Beiträge von Kris24

    Update: Am Wochenende wurde - drei Tage nach dem ersten Einbruch - erneut in der Schule eingebrochen. Diesmal das Lehrerzimmer. Die Beute war minimal, aber die Polizei konnte die Einbrecher kurz nach Verlassen der Schule festnehmen. :top: Ob es in beiden Fällen die selben Täter gewesen sind, wird sich noch zeigen.
    Da ich Sicherheitsbeauftragter der Schule bin und die Polizei meine Kontaktdaten hatte, klingelten sie mich mitten in der Nacht aus dem Bett und ich lief mit ihnen und dem laut kläffenden Polizeihund durchs Schulhaus, um zu sehen, welche Räume die Einbrecher aufgebrochen hatten. Das Thema für den Aufsatz "Mein spannendstes Ferienerlebnis" hätte ich schon einmal.

    Erinnert mich an einen Telefonanruf vor vielen Jahren mitten in den Sommerferien. Auch Einbruch und wir, Einbrecher und ich, müssen gleichzeitig im Haus gewesen sein, weil ich noch nichts bemerkt habe, mein Kollege eine halbe Stunde später schon. Und die Einbrecher müssen eine Weile vor Ort gewesen sein.

    Dank Anlage wusste man, dass ich kurz davor im Haus war, aber ich habe wirklich nichts bemerkt und konnte vor Ort nur helfen, festzustellen, was fehlt. Bei uns wurden Computer und Beamer geklaut.

    War im Nachhinein schon ein komisches Gefühl, sie waren definitiv in Chemie und Physik, ich in der Chemie und beide Bereiche waren in der Sammlung offen. Man kam also ohne Tür von der Chemie in die Physik.

    Vielleicht sollten wir da mal ansetzen.

    Gerne, nur wer ist wir?

    Zur Erinnerung, in Baden-Württemberg ist ein Lehrer pro Klasse mit bis zu 32 Schülern vorgesehen. Der Schwimmunterricht ist zeitlich begrenzt und an vielen Schulen mangels erreichbaren Schwimmbad gar nicht möglich. Gemeinden müssen die Bäder schließen, weil die Kosten nicht mehr tragbar sind. Unsere Schule bietet eine Schwimm-AG für Nichtschwimmer an, sie muss im Laufe des Schuljahres fast immer beendet werden, weil sonst Pflichtunterricht ausfallen müsste, also was tust du?

    Kann man solche Situationen (Beerdigung u. ä.) bei euch nicht durch Unterrichtsverlegung lösen, wenn man nicht frei bekommt?

    Habe ich einmal für 4 Stunden Fortbildung getan, hat 2 Wochen gedauert, wäre in der kurzen Zeit Montagmorgen für mich nicht möglich gewesen.

    Aber ja, die Idee ist gut, nur müssen andere helfen. Man selbst kriegt es im Schock nicht hin.

    Es tut mir leid, wenn mein Beitrag bei euch oder bei dir Kris24 so ankam, als hättest du falsch gehandelt. Das war überhaupt nicht meine Absicht.

    Ich habe auch selbst schon Erfahrungen diesbezüglich gemacht, wie wahrscheinlich viele andere auch und das wäre eben meine Konsequenz gewesen.

    Wenn ich aber zum Arzt gehe und mich deswegen einen Tag krank schreiben lasse, dann ist das ganz sicher kein -Zitat "Gemauschel"!

    Dann sehe ich das in dem Fall als mein gutes Recht, da ich nicht arbeitsfähig bin unter solchen Umständen.

    LG

    Ich fühlte mich nicht krank, ich war verärgert über meine SL. Deshalb schrieb ich Mauschelei. Ja dein Beitrag gehörte zu denen, die weh taten.

    Der angebotene Deal vor kurzem war dagegen eindeutig Mauschelei, wenn ich es angenommen hätte. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, weil zu frisch und ich nicht weiß, wer mitliest.

    Ergänzend, ich war damals angestellt wie alle neuen Kollegen zu dieser Zeit, war streng, glaub ich, auf 2 Jahre begrenzt, in NRW und konnte daher einfach kündigen.

    Nach meiner Kündigung kam ein "oberer" vom RP (?) wegen etwas anderem an meine Schule, wollte auch ein Gespräch mit mir und fragte, warum ich kündige. Als ich es sagte, war er auch entsetzt und meinte, er hätte mir eine Woche frei gegeben. Aber ich wende mich in solchen Fällen an die SL und nicht an deren Vorgesetzte.

    Mein Wunsch an SL hier, fragt nach, informiert und besteht nicht nur auf 2 Tage Sonderurlaub, wenn man einmal quer durch Deutschland muss.

    §34 FrUrlV ist ohne Bezahlung und für mehr als zwei Tage.

    Ich war damals erst wenige Jahre im Schuldienst, Internet noch in den Kinderschuhen, ich wusste es nicht und keiner hat es mir gesagt. Zum Gegenteil.

    Schön, dass ihr alle eure jungen und noch unwissenden Kollegen ohne Nachfrage informiert. Nicht schön, wenn ihr durch entsprechende Likes und Beiträge mitteilt, ich habe falsch gehandelt.

    Noch einmal, ich mauschele nicht, vor kurzem wurde mir wieder so ein Deal unter der Hand angeboten, aber ich ziehe Konsequenzen. Die Zeit an dieser Schule in NRW mit dem besten Kollegium, das ich je hatte, war danach für mich beendet.

    Heute würde ich nach unbezahltem Sonderurlaub fragen, nur hatte ich damals weder Wissen, noch Zeit zu fragen. Internetwissen war noch in den Kinderschuhen, ich hatte zwar ein Modem, jede Minute kostete 4 Pfennig, aber informativ war es damals noch nicht.

    Wir stellen grundsätzlich für jede Beerdigung frei. Bei Trauzeugin wahrscheinlich auch.

    Die Sonderurlaubsverordnung gibt das auch her.

    Auch 3 Tage wie bei mir notwendig?

    Ich hätte auch unbezahlten Urlaub genommen, nur wusste ich es damals nicht und niemand hat es mir gesagt. Es hieß nur, höchstens 2 Tage, mehr geht nicht.

    Es ist übrigens auch wenig feinfühlig, Kris24 aufs Butterbrot zu schmieren, wie galant hier einige die Situation gemeistert hätten. Aus der Ferne, in der Rückschau und als nicht Betroffene/r lässt sich gut reden.

    Danke.

    Ich hatte keine Zeit nachzudenken. Ich habe 2 Tage einfach funktioniert. Am Montag mit meiner SL gesprochen und für mich überraschend die Begrenzung auf 2 Tage erhalten und nur weil es rechtlich einiges zu klären gab (Erbschaft, Notar Bank, Versicherungen), ich habe diskutiert.

    Am Dienstag saß ich morgens im 1. Zug, die Karte musste ich damals noch am Schalter holen, tat ich Montagmittag, nach über 10 Stunden Fahrt holten mich meine Geschwister am Bahnhof ab und es ging von einem Termin zum nächsten, alles von meiner Schwester und ihrem Bekannten ausgemacht, der Bekannte wurde dadurch zum Freund und später zum Ehemann.

    Am Mittwoch vormittags die Trauerfeier von einem Pfarrer, der mehrere Termine wegen mir verlegte und um 12 Uhr ging es zum Bahnhof und zurück.

    Ich bin wie meine Familie grundehrlich, auf krankmachen kam niemand und es wäre auch keine Zeit für einen Arzttermin gewesen, einen Hausarzt hatte ich nie.

    Aber ja, auf der Rückfahrt hatte ich viel Zeit nachzudenken, war dankbar für die vielen Menschen, die kurzfristig bereit waren, ihren Tagesplan für mich zu ändern, vor allem für meine Schwester, die es ohne ihren Vereinskollegen, der bereitwillig half und einige Verbindungen hatte, es nicht geschafft hätte. Daraus wuchs dann auch die Ablehnung gegenüber meinem SL. Mein Gedanke war, was ist, wenn ein Geschwister stirbt? Du hast keinen Anspruch auf einen freien Tag. Damit war mir klar, ich muss zurück in meine Heimat und zwar möglichst sofort. Ich hatte zwar schon früher überlegt, aber pro und contra hielten sich in Waage. Ab dem Moment war mir die Liste egal.

    Ich habe bisher nur einmal so ausführlich mit einer jetzigen Kollegin darüber gesprochen, Anlass war die Behauptung, Lehrer hätten viel weniger Probleme als normale Arbeitnehmer. Und da widerspreche ich deutlich. Meine Geschwister tauschen ihren Dienst oder nehmen Urlaub. Geht bei mir nicht.

    Mein Lateinlehrer hat den Notenspiegel angeschrieben und dann die nach Note sortierten Klassenarbeiten von sehr gut an rückwärts zurückgegeben. Bei Vokabelabfragen mussten alle aufstehen und sobald man eine richtig hatte, durfte man sich setzen, die letzten fünf die standen haben Extraaufgaben bekommen. Das Problem ist nicht das Fach, sondern wie Lehrer damit umgehen. Und Bemerkungen über Leistung von Kollegen gibt es auch heute immer noch, zumindest hat die Zahl der Beschwerden darüber durch Schüler nicht nachgelassen.

    Und auch heute noch sind Schüler sehr investigativ unterwegs um rauszufinden wer besonders gute oder besonders schlechte Noten hat.

    Ja, viel liegt am Lehrer, aber Mitschüler behandeln schlechte Leistungen in Sport anders und grausamer als in Latein oder Mathe. Da wurde ich nie fertig gemacht.

    Und das Verhalten der von dir beschriebenen Lehrer geht gar nicht. Ich sage zu Beginn immer und wiederhole es, wenn es nötig ist, dass die Note persönlich sei und niemand den anderen danach fragt. Wenn jemand es weiter sagen möchte, in Ordnung, wenn nicht, auch in Ordnung. Das verstehen alle. Ich möchte nicht Schuld sein, dass jemand vorzeitig die Schule verlässt oder gar Suizid begeht.

    Ich weiß, dass es höchstens 2 Tage Sonderurlaub gibt und leider nur für Eltern, Partner und eigene Kinder. Und auch nur, wenn es etwas zu regeln gibt. Gab es und meine Schwester hat fast alle Termine am 1. Nachmittag untergebracht. Die Trauerfeier war am Morgen des 2. Tages. Der Pfarrer verschob auf Bitte meiner Schwester andere Termine, und während die anderen zum Friedhof gingen, fuhr ich mit Taxi zum Bahnhof.

    Mein damaliger SL hielt sich streng ans Gesetz, in dem Fall war es kontraproduktiv, weil es bei mir Schuldgefühle meiner Schwester gegenüber auslöste und die innere Kündigung. Innerhalb von 2 Wochen habe ich mich für Baden-Württemberg beworben. Mir war klar, wenn ein Geschwister sterben sollte, würde ich keinen Tag frei kriegen. So ist das Gesetz.

    Lieber Tom, lieber Bolzbold, ich habe immer nachgefragt. Die Beisetzng meines Vaters ohne mich, war dann der Ausschlag NRW zu verlassen. Mir wurde gesagt, dass ich höchstens 2 Tags frei erhalte und halt 1500 km hin und zurück mit dem Auto fahren soll. Dazu war ich nicht in der Lage. Zwei meiner Geschwister haben einfach Urlaub genommen, die 3. war noch im Mutterschutz.

    Und leider ging die Waschmaschine direkt nach den Pfingstferien kaputt, bis zu den Sommerferien waren es 8 Wochen, ich habe lokal bei einem kleinen Händler gekauft, für den halt Hermes günstiger ist, als ein eigener Lastwagen. Mir wurde gesagt, ich könne den Termin wählen. Stimmte halt nur für den Wochentag, nicht die Uhrzeit, nicht samstags. Und leider arbeiten meine Nachbarn auch und ich möchte die Wohnungstür auch nicht offen stehen lassen. MediaMarkt ist halt ein Stück weg, ob sie liefern oder auch Hermes weiß ich nicht, die Uni mit Studenten auch.

    Klar, wer das Problem nie hatte, kann es sich nicht vorstellen. Mir wurde durch die Beerdigung meines Vaters auch erst klar, wie sehr ich auf Kulanz angewiesen von. Es gab noch einige Beispiele mit Handwerkern, da zahle ich halt 50 Euro extra für extra Anfahrt, meine Nachbarn nehmen Urlaub für den kostenlosen Samneltermin. Das akzeptiere ich, habe ich Hermes auch angeboten, ging aber nicht.

    Der Wettbewerb in Mathe heißt Klassenarbeit, der Titel der Teilnehmerurkunde ist "mangelhaft". Ich verstehe das Herumhacken auf den Bundesjugendspielen nicht, wir bewerten in jedem Fach. Weiter vorne kam ein "aber da wurde direkt mein Körper bewertet". In welcher Welt ist das schlimmer als Schülern über Noten ob direkt wie früher oder indirekt wie heute das Gefühl zu geben "du bist dumm". Und man kann da als Lehrer noch so feinfühlig mit umgehen und noch so viel supporten, wenn jemand in der fünften Klasse in Mathe mehrere 5en in Folge hatte, dann packt er die Arbeit ungesehen ein.

    Und ausgerechnet im Sport ist der Leistungsgedanke dann problematisch?

    P.S.: die deutsche Nationalmannschaft war auch in der Gruppenphase schon schlecht, der Gruppensieg ist allein Infantinos Erweiterung der WM zu verdanken gewesen. Argentinien ist mit furchtbarem Fußball bis ins Finale gekommen. Gut sein und beliebt sein, hängt nicht immer direkt zusammen...

    Du liest die Noten laut vor? Machst Bemerkungen wie, der blickt es nie? Amüsiert dich über Aussehen (meine Oberweite wurde angesprochen)? Schaust bei Mobbing weg und sagst, die soll sich mehr anstrengen, selber schuld?

    Noch einmal, ich war in Latein schlechter, aber das wurde nicht 45 Minuten pro Schulstunde betont, es wurde nicht gesagt, der nächste Satz ist so einfach, das schafft auch Kris und grinsend zugesehen.

    Und Schüler verhielten sich anders. Bei schlechter Leistung in Latein wurde nichts thematisiert, in Sport ständig.

    Wolfgang Autenrieth : Grundsätzlich gibt es auch in anderen Fächern allerlei Wettbewerbe - Vorlesewettbewerb, Mathe-Olympiade, Jugend forscht, etc. Die Grundidee ist gut und auf gesamtgesellschaftlicher Ebene wichtig. Leider, und da gebe ich dir Recht, gelingt es uns als Gesellschaft immer noch zu wenig, Wettbewerb so zu gestalten, dass die Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Sachgegenstands im Vordergrund steht.

    Bei anderen Wettbewerben besteht keine Pflicht, keiner wird unter Gelächter vorgeführt.

    Ich habe mich auch gefragt, welche Hymnen noch gespielt werden, wenn mindestens die BY-Hymne zu spielen ist,

    das klingt so, als würden weitere Stücke folgen.

    Und ich weiß nicht, in welche Richtung das geht und ob für die anderen Musikstücke dann auch Texte ausgehängt werden.

    Nachtrag: Was ich mich auch frage: Warum ist die Bayern-Hymne auf Hochdeutsch?

    Deutschland- oder Europahymne. Es müssen 2 sein, Bayern und eine andere.

    Ergänzung, zu spät, die vorherigen Beiträge wurden mir erst später angezeigt.

    Aber waren die Bundesjugendspiele die Ursache oder der Sportunterricht? Diese Spiele sind ja nur einmal im Jahr.

    Bundesjugendspiele ist mehrstündiger Sportunterricht und nicht nur die eigene Klasse und Sportlehrerin sahen zu, sondern gefühlt alle. Bundesjugendspiele war die Steigerung für mich, der "Zusammenbruch" kam ca. 2 Jahre früher.

    Ich habe mit meiner Mutter Jahre später darüber gesprochen, sie hat nie "falsche" Entschuldigungen geschrieben außer für Bundesjugendspiele ab Klasse 8 (und eben diesen Zusammenbruch am Vorabend). Irgendwann in Klasse 10 erhielt ich dann das Attest, als ich mich weigerte, weiter in die Schule zu gehen. Und meine Eltern haben viel versucht, mir Freude am Sport zu vermitteln, ich durfte Tennisspielen und rudern lernen, obwohl das Geld knapp war. Auch Tischtennis habe ich im Verein gespielt und eben DLRG (inkl. Rettungsschwimmschein Gold).

    So wie du schreibst, waren die BJS ein weiterer Anlass, dich blöd zu behandeln. Nicht der einzige und nicht die Ursache.

    Schade, dass es so war bei dir.

    Es war der Sportunterricht allgemein, Bundesjugendspiele gehören für mich dazu. Doch es war die (!) Ursache für Mobbing. Aufgehört hat es, als ich ein Sportattest erhielt (meine Mutter unterstützte mich, als sie begriff, wie ernst es war, der Arzt auch, wir waren ehrlich, er nahm mir nur das Versprechen ab, dass ich weiter regelmäßig schwimmen gehe).

    Also noch einmal, "blöd" behandelt wurde ich im Sportinterricht inkl. Bundesjugendspiele. Und es war so blöd, dass ich in der 10. Klasse von der Schule wollte.

    Aber klar, dass du es nicht verstehst. Immerhin, einer der Mobber hat sich 20 Jahre später bei einem Abitreffen entschuldigt.

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