Beiträge von Kris24

    Is halt völlig neu für uns. Als Scherz meinte eine Kollegin, demnächst müssten wir eine Gefähr... für den Toilettenbesuch machen. Ja, in der Tat, manche Ss dürfte man bei uns nicht alleine aufs Klo schicken. Was dann tun?

    Außerdem ist es doch sowieso mein Beruf, mir Gedanken über einen passgenauen Ausflug zu machen, das gehört zu meinem Berufsbild. Alles, was wir da aufgeschrieben haben, haben wir vorher eh mitgedacht. Wozu also aufs Papier bringen? Ich mein, das ist doch eh unsre Aufgabe als Lehrer, zumal als Förderschullehrer.

    Beispiel Fußweg nach xy: Klar geht eine LK vorne, eine hinten, klar wartet man immer wieder, dass alle beisammen sind, klar bespricht man vorher das Verhalten, klar ermahnt man zwischendurch, klar dies, klar das.

    Das fühlt sich für uns jetzt so an wie eine Gängelung. Als müsste ein Bäcker für jede Torte, die er für einen Geburtstag bäckt, eine extra Essanleitung dazu legen (nicht mehr als ein Stück, kann Kalorien enthalten, Vorsicht, fettige Finger, Allergiker schauen bitte in die Zutatenliste...).

    Du siehst, ich echauffiere mich gewaltig.

    Was nicht schriftlich vorliegt, zählt (vor Gericht) nicht. Und ja, ich habe auch gelacht, als ich Betriebsanweisungen für Abzug oder Wasserkocher erstellt habe und Vorlagen von anderen (z. B. Universitäten) las. Als ich anfangs bei meiner erweiterten SL danach gefragt habe, lachte sie und antwortete, dass sie gerade eine für unsere Kaffeemaschine im Lehrerzimmer erstellt. Ich habe früher gedacht, Betriebsanweisungen für gefährliche Geräte würden reichen.

    Es ist halt so, irgendwo passiert etwas, die Staatsanwaltschaft ermittelt und die Schulen in der Umgebung werden aufmerksam. Auch in diesem Zusammenhang möchte ich keine SL sein. Sie haftet immer mit, selbst wenn wir Mist bauen.

    Wir müssen ab sofort und andre Schulen in der Gegend schon länger vor jedem popeligen Ausflug eine Gefährdungsbe... abgeben, und sei´s, dass wir nur zum Spielplatz gehen.

    Das haben uns die Versicherungen eingebrockt.

    Das musstet ihr seit Jahren, ihr habt es nur nicht getan. Wenn aber etwas passiert, wird zuallererst danach gefragt. Und wenn dann nichts schriftliches vorliegt, ist der verantwortliche Kollege und die SL dran. Deshalb würde ich es immer schriftlich vor (!) dem Ausflug etc. machen (es gibt auch Spezialisten, die hinterher tätig werden wollen, kann klappen oder nicht, weil man z. B. selbst im Krankenhaus liegt).

    Es ist nicht nur die Versicherung, sondern zuerst vor allem (die Juristen des) RP und zuallererst die Staatsanwaltschaft.

    Bei uns ist vor einiger Zeit etwas passiert und der verantwortliche Polizist hat als erstes danach Kollege (der Kollege war noch in der Notaufnahme) und SL gefragt. Zum Glück lag sie vor. Solange nichts passiert, interessiert es nicht.

    (Die Versicherung hat übrigens nicht danach gefragt, vielleicht, weil kaum Schaden entstanden ist, vor allem, weil nach einem Jahr das Strafverfahren eingestellt wurde, Staatsanwaltschaft und nach Einstellung gegen Zahlung eines Geldbetrags RP schon.)

    Natürlich muss nicht jedes Mal eine komplett neue erstellt werden. Wenn sich nichts geändert hat, unterschreibe ich nur erneut mit Datum, wenn sich etwas ändert, passe ich es an. Völlig neu schreibe ich selten.

    Ich kann mich nur über deine Unbekümmertheit wundern, eine GBU ist eine rechtliche Absicherung für dich.

    Es spricht nichts dagegen, das einfach mal für sich zu machen. Wenn ich morgens an der Schule ankomme, sind vor allem die Naturwissenschaftler*innen und Zeichner*innen schon im Haus, die Deutsch- und Fremdsprachenlehrpersonen laufen praktisch mit dem Stundengong ins Zimmer. Ich kenne diese "Doppelkorrekturbelastungsdiskussion" übrigens nur aus diesem Forum hier. Die Deutschlehrpersonen bei uns im Schulhaus wissen, dass ich mit einem zweistündigen Grundlagenfach doppelt so viele Lerngruppen habe wie sie. Und sie wissen, dass ich spätestens um 7:30 Uhr am Morgen auf dem Korpus turne um meine Experimente aufzubauen. Wenn ich am Wochenende mal im Schulhaus bin, sind es übrigens IMMER die Musiker*innen, die ich da treffe.

    Eben. Die Sprachlehrer sitzen gemütlich am Schreibtisch, während ich nach meinem Unterricht noch (Schüler-)Versuche aufräume und die vom nächsten Tag vorbereite und wenn ich Freitags zu müde bin, am Wochenende noch einmal extra in die Schule muss (und an manchen Tagen benötige ich Stunden, wir haben leider keinerlei Hilfe wie mir bekannte Schulen in der Schweiz oder Frankreich).

    Die Diskussion von Korrekturfachlehrer kenne ich auch nur von NRW. Ich habe sie in Baden-Württemberg noch nie gehört, es korrigieren alle (Nebenfachlehrer oft mehr, weil sie mehr Klassen unterrichten, genau wie du schreibst). Und bei uns gibt es viele Deutsch- und Englischlehrer (meist Vollzeit, nicht mehr reduziert als andere Kombis). 2 meiner besten Kollegenfreundinnen unterrichten Deutsch und Englisch, beide Vollzeit und beide wollen unabhängig vom Fach nicht mit mir tauschen (der 2. Satz oben "gemütlich am Schreibtisch" stammt übrigens von einem Deutsch- und Geschichtskollegen (fast nur Kursstufe), der seine Arbeit mit meiner verglich und es war ernst, nicht ironisch gemeint).

    Ich weiß von einem ehemaligen Kollegen aus Sachsen, dass in der DDR Kollegen mit Experimentierfächern dadurch entlastet wurden, dass sie von Aufsichten befreit waren. Er war in den 90er Jahren völlig überrascht, dass es in NRW nicht so war.

    Willkommen in der Realität. Oder denkst du immer noch, dass deine Vorstellung von Gleichberechtigung real ist und Bolzbolds Vorstellungen die Ausnahme sind? Und ich rede nicht von der Blase gebildeter, hoch abgesicherter Menschen hier, sondern von der gesamten Gesellschaft.

    Ich kann nicht die gesamte Gesellschaft ändern, ich kann nur in meinem Umfeld wirken (und das tue ich).

    Und ich kann wie Schmidt und NRW-Lehrerin es ansprechen, wir wissen auch, dass zu viele noch anders denken (kleines Beispiel, wie oft wird selbstverständlich als gemeinsamer Familienname der Name des Mannes gewählt).

    Einfach herumjammern bringt nichts.

    Wow. Du willst ihnen also de facto sagen, dass sie sich nicht zu sehr bilden sollten bzw. nicht zu erfolgreich sein sollten, weil sie sonst vielleicht keinen Mann abbekommen. Wow.

    Das hat mich auch gerade geschockt.

    Und mir fiel ein, dass ich mich vor vielen Jahren einmal in einen Mitstudenten verliebt habe, der mich ablehnte, weil ich intelligenter war. Als er mir das sagte, war meine Verliebtheit sofort Geschichte, ich überlegte nur, wie kommt er zu dieser Einstellung. Kurz, sein Vater war Schulleiter eines Elitegymnasiums, seine Mutter Lehrerin in Teilzeit und vorher lange zuhause. Die ältere Schwester war mit 18 aus dem Elternhaus geflüchtet, weil sie es nicht aushielt. Ich wollte auf keinen Fall die Geschichte wiederholen.

    Oh ja, Berliner sind auch wirklich wirklich lecker. :essen:Vanille oder auch Eierlikör sind lasse ich aus (Vanille schmeckt zumindest bei meinem Bäcker :uebel:, Eierlikör will ich nicht probieren, trinke ich auch nicht:stumm:), aber klassisch mit Erdbeer- oder Himbeermarmelade oder auch mit Nougat gefüllt finde ich gut.:mahlzeit:

    Oder mit Senf :flieh:

    (alter Schülerstreich, ich bin inzwischen sehr vorsichtig :lach:)

    Und wie entkrustest du deutlich kleinere Stücke?

    (Maximal erbsengroß hieß es im Seminar, meistens ist meine auch kleiner. Problem ist, wenn irgendwo noch Kruste ist. Deshalb passiert beim weicheren Kalium oft weniger. Da schaffe ich auch ein linsengroßes Stück komplett zu entrinden.)

    Es gibt einige Gründe.

    Viele Willkommensklassen werden nicht von regulären Lehrern unterrichtet dank Mangel, sondern von wechselnden Studenten etc . Stunden fallen aus (20 statt über 30 Stunden in weiterführenden Schulen), es gab/gibt keine (geeigneten) Bücher. Auch bleiben in Willkommensklassen die schwächeren Schüler, gute wurden schnell in reguläre Klassen untergebracht.

    Unsere ukrainischen Schüler besuchen (nachmittags) alle noch Onlineunterricht, da bleibt wenig Zeit.

    Wir haben zu wenig Stunden erhalten, müssen also gemischt fahren (ca. 50 % Willkommensklasse (fast reiner Deutschunterricht), der Rest in regulären Klassen wechselnd alle Fächer außer 2./3. Fremdsprache). Andere Schulen inkl. anderes Gymnasium haben seit Jahren reine Willkommensklassen und gute Erfahrung. Die Kinder bleiben höchstens ein Jahr. Wechsel ist jederzeit möglich.

    2 Raketen sind in Polen eingeschlagen! Es soll sich um Irrläufer handeln, die in der Nähe der ukrainischen Grenze eingeschlagen sind!

    Der nationale Sicherheitsrat soll einberufen werden!

    Ich habe es gerade in der Tagesschau gehört.

    Ich weiß von einem Irrläufer im 2. Weltkrieg, der eine Schweizer Stadt traf und meiner Heimatstadt galt. Hoffen wir, dass es glimpflich ausgeht.

    Häh? Welche Brocken an Natrium nehmt ihr denn um Himmels Willen für diesen Versuch?! Ich habe da noch NIE irgendwas vom Boden (?!) wieder aufgewischt... :ka:

    Erbsengroß (bei Kalium linsengroß)

    Bist du sicher, dass ihr Natrium verwendet oder ist euer Lehrertisch riesig und der Boden weit weg? ;)

    (Kollegin hat mal mit Natrium einen OHP zerlegt. Früher haben viele die Kristallisierschale mit Wasser darauf gestellt. Man sah es gut, aber musste immer putzen (ich weiß daher, wie ein OHP innen aussieht, ^^ ihrer hat nicht überlebt, dass Zeug war überall im Gerät).)

    Witzig. Dann frage ich mich, was so geknallt hat. Das Wasser kann es nicht gewesen sein. ;)

    Wenn Natrium sich entzündet, entzündet sich auch umgebender (gerade entstandener) Wasserstoff. Aber laut war es bei mir noch nie. Dafür war es doch zu wenig. Er verfliegt zu schnell. Mich hat das Wort sammeln gestört (bzw. ich habe überlegt, ob nach oben geschlossen war, Natrium kann ja auch seitwärts fliegen, deshalb habe ich nachgefragt, ich versuchte es mir vorzustellen).

    Rechne mal, wie viel Natrium du nehmen musst um auf 7 vol% Wasserstoff zu kommen. Wenn der Abzug funktioniert, saugt er das nach oben weg. Das *ist* Vorsatz, aber sowas von. Ich habe sowas noch nie gehört, geschweige denn erlebt. Die einzige Unfallquelle, die mir in dem Zusammenhang bekannt ist, ist dieser dämliche Sieblöffel. Mit dem hat es ein Kollege auch schon geschafft, einen Messzylinder zu sprengen. Ich habe den längstens aus der Sammlung entfernt.

    Es gibt Abzüge, die nach unten oder zur Seite absaugen.

    Sieblöffel liegt bei uns noch im Schrank für Lithium, ich verwende ihn aber nicht.

    Meine Schüler machen den Versuch entschärft mit Calcium und winzigen Reagenzglas.

    Und wenn kein Abzug im Chemieraum vorhanden ist? Dann liegt der Vorsatz beim Bauherrn ;)

    Dann darfst du solche Versuche nicht durchführen.

    Eine Schule in der weiteren Umgebung hatte keinen richtigen Giftschrank, es war dem Schulträger bekannt. Dann gab es einen kleinen Unfall mit einem Gefahrstoff und Lehrer und SL mussten jeweils eine hohe Strafe zahlen.

    Ich habe daraufhin alles getan, um ausreichend Lösemittel- und Säureschränke zu erhalten. Erfolgreich.

    Das Terrarium war offen. Sonst hätte es das Natrium nicht zur Zimmerdecke geschafft ;)

    So kenne ich es auch. Du schriebst aber

    Auch der Chemieunterricht bietet Anlass für Abenteuer. Herstellung von Natronlauge. Natrium reagiert mit Wasser, danach Lackmustest. Standardversuch. Im Chemiesaal gibt es keine Schutzscheibe gegen mögliche Laugenspritzer - also verwendet der Lehrer ein Terrarium, in das die Petrischale platziert wird. Alles gut. Natrium saust mit Flamme auf der Wasseroberfläche herum - eindrucksvoll und gewollt. Plötzlich ein Ohren betäubender Knall. Das Natrium hängt an der Zimmerdecke, die Schüler unter den Tischen. Nach einer Schrecksekunde: "Geil! Herr Autenrieth, machen Sie das nochmal?" Werde mich hüten.
    Was der Lehrer nicht bedacht hatte: Na + H2O gibt NaOH ...so weit so beabsichtigt ... doch hoppla ... da bleibt ein H übrig. Das sammelt sich im Terrarium und ergibt mit der Natriumflamme en passant einen zweiten chemischen Standardversuch: Die Knallgasreaktion ;)

    Dann kann sich kein Wasserstoff im Terrarium gesammelt haben. Darüber habe ich mich gewundert. Wasserstoff entweicht sofort nach oben.

    Ja, Natrium kann weit fliegen. Ich habe auch schon Decke, Tisch und Boden nass gewischt, um auszuschließen, dass irgendwo noch Natrium übrig ist (und es brennt beim Wischen immer irgendwo (kontrolliert), ich möchte nicht die Putzkraft erschrecken). Erst letzte Woche hat bei mir Natrium mehr Probleme bereitet als Kalium, das reagiert so schnell, dass nichts übrig bleibt.

    Wäre ich in Bayern, hätte ich Brutto 700€ mehr. Das ist ja seltsam....

    Aber meine Kollegin, die aus BY hergewechselt hat, sagt das ja auch immer. Sie spricht sogar von 800€. Aber eigentlich kann das ja nicht sein.

    Und im anderen Bundesländern weniger (wir haben halt verschiedene Arbeitgeber, erhalten unterschiedlich viel Geld, unterrichten mehr oder weniger Stunden (andere Bundesländer haben für denselben Schultyp andere Anzahl an Deputatsstunden, weitere verschiedene Bedingungen (ich ärgere mich gerade über die Kostendämpfungspauschale, andere haben keine oder weniger) usw.)

    Wenn es dich zu sehr nervt, musst du den Arbeitgeber wechseln (das gilt doch überall).

    Die weniger zeitintensiven Klassen erhielten nur die neuen, weil sie noch nicht viel Erfahrung hatten, weil sie als Vertretung zu schnell wieder weg waren und wenn du gleich behandelt werden willst, sollten auch die Klassen gleichmäßig verteilt werden.

    Du willst bevorzugt werden (bessere Klassen, besserer Stundenplan) und wunderst dich, dass nicht alle Hurra schreien. Ich nenne dieses Verhalten Arroganz, warum glaubst du bevorzugt werden zu müssen?

    (Zum Glück ist bei uns der Lehrermangel nicht so groß (reicht gerade), bei uns wurde daher eine Vertretungskraft abgelehnt, weil sie zu viele Bedingungen gestellt hat. Jetzt ist sie arbeitslos.)

    Es sind immer 2 Seiten, der andere bietet an, ich kann verhandeln (habe ich auch schon vor 30 Jahren), aber letztendlich entscheidet jeder für sich, ob es passt und die andere Seite muss damit leben. Und unsere SL wird Neuen sicher nicht überproportional zuviel anbieten, sonst ist der Schulfrieden in Gefahr. Wenn nämlich "alte" Kollegen das Gefühl bekommen benachteiligt zu werden, sind sie unzufrieden und wechseln evtl. die Schule. Du musst dich nicht aus deiner Sicht zu billig verkaufen, aber dann musst du akzeptieren, wenn die andere Seite dich nicht will.

    Respekt habe ich auch außerhalb nicht gegenüber Fremden. Ich behandele sie freundlich, respektvoll (das ist nicht dasselbe) , helfe (soweit ich Zeit habe, auch ich achte auf Work-Live-Balance für mich, dass scheinst du zu vergessen, gilt auch für die alten Kollegen). Respekt ist für mich mehr.

    Aus https://de.m.wikipedia.org/wiki/Respekt

    " 'Wieder-Schau‘ als wörtliche Übersetzung des lateinischen respectio bezieht sich auf die wiederholte Betrachtung und gründliche Beurteilung eines neuen Eindrucks, um die Begrenztheit und Oberflächlichkeit des ersten Blickes zu korrigieren. Erst nach kritischer Würdigung des ersten Eindrucks gelangt man zu einer anerkennenden Einschätzung und damit zu Respekt."

    Das meinte ich mit Respekt muss man sich verdienen.

    Zum Thema, ich habe noch unter viel besseren Bedingungen angefangen, 23 statt 25 Deputatsstunden, 13. Monatsgehalt, Urlaubsgeld usw. Ich habe auch überlegt, ob es wert ist, weiter zu arbeiten, ich habe etwas angepasst (nicht mehr jedes Jahr in jeder Klasse ein Projekt, 2 Deputatsstunden kosten halt mehr Zeit), aber für mich passt es noch. Wer anders entscheidet, muss entweder alle (auch das Land) überzeugen oder gehen. Es sind 2 Vertragspartner.

    Als ich vor knapp 30 Jahren mein Referendariat beendet habe, gab es in Baden-Württemberg noch nicht einmal mit 1,0 eine Stelle in Chemie im Schuldienst (am Gymnasium waren gerade 17 % der Chemiestunden gestrichen worden, es gab zu viele Chemielehrer). In Mathe war bei 1,3 bzw. 1,4 Schluss (abhängig von Region). Das nächste Zehntel (also besser als 1,5) erhielt Zeitverträge, ich wollte das nicht und zog 700 km weg (nach NRW an eine Gesamtschule, die damals ein paar Jahre nur anstellten). Verbeamtung war weit weg.

    Vor 20 Jahren lernte ich Kollegen kennen, die als Realschullehrer am Gymnasium nur jedes Jahr 10,5 Monate-Verträge erhielt (unbezahlt in den Sommerferien, also kein Anspruch auf Arbeitslosengeld). Am Gymnasium waren diese Vertretungen sehr unbeliebt, weil die Realschulkollegen nur die weniger zeitintensiven Klassen erhielten (keine Oberstufe, disziplinarisch einfachere Klassen, sie blieben ja nur ein Schuljahr und waren im kommenden Jahr an einer anderen Schule). Für viele Gymnasiallehrer blieben (über einige Jahre) nur Kursstufe und schwierige Klassen übrig (an einer Schule gab es damals 8 solcher Vertretungskollegen, kann man sich heute kaum noch vorstellen.)

    Streety, du kommst mir sehr unwissend herüber, Respekt muss man sich verdienen, hat nichts mit Alter zu tun (ich konnte nach ein paar Jahren zurück in meine Heimat und neu an einer Schule musste ich wieder Respekt verdienen). Ich erlebe manche jungen Kollegen tatsächlich als sehr arrogant und unwissend (glauben aber alles besser zu wissen, fallen schnell auf die Nase), die meisten aber als sehr nett und engagiert. Und genauso werden sie behandelt. Auch den Realschulkollegen haben wir damals geholfen, sie konnten ja nichts für diese blöde Situation

    Früher habe ich am Morgen vor der Klassenarbeit kopiert (und dann fielen einmal beide Kopierer und der Server (also auch kein Drucken möglich) aus).

    Jetzt bin ich ca. 24 Stunden vorher fertig, kann notfalls im Copyshop kopieren oder zuhause ausdrucken. Das entspannt mich total. Ich stelle die Klassenarbeit aber immer erst nach der letzten Stunde vor der Klassenarbeit fertig, ich habe mich zu oft verquatscht und musste sie noch einmal ändern. ^^

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