Beiträge von Kris24

    Kommst du aus Baden-Württemberg?

    Anfangs hieß es, Kunststoffmasken müssen abgenommen werden (es gibt aber keine andere medizinische, reine aus Baumwolle waren noch nie sicher, weniger elektrostatische Aufladung). Bei meinen kleinen Leistungskursen habe ich es anfangs gemacht (die wenigsten hatten reine Baumwollnasken, abnehmen wurde uns (auch den Schülern) bei immer höheren Zahlen zu unsicher (wäre wahrscheinlich eine pädagogisch notwendige Ausnahme)) , aber nicht bei meiner großen Klasse ungeübter Anfänger ("Gasbrennerfüherschein", Schüler kommen im Eifer des Gefechtes dem Gasbrenner manchmal sehr nahe). Genervt hat auch das Schutzbrillenwaschen durch Schüler, iirgendwann ließen wir es.

    (Ich habe einen Bekannten, der als Kind auf einer Weihnachtsfeier mit Kunststoff- Nikolausbart in eine Kerze geriet. Er hatte schwerste Verbrennungen, wir heute knapp 50 Jahre später noch angestarrt (das ganze Gesicht ist verunstaltet) . Ich lasse auch sonst kein Schüler mit Kunststoffkleidung an Gasbrenner, meine Schüler tragen in Chemiestunden Baumwollkleidung. Und jetzt abstehender leicht entzündbarer Kunststoff im Gesicht? Wir Kollegen haben die Anweisung verstanden, niemand wollte die Verantwortung übernehmen. Solange nichts passiert, sieht niemand die Gefährdungsbeurteilung an, aber mit Kunststoff an Gasbrenner, es müssten reine Baumwollmasken sein.

    in Baden-Württemberg durfte man zumindest vor 2 Jahren bei Abbruch im Referendariat, kein weiteres mehr machen (ich kenne jemanden), damit konnte man nicht mehr (richtiger) Lehrer werden (und am Gymnasium gibt es kaum Seiteneinsteiger)

    Daher empfehle ich Pause, Ruhe, evtl. Gespräche und Wechsel (aktuell vielleicht dank Ausnahmesituation leichter möglich, weil man nicht gleich in irgendwelche Schubladen gesteckt wird), auf keinen Fall Abbruch.

    (Unsere Schule gilt als gute Ausbildungsschule, unsere Referendare loben sehr, bringen meistens sehr gute Leistungen. Aber die neuen habe ich noch nie gesehen, obwohl ich täglich an der Schule bin. Die 2,5 Wochen vor den Osterferien waren grausam. Man sollte die Kleinen teilen, aber hatte zu wenige Kollegen. Da wurdest du bei dir eingesetzt und fühltest dich überfordert (ich übrigens auch, rannte zwischen zwei Räumen hin und her und sobald ich draußen war, wurde es laut und kein Abstand mehr gehalten). Ich hätte genau wie meine Kollegen gerne darauf verzichtet. Wir haben alle im Lehrerzimmer geklagt.

    Was ich ganz deutlich schreiben möchte, es ist nicht der Normalzustand, es sagt nichts über dich, aber auch nicht über deine Schule aus (du hast doch im Februar angefangen, bist nicht im 2. Jahr? ) Ich habe beim Lesen deines Beitrages überlegt, wie unsere neuen Referendare denken, wie es ihnen geht? Wir haben immer mehrere, ich hoffe sie geben einander Halt, finden Rückhalt. Aber das Kollegium, was die Referendare unterstützt, kennt sie noch nicht. Mentoren sind wichtig, aber eigentlich hilft immer die ganze Fachschaft. (Ich habe manchmal schon mehr als der eigentliche Mentor unterstützt, einfach weil es stundenplantechnisch passte, weil ich die interessantere Klasse hatte, weil der Referendar und ich auf der gleichen Wellenlänge lagen. Es kam auch umgekehrt schon vor. Bei uns erhalten daher die Kollegen, am ehesten die Entlastungstunde, die die meiste Zeit investieren, ist meistens der Mentor, aber nicht immer. Und das liegt nicht daran, dass sich der Mentor drückt, aber vielleicht liegt sein Unterricht hauptsächlich am Seminartag (das meine ich mit stundenplantechnisch).

    Dann gibt es also auch Hoffnung für den Bunsenbrennerführerschein.

    Dafür benötige ich aber keinen Anhänger.

    (Aber ohne Witz, der fiel bei uns aus, weil man Gasbrenner nur ohne Maske verwenden darf, bei Maskenpflicht nicht möglich. Und auf dem Schulhof mangels Gasanschluss nicht möglich. :idee: Jetzt verstehe ich dich, wir hätten so einen Anhänger benötigt. )

    Ach, die Planung in den Impfzentren erinnert mich gerade an die Planung unseres Wechselunterrichts. Ich switche gerade auf den beiden Seiten hin und her. :weissnicht:

    Unsere Inzidenzzahl ist inzwischen bei knapp 190 im Landkreis (Stadt weit drüber, ca. das doppelte). Gestern war es noch unter 180. Aber bei uns wird anscheinend geöffnet. Wer entscheidet eigentlich über Schulschließung?

    Also eine mündliche Feststellungsprüfung wäre sicherlich möglich per Videokonferenz.

    In Baden-Württemberg als Ersatz für eine Klassenarbeit nicht. (Steht bei uns ausdrücklich in der Coronaverordnung.)

    Mündliche Prüfungen als Ersatz sollen bei uns in Präsenz von 2 Kollegen abgehalten werden, der eigene Lehrer fragt, der andere protokolliert (rechtssicher, Zeuge). (Seitdem fragt kein Schüler mehr danach, es ist der Wunsch von uns Lehrern, die keine 3. oder 4. Nachschreibearbeit anbieten wollen (Vorteil, spätestens beim Nachschreibetermin sind alle da. ;)))

    Tipp für Baden-Württemberg

    Es werden fast täglich Termine freigeschaltet. Die meisten direkt nach Mitternacht bis 0.30 Uhr (manchmal um 0.15 oder 0.20 Uhr), am Tage erhält man oft nur die Termine, die jemand anderes absagt.

    Aber lügen bringt wirklich nichts. Bei uns werden alle heimgeschickt, um keine Nachahmer anzustiften.

    Ü80:autsch:

    Ich bin ein wenig gereizt. Mit Inzidenzwerten Richtung 200 Schulen öffnen; hunderte von Schülern und kein Impftermin in Sicht.

    Es werden nur Vermittlungscodes in Baden-Württemberg freigegeben, wenn Termine frei sind. Und für BioNTech und Moderna ist nichts frei. Deshalb.

    Es bringt nichts, das falsche Alter anzugeben, dann wirst du auf AstraZeneca gebucht, aber vermutlich trotzdem heimgeschickt (kam bei uns häufiger vor, umbuchen vor Ort geht auf keinen Fall.

    Tipp immer wieder mehrfach am Tag probieren (evtl. auch bei einem anderen Impfzentrum), wenn du den Vermittlungscode hast, erhältst du auch einen Termin. Ich musste auch eine Weile probieren, nach Erhalt des Codes hatte ich umgehend einen Terminvorschlag.

    Wie wäre es denn, wenn Sie einen Job hätten, den Sie verlieren würden, weil sie ständig zuhause bleiben müssten, wenn ein Kind falsch positiv getestet wird? Außerdem bin ich kein Verharmloser und lehne auch die Tests nicht ab. Ich finde nur das es eine riesengroße Ungerechtigkeit ist, das das Kultusministerium den Eltern anbietet ihre Kinder befreien zu lassen, um im Anschluss die Kinder dafür zu bestrafen.

    Wie wäre es, wenn das infizierte Kind seine Freundin ansteckt, die dann ihren Vater und der dann schwer erkrankt und monatelang nicht arbeiten kann. (Glück gehabt, andere Familie. Wieso Schuldgefühle?)

    (Übrigens gehen die meisten Jobs verloren, weil wir seit einem Jahr Pandemie haben, aber viele Maßnahmen nicht akzeptieren. Sollen diese Eltern sich gegen Querdenker und Coronaverharmloser wenden, ach nein, dass wären sie vielleicht selbst. Und ich bin der einzige Lehrer in meiner Familie. Zwei meiner Geschwister sind auch beruflich sehr betroffen, nehmen daher Tests und alles andere sehr wichtig.)

    Befreiung von Schulpräsenz gibt es in Baden-Württemberg seit einem Jahr. Gilt nicht für Klassenarbeiten und ab Montag sind Tests von allen notwendig, also genau die Regeln wie bei euch.

    In England läuft wohl gerade eine Studie bezüglich der Wirksamkeit bei Kombi AstraZeneca und danach Biontech.

    Ehrlich gesagt würde mir die Wirksamkeit weniger Sorgen bereiten - mulmig ist es mir vor möglichen Nebenwirkungen. So eine Panik wie nach der Erstimpfung mit AstraZeneca brauch ich kein zweites Mal. Also ich hoffe auch auf baldige Erkenntnisse ob die Kombi sicher ist!

    Wobei ich eigentlich davon ausgehe, dass sie es ist, sonst wäre die Empfehlung der Stiko ja nicht dahingehend abgeändert worden, wenn man damit alles nur noch riskanter macht.

    Sehe ich genauso, Zwischenergebnisse soll es Ende Apri geben, Endergebnis im Juni. (Allerdings sind in dieser Studie noch weniger Teilnehmer. )

    Meine Kolleginnen und ich sind auch total verunsichert. Wir hatten gleich als es hieß Lehrer werden geimpft Termine ausgemacht und da war der Abstand bei AZ noch 9 Wochen. Da man bei uns bei der Terminvereinbarung gleich den 2. Termin buchen musste haben wir jetzt alle nur 9 Wochen. Wir würden liebend gerne den Termin nach hinten schieben in der Hoffnung das dann eben mehr Zeit zum Erforschen der Nebenwirkungen usw. ist ... nur findet man dazu keine Infos.

    Es heißt bei einigen Impfzentren, dass bei aktiver Umbuchung auf anderen Impfstoff automatisch 12 Wochen vergeben würden. (Leider noch nicht meines.)

    mein PCR-Test war immer innerhalb von 24 Stunden da

    (Und selbst wenn, wir haben eine Pandemie, eine Krankheit, die multiorgane Schäden anrichtet (auch bei Kindern und deren Eltern) . Genau wegen solchen Verharmlosern kriegen wir die Zahlen nicht herunter, müssen Kinder aus der Risikogruppe zu Hause bleiben, weil Testverweigerer ich, ich, ich schreien. Das kotzt mich an.)

    Und ich setze wegen solchen Egoisten garantiert keine extra Arbeit an (eine gute Arbeit benötigt ca. 2 Stunden Zeit) , komme nicht extra (bei uns erst ab 18 Uhr möglich) und lasse mich evtl. anstecken.

    Und

    Auch Risikogruppen müssen sich jetzt vor Klassenarbeiten testen lassen (in Baden-Württemberg), die Regeln gelten für alle.

    Das scheint wirklich sehr unterschiedlich gehandhabt zu werden in den Bundesländern und Hausarztpraxen. Vor einigen Tagen hatte ich es hier im Forum bereits erwähnt. Ich habe mich mangels Terminvergabe bei lokalen Impfzentren, direkt nach dem Astrazeneca-Debakel, vor Ostern auf die Warteliste setzen lassen und erhalte tatsächlich morgen meine Erstimpfung mit Biontech am frühen Nachmittag.

    Genau das ist das Problem mit Hausärzten, der eine hat nur junge, der andere überwiegend alte (bei uns gibt es Hausärzte, die hoffen, Ende Mai mit den Ü80 durch zu sein).

    Bei großen Impfzentren kann eher auf Priorität geachtet werden. Unsere mobile Impfteams (ausgestattet durch das Impfzentrum) sind nach den Heimen jetzt in den Dörfern unterwegs, um wenig mobile von der Prioritätenliste zu impfen. Anmeldung geht entweder über die Gemeinde, den Hausarzt, den Seniorentreff usw. Computer etc. ist nicht notwendig.

    Ich will dir nicht abraten. Aber bei AZ hat man wohl die stärkere Immunreaktion beim ersten Schuss, bei mRNAs beim zweiten. Alos, stell dich schon mal auf einen „Boost“ ein. Titoitoi!

    Ja, weil die 2. Impfung von AstraZeneca weniger/kaum noch wirkt. Mein Körper hat nach der 1. Impfung auch Antikörper gegen den Vektorimpfstoff gebildet und bekämpft ihn, so dass er nicht mehr Träger sein kann. Deshalb haben die Russen von Anfang an zwei verschiedene Vektorimpfstoffe verwendet, deshalb war AstraZeneca genau wie Johnson &Johnson ursprünglich als Einfachimpfung geplant (und aus Zeitgründen suchte man nach Entscheidung für zweimal impfen nach 1. Studienphase nicht nach einem weiteren).

    Mir wird hier unterstellt, nur verdeckte Mutter zu sein und keine Lehrerin und dann wird gefragt, warum ich nicht nachgucke? Scheinst wohl selber kein Lehrer zu sein. Ich bin Mutter und Lehrerin und hatte in den letzten 20 Stunden schlichtweg keine Zeit hier rein zu gucken, weil ich arbeite und mich um meine Kinder kümmere.

    Zu der Problematik, warum manche Eltern die Tests bei ihren Kindern ablehnen, sehe ich das hauptsächliche Problem in der Angst vor Quarantäne. Wenn 3 oder 4 Kinder in der Familie leben, die zweimal pro Woche getestet werden, ist die Gefahr sehr hoch, wenn man davon ausgeht, dass 14 von 1000 Test falsch positiv ist ( so ist die Rate, die von Ärzten vermutet wird), dass man früher oder später in Dauerquarantäne landet. Und die Eltern haben überwiegend nicht so einen sicheren Arbeitsplatz wie wir.

    Diese Kinder dann zu bestrafen, indem man sie mit einer 6 benotet finde ich unverhältnismäßig.

    Wenn grundsätzlich angeboten werden würde, dass diese Schüler einzeln in einem anderen Raum oder am Nachmittag nachschreiben können, wäre es okay, aber das wird in Niedersachsen wohl nicht angedacht. Es sind ja nicht viele Schüler, die die Tests ablehnen, darum wäre es ohne Problem machbar.

    Wenn du es einem anbietest, wollen es mehr (einfach, weil sie mehr Zeit zum Lernen benötigen, weil sie hoffen, dass der Lehrer keine neue Arbeit aufsetzt und sie von Mitschülern die alte erhalten). In jeder Klasse gibt es ein paar mit dieser Einstellung. Und immer wieder wird nach Ersatzleistungen gefragt. Deshalb wird sich ein erfahrener Lehrer nur mit sehr gutem Grund darauf einlassen. Wir haben genug Arbeit, ich muss nicht noch mehrere verschiedene Klassenarbeiten erstellen. Und wenn ich einmal es zulasse, muss ich es allen anderen auch zugestehen. (Genau deshalb denke ich auch, dass du Mutter oder Schüler bist, evtl. noch unerfahrener Lehrer. Du siehst an unseren Antworten, dass wir so verschieden wir sonst sind, das gleiche denken.)

    Wie handhabst du es, wenn Eltern sich grundsätzlich weigern, Entschuldigungen zu schreiben, auch wenn das Kind nachgewiesen krank war? Dann muss auch eine 6 erteilt werden, wir haben irgendwann zusätzlich das Jugendamt eingeschaltet. Kinder leiden auch sonst oft an ihren Eltern. Alternative zu Tests sind geschlossene Schulen. Aber das wollen diese egoistischen Eltern auch nicht. Sollen sich doch alle anderen testen lassen.

    (PCR-Tests kann man unmittelbar nach positiven Schnelltests durchführen lassen, bei falsch-positiv ist man dann höchstens 1 Tag in Quarantäne, meistens gar nicht.)

    Ich wurde jetzt gefragt, ob ich bei AZ bleiben will mit dem gleichen Impftermin oder ob ich auf BioNTech/Moderna umstellen möchte (drei Wochen später). Ich bleibe jetzt bei AZ. Ich habe es beim ersten mal gut vetragen und wer weiß, was es für seltsame Reaktionen mit zwei verschiedenen Impfstoffen geben könnte. Das kommt ja dann auch erst im Nachhinein raus, auch wenn vermutlich beides recht unbedenklich ist. Ich mache mir da nicht allzu viele Gedanken.

    Bei mir stand nicht auf dem Schrieb, dass man einen Impfpass mitbringen solle. Mir wurde ein Extra-Wisch mitgegeben, wo die erste Impfung vermerkt wurde mit Platz für die zweite. Am Empfang empfahl man mir, das gut aufzubewahren und mir Kopien zu machen. Dass man es vielleicht mal irgendwo braucht, halte ich gar nicht für so unwahrscheinlich. Manches darf mal dann vielleicht wieder machen, wenn man eine Impfung bzw. negativen Test nachweisen kann.

    In Baden-Württemberg muss man als geimpfter zumindest nicht mehr in Quarantäne.

    Ich wechsle auf jeden Fall, mein Impfzentrum hat aber noch die alte Seite, alle werden mit AstraZeneca geimpft (wir bieten ein Aufklärungsgespräch an). Ich hatte eine Woche extreme Kopfschmerzen (also mehr als 4 Tage) und viele blaue Flecken, die ich mir nicht erklären konnte (und die zum Glück alle verschwunden sind).

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