Beiträge von Kris24

    Ihr tut immmer so, als ob die Millionen Sozialleistungsempfänger nicht arbeiten wollen. Das ist doch Quatsch, das ist nichts anderes als Populismus. Es gibt einen geringen Prozentsatz, die sich verweigern, ja, da würde mehr Druck vielleicht Sinn machen oder fair sein.

    Ansonsten viel Spaß dabei die Kinder, Alleinerziehenden oder Kranken oder Aufstocker, die Arbeiten wollen, aber nur einen Hungerlohn kommen noch weiter zu quälen...

    Zusätzlich gibt es momentan eine Rezession und Arbeitsplätze werden wieder rar. Vielleicht sollte sich der Staat lieber darum kümmern und Arbeitsplätze schaffen, statt zu fordern, die Leute sollen arbeiten gehen. Wo denn!!

    Immer wieder versucht man bei den Ärmsten Geld zu sparen, da ist aber nicht so viel zu holen. Es würde mehr Sinn machen, Steuervergünstigungen abzuschaffen und mehr Finanzbeamte einzustellen. Das würde Milliarden in die Kassen spülen.

    Danke, ein großer Teil ist tatsächlich Aufstocker oder Kind oder sehr krank. Aber man spricht über "Mallorca-Jörg" oder "Florida-y" oder wie sie hießen.

    Bild-Zeitung hetzt Mittelstand und Arme auf und die Reichen hinter Bild und Co. haben ihre Ruhe.

    Spontan würde ich daran denken, dass man bei uns im Steuerrecht einen Passus einpflegen müßte, dass Steuern dort zu zahlen sind, wo die Wertschöpfung stattfindet und eben nicht am Erstwohnsitz des Steuerpflichtigen. Also wenn z.B. Herbert Grönemeier ein Konzert in Bochum veranstaltet, sind seine Einnahmen in Bochum nach deutschem Steuerrecht zu entrichten, auch wenn er seinen Erstwohnsitz in London hat. Ob die Briten ihn dann aufgrund seines Erstwohnsitzes ein weiteres Mal besteuern, muss dem deutschen Staat an der Stelle egal sein. Ob wir als Mittelschicht unsere Steuern am Wohn- oder am Schulstandort entrichten, weil dort ja unsere Wertschöpfung stattfindet, dürfte ja keine Auswirkung auf die Steuerlast haben und somit die Mittelschicht, und wir sind ein Teil davon, nicht zusätzlich belasten.

    Ähnliches gilt für Unternehmensgewinne. Ich denke da gerade an Microsoft. Das Geld, das sie in Deutschland erwirtschaften, ist hier zu versteuern und nicht am Standort ihrer EU-Firmenzentrale in Irland. Ob sie dann in Irland ggf. ein zweites Mal Steuern entrichten müssen, muss dem deutschen Staat egal sein.

    Dem stimme ich grundsätzlich zu, ich weiß, dass einige Abkommen dies verhindern, weil "Wirtschaft nicht behindert" werden darf.

    Ich wäre dafür die Sozialleistungen an eine Arbeitspflicht zu koppeln. Wer Geld vom Staat will, soll dafür arbeiten. Laub von den Straßen kehren, die Büsche auf unserem Schulgelände schneiden, ... es gibt viel zu tun.

    Wenn das dazu führt, dass auf einmal doch wieder sozialversicherungspflichtige Jobs begehrt sind, weil die Alternative eben nicht heißt "daheim im Warmen vorm Fernseher hocken" sondern "mit der Schippe Schnee schaufeln", hilft das dem Sozialstaat gleich doppelt. Die Zahl der Empfänger verringert sich, die Ausgaben sinken also, und gleichzeitig steigen die Einnahmen, weil die Leute jetzt ja als Arbeitnehmer einzahlen.

    Gab es schon, 1 € - Jobs, hatte deutlich mehr Nachteile als Vorteile. Einfach mal informieren.

    Ich würde auch die Noten geben, die der Realität entsprechen, sonst bin ich erpressbar. Das nachgefragt wird, ob man nicht eine bessere Note geben kann, glaube ich sofort und vielleicht auch im falschen Tonfall. Aber die TE schreibt von einem baden-württembergischen Gymnasium und hier ist man aktuell noch in der Notengebung vollkommen unabhängig im Vergleich zu anderen Bundesländern.

    Ich muss nichts einreichen, nichts überprüfen lassen, Klassenarbeiten wiederholen, nur weil sie zu schlecht ausgefallen sind. Ich muss mich nur an den Bildungsplan halten und Aufgaben entsprechend den 3 Anforderungsbereichen stellen. Und ich muss auf Nachfrage meine Noten begründen können. Und die meisten Kollegen sind sehr selbstbewusst, lassen sich auch nicht herein reden. Dass dort nur Duckmäuser unterrichten, glaube ich nicht, dass es einzelne Kollegen gibt, die nur die Noten 1 und 2 geben, glaube ich.

    Und eine Schule, die so eklatant und systematisch dagegen verstößt, wird engmaschig kontrolliert. Es gibt landesweite Arbeiten und diese Schule würde auffallen und müsste viele Gespräche führen und Zielsetzungen vereinbaren und auch erreichen, viel Mehrarbeit für alle.

    Noch einmal, es hieß Gymnasium in Baden-Württemberg, nicht Gemeinschaftsschule, nicht berufliche Schulen, nicht irgendwo.

    Meines Erachtens erzählt uns Frühling hier Geschichten aus dem Paulanergarten.

    Ich war lange genug an mehreren Gymnasien in Baden-Württemberg als Lehrer tätig, die letzten 14 Jahre meiner Dienstzeit auch als Schulleiter, um mit großer Sicherheit sagen zu können, dass es sich hier um ausgedachtes Zeug handelt.

    Wenn das Erzählte wahr wäre, wäre schon längst die Schulaufsicht dazwischen gegangen.

    Dass es bisher noch keinen Troll-Alarm gegeben hat, wundert mich einigermaßen.

    Ich unterrichte an einem Gymnasium in Baden-Württemberg mit über 40 % Schülern mit Migrationshintergrund (mit der höchste Wert bei Gymnasien in unserem Bundesland). Dazu kommen viele ohne Migrationshintergrund, aber aus bildungsfernen Schichten (liegt am Einzugsbereich). Bei Vera 8 sieht man entsprechende Ergebnisse (Kinder mit Migrationshintergrund schneiden signifikant schlechter ab, aber, und darauf sind wir stolz, im Vergleich zu Lernstanderhebung in Klasse 5 deutlich besser immer im Vergleich zum Landesdurchschnitt).

    Ich kann es mir daher auch nicht vorstellen. Es gäbe ständig Gespräche mit den Vertretern vom RP. Schulen wursteln nicht mehr allein vor sich hin.

    Ich zitiere:

    Beförderungsprogramm Abendsonne

    Außerdem können laut eines Schreibens des KM vom 4. Juli 2008 (Az. 14-0311.23/480) im Rahmen des Beförderungsprogramms Abendsonne alle verbeamteten Lehrkräfte an Gymnasien ab Vollendung des 60. Lebensjahres außerhalb der Kriterien des jeweiligen Beförderungsprogramms nach A 14 befördert werden, wenn sie in der Dienstlichen Beurteilung mindestens die Note 2,0 haben. Hintergrund: Damit eine Beförderung pensionswirksam ist, muss das Beförderungsamt mindestens zwei Jahre vor der Pensionierung ausgeübt worden sein. Eine solche Beförderung kann unabhängig davon erfolgen, ob der Beförderungsjahrgang der betreffenden Lehrkraft bereits geöffnet wurde. Aufgrund des Beförderungsstaus und der damit verbundenen immer längeren Wartezeit bis zur Beförderung erfüllen inzwischen vermehrt Lehrkräfte die Kriterien des Beförderungsprogramms Abendsonne.

    Quelle: https://rpt.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/RP-I…ktober-2025.pdf

    Das Problem bei vielen "Altfällen" ist, dass sie sich selbst aus dem Bewerbungsverfahren genommen haben.

    Stimmt. Ich kenne den Paragraphen, er hing früher bei uns aus.

    Nur gibt es seit Jahren 0 Stellen dafür (nächstes Jahr wieder wurde bei uns jetzt bekannt gegeben). Nur weil immer mehr Kollegen dafür die Kriterien erfüllen, heißt es noch lange nicht, dass sie A14 auch erhalten.

    Wenn insgesamt 0 Stellen dafür bereit stehen, ist es egal, ob ein jüngerer Kollege 1,0 hat oder ein Ü60 2,0. 0 Stellen sind 0. Das gilt zumindest für mein RP. Angeblich läuft es im RP Stuttgart manchmal anders.

    Am Gymnasium wird man (in BW) im Regelfall irgendwann A14. Die Frage ist wann. Da der Rückstau so groß ist, haben die Regierungspräsidien mittlerweile die "Aktion Abendsonne" ins Leben gerufen. Wer 60 Jahre alt ist und mindestens eine 2,0 im Gutachten hat, hat quasi eine Beförderungsgarantie. Ich persönlich hätte die Bezeichnung "Aktion Abdecker" passender gefunden, aber mich fragt ja keiner.

    Nein, leider nur in unbeliebten Regionen und Jahre her. Ich weiß von genau einer Stelle, die so vergeben wurde (am anderen Ende des RPs). Ich kenne aber viele Ü60 mit 1,5 als Note, die keine Chance haben.

    Es gibt seit mehreren Jahren 0 Stellen im Regelbeförderungsverfahren im RP Freiburg. Da hilft auch keine Abendsonne und auch keine 1,0.

    Nur wenn eine Ausschreibung leer läuft, werden diese Stellen vergeben. Sehr selten, weil kaum ausgeschrieben werden darf.

    Die Zeiten sind seit ca. 8 Jahren vorbei.

    Dazu muss man wissen, dass in Baden-Württemberg nur sehr wenige A14 Stellen ausgeschrieben werden dürfen. Mein Gymnasium durfte seit über 6 Jahren z. B. keine einzige mehr ausschreiben. Die Aufgaben sind trotzdem da und werden fast alle im Ehrenamt erledigt. Stundenermäßigungen gibt es auch zu wenige.

    Aber wenn eine Schule ausschreiben darf, dann kann sie verlangen, was sie will. Oft ist es eine "Belohnung" für einen bestimmten Kollegen oder Kollegin.

    Ich zitiere mich mal selbst.

    Also theoretisch gibt es A14-Stellen, praktisch nicht.

    Nur weil ein Bundesland großzügig ist und ein Schultyp anscheinend in dieser Hinsicht bevorzugt ist, ist dies nicht überall so.

    Bei uns werden Sportfeste u.a. auch nebenher organisiert.

    Ergänzung

    1. Zitat von Zauberwald verschwunden, ich habe auf geantwortet.

    Interessant. Ihr bekommt für sowas ein Beförderungsamt und wir müssen es nebenher machen. Gibt höchstens eine Ermäßigungsstunde, wenn noch eine übrig ist. Unglaublich. Das Ganze für A12 und 28 Stunden Unterrichtsverpflichtung. Aber hey, sind ja nur kleine Kinder. :D

    Organisation des Sportfests??? Okay, das muss ich meiner Kollegin erzählen. Die hat als Fachlehrerin A10 oder vielleicht, wenn sie Glück hat, A11. Und die bringt sich regelmäßig fast um dafür. Aach ja, der Mythos der wichtigen Beförderungsämter ist bei mir gerade in der Luft zerplatzt.

    Leute wie O. Meier wollen dir aber weiß machen, dass du mit deinem Einkommen deutlich priviligiert bist und natürlich reich, weil es Menschen mit geringerem Einkommen gibt. Statistiken spielen bei diesem Thema scheinbar keine Rolle.


    Ich gehören scheinbar zum unteren Ende der eigentlichen Mittelschicht.

    Doch Statistiken spielen die Hauptrolle. Wir gehören zu den 10 % mit dem höchsten Einkommen in Deutschland.

    Was ist für dich unteres Ende der Mittelschicht? Oberes Ende?

    (Ich dachte, Mittelschicht kommt von Mitte.)

    Bei mir kam extra die Ärztin zur Grippeimpfung kurz vorher rein, um ein "Aufklärungsgespräch" zu machen (... und abzurechnen).

    Vor meiner Tür wurde auch jemand gegen Grippe geimpft, da hörte ich das Gespräch: Ach, heute ohne Arzt? Die Sprechstundentante: Ja, ohne, Grippeimpfung geht ohne Arzt.

    Ps Grippeimpfung geht doch auch in der Apotheke, ich glaube, das mache ich das nächste mal.

    Meine letzte Grippeimpfung war nur durch den "Sprechstundenonkel", er sagte ein paar Worte und es wurde Aufklärungsgespräch abgerechnet. Ärztin war in der Mittagspause, also überhaupt nicht da.

    Dieses Mindset, was hier von "Kollegenseite" offenbart wird kotzt mich echt an. Besteuert doch noch mehr und Lehrer haben doch eh so viel.
    Ihr würdet noch dafür streiken, dass wir solidarisch noch weniger verdienen. Einfach nur irre. Ich weiß warum ich einen guten Teil geblockt habe.

    Überspitzt formuliert

    Das war ironisch gemeint. Wenn weniger Steuern bezahlt werden, können Beamte nicht mehr gut bezahlt werden. Ich wundere mich daher sehr, dass hier gerade Beamte sich für weniger Steuern aussprechen.

    Es gibt übrigens mehr Steuerzahler als Beamte, etwas Steuerersparnis für alle bedeutet viel weniger für uns.

Werbung