Beiträge von Zauberwald

    Als ich Schülerin war, hatten wir im Gymnasium normalerweise täglich 6 Stunden, kaum Doppelstunden. Neben den schriftlichen Hausaufgaben wurden wir am nächsten Tag beispielsweise auch in Erdkunde, Bio, Musik und/oder Latein abgefragt. Ich habe spätestens ab der Mittelstufe auch den ganzen Nachmittag gelernt. War in einer reinen Mädchenklasse, da wurde alles auswendig gekonnt.;);(

    Zauberwald: Ist das eine besonders auffällige Klasse oder so die Durchschnittsklasse, die du hast? Wenn letzteres, wie hoch schätzt du die Übertrittsquote ans Gymnasium bei dir? Gibst du die Kinder mit gutem Gewissen ans Gymnasium oder hast du Bedenken, dass sie es nicht schaffen könnten bei den beschriebenen Problemen?

    In meiner letzten Klasse gab es 11 Nationen bei 18 Kindern und auch viele Probleme, v.a. sprachlicher Art. 4 - 6 werden davon wohl aufs Gymnasium gehen. Die jetzigen kenne ich erst 5 Wochen und habe vom bisherigen Eindruck her eine gute Handvoll Kinder ohne irgendwelche Probleme. Ca. ein Viertel. Und es ist ein völlig anderes Klientel. Es sind andere Themen, die es den Kindern schwer machen. Evtl. auch noch coronabedingte.

    Irgendwie sonderbar, da fragt jemand "steht mir ein freier Tag an meiner Hochzeit zu" und 10 Seiten später sind wir um etwa 100 ungefragte Ratschläge reicher. Kindergeburtstage werden zu groß gefeiert, heiraten in den Ferien ist nicht nur erwartbar, sondern auch viel schöner. Lehrer ist kein richtiger Beruf und Teilzeit arbeiten etwas für Menschen, die ihren Partner nach dessen Beruf ausgewählt haben. Manch einer kennt gar Damen. Sind Vollzeitkräfte eigentlich dann richtige Lehrer und kinderlose Beamte angemessene Gesellschaftsteilnehmer oder nur Nutznießer des Systems? Und ist Topfschlagen zum Kindergeburtstag okay? Hoffe auf Antworten von jemandem, der alles ganz genau weiß.

    Fast so schön zusammengefasst wie damals von der Herzblatt-Susi.

    Hier wird man als Lehrerin von Eltern angeschrieben, dass die ganze Familie die Matheaufgaben nicht kann. Zahlen eintragen im Zahlenstrahl (Zahlenraum bis 1000), ohne Migrationshintergrund, also keine Sprachprobleme.

    Die Kinder sind nicht mehr erzogen, quatschen während Autorenlesungen, gemeinsamen Veranstaltungen oder Konzerten miteinander, können sich nicht konzentrieren, brauchen 10 Minuten bis das Material vollständig auf dem Tisch liegt, können nicht warten, müssen ständig aufs Klo, wenn es anstrengend ist und wenn es nicht funktioniert sind alle anderen Schuld. Oder die Eltern streben nach der Diagnose ADHS. Ein Drittel meiner SuS hat das mindestens diagnostiziert, soweit ich es weiß. Was ist das denn??? Das kann doch nicht sein.

    In Bayern und ich meine auch in Sachsen gibt es noch die notenabhängige Grundschulempfehlung. Für das Gymnasium braucht man 2,3 in Deutsch, Mathe und Sachunterricht (in Bayern).

    Da sind die Eltern natürlich auch hinterher.

    In Bawü ist es so, dass viele Kinder nicht richtig Deutsch können. Über 50% haben einen Migrationshintergrund. Meiner Meinung nach spielt das mangelnde Sprachvermögen durchaus eine Rolle. Bis sie in den weiterführenden Schulen ankommen, hat sich das vllt. schon ausgewachsen, aber in der Grundschule spielt es eine große Rolle. Ausnahmen gibt es natürlich immer.

    Welcher Glaube? Als Kind sollte man regelmäßig Sünden bereuen und beichten, weil man schlecht ist. Hat man das auch den vielen missbrauchten Kindern und Jugendlichen erzählt, die von Priestern missbraucht wurden? Dass sie auch noch Schuld sind und mal lieber nichts erzählen?

    Tut mir leid, ich kann damit nichts mehr anfangen.

    Erlebe in diesen Zeiten nie, dass die Kirche ein Zeichen setzt. Das gibt mir den allerletzten Rest. Schönes Gerede hilft da nicht, es müssen Taten sprechen. Die sehe ich nicht. Tut mir leid. Ich finde auch überhaupt keine Antworten.

    Maylin85

    Verwirrend für den zweiten Teil, Teil 1 war bei mir als Kind ähnlich ;)

    Mein Mann ist kürzlich aus der Kirche ausgetreten. Unsere Kinder unterstützen das. Das letzte Argument für ihn war, dass die Kirche 8% der Dividende seiner Aktien erhält. Aber es hat sich noch nichts dahingehend geändert. Wir vermuten, dass ich auch noch austreten muss. Das gibt viel Post vom Ordinariat, habe ich doch die bayrische UND die württembergische Missio.

    Erster Tag, erste Stunde nach Krankheitswoche: Ich hielt gleich eine Vertretung. Eine, ach was, drei. In drei Klassen gleichzeitig in drei verschiedenen Räumen. Es waren so viele Kollegen ausgefallen, dass die vorhandenen Lehrkräfte für die Vertretungen nicht ausreichten und ich drei Klassen gleichzeitig betreute. Sie waren mit Arbeitsaufträgen versorgt und ich lief wie beim Zirkeltraining im Schulhaus im Kreis von einem Klassenzimmer zum nächsten und schaute alle paar Minuten bei jeder Klasse rein. Die erledigten auch brav ihre Arbeitsaufträge, und ob ich nun bei einer Klasse am Pult sitze und denen bei der Arbeit zuschaue oder zwischendurch von einem Raum in den nächsten laufe, spielt auch keine Rolle.

    Die ganze Situation war irgendwie skurril und ich fühlte mich als Supersarek, denn das hatte es an unserer Schule vorher auch noch nicht gegeben. :top: Beim Pendeln traf ich zwischendurch auf die Vertretungsplanerin, die mich in dem Moment über die dritte zu vertretende Klasse informierte, und da bekamen wir beide erst einmal einen Lachanfall. ^^

    Da warst du sicher froh, wenn die kranken Kollegen evtl. Material geschickt haben.

    Einige Antworten sind hier im Forum schon zu finden. Ob das Thema für eine Masterarbeit ergiebig bzw. zu empfehlen ist, wage ich allerdings zu bezweifeln.

    Ich glaube, diese Arbeiten haben nicht mehr die Bedeutung wie bei uns früher. Da zählten die viel mehr in die Endnote und waren auch viel umfangreicher. Ich meine, das hat sich ganz schön geändert.

    Das bringt mich zu der Überlegung, ob es dem Immunsystem nicht vielleicht doch ganz gut tun, hin und wieder mit Coronaviren in Kontakt zu kommen (mit dem Grundschutz der Impfungen und evtl. Genesung im Hintergrund natürlich), sodass ein ausreichender Antikörperspiegel im Körper vorhanden bleibt? So quasi peu a peu eine wiederkehrende natürliche Auffrischung der Immunantwort?

    Gibt es dazu irgendwelche Studien?

    Das fände ich gerade auch für Kinder wichtig, die ja auch meistens nicht sooo stark erkrankt sind. Bevor der Aufschrei kommt, ja es gibt böse Ausnahmen, aber ist das bei anderen Krankheiten nicht auch so?

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