Beiträge von Nymphicus

    Was zur Hölle ist hier eigentlich los? Es wurde NIE von Seiten der Hersteller behauptet, dass diese Impfung gegen die Infektion schützt! Das ist auch nicht der primäre Sinn und Zweck der 3. Impfung, dabei geht es immer noch um den Schutz vor schwerer Erkrankung, der gegen Delta leider nachgelassen hat. Wollt ihr euch hier so eine Art Paralleluniversum hochziehen mit der Covid-Impfung als Stein der Weisen?

    Das wurde im Februar vom Biontecherfinder Sahin höchstselbst medienwirksam verbreitet. Bildschlagzeile: Uigur Sahin: Geimpfte sind NICHT mehr ansteckend.

    z.B.:

    https://www.rnd.de/gesundheit/…5AXFCMDBCDBSAZJQRLBA.html

    oder hier:

    https://www.bild.de%2Fpolitik%2Finland%2Fpolitik-inland%2Fcorona-impfheld-ugur-sahin-in-bild-geimpfte-sind-nicht-mehr-ansteckend-75557532.bild.html&usg=AOvVaw2flAzmXOoDiu4qiRaT0bB8


    Ich würde also mal meinen Ton zügeln, denn Du bist hier in einem Paralleluniversum unterwegs.

    So was wie bei Windpocken und Gürtelrose oder im schlimmeren Fall Masern und SSPE.

    Eben, genauso ist es. Die Argumentation mit "schwerem" und leichtem Verlauf war und ist von Anfang eine Beruhigungspille gewesen, denn der schwere Verlauf ist keine notwendige Voraussetzung für chronische Folgen und für die meisten Symptome außer Kurzatmigkeit und mWn Nierenschäden nicht einmal ein Prädiktor. Weiterhin sagt die Frühsymptomatik nichts über ein etwaiges langfristiges Voranschreiten aus. Die Schadwirkung entsteht durch die Wirkung auf die Gefäße oder möglicherweise durch Entzündungsprozesse im Gehirn von denen man in der Frühphase nicht viel merken muss. Es gibt etliche virale Erkrankungen mit langfristiger Schadwirkung, bei der sich die Initialinfektion nicht oder nur kaum bemerkbar macht.

    Nymphicus.

    Witzig zu sehen, dass wenn ich hier alle paar Monate reinschaue, ich einigen Obsessiven wohl immer noch nicht aus den Kopf gehe.

    Richtig, aber "Long Covid" wird hier im Forum als die absolute Geißel der Menschheit dargestellt, schlimmer als HIV und Krebs zusammen.

    Fakt ist, dass Long Covid erst einmal nur eine längere Erholungsphase mit Residualymptomen ist. Davon spricht man grundsätzlich erst einmal, wenn Auswirkungen (z.B. Geschmacksverlust) nach 28 Tagen noch vorhanden sind. Das sind 1-3% (eher 1-2%), richtig. Bei einem großen Teil dieser Patienten verschwindet das aber spätestens nach 56 Tagen.

    Only 25 (1·8%) of 1379 children experienced symptoms for at least 56 days. = 2 Klassen durchseucht heißt ein chronisch krankes Kind.


    Polio ist in 99% der Fälle symptomlos. Ein Grund Polio grassieren zu lassen? Masern ebenso. Von diesen Krankheiten, wie von Covid wissen wir, dass Covid pathologische Dauerveränderungen im Körper anrichtet und Fachleute (also nicht die, die in der Springerpresse rumgereicht werden) warnen eindringlich. Ausgang noch völlig offen. Anosmie ist etwa so gut wie immer ein Anzeichen von Gehirninfiltration durch die Riechnerven. Es gibt weiteres. Nicht jeden Schaden muss man symptomatisch bemerken.

    Dass Long Covid faktisch eine längere Erholungsphase ist und kein eigenständiges Krankheitsbild ist, in vielen Fällen bislang auch mit offenemen Ende, ist einfach Unsinn.

    Zu der Wahrheit gehört aber auch, dass die (zu späten) ernsten Warnungen der Chinesen danach aber auch vom Westen ignoriert und bagatellisiert wurden. Z.T. bis heute. Anhand des Versagens fällt es mir schwer zu glauben, dass eine gebotene frühzeitigere Warnung aus China etwas an unserem Schicksal geändert hätte. Selbst heute noch wandeln wir auf diesem Pfad, denn eine konsequente Strategie im Umgang mit Corona, die über Maximierung der Wirtschaftsleistung hinausginge, vermag ich kaum zu erkennen.

    Es zeichnet sich eine sehr ernüchternde bis ernste mittelfristige Perspektive für den Kampf gegen SARS-CoV2 ab. Es ist noch lange nicht vorbei und wer das Ende der Pandemie herbeireden will, ist genauso an der Realität vorbeigerauscht, wie die, die das letzten Sommer taten. Die aktuellen Zahlen aus Israel haben folgende Implikationen:


    Der Immunschutz geht nach 6 Monaten rapide zurück / ist durch Delta derart kompromittiert, dass eine Schutzwirkung gegen Ansteckung nur noch wenig besteht. D.h. die Impfung hat als Schutz gegen LongCovid, leichte Verläufe vielleicht ein Verfallsdatum von 6 Monaten. Der Schutz gegen schw. Verläufe ist noch deutlich ausgeprägt, allerdings ist auch dieser nicht so hoch, dass man einen derartigen Verlauf als zu vernachlässigendes Risiko bezeichnen könnte.


    Mit Gamma und Epsilon sind bereits Varianten unterwegs, die die Impfwirkung noch deutlich stärker herabsetzen. Im Labor zeigten sich bei künstlicher Evolution SARS-CoV2 Varianten, die noch wesentlich ansteckender sind und die generell immer unempfindlicher für die humorale Immunabwehr werden (was kreuzgefährlich ist). Umso mehr Ansteckungen wir zulassen, gerade bei laufender Impfkampagnen, züchten wir fleißig weiter Mutanten. Der Expertenrat von UK warnte kürzlich vor der Gefahr einer wesentlich tödlicheren Variante mit bis zu 35% Todesrate. Das ist durchaus eine denkbares Gefahrenszenario, denn SARS-CoV2 ist eng mit MERS verwandt und hinsichtlich des einschlägigen Rezeptors nur wenige Mutationsschritte von dessen gewebezerstörenden Eigenschaften entfernt.


    Umso mehr Varianten unterwegs sind, desto schwieriger wird es schließlich auch zu Impfen (siehe Grippe, nur hier potentiell nach oben offen). Was ist wenn gesundheitliche Probleme auftreten, wenn man alle paar Monaten auf zig Varianten impft? Noch nicht absehbar.


    Neue Daten aus Israel.

    Der Anteil der Zweifachgeimpften liegt etwas über 50%. Es zeigt sich, dass Schutz gegen schweren Verlauf noch deutlich vorhanden ist, diese dadurch aber nicht als weitgehend ausgeschlossen bezeichnet werden können. Schutz gegen "leichte Erkrankung" (wobei bekanntlich auch da genug Langzeitfolgen drohen, sagen wir mal besser Verläufe ohne Hospitalisierung) kaum mehr vorhanden / bricht schnell weg. Trotz weit fortgeschrittener Impfkampagne Inzidenz 500 / 100.000. Es ist überhaupt nicht vorbei, wer jetzt nach allumfassender Lockerung quengelt lässt mal wieder die Realität an sich vorbeirauschen.

    Neue Varianten heißt auch eine höhere Gefahr für Neuansteckung; jedes mal drohen wohlmöglich die bekannten und auf möglicherweise sehr ernste Sequelae hindeutenden Gefäß- und Nervenschäden bei einer Teilmenge der Erkrankten.


    Noch haben wir die Chance glimpflich davonzukommen, aber nur wenn die Vernunft einzug hält und eine dauerhafte Niedriginzidenzstrategie folgt und Neumutationen entweder global ausgemerzt oder zumindest durch Grenzkontrollen abgehalten werden. Impfbemühungen müssen koordiniert werden, der Schengen raum muss sich gemeinsam an die Unterdrückung von Virusvarianten machen. Länder, die in laufender Impfkampagne weiterhin hohen Inzidenzen zulassen spielen mit unser aller Zukunft und sollten entsprechend ihren eigenen Weg (hinter dem geschlossenen Schlagbaum) gehen.

    Vielleicht wusste man es nicht besser?

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass Drosten zu jeder Zeit klar war, dass Atemschutzmasken wirksam sind. Genauso wusste man von SARS-CoV1, das auch auf den ACE2 Rezeptor geht, dass es Spätfolgen gibt. Genauso wusste man, dass es nicht nur eine Grippe ist. Genauso wusste man, dass die Antikörpertiter gegen Coronaviren schnell sinken und die Impfung im Alleingang die Pandemie nicht beendet. Ich gebe elCaputo völlig Recht, es hat sich ein Politikstil etabliert, der kein Problem damit hat aus Bequemlichkeit selber auf Fakenews zurückzugreifen und jetzt kratzt man sich verwundert am Kopf, wo auf einmal die ganzen Spinner herkommen, die an Mikrochipimpfungen und Flache Erde glauben. Tja, manche Leute suchen sich halt beliebige neue Informationsquellen, wenn Sie das Vertrauen verlieren und geraten dabei oft an Leute, die nichts gutes im Schilde führen.

    Das nennt sich Wissenschaft (und ja, auch damit habe einige Menschen so ihre Probleme).

    Das war die Erklärung, die man der Öffentlichkeit anbot. In Wirklichkeit war es aber tatsächlich so, dass sich die Kapriolen und Unaufrichtigkeiten der Politik damit nicht erklären lassen. Man behandelt die breite Masse wie unmündige Kinder, denen man pädagogische Lügen aufgetischt werden. Wie war es denn mit Astra Zeneca, was wurde das hochgelobt, nur um dann in die Tonne zu fliegen. Alles Folgeprobleme, dass man von Anfang an nicht ehrlich war und anders als in Taiwam oder Neuseeland es nicht hinbekommen hat über SARS-CoV2 authentisch zu informieren und mit offenen Karten zu spielen. Wir leiden heute noch unter den Lügen des Februar 2020.

    Dass es Durchbruchsinfektionen gibt, der Impfschutz gegen symptomatische Verläufe nach 6 Monaten stark zurückgeht, geimpfte 1a Voraussetzungen für Immune Escape Mutationen bieten und sie die Krankheit weitergeben und die Impfung bei manchen nicht anschlägt, all das hast Du sicher berücksichtigt?

    Von wegen Troll. Die Träumereien, denen hier so mancher von einem Covid freien Neuseeland nachhängt, samt Auswanderung, sind nicht weit entfernt von meinem Verweis aufs Schlaraffenland. Das ist meines Wissens auch ziemlich in der Nähe.


    No Covid ist illusorisch, auch wenn man noch so viele 'hätte' 'wenn' und falsche Konjunktive in seine Tagträumereien einbaut.

    Wir hätten jetzt NoCovid, wenn das kleine Delta-Problemchen nicht groß geworden wäre. Dauerhaft. Wir haben quasi mehrere Wochen NoCovid hinter uns. Gib doch einfach zu, dass Du einfach nur herumbockst, weil Du keinen Bock auf Maßnahmen hast, statt das hier als "ich würde ja gerne, aber es ist leider so unrealistisch" zu inszenieren.


    Die Argumentationsmuster hier grenzen aus meiner Sicht immer wieder an: "Wir haben uns jetzt Maßnahmenfreiheit verdient", "Ich will halt wieder normal leben" und blenden völlig aus, dass wir uns glücklich schätzen können, wenn keine viel größere Katastrophe noch passiert. Kindisch. Manchmal sieht man das im Spiegel, was man über die Straße brüllt.

    Muss man nicht, denn wenn man nicht wie ein Vollidiot den wertvollen Impfstoff in hohe Fallzahlen einer laufenden Pandemie reinimpft, wirklich ernsthafte Massentests durchführt endet der Spaß. Es wäre auch hilfreich gewesen wenn die Leute nicht massenhaft nach Malle strömen und man unbedingt die Fußballstadien füllen muss. Wenn Du einmal einen Impfstoff hast, der die Übertragung weitgehend einschränkt, musst Du nur noch Covid auf ein niedriges Niveau bringen. Wäre Delta nicht passiert, wäre Covid vorbei gewesen. Wir wären durch gewesen. Hätte man auf uns "Hardliner" gehört, wäre es nie zur massenhaften Verbreitung der Mutanten gekommen. Denn wenn Du die Herdenimmunität erreicht ist, verbreitet sich die Krankheit nicht wieder. A und O in dieser Phase ist es Mutationsgelegenheiten zu verweigern für die Krankheit. Jede Kombination von hoher Verbreitungszahl + vielen Geimpften heizt das Mutationsgeschehen an.
    Denn es gilt: geringe Fallzahl = geringe Mutationsrate.


    Delta ist mit etwas Glück die letzte Variante, bei der wir noch Herdenimmunität hinkriegen könnten. Danach ist der R-Wert endgültig zu hoch. Und dann leben wir in einer Welt mit regelmäßigen Covidwellen, mit absehbar schlimmen Gesundheitsfolgen, wenn wir Glück haben halbjährlichen Impfungen, wenn wir Pech haben helfen die nicht mehr und einer weiter mutierenden Krankheit die ansteckender ist als alles zuvor und gleichzeitig gefährlicher.


    Wie zuvor auch, ist das was ich schreibe die Realität. Nenn mich halt Troll, das tangiert mich nicht, da Du offensichtlich keine Ahnung von der Materie hast. Ich lache nur noch über solche Beiträge, die dem Kenntnisstand der Wissenschaft ein paar Monate hinterher hinken, bevor später dann so getan wird, als hätte ich nicht zuvor die Realität beschrieben ;)

    Unabhängig von LongCovid gibt es beunruhigende Veränderungen im Körper, hinsichtlich Gefäßschäden. Teilweise bei riesigen Anteilen der untersuchten Gruppen. Derartige Gewebeschäden sprechen für ernsthafte Gesundheitsfolgen, für die somit Indizien vorlegen, die wir in ihrer Breite aber noch nicht abschätzen können. Hinzu kommen, dass das hirngängig ist, teilweise über viele Wochen im Darm verbleibt etc. pp. Gäbe noch mehr. Fakt ist, wir haben Indizien für ernste Gesundheitsschäden, die in ihren Auswirkungen schwer absehbar sind. Der nächste Fakt ist, dass wir noch nicht wissen, wie sehr die Impfung dagegen zuverlässig schützt. Fakt ist auch, dass die Impfung eine inzwischen erhebliche Teilmenge der Geimpften nicht mehr vor Infektion schützt. Fakt ist auch, dass Durchbruchsinfektionen auch (habe eine Studie im Kopf die von etwa 20% ausgeht) zu LongCovid führen. Fakt ist auch, dass Geimpfte ansteckend sind. Fakt ist auch, dass wenn wir hohe Inzidenzen zulassen, wir den Vorgang der Immune Escape Mutationen befeuern und die Impfeffektivität potenziell noch weiter kompromittieren.


    Angesichts des Thema dieses Artikels, das alles nicht stärker herauzustellen und am Ende dass "Durchlaufen lassen" als eine sensible Lösung vorzustellen... also da fehlen mir einfach die Worte, freundlich ausgedrückt wäre, dass er bei der Recherche vielleicht geschlampt hat. Mir fiele auch Böseres ein.


    Zumal der R-Wert inzwischen wohl bei über 8 liegt. Mal gucken, was uns im ersten richtigen Delta Winter blüht. Das ist wie gesagt in der Liga von Masern und Windpocken, ansteckenderes kennen wir fast garnicht. Das heißt man geht an einer Person vorbei (auch draußen) und hat es dann. Das heißt auch, dass sich in zwei Tagen mal eben eine ganze Einrichtung durchseucht. Das heißt, dass sich die Erkranktenzahlen pro Generation mal eben verachtfachen. Die meisten können sich momentan noch garnicht vorstellen, was dieser R-Wert heißt. Wer sowas fabriziert, hat das alles nicht hinreichend durchdacht. Das ist jedenfalls meine Sicht auf die Dinge.

    Er marginalisiert LongCovid aber. Lediglich der Tonfall kommt umfassend informierend daher, der Inhalt ist es aber nicht. Wesentliche, gravierende Erkenntnisse werden einfach ausgelassen. Letztendlich spricht sich der Artikel für ein Durchlaufen lassen nach Impfangebot aus, was unsinnig ist, aus vielerlei Gründen. Baldige Durchseuchung im Gewand der Vorsicht. Sollte man sich nicht von täuschen lassen.

    Die Studie mit den Mikrothrombosemarkern wurde hier schon oft gepostet und nicht nur von mir. Tut mir leid, wenn Du das vergessen hast. Es waren aber in der Tat alle untersuchten Kinder der entsprechenden Studie.

    Ich verfolge das Thema hier nicht mehr so wirklich, ist besser für meine Nerven. Deshalb weiß ich nicht, ob es schon gepostet wurde:


    https://www.quarks.de/gesundhe…nfach-durchlaufen-lassen/


    Die Aufzählung finde ich persönlich ziemlich gut. Die Schlussfolgerung unten kann jeder sich selbst überlegen, ich teile sie soweit. Ist tatsächlich eine gute Leseempfehlung (für alle, egal welcher Meinung!)

    Verharmlosender Artikel, entweder handwerklich schlecht oder schäbig. Such es Dir aus. LongCovid ist nicht psychosomatisch. LongCovid betrifft viele. Asymptomatische Organ-und Gesundheitsschäden noch mehr. Covid gehts in Hirn, Covid vernarbt die Blutgefäße, Covid macht Mikrothrombosen. Letzteres Untersuchungen zu Folge bei 100% der untersuchten Kinder, egal ob schwerer oder leichter verlauf. Könnte man als Journalist herausfinden, wenn man ernsthaft informieren wollte.

    Keine Sorge, dieses demonstrative Normalität spielen wird zusammenfallen, wie ein Kartenhaus wenn es in den Herbst geht. Auch Großbritanniens "Freedom" mit geöffneten Clubs wird nur ein Intermezzo bleiben. Sollte sich das bestätigen, was wir über Delta und die Impfstoffwirksamkeit wissen, rollt ein Herbst auf uns gegenüber dem der letzte sich geradezu harmlos ausnehmen wird.

    Also ich habe gestern gelesen, es wären rund 500.000 Bürger:innen in UK in Quarantäne. Von 2 Mio. war nicht die Rede. Ich halte es auch für falsch, was in UK entschieden wurde und für deutlich verfrüht, würde dir insofern runtergebrochen auf die erwiesenen Fakten inhaltlich durchaus zustimmen. Ich halte deine Zahlen "2 Mio in Quarantäne (...) hunderttausende LongCovid-Fälle" aber für überzogen (zumindest die erste Zahl widerspricht deutlich meinen Informationen von gestern) und damit in der Sache nicht dienlich. Bitte versuch bei derartigen Aussagen doch etwas weniger nur deine Ängste und Sorgen sprechen zu lassen, sondern etwas näher an den bekannten Fakten zu bleiben. So machst du es anderen zu leicht, deine Beiträge beiseite zu wischen als völlig überzogen und auch den wahren Kern im Zweifelsfall zu ignorieren.


    Ganz persönlich halte ich Begriffe wie "Durchseucher" auch für derart verächtlich, dass ich finde, deren Verwendung entwertet eine Argumentation, weil erkennbar nicht mehr die Fakten im Vordergrund stehen, sondern Polemik.

    Ende letzter Woche war die 1 Mio überschritten, für den 21.07. rechnet man mit über 2 Mio.

    https://www.dailymail.co.uk/ne…eme-avoid-quarantine.html


    Den übergriffig-psychologisierenden sozialpädagogischen Duktus verbitte ich mir höflichst, deine Zahl stimmt jedenfalls mit meiner durchaus glaubhaften Quelle noch weniger überein.

    In Israel ist der Großteil der kritischen Fälle momentan geimpft. In UK ähnliches Bild. Wenn es zu Durchbrüchen kommt, kommt es trotzdem regelmäßig zu schweren Verläufen. Bei einigen Risikogruppen schlägt die Impfung schlecht an. Der Impfschutz scheint sich abzuschwächen. Vll schafft ein Booster Abhilfe. Wissen wir noch nicht. Der Punkt ist, dass die Impfung keine Maßnahme ist, die allein die Pandemie beendet. Das alles wieder wie 2019 wird, wenn alle sich impfen konnte, hat sich leider als Wunschdenken rausgestellt. Wir müssen weiter planvoll agieren und uns dieses vergleichsweise scharfe Schwert so gut erhalten, wie es geht.

    Such doch mal Beispiele im Wortlaut raus für die "Panikmache", die sich nicht realisierte. Das erscheint Dir nur als Panikmache, in Wirklichkeit beschreibe ich Realitäten und mögliche Gefahrenpotentiale.


    Zu einem Massensterben kann es etwa kommen, wenn wir eine endemische, äußerst ansteckende Variante haben gegen die keine langjährige Immunität mehr besteht und sich dann mit jeder Ansteckung die Gefäßschäden ansammeln. Genauso kann es zu einem Massensterben kommen, wenn sich einfach eine Variante ergibt, die nur noch wenig empfänglich für Neutralisierung durch Antikörper ist. Genauso ist Delta bereits wesentlich tödlicher als die Ursprungsvariante. Kann passieren, gerade wenn der ganze Selektionsdruck auf dem Spikeprotein lastet und sich Veränderung an der Furin Cleavage Site von SARS-CoV2 ergeben, wo wir bisher wenig mit zu tun hatten.


    Es kann, es muss nicht. Wenn wir Glück haben, hat SARS-CoV2 irgendwann seine evolutionäres Potential weitgehend ausgeschöpft und wir kriegen es dauerhaft mit der Impfung eingefangen. Es kann auch sein, dass eine hypertransmissible neue Variante entsteht, die aber harmlos ist. Kann alles sein. Muss aber halt nicht. Bisher ging es in die schlechtere Richtung. Aber man sollte mit so einem Virus nicht aus wahltaktischen und populistischen Erwägungen "rumspielen", wie man es macht.

    Es wäre rational gewesen und ist es immer noch, versuchen zu verstehen, warum Leute, die sich offensichtlich gut auskennen, sehr besorgt wirken, statt es Panikmache zu nennen.


    Aber einer gewissen Inzidenz machen die Leute Lockdowns jedenfalls sehr gerne mit, wenn sie eh fiebrig im Bett liegen oder sich statistisch anstecken, sobald sie in einem Raum mit 10 Leuten kommen. In England wurden in manchen Altersgruppen regional bereits Inzidenzen von 5000 gerissen, dass heißt dann, dass in jeder Klasse mehr als ein Schüler infektiös wäre.

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