Beiträge von Kris24

    Tanken? Bei den Tschechen. Da ist auch billiger.

    Ich will es ja nicht wieder verkaufen. Es soll mich überleben.

    Okay, der aktuelle tschechische Ministerpräsident ist gegen das EU-Verbrennungsmotorverbot. Der nachfolgende? Tschechien hat jetzt auch nicht die riesige Autoindustrie wie andere Länder. Ein Verbot kann daher schneller umgesetzt werden.

    Ich denke gerade an das FCKW-Verbot. Sollte auch politisch langfristig umgesetzt werden, weil anders der Industrie nicht zumutbar. Dann ging es ganz schnell, weil der Verbraucher Produkte mit FCKW nicht mehr kaufte. Und genauso wird es mit den Verbrennungsmotoren geschehen. Wenn man nicht mehr überall damit fahren darf, werden viele umsteigen. Dann wird der Bedarf an Tankstellen geringer, die Ladesäulen dagegen mehr. Wer kurz vor Verkaufsstop kauft, wird vermutlich nicht lange Freude haben.

    Und wo tankst du, 10 Jahre nach Verkaufsende des Verbrennungsmotors (und gut verkaufen lässt es sich dann auch nicht mehr)?

    Ladesäulen wird es in den nächsten Jahren dagegen immer mehr geben.

    Ist es unwahrscheinlich, mit der Kombi an Fächern Klassenleiter zu werden, da ich nur wenige Stunden in der Woche, die Schüler unterrichten würde?

    Bei uns gibt es einige Klassenlehrer mit Nurnebenfächern (dann meistens mit beiden Nebenfächern z. B. Bio und Chemie in der Klasse eingesetzt). Bei uns werden fast alle Hauptfächer in Kursen unterrichtet, dann bleiben zu wenige übrig (es ist noch blöder, wenn man z. B. Hauptfach NwT unterrichtet und die halbe Klasse hat Spanisch und man sieht sie als Klassenlehrer nur auf dem Gang).

    Ergänzung

    Es kommt auch auf den Schultyp an. Am Gymnasium sind Klassenlehrer nicht so wichtig (außer Unterstufe).

    Naja, Regen ist auch kein großes Problem, für den Führerschein sind die Hürden dank EU-Gesetz stark gefallen, den A1 bekommt man mittlerweile ja recht leicht, mehr Hubraum braucht man nicht.

    Mir geht es nur darum aufzuzeigen, dass es auch ohne "E" durchaus Alternativen für viele Zwecke gibt.

    Zu deinem Auto: Fahr dein Auto doch, bis es Schrott ist und kauf dann ein Elektroauto, sobald sie spürbar günstiger sind.

    Genau das ist geplant (oder eben gar kein eigenes Auto mehr, wenn die Vernunft siegt).

    oder an Regen. Führerschein?

    Ein Roller käme für mich nicht in Frage. Ich liebäugle gerade mit der Zoe (vermutlich von Kollegen beeinflusst), aber eigentlich benötige ich kein Auto (13 Jahre alt, vor 12,5 Jahren mit 13 000 km gekauft, jetzt 50 000 km insgesamt).

    Auch wenn du es vielleicht nicht glaubst, so planen wir zumindest für meine Frau schon lange ein E-Auto. Sie fährt etwa 2000 Kilometer im Jahr, ab nächstes Jahr deutlich weniger. Sie muss aber fahren (kein vertretbarer Nahverkehr, Fahrrad kann sie gesundheitlich nicht).

    Das Problem ist nur, dass, trotz stundenlanger Suche im Netz, die Gesamtkosten immer > 30000 € (Auto, Batterie, Umrüstung des Elektroanschlusses in der Garage, mit Eingriff in die teure Hausdämmung) vollkommen utopisch sind. Deshalb wäre es nett, wenn du mir vielleicht per PN schreiben könntest, um welches Auto es sich handelt.

    Nebenbei: Ich habe noch nie für ein Auto mehr als 20000 € bezahlt. Und das werde ich auch nicht ändern.

    Ich suche den Prospekt heraus, hoffentlich habe ich ihn nicht weggeworfen. Das Auto kostete aber ca. 30 000 und war mir zu groß (mit reicht Kleinwagen). Ich wollte den Prospekt für meinen Unterricht aufheben, er muss also bei meinen Unterlagen in der Schule sein.

    Wie ich gerade lesen durfte werden in England die Wallboxen von Elektro-Autos vom Energieversorger lahmgelegt, wenn das Stromnetz nicht genügend Energie zur Verfügung stellen kann.

    --> https://www.thetimes.co.uk/article/e-car-…kouts-jnm2m86pz

    Also für mich bedeutet das, daß das E-Auto für mich damit tot ist, ich beim Diesel bleibe und wir tunlichst weiter auf Kohlekraftwerke setzen sollten, weil Wind und Sonne nicht grundlastfähig sind. Sie stehen schlicht nicht 24/7 zur Verfügung.

    Und du fährst nie mehr mit deinem Auto ins Ausland (viele europäischen Länder kennen keine "deutsche Liebe" zum Verbrennungsmotor, haben die Abschaffung schon längst beschlossen, mag sich um wenige Jahre verschieben, aber sicher nicht ewig). Und ich glaube auch nicht, dass die paar deutschen Kunden für Verbrennungsmotoren den Herstellern reichen (viele Deutsche sehen es jetzt schon anders, auf unserem Lehrerparkplatz "vermehren" sich Zoe usw. Auch ich werde beim nächsten, falls ich noch eines kaufe, umsteigen (erleichtert auch die Parkplatzsuche bei uns in der Innenstadt).

    Kurz

    Wenn ein Hersteller jetzt nicht umplant und umsteigt, ist er in 10 Jahren weg vom Fenster. Das mussten in der Vergangenheit die amerikanischen Autohersteller erleben, die auch nur an den damaligen amerikanischen Autokäufer dachten. Aber auch viele amerikanische Kunden dachten pragmatischer und kauften bei steigenden Spritpreisen und immer weniger Parkplätzen lieber kleine sparsame japanische oder deutsche Autos (ich habe damals die Diskussionen live erlebt) . Dieses Mal befürchte ich, haben die deutschen verschlafen und starten jetzt hektisch.

    Übrigens, bei uns wird gewaltig ausgebaut. Und gerade gelesen, in Großbritannien haben die Tankstellen aktuell keinen Sprit mehr und es kommt zu Panikkäufen. Gut, wer da ein sparsames E-Auto hat (evtl. mit eigener Solaranlage auf dem Dach, ich habe hier einen Prospekt für ein Auto, dass mit eigener Solarausstattung immerhin pro Tag 30 km fährt bzw. 450 km (bei nicht täglicher Fahrt) , wenn man es in der Sonne parkt. Für Kurzstrecke muss es also nie an die Steckdose, das wird sicher noch verbessert. )

    Ja, Kaiser Wilhelm II. glaubte auch ans Pferd, hielt das Auto für eine nette Spielerei.

    Wir haben schon richtige Bildungssfahrten. Meine ging in der 12. noch vor Mauerfall nach Prag und morgens waren alle so fit, dass sie am vielfältigen Programm teilnehmen konnten.

    Als Lehrer war ich mehrfach in Griechenland und habe selbst mehr gesehen/erfahren als die Teilnehmer der studiosus-Reisen, die uns dauernd kreuzten (lag vor allem am besten vorbereiteten Kollegen, ich übernahm dafür die Nachtschichten). Auch an meiner jetzigen Schule ist es so (in der Oberstufe).

    Die Sprachreisen dienen natürlich der Fremdsprache, Schüleraustausch dem europäischen Gedanken.

    Anders natürlich sind die Fahrten in der Unterstufe. Da steht die Klassengemeinschaft im Vordergrund (aber ohne angenehme Atmosphäre kein guter Unterricht). Ich sehe es daher nicht so skeptisch.

    Sorry, aber was ist eine "Klassenstunde"?

    Bei uns haben die Klassenlehrer der Unterstufe eine Deputatsstunde pro Woche für ihre Klasse (für Gespräche etc. , aber auch für gemeinschaftsfördernde Tätigkeiten). Ist in der Schweiz vielleicht ähnlich (auch für ältere Schüler)?

    Bei uns ist wahltechnisch alles möglich und es wird auch jede Kombination gewählt. Ich habe in meinem Leistungskurs Chemie sowohl Bio-LKler als Physik-LKler und ein paar zusätzlich mit der 3. Naturwissenschaft als Grundkurs.

    Meine Schüler erzählen teilweise, dass sie Chemie gewählt haben, weil sie nicht so viel auswendig lernen wollten wie in Bio und nicht soviel rechnen wie in Physik ("goldene Mitte"). Die Zentralabidurchschnitte in Chemie waren in den letzten Jahren immer ähnlich gut wie in Physik (teilweise sogar besser), beide deutlich besser als in Bio (liegt natürlich auch am Wahlverhalten der Schüler). Ich freue mich immer über meinen feinen, manchmal kleinen Chemie-LK.

    In Deutschland gibt es die MNU (mathematischer und naturwissenschaftlicher Unterricht) und die Gesellschaft deutscher Chemiker, die jeweils einmal jährlich einen Bundeskongress bzw. Fortbildung über mehrere Tage für Chemielehrer (hauptsächlich Gymnasium) anbieten.

    Bei der MNU bin ich seit 25 Jahren Mitglied, die Mitgliedschaft beinhaltet eine Zeitschrift und vergünstigte Fortbildungsangebote (bundesweit im Frühjahr, meistens in der Karwoche, zwischen 500 - 1500 Teilnehmer, von 8 - 18 Uhr mindestens 6 Vorträge und Workshops gleichzeitig auch mit bekannten Namen z. B. Lesch in München) und im Herbst jeweils eine ein- bis zweitägige Landestagung (in den meisten Bundesländern). Dieses Jahr wäre Berlin dran gewesen (leider nur online), nächstes Jahr Koblenz (immer an Uni oder Fachhochschule, einzelne Workshops auch an Schulen in der Nähe). Ich bin fast immer dabei und es kommen auch einige Schweizer, Österreicher und Niederländer. Sie bietet Fortbildungsangebote in allen Naturwissenschaften, Mathe, Informatik, Astronomie, fächerübergreifend (seit ein paar Jahren auch für andere Schularten, es gibt z.B. einen Grundschultag).

    Die ebenfalls mehrtägige Fortbildung der Gesellschaft deutscher Chemiker findet immer im September statt (dieses Jahr auch online seit Donnerstag bis heute), ich empfinde sie als "elitärer", als wissenschaftlicher (vermutlich nur für Gymnasien) , ich überlege seit Jahren ob ich Mitglied werden soll (für Lehrer gibt es auf Antrag vergünstigte Mitgliedschaft, immer noch teurer als MNU). Ich kenne einige der Fortbildner, es hat mich gereizt, aber in der 2. Schulwoche "frei kriegen" - schwierig. Das wird auch kommendes Jahr problematisch für mich bzgl. Schweizer Fortbildung (kurz vor unseren Herbstferien). Auch hier ist eine mehrfach im Jahr erscheinende Zeitschrift in der Mitgliedschaft inkludiert (mit vielen guten Versuchsanleitungen). Sie verleihen auch jedes Jahr den Abiturientenpreis für die besten Chemieschüler der Schule. Ich habe vor Jahren an den Fortbildungen zweimal teilgenommen.

    Ich habe bei allen Veranstaltungen sehr viel gelernt, ich empfinde sie besser und innovativer als die Fortbildungen vor Ort. Ich liebe die Diskussionen mit Kollegen aus anderen (Bundes-)Ländern, den Austausch mit den Schulbuchverlagen und ihren Autoren. Das geht zwar auch auf der didacta, aber sie ist zu sehr Massenabfertigung (mancher Wunsch von mir wurde nach der MNU-/Tagung umgesetzt). Die Exkursionen und Fabrikbesichtigungen sind teilweise auf Lehrer zugeschnitten und informativ (eines meiner Highlights war die Besichtigung eines Aluminiumswerkes in Hamburg, wir wurden in kleinen Gruppen zu 5 Personen eingeteilt, ich stand ein Meter vor dem geöffneten Schmelzofen (Elektrolyse). Diese Besichtigung wurde z. B. nur von Physik- und Chemielehrern besucht. Die Führung übernimmt oft ein leitender Ingenieur, der wissenschaftlich Antworten kann. Es gibt auch "allgemeine" Besichtigungen, ich war z. B. in Leipzig nachts "auf dem europäischen Paketflughafen" oder in der Völklinger Hütte. Und ich "liebe" Bergwerke aller Art.

    Wer mehr wissen möchte, nur zu. Ich beantworte Fragen gerne (soweit ich Bescheid weiß).

    Ihr habt einfach Glück mit eurer Schülerklientel :)

    Gilt bei euch wirklich das Recht des Stärkeren? Doch, man kann viel erreichen, wenn man zusammen arbeitet. (Ich bin froh, nicht bei euch zu sein, nicht wg. Schüler, sondern Lehrern wie dir). Meine 1. Schule hatte auch sehr schwieriges Klientel. Aber wir Lehrer verstanden uns noch als Lehrer und Konzepte bringen viel, wenn alle mitarbeiten. Mathe oder Deutsch nach großem Streit etc. bringt dagegen nichts, es bleibt nichts hängen.

    Auch wir schalten die Schulsozialarbeiter ein, die haben es gelernt, haben Erfahrung, haben dafür Zeit (ist ihre Aufgabe). Es ist kein Abschieben, sondern professionelle Hilfe hinzuziehe. Ich bin dafür nicht ausgebildet. Man kann auch viel kaputt machen. Gut gemeint ist nicht gut gemacht.

    Klar, wenn ihr niemand habt, bleibt es bei dir hängen. Aber auch ich kann dir nicht helfen.

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