Die schriftliche Subtraktion kann man ja auf 2 Arten einführen: Ergänzen oder abziehen. Da es oft so ist, dass schwächere Klassen nicht damit klarkommen, wenn ich beides einführe und freistelle, wie man rechnet, vermittle ich meist nur noch das Ergänzungsverfahren, begleitet durch eine festgelegte Sprechweise. Dann können sie es wenigstens.
Beiträge von Zauberwald
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In den Ferien krank

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Sie ist ja keine Astronautin, die ein halbes Jahr im Weltraum schwebt. Es gibt genug Berufe, bei dem ein Partner nicht immer zu Hause ist.
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Eben nicht! Stehen die Stunden jetzt alle als "entschuldigt" im Zeugnis, wird der Anwalt dann zurecht im Nachgang fordern, daß die Zensuren auf dem Zeugnis zu ändern sind.
Es geht doch hier gar nicht um Zensuren oder habe ich das überlesen?
Es geht darum, dass die Mutter Entschuldigungen geschrieben hat, die aufgrund des Autismus der Tochter nicht zuverlässig abgegeben wurden. Sie wusste davon nichts, weil die Schule sie nicht informiert hat und war im Glauben, alles richtig gemacht zu haben. Nun kommt die Schule und trägt Fehlzeiten auf dem Zeugnis ein, weil Entschuldigungen fehlen. Die Mutter meint, alles richtig gemacht zu haben und geht zum Anwalt, weil diese Fehlzeiten auf dem Zeugnis ein schlechtes Bild vermitteln. Alles verständlich. Warum die Schule sich so empört, kann ich nicht nachvollziehen. Die Schule hat doch die Pflicht, unentschuldigtem Fehlen nachzugehen und die Eltern zu informieren. Die Schule soll die Daten hergeben, die Mutter reicht Entschuldigungen nach und gut ist. Zukünftig soll sie die Entschuldigungen zuverlässig auf anderem Weg einreichen. Gibt ja genug Möglichkeiten. So ein Zores...
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Nachweisen können wir die Tage - der Klassenlehrer hat das alles ordendtlich aufgeschrieben.
.... und dann ignoriert?
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Ich wundere mich etwas, dass die Erziehungsberechtigten nicht von der Schule über die unentschuldigten Fehltage informiert wurden Xandir83 . Habt ihr kein Mahnwesen? An meiner Schule - und auch an vielen allgemeinbildenden Schulen hier in der Gegend - werden recht schnell Briefe von den Klassenlehrkräften an die Erziehungsberechtigten (oder auch an die volljährigen SuS selbst) verschickt, um das Fehlen von Entschuldigungen anzumahnen.
Genau das wundert mich auch. Wenn Kinder mehrmals unentschuldigt fehlen, müssen doch die Eltern darüber informiert werden. Das könnte vor Gericht als Nachlässigkeit ausgelegt werden.
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Bei uns melden die Eltern die Kinder über schoolfox krank. Diese Nachricht sieht jeder, der in der Klasse unterrichtet. Also morgens kurzer Blick aufs Handy, wenn jemand fehlt. Ist ein Kind nicht krankgemeldet, klicken wir auf eine gespeicherte Nachricht (ist Ihr Kind krank...?) und bekommen schnell Antwort.
Ansonsten müsste die Sekretärin zu Hause anrufen, aber die kommt meist später, so dass wir das müssten. Aber in weiterführenden Schulen geht man fehlenden Kindern womöglich nicht so streng nach. Wir haben tatsächlich mal welche auf dem Spielplatz gefunden. Zeit vergessen.
Wir müssen im Klassenbuch die Fehltage eintragen und wenn das Kind entschuldigt ist, tragen wir (e) hinter dem Namen ein. Müsst ihr das nicht? Ich finde, die Schule kann nicht das ganze Halbjahr unentschuldigte Fehltage ignorieren, um dann auf dem Zeugnis mit der Keule zu kommen. Die Schule hätte nachhaken müssen. Die Schülerin könnte ja auch regelmäßig schwänzen, ohne dass es jemanden juckt und die Eltern wüssten davon nichts.
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Na ja, es gibt ja nicht nur die beiden Möglichkeiten
1. an der Schule zu bleiben und dauerhaft krank zu sein oder
2. 800 km weit weg zu ziehen
Wie wäre es mit einer Bewerbung an einer Schule
-50 km weit weg
- 80 km weit weg
-100 km weit weg ..... etc
Alles besser als 800 km. Wenn man sich da schulscharf bewerben kann, kann man das doch auch woanders. Es gibt doch nicht nur 2 Schulen in D.
Sie schrieb doch schon, dass das kein Zufallsprodukt ist, sondern, dass sie die Schule bewusst gewählt hat. Diese Schule ist ihr Wunsch. Obwohl ich mich immer noch frage, wie das ohne Ländertausch geht und ob sie eine Freigabeerklärung gebraucht hat oder hat. Wenn das Ganze auch ohne geht bei schulscharfer Bewerbung muss ich das nämlich ganz dringend einer Freundin weitergeben.
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Sicher. Manchmal ist das so. Insbesondere, wenn das klassische Modell der Rollenverteilung gewählt wurde.
Oder wenn der Mann bei der neuen Stelle das 3fache Bruttogehalt der Grundschulehrerin erhält. Da braucht man starke Argumente, um den anderen zu.überzeugen, den neuen Job nicht anzutreten. Besonders, wenn man sonst gar keinen hat.
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Nochmals zu meiner Frage oben. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist Nordsued über schulscharfe Bewerbung zu dieser Stelle gekommen. Das geht ja auch nicht von heute auf morgen. Bei uns laufen dabei Vorstellungsgespräche usw. Was ist denn mit der Freigabeerklärung? Hast du die schon Nordsued oder brauchst du keine?
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Muss man denn nicht das Ländertauschverfahren durchlaufen, um als verbeamtete Lehrkraft in einem anderen Bundesland arbeiten zu können? Ich kenne das nur so. Oder ist das bei schulscharfen Bewerbungen anders? Das wäre ja toll und eröffnete für viele neue Möglichkeiten.
Ich wüsste gerne, warum LAG nicht mitkommt. Da es keine schulpflichtigen Kinder gibt, die auch noch aus ihrem Umfeld gerissen werden, ist es weniger dramatisch. Du könntest ja schon einmal vorgehen, die Lage erkunden und dann könntet ihr euch in Ruhe was suchen und niederlassen. Wenn das bei ihr/ihm beruflich nicht geht, ist es natürlich nicht so einfach.
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Ich musste mit 5 Monate altem Baby zurückbleiben, während mein Mann in 450 km Entfernung eine halbe Promotionsstelle antrat. Weil das nur auf Zeit gedacht war und dieses Bundesland nicht verbeamtete, kamen wir nicht mit. Als die Kleine 1 Jahr alt war, suchte ich mir eine Tagesmutter und ging wieder arbeiten, weil ich verbeamtet werden wollte. Von daher weiß ich, was Trennung ist. Mit Säugling und ohne Verwandte.. Ich war da 27 und habe auch unter der Trennung gelitten. Daher habe ich mich nach 2 Jahren beurlauben lassen und wir sind zu ihm gezogen. Ohne dieses Opfer wäre ich wahrscheinlich so schnell nicht verbeamtet worden. Später haben wir wieder nach Bayern gewechselt wegen der berufl. Situation meines Mannes, waren auch wieder 450 km, aber südlicher. Mir hat es sehr gut gefallen, ich habe mich nach Oberbayern versetzen lassen. Dann kam die bessere Stelle für meinen Mann in BaWü, wir sollten alle mit, war Bedingung. Inzwischen hatten wir 2 Töchter. Jetzt sind wir seit 20 Jahren hier und mein Mann pendelt 1mal pro Woche für 2 oder 3 Tage wieder nach München, wo er bei seinem Bruder übernachtet. Er arbeitet wieder in seiner alten Firma. Lach. Einen weiteren Umzug wollte er mir nicht zumuten.
Ich weiß nicht, ob mein Mann umgekehrt diese Umzüge für mich gemacht hätte, wenn meine beruflichen Verbesserungswünsche das erfordert hätten. Einmal mussten wir sogar unser Haus verkaufen.Er wollte immer Karriere, was ihm zugegebenermaßen gelungen ist.
Mich beschleicht halt das Gefühl, dass ein Mann das einfach machen würde und wir Frauen uns wieder schlecht dabei fühlen, was ja hier auch noch befeuert wird.
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Dann habe ich dich falsch verstanden Nordsued
Wenn LAG erst einmal rät, dich krank schreiben zu lassen, dann würde ich das erst einmal machen und die Zeit nutzen um nach Alternativen zu suchen. Kannst du nicht versuchen wegen der psych. belastenden Situationen im Rahmen einer normalen Versetzung schneller weg zu kommen ... in die Region ...
Und wenn du dann merkst ... dass du immer noch weg möchtest so weit, kannst du diese Entscheidung immer noch treffen ...
Dann ist aber bestimmt die gewünschte Stelle weg. Das geht doch alles schon länger und wahrscheinlich wurden schon verschiedene Möglichkeiten durchgespielt.
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Dein Dienstherr missachtet hier seine Fürsorgepflicht und du leidest offenbar gesundheitlich sehr. So sehr, dass ein Dienst an deiner „Stammschule“ gesundheitlich auf Dauer nicht möglich zu sein scheint.
Gehe sehr zeitnah den Weg über Atteste und konsultiere einen guten Fachanwalt. Eventuell lässt sich hier ansetzen.
Das ist aber kein einfacher Weg. Wie soll man denn beweisen, dass die Zustände an der Schule einen krank machen und bewirken, dass man deshalb da weg muss? Wenn das akzeptiert wird, müsste man aus Fürsorgepflicht alle anderen da ja auch rausholen. Ich stelle mir das alles sehr schwierig vor, vor allem, wenn man sowieso schon angeschlagen ist.
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Sehe gerade, dass du schon krank bist und dein Partner vorschlägt, dass du dich krankschreiben lässt. Das ist keine Lösung, nur Aufschub des Problems, aber hilft wahrscheinlich kurzfristig.
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Bei 800km und dem Stress, sich im Idealfall jedes oder jedes zweite Wochenende zu sehen, würde ich mir das wirklich SEHR gut überlegen. Denn ein Partner, der 800km weit weg wohnt - das ist ja fast die Maximalentfernung, die man in Deutschland entfernt leben kann - kann gar nicht in derselben Form für einen da sein, als wenn man mit ihm zusammenlebt. Umgekehrt gilt natürlich dasselbe.
Ganz ehrlich, Sprüche wie "eine echte Liebe hält das aus" oder "Ihr könnt Euch ja in den Ferien sehen" halte ich für das, was sie sind. Sprüche.
Ein solches Vorhaben ist eine einseitige, sehr heftige und möglicherweise irreversible Veränderung, die sich natürlich auch auf die Beziehung auswirken wird."Ich fliehe wegen meiner desolaten beruflichen Situation 800km weit weg an eine andere Schule und hoffe, dass dort alles besser wird."
Schulisch kann das sogar so sein, auch wenn es darauf keine Garantie gibt. Aber beziehungstechnisch ganz sicher nicht. Es wäre eine Entscheidung, die Du für Dich triffst und die von den Auswirkungen her klar gegen den Partner ginge, auch wenn bzw. gerade weil er daran keinen Anteil hat.
Wäre ich dieser Partner, würde für mich trotz allen Verständnisses für die Situation meiner Partnerin immer im Raum stehen, ob unsere Beziehung nicht ausreichend stark war bzw. ihr ausreichend Halt gegeben hat, dass sie deswegen unserem Kind und mir ein völlig anderes Leben aufzwingt, das ich so nicht haben wollte. Ich würde meine Partnerin unendlich vermissen und wäre kreuzunglücklich, dass ich sie nur noch am Wochenende - und vermutlich nicht mal an jedem Wochenende - sehen könnte.
Wäre es eine temporäre Episode, würde ich das nolens volens mittragen. Aber ein solcher Schritt wäre ja vom Grundsatz her auf Dauer ausgelegt. Ich wüsste nicht, ob ich das packen würde. Und ich würde dann irgendwann auch darüber nachdenken, ob eine Trennung dann nicht die langfristig weniger schmerzhafte Entscheidung wäre. (Wie ich mich dann entscheiden würde, wäre natürlich noch einmal eine ganz andere Sache.)Frage am Rande:
Spielt irgendeine andere Person außer dem LAG bei dieser Entscheidung, so weit weg zu gehen eine (positive) Rolle?Verstehe ich alles. Auf der anderen Seite verlangst du, dass sie darauf verzichtet, aus dem beruflichen Desaster zu entkommen, nur damit man mehr von der Partnerschaft hat. Vielleicht wird sie ja krank und zerbricht daran. Wenn da so viel Liebe im Spiel ist, könnte doch der Partner sich auch auf die Socken machen. Fühlt er sich denn gut dabei, wenn sie leidet, nur damit die Partnerschaft nicht ins Wanken kommt? Vielleicht käme sie ja durch diesen Verzicht ins Wanken und es stünden Vorwürfe im Raum.
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Mein Senf dazu: Lass dir hier kein schlechtes Gewissen machen. Nimm die Stelle, an deiner Schule gehst du kaputt, da wird sich nichts ändern und wenn sie merken, dass du weg willst, wird sich die Situation eher verschärfen. Kind geht sowieso bald seiner Wege. Bei den Tieren wird sich eine Lösung finden. Viele Kontakte scheinst du auch nicht zu haben. Schade, dass dein LAG anscheinend nicht kompromissbereit ist, aber vllt. findet sich mit der Zeit eine Lösung. Immerhin hast du einige Wochen im Jahr schulfrei .... Probiere es! Bestimmt tut es dir gut.
Ich selbst musste mehrmals mit Kind und Kegel umziehen, mein Mann hat gar nicht groß Rücksicht genommen, aber arbeitslos sein wollte er auch nicht.
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So ist es auch. Es war bei mir so und jetzt, bei den etwas jüngeren Kolleginnen, war es in den letzten Jahren auch nicht anders. Man bekommt das Schreiben, die Urkunde, infos (durch die SL) und darf sich dann überlegen, wann man den freien Tag nehmen möchte.
Es ist sogar bei uns so. Meine Chefin bestand darauf, dass ich den freien Tag sofort nehme, weil ich ihn sonst nie nehmen würde. Hab ich dann so gemacht.
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Ich habe aus dem 2. Weltkrieg noch zwei Volks-Gasmasken, die damals für die Zivilbevölkerung gedacht waren, weil mit Giftgas-Bombenangriffen gerechnet wurde, im Keller liegen.
Wir haben auch noch Gasmasken auf dem Dachboden meiner Oma und eine Truhe mit Geld in verschiedenen Währungen, weil das Saarland ja öfter seine Nationalität geändert hatte in den letzten 200 Jahren.
Allerdings wurde uns nie vermittelt, dass es schrecklich gewesen sei, zu Frankreich zu gehören. Meine Großeltern konnten fast alles auch auf französisch sagen und verstehen, Brautkleider und Taufkleider wurden immer in Frankreich gekauft, da sie dort angeblich schöner sind und mein Papa fuhr nur französische Autos, vllt. konnte er sich auch ein deutsches nicht leisten, das weiß ich nicht so genau. Auf alle Fälle sehe ich es so, dass wir auch Frankreich lieben (ein paar km von der Grenze entfernt) und es gibt in der Familie eher herzliche Geschichten, die von französischen Besatzern erzählt werden als gruselige, wie man vllt. vermuten könnte.
Wie sich mein damals 17jähriger Onkel kurz vor Kriegsende selbst gerettet hat, will ich hier lieber nicht schreiben.
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Inzwischen habe ich das Gefühl, die persönliche Betroffenheit ist fast schon in Gewohnheit umgeschlagen.
Nein, mir macht das alles Angst und Sorgen. Aber ich kenne ja auch noch die Erzählungen meiner Großeltern über beide Weltkriege und von meinem Onkel, der mit 17 noch eingezogen wurde.
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