Beiträge von Zauberwald

    Ja, ich muss mich um meine Mutter kümmern. Würde sie nicht allein ins Pflegeheim schicken wollen, und unser Haus ist nunmal hier in Ergenzingen.

    Mein Vater arbeitet in Schichten damit wir genug Geld für den Unterhalt haben, und ich trage durch einen Minijob bei der Nachhilfeschule ein wenig dazu bei. Meine Familie hat mich sowieso dazu überreden müssen, studieren zu gehen, eigentlich wollte ich früher aufgrund der Lage lieber gleich Geld verdienen wollen. Aber so ist es nunmal gekommen und damit muss man leben. Ich bin ja trotzdem damit zufrieden wie mein Leben gerade ist.

    Ich musste mich auch mit Bafög, Studiendarlehen und Jobs über Wasser halten und bin dankbar dafür, dass meine Familie mich mental unterstützt hat. Aber anscheinend ist das heute alles schwieriger geworden, weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Meine Kinder sind ja in deinem Alter oder älter, ich würde das in der Situation nicht von ihnen erwarten. Aber wer weiß, was mal alles noch auf einen zukommt und wie man dann selbst reagiert.

    Jedenfalls wünsche ich dir alles Gute.

    In den 4 Fächern, die ich studiert habe, bewege ich mich immer noch deutlich sicherer und das fachfremde Unterrichten kostet viel Zeit und Einarbeitung. Ich werde nie ein Profi für Sport und Englisch werden und dass ich das weiß, macht die Sache auch nicht besser. Also hier nochmals eine Stimme dafür, dass es auch wichtig ist, die Fächer zu studieren und nicht nur Pädagogik, das wollte ich noch zu bedenken geben.

    OT: Ich finde es schade, wenn man als junger Mensch nicht bereit ist, irgendwo hinzuziehen, um seinen Traum zu erfüllen und lieber zu Hause hängen bleibt. Es gibt nichts schöneres als das Gefühl, auf eigenen Füßen zu stehen und eine eigenständige Persönlichkeit zu werden/sein. Und wenn es finanzielle Probleme sein sollten - wir leben in einem Sozialstaat. Wenn es private Gründe sind: Er/sie bleibt bei dir oder nicht, das hängt nicht vom Wohnort ab. Aber bestimmt ist es ein zu pflegender Angehöriger, das ist irgendwie aktuell.

    Schwäbisch Gmünd ist von Esslingen jetzt aber auch nicht so viel weiter weg als Ludwigsburg. Obwohl, ich habe von Gmünd von ca. 14-26 Menschen in meinem Umfeld nur Positives gehört. Kann also nicht diese PH sein.

    Also ich habe Kolleginnen, die in Ludwigsburg oder Schwäbisch Gmünd studiert haben. Und die sind alle kompetent. Jammern tut auch keine. Irgendeinen "schlechten" Dozenten hatten wir doch alle mal. Das kann man kompensieren. Aber früher war ja auch mehr Lametta. :weissnicht:

    Ludwigsburg, weil fossi das meinte. In Esslingen kann man überhaupt nicht Grundschullehramt studieren.

    Ich verstehe immer noch nicht, warum du nicht grundständig Grundschullehramt studieren willst. Wenn das dein Lebenstraum ist, sollte es dir doch wichtig sein, bestmöglich ausgebildet und wirklich gut in deinem Beruf zu sein.

    Wir haben schoolfox und wir finden das alle super. Kommunikation mit Eltern und Kollegen super, man kann Material verschicken, Fotos, News, online-Unterricht usw., usw. Du machst auch beispielweise nur einen Klick und siehst am Ende des Schuljahres sämtliche Fehlzeiten eines Kindes oder auch mal so zwischendurch, wenn jemand oft fehlt. Wenn was ausfällt, gibt man eine Notfallnachricht raus, sieht, wer es gelesen hat, usw. Vorbei die Zeiten den elenden Telefonketten.

    Ich bin für alle Klassen freigeschaltet, in denen ich unterrichte und kann auch da mal Eltern schnell was schreiben. Morgens sehe ich per Abwesenheitsmeldung, wer fehlt. Fehlt jemand unentschuldigt, schicke ich den Eltern eine kurze Nachricht und weiß Bescheid. Alles eingerichtet, ist nur ein Klick. Da wir nur stundenweise eine Sekretärin haben, ist es für uns eine gute Lösung bzgl. der Krankmeldungen.

    Ich gehe jetzt mal mein Kollegium durch:

    Ich: Zuerst war ich oben und Mann war Student, jetzt ist er oben :P^^

    SL: Der Mann der SL nimmt Berufswechsel vor und studiert gerade was Soziales

    2 Kolleginnen: Single und auf der Suche, daten Handwerker

    1 Kollegin: 4 Kinder, ihr Mann ist Hausmann

    1 Kollegin: Geschieden, alleinerziehend, im ewigen Rechtsstreit mit dem Ex, der keinen Unterhalt zahlt und was von ihren Pensionsansprüchen will

    2 Kolleginnen: Mann irgendwas beim Daimler, aber wahrscheinlich "oben"

    1 Kollegin: Mann Elektriker

    3 Kolleginnen: weiß ich jetzt nicht genau, aber nur, dass mindestens noch 1 kein Akademiker ist, die anderen weiß ich nicht...

    Also die o.g. Kosmetikerin macht wohl nur den Direkteinstieg, wenn sie zusätzlich zu ihrer Ausbildung auch noch einen Bachelor hat, aus dem sich 2 Schulfächer ableiten lassen. Nur mit der Kosmetikerinnenausbildung macht sie evtl. etwas anderes. Meine Lernbegleitung für ein krankes Kind ist beispielsweise auch gelernte Kosmetikerin. Sie hat sich bzgl. Direkteinstieg informiert. Sie müsste erst einmal Abitur machen, dann studieren, hieß es. Also ganz so schnell geht es auch nicht.

    Da kann es dann nicht sein, dass dieses eine Kind so eine extreme Sonderbehandlung bekommt und alle anderen Kinder in ihrer Förderung kürzertreten müssen, weil mir die Zeit fehlt.

    Das sehe ich auch so. Vorher war eins meiner ADS Kinder dran, weil die Grundschulempfehlung bald ansteht und wir gemeinsam (Eltern, Beratungslehrer, schulpsychologischer Dienst) nach der bestmöglichen Lösung suchen. Wir haben in der GS ALLE Kinder und da ist nix einfach oder für alle gleich.

    Ich lese das hier:

    Bei den Zielen einer Klassenfahrt bestimmt also die Minderheit, das eine Kind, das Programm der Fahrt und alle anderen haben sich gefälligst anzupassen.

    Und ich halte es eben nicht für Zumutbar, daß die Mehrheit immer und immer wieder unter dem Vorwand der Inklusion alles Mögliche und Unmögliche ertragen muß. Die Mehrheit muß schon jeden einzelnen Tag im normalen Unterricht Rücksicht auf dieses eine Kind nehmen.

    Allein schon wenn ich dies hier lese, weiß ich, daß in der Klasse regelmäßig kein ordentlicher Unterricht möglich ist, weil die Lehrerin sich spontan um das einzelne Kind kümmern muß:

    Ich gehe einfach mal davon aus, dass diese Begleitung spontan von Nöten ist und der Unterricht abgebrochen wird.

    Mein Unterricht wird nicht abgebrochen. Das Kind hat eine Schulbegleitung. Ich begleite es nur in Ausnahmen nach Hause, das dauert 3 Minuten, wenn ich selbst schon Schulschluss habe.

    Ich werde so planen, dass das Kind, so gut es geht, mitmachen kann und wenn es absehbar nicht machbar ist, muss sich die Begleitperson kümmern. Ohne diese geht es nicht. Bin gerade dabei zu klären, wer das ist.

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