Beiträge von Zauberwald

    Also, er hat im Keller einen Eimer mit weißem Pulver gefunden (er sagt, es sei Natron) und hat ein bisschen Pulver über die Flamme einer brennenden Kerze gestreut. Die Flamme sei dabei immer kurz größer geworden.

    Bitte Zauberwald nicht zuhause ausprobieren lassen oder ansprechen. In Berlin kam es im Schulunterricht genaus bei diesem Versuch zu einer schweren Verpuffung mit 5 Schwerverletzten, weil ein Schüler noch einmal Brennspiritus darauf goß. (Er sah die Flamme nicht.)

    Ich habe es auch überlegt, aber ob das ein Viertklässler weiß? Da sind es doch nur Tabletten. Wenn, dann nur die Eltern.

    Ich werde ihn nicht animieren.

    Frag ihn mal, ober er möglicherweise den Versuch mit den brennenden Emser-Pastillen gesehen oder daheim sogar selber ausprobiert hat. Mir kommt grade nur das in den Sinn, wie er das denken könnte.

    Er ist eigentlich so ein kleines Genie, von daher hat er sicher irgendwas im Kopf... Ich frag ihn nochmal.

    S behauptet in Klassenarbeit, Natron sei brennbar. Ich streiche es als Fehler an, denn wir haben in Sachkunde Feuerlöschschaum hergestellt und da war auch Backpulver (enthält Natron) drin. Nun besteht er darauf, Recht zu haben. Ich weiß nicht, wie er darauf kommt. Google gibt mir auch Recht. Was sagen die Chemikerinnen? Ist Natron brennbar?


    Oder die Hexen verschleppen dich.
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    Von solchen gruseligen Hexen wurden meine 3 Kinder alle auf einmal geraubt, als wir hier erst 6 Wochen wohnten und nichtsahnend auf einen Fasendumzug gingen. Mein Sohn war erst 6 Wochen alt und wurde mitsamt Kinderwagen von so angetrunkenen Hexen auf einen Wagen geschleppt und mitgenommen, meine beiden kleinen Töchter jeweils woanders hin. Wir fanden diese Aktion überhaupt nicht witzig uns sind da erst 15 Jahre später wieder mal hingegangen...

    Anekdotische Evidenz: Als Studentin hatte ich einen Kumpel, dessen Vater ein arbeitsloser Schneider war. 3 Kinder, Baföghöchstsatz, Hartz 4. Der gute Schneider arbeitete nebenher schwarz und konnte seine Kinder auch noch unterstützen. Kumpel sparte sein gesamtes Bafög und konnte nach dem Studium alles auf einmal zurückzahlen, so dass ihm die Hälfte erlassen wurde.

    Warum es schlechter sein soll, das Abi mit Nachhilfe zu schaffen, als ohne, habe ich nie verstanden.

    Dass es schlechter ist, habe ich nicht gesagt. Es ist bequemer, wenn Eltern genug Geld haben, einem diese zu finanzieren. Wenn man weiß, dass das nicht geht und es ganz allein schafft, obwohl das sehr anstrengend ist, macht es einen umso stolzer. Bei mir hieß es immer: Entweder du schaffst das allein oder gar nicht. Aus. Ende.

    Ich ahne es...

    Und dann heißt es von denen, die das Zeugnis sehen: "Naja, ist ja nur so mittelgut in Mathe / Deutsch / Sachkunde ..."

    Wenn aber nicht nur das mündliche blabla, sondern auch so etwas wie Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit, Organisation, Hausaufgaben mitgezählt hätten (wie bei uns in der Unterrichtsnote), hätte ich bessere Karten gehabt. Bin aber stolz, dass ich nur einmal in 13 Jahren irgendwie zu Hause unterstützt werden musste oder wurde (meine Eltern hatten nicht so das Bedürfnis irgendwas abzufragen oder so; das eine Mal war Mengenlehre in Kl. 5, da gab es extra Elternkurse dafür ^^) und habe ganz allein ein ehrliches nachhilfefreies Abi geschafft.

    Ich bin in 99% der Fälle bei dir, aber das 1% wo die SoMi ein Problem ist, ist sie ein heftiges Problem. Ich hasse nichts an meinem Beruf mehr als über SoMi-Noten zu sprechen. Da würde ich lieber massiv mehr Tests korrigieren.

    Ich war in der Grundschule sehr still, habe nur geantwortet, wenn ich aufgefordert wurde und dann wusste ich die Lösung. Schriftlich hatte ich fast nur Einsen. Wie sah mein Zeugnis aus?

    Digitalisierung und digitales Lernen in der Schule sind aber nicht das gleiche wie das Daddeln am Handy. Das eine schadet, das andere (kann helfen) hilft.

    Ich denke nicht, dass die Digitalisierung in den Schulen gemeint ist, sondern das private Vergnügen bringende Daddeln der Schülern. Zumindest meine Vierer prahlen damit, was sie so alles spielen den ganzen Tag, manche können aber kaum lesen. Sie geben sich sogar gefährlicherweise älter aus als sie sind, um mit irgendwem zu Chatten.

    M.E. geht da viel Zeit kapuut, in der man Sinnvolleres tun könnte, bzw. sind unsere Grundschüler mit den ganzen youtubefilmchen, die man sich ohne Altersbeschränkung reinziehen kann, heillos überfordert. Zumindest wäre ich nicht gerne dabei, wenn sie das erste Mal Sex haben und denken, so macht man das also.

    Das ist doch gut, wenn es gut läuft und die Stadtteilschulen nicht als Restrampe gelten. Hier ist es so, dass die eine GMS einen Superruf hat, von meiner Klasse gingen mal über 90% eines Jahrgangs dorthin und von der anderen Gemeinschaftsschule sagt man, dass das Konzept und das Lehrerteam prima seien, aber viele Schüler seien so schwierig, dass einige Eltern ihr Kind z.B. in irgendeine Privatschule packen, um es aus dem Umfeld rauszuholen. Schule 1 kann fast nie alle Schüler aufnehmen, die sich anmelden wollen und richtet sich v.a. nach Einzugsgebiet.

    Wenn sie dann das Adventskalendertürchen aufmachen dürfen, ist das alles plötzlich kein Problem mehr ;)

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