Keine Ahnung, was dein Problem ist.
Meiner Meinung nach ist es abwertend zu behaupten, jeder dahergelaufene Gymnasiallehrer könne easy peasy den Job eines Grundschullehrers oder Förderschullehrers machen. Ich habe weder im Studium noch im Ref noch in der Berufspraxis irgendetwas mit Primardidaktik, Schriftspracherwerb oder mit Förderschwerpukten zu tun gehabt. Dass du am Gymnasium guten Unterricht machen kannst, ist deutlich wahrscheinlicher, als das ich an einer Grund- oder Förderschule guten Unterricht machen kann.
Das bezweifle ich. Die Realschulkollegen glaubten, guten Unterricht zu machen. Sie ließen einfach alles anspruchsvolle weg. Sie hielten völlig anderen Unterricht, andere Didaktik (mir erklärte eine mal, das an Realschulen mehr geführt werde (und das taten sie), es gab vor Jahren mal ein Programm in Baden-Württemberg, Realschulkollegen in Sek. I ans Gymnasium). Zum Glück war das Problem bekannt, sie wurden nie länger als ein Jahr in einer Klasse eingesetzt. Der Kollege anschließend hatte trotzdem Probleme, wenn er im Jahr danach versuchte, auf Gymnasiumniveau zu unterrichten (zu schwer, erkläre zu wenig, was, ich soll das selbst erarbeiten? Die Kids waren so unselbständig.)
Und das waren Realschulkollegen in Sek. I am Gymnasium. Ein Grundschullehrer würde noch mehr führen, es ist eine völlig andere Didaktik.
Und dann fehlte noch das Fachliche. Ich erwähnte gestern bereits pH. Statt Logarithmus, Oxoniumion, Reaktion und Unterschied saure Lösung und Säure, "färbten Säuren Indikator rot" (4 Fehler/Ungenauigkeiten in 4 Worten). Salzsäure war eine Säure usw., diesen Schülern kann niemand empfehlen, Chemie in der Kursstufe zu wählen (Problem, weder Kollegen noch Schülern war dies bewusst).