Beiträge von Kris24

    Ich denke, heute gibt es in allen Bundesländern Pädagogik, Didaktik, Psychologie, Diagnostik und Praxisphasen im Lehramtstudium.

    Das Argument, an der Uni erwerbe man nur Fachwissen, aber keine Vermittlungskompetenz, ist also überholt.

    Was für mich im Ref. neu war, war nur Schul- und Beamtenrecht, was man aber problemlos auch ins Studium verlagern könnte.

    Und dann wundern sich ältere Kollegen über zuwenig Fachwissen und in Zukunft auch zuwenig Didaktik und Pädagogik ihrer jungen Kollegen, ich habe hier Beispiele genannt, eine Schweizer Kollegin berichtete, dass sie für Gymnasium keine deutschen Kollegen mehr einstellen. Alles halb ist sicher der billigste, aber auch schlechteste Weg. (Oder wird das Studium auf 14 Semester Regelstudium und anschließend 2 Semester Prüfungen und Facharbeiten erhöht?)

    Gibt es in Baden-Württemberg keinen Lehrermangel? Was macht ihr besser als die anderen Bundesländer?

    Am Gymnasium gab es tatsächlich nur wenig Lehrermangel, seit 2 Jahren haben wir sogar zu viele dank Umstellung auf G9 (weniger Stunden pro Woche). Zudem unterrichte ich in einer beliebten Region.

    An anderen Schultypen sieht es anders aus.

    Was bringt dir, euren Schülern, deinen künftigen Kollegen das Ref?

    Die praktische Ausbildung.

    (Ich habe noch Direkteinsteiger aus den 70er Jahren kennengelernt, fachlich gut, aber selbst am Gymnasium benötigt es Wissen, wie man es an den Schüler bringt. Als es um 2000 wieder genug Lehrer gab, wurden sie "zwangspensioniert". Immerhin waren ihre Schüler, die dankbarsten, die ich je im Unterricht hatte.)

    Aber ja, es gibt immer diese arroganten Typen, die glauben, dass das Fachwissen reicht und Schüler einfach zu blöd sind. Zum Glück gibt es bei uns kein Lehrermangel und sie sind schnell weg.

    Ich habe bisher auch nur Übereinstimmung erlebt. Abweichende Einzelnoten kann es geben, eine sehr gute oder gerade noch ausreichende Note sagt sehr viel über den Referendar aus.

    (Wir überlegen im Vorfeld ja auch, was wohl heraus kommen wird und es stimmt immer mit kleinen Abweichungen.)

    Außerdem wird ab diesem Monat der monatl. Basisbetrag KV/PV nicht mehr per Pauschbetrag ermitteöt, sondern der exakte Wert von der Versicherung automatisch ans LBV übermittelt, was sich auch nochmal auf den Sold aus.wirken sollte.

    Eigentlich seit 1. Januar, klappte erst einmal nicht und war großes Thema hier. Seit Februar und das schrieben viele hier wird es korrekt umgesetzt.

    Heute wurde mir mein Gehalt überwiesen, ohne, dass die TVL Erhöhung sich bemerkbar gemacht hat. Ich dachte, die Erhöhung von 2.8% wird auch auf Beamte übertragen? Hab ich was nicht richtig verstanden?

    Du bist neu verbeamtet? Es braucht ein Gesetz und das kann dauern. In Baden-Württemberg soll auch ab 1. April bei Beamten erhöht werden, noch fehlt eine Regierung. Man hofft, dass es zumindest zu Abschlagszahlung vor der Sommerpause kommt. Immerhin wird nachgezahlt, verloren geht es also nicht.

    Ergo Rechtschutz schreibt https://www.ergo.de/de/rechtsporta…t-in-der-schule

    "Durchaus zulässig ist es, dass Schulen klare Regeln für den Gang zur Toilette aufstellen und diesen zum Beispiel auf die Pausen beschränken. Allerdings müssen diese Regeln auch immer Ausnahmen dulden und beispielsweise die Toilettennutzung im Notfall erlauben. Auch bei gesundheitlichen Problemen wie einer Magen-Darm-Erkrankung darf einem betroffenen Schüler nicht das rettende Austreten verwehrt werden."

    Notfall also ja, Regelfall nein ist zulässig.

    Zum Recht auf Toilettengang gibt es bereits grundsätzliche Urteile. Dieser darf den Schülern von Lehrkräften nicht untersagt werden. Es wäre ein Verstoß gegen die Menschenwürde und Körperverletzung.
    Analog wäre auch das Verbot des Trinkens während des Unterrichts eine Maßnahme, welche die Gesundheit beeinträchigen kann - da mangelnde Flüssigkeitszufuhr die Konzentrationsfähigkeit mindert. Dagegen ist etwas verschütteter Tee Kinkerlitzchen.

    Den Schülern habe ich das Trinken erlaubt - und sogar empfohlen. Einschränkung: Es dürfen keine Getränke auf dem Tisch stehen - die Flaschen stehen entweder auf dem Boden oder befinden sich außen an der Schultasche, damit beim Verschütten kein Schuleigentum oder Eigentum des Banknachbarn beschädigt werden kann.

    Ein generelles Verbot des Trinkens im Unterricht durch die Schulleitung hätte ich strikt missachtet - und das Recht dazu über Personalrat und GEW ausgefochten. Da bekommt man doch 'nen Hals und verliert die Stimme.

    Wir hatten schon die Diskussion und ja, es gibt Gerichtsurteile. Die Süddeutsche berichtet https://www.sueddeutsche.de/karriere/strei…eltern-1.565510

    "Die Mutter einer Schülerin der sechsten Klasse erstattete Anzeige gegen eine Lehrerin wegen Körperverletzung, weil diese keine generelle Erlaubnis erteilte, während des Unterrichts zur Toilette zu gehen: "Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein, da jeder Schüler, der eine fünfte oder sechste Klasse besucht, in der Lage sein müsse, seinen Harndrang bis zu den Pausenzeiten zu kontrollieren."

    Man darf den Toilettengang nicht für mehrere Stunden verbieten, aber im Normalfall auf die nächste Pause verweisen. Ich las mal ein Urteil, in dem das Recht auf ungestörten Unterricht der Mitschüler höher bewertet wird als der Toilettengang während der Stunde, zumindest wenn der Schüler gesund ist.

    Es stimmt also nicht, was du schreibst.

    Ja, weil Kritik an... puh... z.B. der problemastischen Berichterstattung über das gar nicht so geheime "Geheimtreffen", bei dem "[n]ur unbedeutende Teilaussagen" wie die Kernaussagen vom "'Masterplan' zur Ausweisung deutscher Staatsbürger" oder von der "Ausbürgerungsidee von Staatsbürgern" jüngst am 17. März 2026 vom LG Berlin II verboten wurden (s. lto.de, die sicherlich keine "rechte Seit[e]" ist), nur von "[e]xtrem rechts raun[en]" kann und sonst niemand Interesse haben könnte, dass Berichterstattung auf Fakten basiert und nicht (erkennbar) mit dem Insinuieren falscher Tatsachen spekuliert.........

    Und komisch, da wusste es jmd. besser und Correctiv hat es nicht einfach geändert - wer hätte das gedacht? -, sondern sich auf Rechtsstreits eingelassen.

    Weniger Meinung und framing von Foristen hier, mehr nüchterne Sachinfos - passt ja auch zum Threadthema. Wie wär's?

    Hier sollte nicht diskutiert werden, aber ich zitiere aus deinem Link

    "An der Formulierung “Masterplan zur Ausweisung deutscher Staatsbürger” entzündet sich der größte Streit. Allerdings wird dabei nicht um Fakten gestritten. Vielmehr ist unstreitig, dass es in Potsdam nicht tatsächlich um die “Ausweisung deutscher Staatsbürger” ging bzw. der offizielle Plan von Martin Sellner keine Verpflichtungen zur Ausreise vorsah. Correctiv trug in einem anderen Gerichtsverfahren vor dem LG Hamburg sogar ausdrücklich vor, dass Sellner die Staatsbürgerschaft als Sperre für Ausweisungen anerkenne (Az. 324 O 61/24). "

    Also Strohmann? Eben typisch AfD-Sprech. Behauptung, es wird etwas verboten, was gar nicht gesagt wurde. Wird schon niemand Bescheid wissen oder gar den Link lesen.

    Und wer überprüft Correctiv?

    Ernsthafte Frage?

    Jeder, der es besser weiß, kann mit ihnen Kontakt aufnehmen und falls es stimmt, wird es geändert.

    Allerdings wird von extrem rechts behauptet, dass dies nicht stimmt, Belege werden allerdings nicht angeführt. Extrem rechts raunt wie du irgendetwas, typisch, aber nicht überzeugend.

    Ergänzung

    Angebliche Falschaussagen zum Potsdamer Treffen wurden inzwischen oft von Gerichten überprüft. Nur unbedeutende Teilaussagen konnten nicht belegt werden und wurden zurück gezogen, auch wenn rechte Seiten es anders darstellen.

    Das ist in NDS per Erlass geregelt.

    https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/sch…hulen-6125.html

    … ansonsten bist du, Plattenspieler , doch in der Fastenzeit.

    Plattenspieler kommt aus Baden-Württemberg und ... Wir hatten die Diskussion schon. 😄

    Meine beiden letzten Beiträge waren nicht ganz ernst gemeint (ein bisschen schon), es ist nicht immer einfach die Grenze zu ziehen (siehe Diskussion um Cannabis und Alkohol).

    Ich bin sicher gegen eine Kontrolle, was in einer Flasche ist, ich finde aber gut, wenn nur Wasser im Klassenraum erlaubt ist, der Rest auf dem Gang. An meiner jetzigen Schule liegt es daran, dass im Klassenraum nur gefegt wird, auf dem Gang nass gewischt und verschüttete Getränke mit Zucker monatelang einen klebrigen Boden hinterlassen.

    Das war leider absehbar, dass irgendein Scherzkeks um die Ecke kommt und eine solche Frage stellen muss. Ich fange jetzt aber nicht an, dir zu erklären, worin der Unterschied zwischen Getränken und Rauschmitteln in Bezug auf mögliche Einschränkungen an Schulen liegt.

    laut Wikipedia

    "Coffein oder Koffein (auch Tein, Teein oder Thein und Guaranin, früher auch Caffein und Coffeïn) ist ein Purinalkaloid. Es gehört zu den psychotropen Substanzen, ist ein Stimulans und das weltweit am meisten konsumierte Alkaloid.[5]"

    ... Also doch nur Wasser 😉

    Aber ehrlich: die größten Hindernisse sind oft im Kollegium. Meine SL schickt einmal in der Woche eine Infomail (mit anstehenden Terminen zum Beispiel). Und ich weiß nicht, wie viele KuK regelmäßig erzählen, sie haben die Mail nicht gelesen.
    Sorry, aber dann hör auf, dich zu beschweren, du hättest nicht gewusst, dass heute Externe in der Schule sind.
    Mails nicht lesen, Aushänge nicht wahrnehmen, K

    Wir haben Edupage als digitales Klassenbuch, Messenger usw. Als Verfasser einer neuen Nachricht kann ich einstellen, dass mir angezeigt wird, wann jemand die Nachricht geöffnet hat.

    Manches kommt auch noch per Mail, da wird es nur teilweise angezeigt. Durch dieses Kreuz bestätige ich, dass ich gelesen habe und es beachte. Falls dies nicht stimmt, kann ich dafür verantwortlich gemacht werden. Es gibt sicher auch bei uns Kollegen, die einfach das Kreuz setzen, allerdings traut sich niemand, es laut zu sagen. Und vermutlich sind es die Kollegen, die auch sonst nicht alles beschlossene umsetzen.

    An einer Grundschule mag das alles so funktionieren, nicht aber an einer Gesamtschule mit 140 Kollegen und einem festen Jahresterminplan

    Ich denke, es liegt eher am Bundesland. Ich hatte in NRW mehr als dreimal so viele Konferenzen wie in Baden-Württemberg an mehreren Schulen (2 im Ref, 2 in den letzten 25 Jahren) und das Kollegium in NRW war kleiner.

    Hier gibt es regelmäßig Mails und es reicht ein zusätzliches Kreuz bei der nächsten GLK ca. alle drei Monate, dass ich alles gelesen habe. Sonst läuft viel digital, sogar einfache Abstimmungen und Meinungsbilder. Auch da sieht der Verfasser, wer es nicht gelesen hat. GLKs sind für Abstimmungen mit Diskussionsbedarf reserviert. Ich habe hier selten eine GLK erlebt, die ich überflüssig empfand, ich schrieb dies schon öfter.

    Ich hoffe, du hast dir nicht die ganze Nacht Gedanken über das Verschimmeln von Kaffee gemacht ( Kris24)...:pfeifen: Die wichtigste Frage wäre für mich: Ist es "logisch", wegen eines umgekippten Kaffeebechers gleich in der ganzen Schule das Kaffeetrinken zu verbieten? Und muss man das als Lehrkraft einfach hinnehmen? Schimmel entsteht auch einfach durch Feuchtigkeit an falschen Stellen, also auch durch Wasser. Wer Lust hat, kann ja weiter darüber diskutieren.

    Auslöser (für Verbote) sind oft Kleinigkeiten. Der Schimmel wurde halt eine Weile nicht bemerkt, die braune Farbe war verräterisch und Baufehler als Ursache schieden aus. Wasser wird bei uns aus Trinkflaschen getrunken und nicht aus Bechern aus dem Kaffeeautomaten. Die eigene Flasche bleibt auch nicht offen auf der Fensterbank stehen, sondern wird von unseren Schülern wieder in ihre Tasche gepackt.

    Ich habe Ferien und genieße meinen natürlichen Rhythmus, werde also gerade langsam wach.

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