Beiträge von Zauberwald

    Also, ich darf sagen, dass mein Kollegium das ist, was mich gerade trägt. Ich gehe gerne ins Lehrerzimmer und treffe gerne auf die anderen. Unsere gemeinsamen Aktionen machen auch Spaß. Wir sind aber nur so 15 Damen unterschiedlichen Alters. Vor nicht allzu langer Zeit war ich an eine Schule abgeordnet, die bis Kl. 10 ging und wir waren so ca. 50 Kollegen. Auch da war das Miteinander gut. Die junge SL kannte ich von früher. Aber vllt. hatte ich da auch zu wenig Einblick.

    Ich habe eine sehr anstrengende Klasse und bin froh, dass ich die anderen habe. Bei uns wird ja niemand befördert, vielleicht nimmt das Neid und Missgunst aus den Segeln.

    Jedenfalls würde ich meinen Kinderwunsch nicht von meinem Beruf abhängig machen/bestimmen lassen. Ob man sich eigene Kinder wünscht/bekommt hängt hoffentlich von anderen Faktoren ab als ob man beruflich schon von Kindern "gesättigt" ist. Der Partner/die Partnerin hat auch hoffentlich noch was dazu zu sagen.

    In Bawü sind die Unistädte bei Lehrkräften seht beliebt. Da kommt man kaum unter. In den ländlichen Gegenden herrscht Mangel. Ich kenne einige Lehrer, die 80 km einfach fahren, bei uns im Nordschwarzwald seit 5 Jahren unterrichten und immer wieder Versetzungsanträge nach Karlsruhe, Heidelberg, Freiburg stellen, die ohne Erfolg bleiben. Heirat reicht meist nicht mehr. Wenn man Kinder hat, geht es schneller. Es würde mich wundern, wenn du direkt in Freiburg sofort unterkommen würdest.

    Doch, all das gibt es bei uns, dennoch sind das nicht zwei feste Nachmittage pro Woche. das kann man optimieren, wie ich finde.

    Du bist doch schon ewig Lehrerin, da kann man sich mit Parallelkollegen doch kurz und knapp absprechen. Thema, Sequenz, was kommt in etwa diese Woche dran, wann schreiben wir den Test - und dann kann jeder seine Erfahrung nutzen und seinen Unterricht planen. Ich kenne aber schon auch diese Ratsch-Teams, die eeeewig alles bis ins kleinste Detail besprechen, danach noch gemeinsam kopieren und wirklich stundenlang an der Schule sind. Kann man ja machen, aber wenn einen das stresst, dann kann man es auch ändern und daheim am Computer abends weiterplanen, sich Sachen mailen etc pp.

    Zusatzaufgaben ja, aber auch da gibt es keine festen wöchentlichen Termine. Man spricht sich ab, wann man sich mal trifft, oder kommuniziert online und verteilt Aufgaben... Das kommt ja auch in Wellen, mal ist viel zu tun und mal wenig.

    Mit meiner Kollegin bin ich schnell. Die anderen Planungsgruppen kann ich Null beeinflussen.

    Busaufsicht ist nicht stressig, Pause finde ich anstrengender. Beim Bus hält man ein Pläuschchen mit den wenigen, die überhaupt Bus fahren und die freuen sich. Die Haltestelle wird bei uns auch von mehreren Buslinien angefahren, die Erstklässler haben immer Angst, falsch einzusteigen.

    Ich habe gerade im Netz gesucht, aber nichts Konkretes gefunden. Wo genau steht das formuliert? Ich frage, weil ich von einigen Schulen in Baden weiß, die definitiv keine Aufsichten stellen, selbst dann nicht, wenn die Haltestelle direkt am Schulgelände liegt. Meine eigene Schule hat jedoch keine spezifische Haltestelle, daher spielt das für uns auch keine Rolle.

    Wir haben 2 Busaufsichten täglich, nach der 5. und nach der 6. Stunde. An meiner letzten Schule gab es sogar 3.

    Was mich wundert: Habt ihr nachmittags nie Teamarbeit? Plant ihr keine Schul - oder Stufenprojekte? Schulfeste? Hast du gar keine Zusatzaufgaben? Nicht einmal Schulkonferenz oder so? Elternarbeit ja auch nicht...

    Ich habe 2 feste Nachmittagstermine pro Woche. Einmal DB mit anschließender Projektplanung, einmal treffe ich mich mit meiner Parallelkollegin, um den Unterrichtsstoff und die Klassenarbeiten zu planen. Die müssen wir parallel schreiben.

    Vielleicht liegt es einfach an meiner Schulform, dass ich mich so gestresst fühle. Nächstes Mal wähle ich eine andere. Wenn ich nur mit meinen zukünftigen Gymnasiasten und denen aus der Parallelklasse arbeiten müsste, wäre es auch leichter. Glaube ich.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass du mit Chemie nicht noch besser im Schuldienst unterkommst. Wenn nicht, hier im schönen Nordschwarzwald gibt es bestimmt ein Plätzchen für eine Chemielehrkraft. Aber warte mal ab. Du hast eine Teilzeitstelle in Aussicht? Das ist doch schon was. Wenn du erst mal im System bist, wird das schnell Vollzeit.

    Sportstunden sind für mich eher etwas positives, das belastet mich nicht, weil ich lange Sport fachfremd unterrichtet und ein gutes Repertoire habe.

    Mental nicht abschalten kann ich z.B. derzeit, weil ich mir Sorgen darum mache, wie es meinen ADS-Kindern in den weiterführenden Schulen ergehen wird. Daher neulich meine Frage bzgl. des Nachteilausgleiches.

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