Verträge, er hat aktuell alles gebrochen. Es geht darum, dass es zu teuer wird, dass er und andere Länder die Lust verlieren, mit Gewalt Grenzen verschieben zu wollen. Auch bei Hitler wären Verträge sinnlos gewesen.

    Und wieso gehst du davon aus, dass mit Kapitulation der Ukraine die Gewalt aufhört? Alle, die nicht von Russland begeistert sind, werden unterdrückt, gefoltert, getötet werden. Vor 2014 wollten viele russischsprechende zu Russland gehören, seit Donbass u.a. nicht mehr. Selbst in Transnistrien will die Mehrheit der russischsprechenden nicht mehr. Es gab in diesen Gebieten zu viel Korruption, Gewalt und Folter.

    Es geht auch darum, dass Putin nicht das nächste Land angreift, China möchte auch noch einiges. Und auch einige afrikanische und asiatische Länder haben Wünsche bzgl. neuer Grenzen.

    Und dann gibt es diverse Terrorgruppen (z. B. muslimische), die sehen, dass sie mit Atombomben ihre Ziele erreichen können. Auf jeden Fall wird niemand mehr bereit sein, auf seine zu verzichten.

    Es geht darum, ob Gewalt sich durchsetzt. Und zumindest Putin möchte noch mehr Länder. Und genau deshalb dürfen seine Wünsche nicht erfüllt werden. Sonst gibt es die nächsten Kriege und noch viel mehr Gewalt.

    Man muss also nur zu noch mehr Gewalt greifen, dann rufen Dritte, wehr dich nicht, gib auf.

    Es wurde mehrfach geschrieben und den Vergleich kann man sehr kritisieren. Aber es wäre fast so, dass jemand bei einer Vergewaltigung zusieht und ruft, wehr dich nicht, sonst tut es noch mehr weh und dauert länger. Mag stimmen, aber den Vergewaltiger stoppt man so auch nicht.

    Musste es auch gleich ausprobieren und holla die Waldfee, was ist das denn? Ob die Charité das abgesegnet hat? :huh:

    Ich muss mir mal eine Wegwerfadresse zulegen. Meinen Namen möchte ich für so etwas nicht verwenden.

    Danke für die zusätzliche Bestätigung.

    Dass die Charité nicht widerspricht, wenn ihr Name mißbraucht wird, wundert mich auch.

    Und wenn man es kritisiert, heißt es gleich, man würde spalten, würde die andere Seite nicht ernst nehmen usw. Auf die Kritikpunkte wird nicht eingegangen.

    Vielen ist nicht klar, dass die "Wahrheit" nicht immer in der Mitte liegt, dass manche wirklich etwas zusammen lügen, dass ein Professor für Irgendetwas auch daneben liegen kann (bzw. hier vermutlich andere Interessen hat, Anthroposophie war für mich gestern das Stichwort, Krankheit und damit auch Impfung wird von überzeugten Anthroposophen anders gesehen).

    Interessant fand ich gestern, dass ich den Bericht über diese "Studie" nur in bestimmten Zeitungen (Focus, Berliner Zeitung, Welt u.ä. politische Richtung) fand und selbst die Welt hat es in den ersten Zeilen zerrissen (der Rest war hinter einer Bezahlschranke).

    Das heißt, jeder kann irgendwas eingeben?

    Dann geht dieser Link sicher in gewissen Gruppen herum, die irgendwas zusammen lügen, nur um weiter zu verunsichern.

    Selbst Matthes, der dies veröffentlicht hat, betonte, dass selbst bei jungen Männern Herzrhythmusstörungen durch Infektion häufiger vorkäme als durch Impfung.

    Wenn jemand also Infektion zu 100 % vermeiden kann, kann er sich die Impfung sparen. Sonst nicht.

    (Und über mögliche Langzeitschäden nach Jahr(zehnt)en, die durch viele Viren bekannt sind, ist noch nichts bekannt. Impfungen lösen dagegen nur in den ersten Wochen Schäden aus.)

    Ich werde die Karte auf jeden Fall für alle 3 Monate kaufen, um kleinere Ausflüge in die Nähe zu unternehmen. Evtl. wird es in den Pfingstferien oder in den Sommerferien sogar etwas weiter gehen. Aber ich liebe es auch ins Blaue zu fahren und dafür ist diese Karte ideal.

    Für meinen Arbeitsweg benötige es nicht. Aber alleine für meine drei in diesem Zeitraum geplanten Theaterbesuche lohnt es sich (eine Fahrt kostet sonst 11 Euro und dafür habe ich sonst meistens das Auto genommen). Ich wohne in der Nähe des Bahnhofs, mit dem Bus hier vor Ort bin ich noch nie gefahren, habe es jetzt aber vor, auszuprobieren. Mal schauen, wo ich überall lande.

    Haut mir was auf den Kopf, aber ich bin jetzt zeitweise maskenfrei, weil, ich kann nicht mehr. Ich habe nun 19 Kinder in meiner Inklusionsklasse, davon 3 Flüchtlingskinder, ein autistisches mit 100 % Lernbegleitung, 6 Festgestellte. Plattenspieler weiß, was das ist. Unsere zeitweise Doppelbesetzung geht oft für

    Vertretungen drauf, weil coronakranke Kollegen gibt es auch noch. Heute hat der kleine L. sich zu Tode geheult beim Muttertagsbasteln, weil seine ist tot. Er saß ganz nah bei mir und wir wussten auch beide nicht mehr weiter. Ich kann das nicht mehr mit Maske.:(

    Wieso sollte dich jemand angreifen? Es ist erlaubt und jeder entscheidet je nach Situation, was möglich oder sinnvoll ist (und manchmal ist auch keine Maske tragen nötig oder zumindest sinnvoll). Manchmal muss man ein Risiko eingehen (das wissen wir alle).

    (Aber gerade wegen den coronakranken Kollegen (bisher hat es bei uns nur die (zumindest zeitweisen) maskenlosen erwischt) und Schülern an meiner Schule entscheide ich mich aktuell noch für die Maske, die Belastung durch Maske hält sich für mich allerdings in Grenzen, andere werden mehr belastet (ich ziehe sie aktuell aus Sicherheitsgründen ab, wenn ich wieder Schülerversuche mit Gasbrennern durchführe).

    Ich wünsche dir, dass du gesund bleibst und dass die Belastung bald wieder geringer wird. Ich wünsche dir auch viel Kraft und die richtigen Worte.

    Kris24

    Wie definierst Du „Kleinstadt“?

    Ich wohne hier in einer 40.000 Einwohner-Ortschaft und hätte ohne Auto keine Chance.

    43 000 Einwohner inkl. einigen Dörfern außen herum (größte Stadt innerhalb von 30 km bzw. 60 km in die andere Richtung, Kleinstadt ist, glaube ich alles unter 50 000 Einwohner) und es geht phantastisch ohne Auto. (Ich komme viel mehr zur Ruhe.)

    Mein Dorf (vorheriger Wohnort) hatte 1500 Einwohner verteilt auf 12 Siedlungen und ist sogar in der ADAC-Karte von Süd-Deutschland eingezeichnet, weil im Umkreis nichts liegt (ich habe damals lachend erzählt, dass der ADAC wohl keinen so großen weißen Fleck auf der Karte haben wollte.

    Ich wohne nicht in einer Großstadt, nicht in der Umgebung einer Großstadt (die nächste liegt in der Schweiz auch einige Kilometer entfernt), an unserem Bahnhof halten weder ICE noch IC, ich kann also jeden Zug verwenden (gut, Schweizer Züge vielleicht nicht).

    Wer auf dem Land leben will, muss die Konsequenzen tragen. Ich hatte schon beides. Großstadt und anschließend einziges Dorf im Umkreis von 10 km, Schule 20 km entfernt. Ich bin jetzt bewusst in eine Kleinstadt gezogen. Nie mehr Land. (Wenn das Auto in die Werkstatt musste, gab es große Probleme. Jetzt steht es seit 4 Wochen bewusst in der Garage und ich vermisse es immer weniger. Ölsparen und so.)

    Ja, aber Diskussionskultur gilt dann für beide Seiten. Keine ungegründeten Behauptungen, keine "what-aboutism", keine leeren Parolen. Wer sich dieser genannten "Strategien" bedient, braucht sich nicht wundern, wenn es keine sachliche Auseinandersetzung mit ihm/ihr geben kann.

    Eben, genau das habe ich vermisst.

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