Beiträge von Zauberwald

    Kleine Anekdote aus den frühen 80ern: Irgendwann erwähnte unser Klassenlehrer im dritten oder vierten Schuljahr, dass wir froh sein dürften, dass nur einer der Väter in unserer Klasse arbeitslos sei.

    Eine Mitschülerin musste damals nach dem Unterricht zum Gespräch mit der Klassenlehrerin bleiben (Anfang der 5. Klasse), weil ihre Eltern geschieden waren. Frage mich bis heute, was da wohl besprochen wurde.

    Gesamtschulen, bzw. Gemeinschaftsschulen, die bis zum Abitur führen, wären doch eine gute Lösung für ländliche Gebiete, um Kindern lange Fahrwege zu ersparen. Sogar in BY gibt es aus diesem Grund die "Gesamtschule Hollfeld" seit ca. den 1980ern als Schulversuch, gerne auch von Lehrerkindern oder Kindern anderer Akademiker, sowie auch von so gut wie allen genutzt, denn die Alternative wäre gewesen in das weit entfernte Bamberg oder Bayreuth zu fahren (ca 40 km und mehr), wenn man unbedingt ein Gymnasium besuchen wollte.

    Grundschulen sind ja auch Gemeinschaftsschulen.

    Das meint in guten Einzugsgebieten Realschulen und in schlechten Einzugsgebieten Hauptschulen. Oder hast du da andere Erfahrungen?

    Im Saarland und Schleswig-Holstein habe ich keine Erfahrungen, weil ich in Bawü lebe. Hier gibt es neben den Gemeinschaftsschulen auch noch Realschule, Hauptschule, Werkrealschule, Gymnasium. Die Gemeinschaftsschulen sind je nach SL und Ruf mehr oder weniger beliebt. Bei uns wechselte mal eine Klasse nach der 4. zu 90% an die Gemeinschaftsschule, weil sie unbedingt zusammen bleiben wollten. Da waren auch einige Akademikerkinder dabei. Die Arbeitsweise dort hat Eltern und Schüler überzeugt. Aber diese Schule hat einen sehr guten Ruf im Einzugsgebiet.

    Wurden sie das? In den meisten Fällen besteht doch die alte Schulform weiter und wurde nur umbekannt. Ich dachte, das wäre den meisten Lehrern bewusst.

    Im Saarland und in Schleswig Holstein gibt es sicher keine Realschulen mehr. Bin zu faul, die anderen Bundesländer zu googeln.

    Da gibt es aber auch keine Hauptschulen mehr, sondern Gymnasium und Gemeinschaftsschule - wie der Name schon sagt.

    Bei uns kann man dem Beruf der Eltern nirgends nachlesen. Die Aussage wundert mich etwas...

    Natürlich erfährt man von dein Kindern oft etwas, aber ich weiß bei vielen Eltern nicht, was die Eltern beruflich machen.

    Das wundert mich auch. Wo steht denn der Beruf der Eltern? Ich bin ja immer bei den Schulanmeldungen dabei, hier gibbet dat nich.

    Fallen Angel : Genau, sollte "aussieht" heißen - ich schreibe gerade am Handy und da kommt manchmal Mist heraus.

    Mich interessiert die Frage, weil ich bislang das Gefühl hatte, dass überproportional viele User ihre Kinder am Gymnasium beschulen lassen, und durch die Umfrage schauen wollte, ob das auch tatsächlich so ist.

    Ich würde bei meinen Kindern dieselben Maßstäbe anwenden wie ich es bei Viertklässlern empfehlen würde: Sehr gute Leistungen in den Hauptfächern = Gymnasium; im Zweifelsfall eher die niedrigere als die höhere Schulform.

    Und oft gibt es nur die Wahl zwischen Gymnasium und Gesamtschule/Gemeinschaftsschule, weil in einigen Bundesländern die Realschulen abgeschafft wurden.

    Wir lüften immer noch fast durchgehend und machen nur zwischendurch mal 10 Minuten zu, wenn es allzu arg wird. Mir wäre bei nur alle 20 Minuten Stoßlüften auch absolut nicht wohl und ich bin froh, dass die Schüler noch so klaglos mitziehen. Spaß macht es allerdings nicht.

    Hier ist Schwarzwald und wir halten es nicht sooo lange aus.

    Wenn die Schulleitung diesen Saustall toleriert, kannst du nicht viel machen. Als Neue(r) bekommt man immer die blödesten Schüler und das blödeste Klassenzimmer. Leider.

    Ich plädiere auch für Nr. 2 und hänge bloß nicht das Lehrersein wegen diesen Zuständen an den Nagel. Aber du musst da raus. Hauptschulen gibt es in BaWü nur noch wenige, aber Gemeinschaftsschulen. Die sind teilweise sehr viel besser als ihr Ruf, hängt aber auch sehr von der SL ab.

    Alles Liebe dir.

    Ich mache es genauso und komme so locker auf 10 000 Schritte (Rekord an einem Schultag 35 000 Schritte und 39 Treppen) (und deshalb besitze ich einen Rollkoffer, wurde in einem anderen Thread belächelt. In letzter Zeit bereite ich fast alles in der Schule vor, dann reicht eine Handtasche für meine privaten Dinge. Notfalls gibt es noch einen großen Rucksack.)

    Das Schleppen ist mein größtes Problem. Ich bin mit Rucksack unterwegs und der ist zuweilen sehr schwer. Ich lasse inzwischen auch vieles in der Schule, bzw. bleibe länger, damit ich nicht so viel hin- und hertragen muss. An einen Rollkoffer habe ich auch schon gedacht.

    Unsere aktuellen Fünftklässler sind eine Katastrophe (alle mit 1-2 in Mathematik zu uns gekommen), bei den schriftlichen Rechenarten sitzt die Addition sicher, die Subtraktion zumindest ansatzweise (von Umkehraufgaben und Zusammenhang zwischen Addition und Subtraktion wollen wir nicht anfangen, ich hab meine alten Hefte hier, das haben wir ab der 1. Klasse gemacht, so weit können die Anforderungen ja nicht gesunken sein), Multiplikation und Division sind schon beim Kopfrechnen eher Glückssache, in der schriftlichen Variante das seltsamste was ich je gesehen habe.

    Ich stelle fest, dass bei meinen jetzigen Zweitklässlern das 1plus1 im Zahlenraum bis 20 immer noch unsicherer ist als sonst. Für mich hat das schon mit der fehlenden Übung während der Schulschließung zu tun. Klar, hatten sie schriftliche Aufgaben zu erledigen, aber das scheint nicht das Gleiche zu sein als wenn man die Aufgaben im Unterricht übt.

    Was die Eigenständigkeit der Referate angeht, so hat man das mit ein bisschen Erfahrung schnell raus, ob da die Eltern im Hintergrund mitgeholfen haben.

    Meine Kinder wollten das immer alleine machen. Im Gymnasium sagte ich zu ihnen: "Ihr wisst schon, dass die anderen Eltern helfen, ich hoffe, der Lehrer bestraft dich nicht." Ich durfte immerhin die Rechtschreibfehler aus der Powerpoint in der 5.Klasse entfernen. Die Lehrer waren durchgängig sehr fair. Da die Präsentationen zu Hause vor der Familie geübt wurden, sahen wir als Eltern natürlich, dass das nicht perfekt ist. Aber es war alleine gemacht und die Lehrer merkten das garantiert. Die Noten fielen immer sehr wohlwollend aus, also haben wir das so beibehalten.

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