Beiträge von Kris24

    Das oder vielleicht auch die Kosten. Das Lesegerät muss ja nicht nur angeschafft und gewartet werden, weitere Kosten kommen dazu. Die Anschaffung schlägz einmalig zu Buche, für jede Nutzung des Geräts fällt eine Transaktionsgebühr für die Händler an (ca.7-11 Cent), bei Nutzung einer Girokarte fällt außerdem ein Autorisierungsentgelt an (ca. 0,18% der Transaktionssumme) und bei Kreditkartenzahlung ein sogenanntes "Kreditkartendiagio" in Höhe von durchschnittlich (hängt vom Kreditkartenanbieter und Abrechnungsmodell ab) 1,5% der Transaktonssumme. Dazu kommem die Wartungskosten für das Kartenlesegerät, Kosten für Papierrollen, Strom. Alternativ zur Komplettanschaffung könnten die Geräte gemietet werden mit anfallenden Mietkosten, Servicegebühr z.B. für eine technische Hotline, etc. Auch Barzahlung verursacht allerdings Kosten für Händler für z.B. Bargeldbeschaffung, Transport, Sicherheit, Abwicklung (Sortieren, Zählen nach Geschäftsschluss,...).

    Trotzdem wollen hier selbst kleine Geschäfte lieber Karte. Ich sprach darüber mal lange mit meinem Bäcker. Ihm war bei gut 6 Euro (meine Summe, ich kramte nach Bargeld und schob die Karte beiseite) die Karte lieber. Das Geld ist dann direkt auf dem Konto, es kann nicht abhanden kommen, sagte er zu mir. Und auch Bargeld kostet wie du schreibst. Kreditkartenbezahlung wurde dagegen günstiger (es wird deshalb häufiger angeboten, früher gab es fast nur ec-Karte). Seitdem frage ich nach.

    Nächste Woche, gemeinschaftliches Boostern des Kollegiums in der Schule. Eine Ärztin kommt vorbei. Läuft.

    (Leider mit Biontech. Hoffen wir mal, das UK nicht weiter rumzickt und das beim nächsten Mal durchwinkt. Dafür kann ich mit Astra + Moderna + Biontech dann wirklich per Handauflegen heilen. Oder vielleicht auch "mental" aus der Ferne. Muss ich mal testen ...... )

    Dann bist du unser Experte, welcher Impfstoff am besten ist. :klatsch:

    Treiber ist aktiv. Treiber sind also höchstens welche, die zu Corona-Partys gehen. Mich hat das Wort immer gestört.

    Aber wenn man überlegt, wann und wo Infektionen stattfinden (enger Kontakt über längere Zeit in Innenräumen, vor allem, wenn viel und laut gesprochen wird), dann kommt man an Schulen nicht vorbei. Schnelltests finden kaum symptomlose Infektionen (erst bei Symptomen), PCR-Pooltests dagegen schon (hier gibt es ja einige erschreckende Berichte von Grundschullehrern). Und Eltern werden von ihren Kindern angesteckt, auch das haben hier einige erlebt.

    Auf den Intensivstationen liegen verhältnismäßig viele Alte, Eltern von Grundschulkindern und leider auch viele Schwangere.

    Schön war der Kommentar gestern in den Tagesthemen:

    https://www.tagesschau.de/kommentar/coro…mentar-101.html

    Es ist immer gut, wenn man nicht nie sagt "es wird nie eine Impfflicht geben", "es wird keinen Lockdown mehr geben" usw., vor allem weil man nicht in die Zukunft sehen kann. Dann muss man keine Versprechen brechen.

    Aber Alternative: Ohne Impfquote von 90 % aller Einwohner (also fast 100 % Erwachsener) wird es immer wieder Wellen geben. Ich las gestern von einer Krankenschwester, die aktuell wieder 12 Stunden-Schichten schiebt. Sie sagte, sie gehe auf dem Zahnfleisch, eine 5. Welle hält sie nicht durch. Besonders belastend fand sie, dass die Hälfte aller beatmeten oft erst nach Wochen Intensivpflege stirbt, manchmal 3 pro Schicht. Das hat sie noch nie erlebt, daran seien Kollegen zerbrochen. Wer da keine gute Resilienz hat ...

    Meine Schwester (auch Krankenschwester) hat schon vor Corona sich aus der Intensivstation verabschiedet, verzichtet auf bessere Bezahlung, aber sie sagte, dass hält sie nicht auf Dauer durch. Sie liebt ihren Job, arbeitet jetzt auf der Frühreha. Sie hat Sommer 2020 auf eine volle Stelle aufgestockt, weil sie so viele Überstunden (aus der 1. Welle) nie abfeiern könnte.

    Sehr viele Intensivpflegekräfte haben sich im vergangenen Jahr verabschiedet, neue ausbilden dauert 5 Jahre (3 Jahre Krankenpflege, 2 zusätzliche Jahre Intensivpflege). Mehr Geld alleine auf Dauer reicht nicht. (Wie heißt es so schön? "Geld ist schön. Gesundheit wichtiger.")

    Deshalb kann nur jemand sagen, wir verzichten auf Impfpflicht, der weder weiß, was auf den Intensivstationen abgeht noch glaubt, dass es zu weiteren Wellen kommt ("es ist doch bisher immer gut gegangen"). Wenn nur die noch nicht geimpften Erwachsenen gleichmäßig in den nächsten 2 Winter erkranken, laufen die Intensivstationen dauerhaft voll. Wenn es bis zum nächsten Frühjahr passiert, wenn im Sommer weniger erkranken, dann gibt es massiv Probleme. Natürlich kann man mit weiteren Lockdowns alles strecken, aber ob das die Demokratie und die Nichtspaltung fördert? Spätestens wenn der eigene Arbeitsplatz durch einen weiteren Lockdown flöten geht, sieht aus ein geduldiger Geimpfter rot.

    Schlimm, mit welcher Inbrunst und Selbstüberzeugung hier Menschen in Bausch und Bogen verleumdet, verunglimpft und beschimpft werden. 300 Jahre Aufklärung und 70 Jahre pluralistische Gesellschaft in nur anderthalb Jahren einfach so runtergespült. Die gefühlte Angst muss nur groß genug sein, um andere vom öffentlichen Leben auszuschließen, sie per Dokument zu Menschen zweiter Klasse zu machen, sie ungestraft zu diffamieren und zuweilen auch schonmal grundlegende Rechte abzusprechen. Da wird fantasiert vom Verrecken lassen in der Klinik, von Internierung, vom Arm umdrehen und Impfen mittels unmittelbaren Zwangs und jeder Menge Uniformierter.

    Ich muss Menschen, die eine Impfung ablehnen, nicht verstehen. Ich muss ihren Gedankengängen nicht folgen können. Dennoch gelten doch grundlegende Regeln unserer Gesellschaft, unseres Staates doch vorgeblich für alle. Eine Entmenschlichung und Kriminalisierung, wie sie auch hier passiert, finde ich erschreckend.

    Weiß hier noch jemand, was unser grundsätzlicher Bildungsauftrag ist? Wir sollen mündige Bürger in einer demokratischen Gesellschaft erziehen. Mir wird Angst und Bange.

    Ich habe dies nur von Impfverweigerern gehört, die anderen sind genervt, aber mehr auch nicht. Entmenschlicht wird hier niemand.

    Auch Kriminalisieren tun manche Impfverweigerer sich selbst, z. B. wenn sie Impfpässe fälschen und einer Behörde vorlegen (z. B. dem GA).

    Bin mal gespannt, ob man sich als Lehrer in der Schule ein Testnachweis ausstellen lassen kann. Ich hoffe es doch sehr.

    Dann würde man sich den leidigen Weg zu den Teststationen ersparen…

    Bei uns hieß es in der Vergangenheit ausdrücklich, es geht nicht (wir haben ein paar Ungeimpfte, die Tests für 3G benötigten).

    Was hat es eigentlich mit dem neuen Narrativ 'die Geimpften sind Schuld, die spreaden symptomlos' auf sich? Liest man ja jetzt öfter.

    Irgendwie scheint es völlig egal zu sein, was in der Realität passiert, für die Coronademoclowns ist alles ein Beweis, dass sie im Recht sind. Und es muss ja immer jemanden geben, der diesen Käse in die Welt setzt. Ist das dann eine Coronaleugnermafia? Coronaleugnerinnen-Terrorismus?

    Wenn ich mir die Ausschreitungen in Belgien und Österreich so angucke, ist Terrorismus tatsächlich eine erschreckend reale Beschreibung der Vorgänge.

    Natürlich behaupten die ungeimpfte Geimpfte seien Schuld.

    Korrekt ist, dass in den allerersten Tagen beide gleich viele Viren haben (aber auch ungeimpfte sind dann meistens noch symptomlos). Das wurde im Sommer festgestellt und verbreitet, so neu ist dieses Wissen also nicht.

    Allerdings wurde kurz darauf festgestellt, dass die Viren von Geimpften kaum vermehrungsfähig waren, sie waren bereits von Antikörpern zum großen Teil inaktiviert, ein Fachmann erklärte damals, die Viren bringen Antikörper bereits mit. Das wird beim Geschwurbel natürlich nicht gesagt.

    (Am besten funktionieren Fakes, wenn etwas Wahres enthalten ist. Ist nicht neu. Und selbst wenn Geimpfte spreaden würden, wenn alle geimpft wären, wäre es kein Problem. Und Sars-CoV2-Viren waren schon immer besonders ansteckend bevor Symptome ausbrechen.)

    Mein Schulträger stellt genug Tests, meine SL bitter auch alle Geimpfte und Genese sich freiwillig zu testen, vor allem wenn Symptome auftauchen. Wir hatten/haben Impfdurchbrüche bei Kollegen. Die 2. Impfung ist bei uns allen 6 Monate her. Inzwischen sind einige geboostert (Rekordzeit beim Warten in der Schlange vor mobilem Impfteam 5 Stunden).

    Ihr wisst dank Pooltests wenigstens Bescheid. Ich wundere mich, dass wir das ganze Schuljahr kaum positive Schnelltests haben, aber Impfdurchbrüche von Kollegen. Auch der SWR (im Baden-Württemberg Thread vor ein paar Tagen verlinkt) hat sich gewundert, dass Baden-Württemberg trotz deutlich höherer Inzidenzzahl im Vergleich zu Hessen kaum negative Schnelltests an weiterführenden Schulen hat. Das KuMi weiß überhaupt nicht wie viele, das GA auch nicht (verfolgt wird schon lange nichts mehr) und auch die Schulen erfahren nichts. Ich weiss privat von ein paar positiven Schülern (Mitschüler haben es ausgeplaudert), die Schule nicht.

    Bei meinem Booster hat die Spritze auch nur ca. 2 Minuten gedauert. Die Impfärztin wechselte zwischen 2 Impfkabinen hin und her. Das wäre schnell genug. Von Rötelimpfung in der Schule hatte ich so schlimmes von Mitschüler gehört, dass ich mich damals geweigert und auf Kinderarzt bestanden habe. Meine Mutter hat es akzeptiert, obwohl sie normalerweise keine Extrawurst unterstützt hat. Auch sie hatte schlechte Erfahrungen gemacht.

    Wenn ihr Mann nichts zu Corona sagt, muss halt Britta Ernst sich äußern...

    Ich persönlich finde es erschreckend, wenn in so weiter Zukunft Pläne gemacht werden und nicht über die nächsten zwei Wochen nachgedacht wird (oder glaubt ihr, dass 2G irgendetwas bringt?)

    Ich habe gerade folgenden Link erhalten, ich weiß leider nicht, wer Michael Kunz ist, vielleicht kann jemand von euch etwas zu seinem Hintergrund sagen, aber die Zahlen sind erschreckend. https://mobile.twitter.com/Michael_Kunz/s…458016503156751

    Ich fürchte, 20 Dezember ist zu spät (bei aktuellen Verdopplungszeiten von 12 Tagen).

    Auch die Gewichtungen bzw. Präferenzen bei den Impfstoffen (77% Biontech 8% Moderna) waren lange bekannt. Warum man dennoch in anderen Gewichtungen bestellt hat und das auch weiterhin tut - ein Rätsel.

    Die Produktionskapazitäten bei Biontech selbst scheinen nicht der limitierende Faktor zu sein.

    Das stimmt so nicht.

    Bestellt wurde alles vor einem Jahr, Moderna konnte aber in den ersten 2 Quartale 2021 kaum liefern (hatte sich wie andere auch übernommen, bis auf Janzen von Johnson & Johnson waren es alle kleinen Firmen), es fehlte eingeplanter Impfstoff, BioNTech zog daher Lieferungen aus der 2. Jahreshälfte vor. Im 2. Halbjahr lieferte daher Moderna mehr (wir haben die Zahlen im Frühsommer und Sommer hier oft genannt). Aber die Nachfrage brach im Sommer ein (da irrten sich alle), es wollten hier weniger geimpft werden als in manch anderem Land. Und ich war im September ziemlich alleine mit meiner Meinung, mich noch in diesem Jahr boostern zu wollen. Ich wurde als unverschämt dargestellt. Jetzt (seit 2 Wochen) wollen alle.

    BioNTech liefert jetzt 1 Mio. mehr, sie werden umgeleitet, auf deutsch, andere kriegen weniger. Aber Deutschland first gilt halt auch hier.

    (Due 77 % / 8 % sind Folge des 1. Halbjahres nicht der Bestellungen vom vergangenen Jahr.)

    Und bei der Coronaimpfung haben bestimmt mehr Leute überhaupt irgendwelche Nebenwirkungen gemeldet, im Gegensatz zu anderen Impfungen. In der SafeVac App kann man ja nicht mal andere Impfungen angeben.

    Ich habe auch alles angegeben, weil ich helfen wollte, den Impfstoff zu verbessern. Ich war so dankbar, dass es ihn so schnell gab. Davor kannte ich weder App noch die PEI-Seite (dort können auch Nebenwirkungen angegeben werden). Ich dachte bisher immer, da muss ich durch (z. B. Grippeimpfung).

    noch einmal aktuell zu Spahn und BioNTech


    "20.45 Uhr: Nach scharfer Kritik am geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärt der, weshalb der Corona-Impfstoff von Biontech gedeckelt werden soll und wieso er die kritisierte Bestellobergrenze nicht zurückziehen kann: „Ich kann‘s deswegen nicht zurückziehen, weil es einfach ‘ne Frage der verfügbaren Menge ist“, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend (21.11.2021) in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“. „Wir halten da nichts zurück. Ich kann ja keinen Impfstoff ausliefern von Biontech, der nicht da ist.“

    In den letzten zwei Wochen sei die Nachfrage wahnsinnig gestiegen. „Wir werden allein ab morgen sechs Millionen Biontech-Dosen ausliefern“, erklärte Spahn weiter. Durch die massive Nachfrage laufe „unser Biontech-Lager gerade leer“. Er habe ab übernächster Woche „nicht mehr als zwei bis drei Millionen Impfdosen Biontech zur Verfügung“. Spahn räumte ein: „Das hätten wir klarer kommunizieren müssen.“ Die entscheidende Botschaft sei jedoch: „Impfstoff ist genug da“. Moderna sei eine gute, genauso wirksame Alternative."

    Aus https://www.fr.de/politik/corona…r-91127101.html

    Im Moment wird gemeldet: 4,21

    siehe https://www.coronavirus.sachsen.de/infektionsfael…chsen-4151.html

    Es ist mir klar, dass Meldeverzug und andere Schlampereien die Daten verfälschen. Aber selbst wenn es doppelt so hoch wäre, wäre es noch besser als vor 11 Monaten.

    Nur auf welche Daten soll man sich denn verlassen ? Für mich sind das RKI, die sächsische Landesregierung und wenn es um weltweite Daten geht https://www.worldometers.info/coronavirus/#m…s_today_wrapper die wahrscheinlich solidesten Quellen.

    Zumindest kann ich (auf Grund "gutinformierter Kreise") sagen, dass es im Klinikum Chemnitz vermehrt Corona-Fälle gibt (vor allem im betagten Alter) aber noch lange nicht so schlimm, wie im Dezember 2021.

    Ich habe ca. 15 für ein Datum vor gut 2 Wochen in Erinnerung (anfangs war es ca. 2). Die Zahl wurde nachträglich mehrfach erhöht, weil immer neue Meldungen eingingen, ich ärgere mich, dass ich den Artikel nicht mehr finde (ich vermute nachträglich hinter Bezahlschranke, das tun einige Zeitungen, zuerst frei lesbar, dann nicht mehr).

    Das Problem ist, die Zahlen steigen gewaltig. Es bleibt nicht bei der jetzigen Zahl Hospitalisierter. Das wurde auch letztes Jahr unterschätzt.

    @alpha , du weißt das die Hospitalisierungsrate nicht stimmt? Und in verschiedenen Bundesländern unterschiedlich gemessen wird und dadurch unterschiedlich genau sind (z. B. Thüringen im Vergleich zu Sachsen? ) Leider finde ich den Bericht aus der letzten Woche nicht mehr, wo Sachsen Zahlen dank Meldeverzug in der Vergangenheit um ein Vielfaches stiegen (auf jeden Fall war es zweistellig).

    Allgemein dazu

    Aus https://www.mdr.de/nachrichten/de…iedrig-100.html zitiert

    'Aktuell liegen die Werte nach RKI-Angaben in Sachsen-Anhalt und Thüringen über 9, in Sachsen hingegen unter 3. Das große Problem: Die Hospitalisierungsrate spiegelt nicht das reale Geschehen an den Kliniken wider.

    Hospitalisierungsrate wird systematisch unterschätzt

    Bereits Anfang August berichtete der SWR über methodischen Schwächen bei der Hospitalisierungsrate. Das Problem damals wie heute: Zur Berechnung der Rate wird nicht der Zeitpunkt der Krankenhausaufnahme einer Person herangezogen, sondern das Datum ihres positiven Coronatests. Zwischen beiden Ereignissen liegen manchmal nur wenige Stunden, oftmals aber ein oder mehrere Tage. Ergebnis: Wer heute ins Krankenhaus eingeliefert wird, wurde je nach Krankheitsverlauf bereits Tage zuvor getestet und fällt damit womöglich aus der Betrachtung der vergangenen sieben Tage raus.

    Diesen Missstand bestätigen sowohl Recherchen von ZEIT Online als auch die des SPIEGEL und des Hessischen Rundfunks. Alle kommen zu dem Ergebnis, dass zahlreiche aktuelle Fälle zwar in der jeweils laufenden Woche ins Krankenhaus kommen, nach RKI-Berechnung aber einer vorangegangenen Woche zugerechnet werden. Dadurch wird die tatsächliche Hospitalisierungsrate und damit auch die Belastung des Gesundheitssystems im Durchschnitt um etwa 70 bis 79 Prozent unterschätzt. Und das systematisch."

    Oder

    "Wie kann es sein, dass die 7-Tage-Inzidenz in Sachsen bei 593,6 liegt, gleichzeitig aber die Hospitalisierungsrate in diesem Bundesland laut RKI bei 2,39, also in einem entspannten Zustand. Zum Vergleich: Thüringen, ein Bundesland mit einer 7-Tage-Inzidenz von 585,4 hat eine Hospitalisierungsrate von 17,55. Da kann doch etwas nicht stimmen!"

    Und


    'Das Problem: Das RKI erfasst einen Fall statistisch nicht mit dem Tag der Krankenhauseinweisung, sondern nach dem Meldedatum eines Falles. Die absurde Folge: Wenn ein Covid-19-Patient heute in eine Klinik muss, seine Infektion aber bereits vor neun Tagen festgestellt wurde, wird sein Fall nicht gezählt. Dabei treten in vielen Fällen schwere Verläufe erst mehrere Tagen nach der Infektion auf. Damit wird ein großer Teil der Fälle nicht statistisch erfasst

    Zudem soll es Melderückstände geben. Das Robert-Koch-Institut erhält die Daten für den Index stark zeitverzögert, berichtet auch das ZDF.

    Doch wieso hat Thüringen dann einen so hohen Hospitalisierungswert im Vergleich zu Sachsen. Die Begründung hier: Das Land erhebt die Hospitalisierungsrate selbst und verlässt sich nicht auf das RKI.

    +++ Tagesthemen: Erster Ministerpräsident liebäugelt mit Impflicht für alle – „Die Ultima Ratio“ +++

    Es gibt allerdings einen anderen, aktuelleren Wert, der aussagekräftiger ist: Die Auslastung der Intensivbetten, präsentiert durch das DIVI-Intensivregister. Hier zählen nicht alle Krankenhausbetten, sondern nur die schwersten Fälle. Derzeit müssen 3502 Corona-Patienten auf Intensivstationen betreut werden. In Sachsen sind es aktuell 386, in NRW, das mehr als viermal so viele Einwohner hat, 515 Patienten. Hier wird deutlich, wie ernst die Lage im ostdeutschen Bundesland wirklich ist."

    Aus https://www.derwesten.de/politik/corona…d233863249.html

    Und das ZDF schreibt (https://www.zdf.de/nachrichten/po…gsrate-100.html)

    "Abgesehen von solchen Übermittlungslücken gibt es bei der Hospitalisierungsrate gleich mehrere weitere Probleme:

    Unterschätzung: In die aktuelle Hospitalisierungsinzidenz fließen nur die eingewiesenen Patienten ein, die auch innerhalb der letzten sieben Tage positiv getestet wurden. Oft liegen aber mehr Tage zwischen Test und Einweisung. Diese Patienten fallen aus der aktuellen Inzidenz heraus. Und so wird die Lage in den Krankenhäusern kontinuierlich unterschätzt.

    Meldeverzug: Das Robert-Koch-Institut erhält die Daten für den Index stark zeitverzögert. Hier geht es nicht um ein paar Tage - hier geht es um Wochen, die die Werte später eintreffen. Um den Meldeverzug auszugleichen, gibt das RKI in seinem Wochenbericht sogar eine eigene Schätzung an, wie viele Hospitalisierungen voraussichtlich noch dazukommen.

    Die Berechnung kommt zu folgendem Schluss: Seit Mitte Oktober steige die tatsächliche Hospitalisierungsinzidenz kontinuierlich an. Die offizielle Hospitalisierungsrate geht seit dem 8. November allerdings aufgrund der bisher noch nicht gemeldeten Klinikeinweisungen sogar zurück. Das zeigt: Die Differenzen zwischen der Hochrechnung und den tatsächlichen Meldungen sind enorm. Die Schätzung des RKI wird für die Corona-Beschränkungen jedoch nicht herangezogen."

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