Beiträge von Nymphicus

    Natürlich werden Sie leider überwiegend blöde Sprüche zu hören bekommen und von vielen Ärzten psychopathologisiert werden. Das zeigt uns schon die Erfahrung mit anderen chronischen Infektionen, die mitunter breit geleugnet werden oder MECFS. Wer jemanden persönlich kennt, der eine derartige Krankengeschichte und vor allem die Reaktion vieler Ärzte kennt, weiß, was wohl vielen Longcovidlern blühen wird.


    Das Muster ist übrigens genau gleich wie bei SARS-CoV2, sobald absehbar wird, das keine schnelle, einfache und billige Lösung für ein Problem absehbar ist, fangen viele an, das Problem frech zu leugnen und herunterzuspielen. Es fängt schon damit an, dass viele Ärzte konsequent nur von PostCovid sprechen, also einer verzögertern Erholung nach überstandener Erkrankung. Dabei gibt es allem Anschein nach anhaltende virale Persistenz. Bei vielen (wieviele wissen wir noch nicht) bleibt SARS-CoV2 im Körper und richtet sein Unwesen an. Ausgang offen.

    Ja, Fehler passieren, Masken verrutschen und manchmal wird auch nur OP-Schutz getragen oder jemand wird falschnegativ getestet oder oder...

    Es kann eben viel passieren, würde die Make nicht zuverlässig schützen hätte Covidstationspersonal aber nicht nur eine hohe Quote, sondern quasi eine vollständige Durchseuchung. Da das nicht der Fall ist, scheinen die Masken im Großen und Ganzen hilfreich.

    Ein Covidarzt hat im Wesentlichen dieselben Schutzmöglichkeiten, bei höherer Gefahrenlage. Er trägt zwar Schutzkleidung, aber Schmierinfektion ist nicht der dominante Ansteckungsvektor und lässt sich durch gute Hand- und Wäschehygiene weitgehend auch so ausschließen. Wenn er jemanden intubiert entstehen extreme Aerosolaufkommen und dafür muss der Arzt in nächster Nähe sein. Kein Abstand möglich, wie im Klassenzimmer. Dementsprechend muss er sich auf seine FFP3 verlassen können.


    Welche Schutzmaßnahmen sollen das denn angeblich sein, die das medizinische Personal sonst schützen?

    Ich weiß natürlich nichts über den Fall, aber ich sehe, dass nur ein Bruchteil der FFP2-Maskenträger auf einen straffen Sitz, auch beim Sprechen achtet. Die China-Schrottteile die Massenhaft verbreitet werden, sind auch nicht sonderlich geeignet. Stiftung-Warentest empfiehlt nicht ohne Grund nur die Masken von 3M ausdrücklich. Dementsprechend wäre ich immer vorsichtig, wenn es heißt, "Ich habe doch FFP2 getragen". Wären FFP2/3 derart Fehleranfällig bei korrekter Handhabe wäre längst das gesamte Intensivpersonal durchseucht.

    Sind Coronaskeptiker letztlich nur eine Art Midlife-Pubertät? Mir scheint es so.


    Warum die Politik so handelt, wie sie handelt? Ich habe zunehmend den Verdacht, dass einige Politiker wie immer agieren, d.h. vor dem Horizont einer Legislaturperiode und nicht am Allgemeinwohl sondern ihrem Partikularinteresse orientiert. Man will sich halt durchwurschteln. Gleichzeitig fehlt die geistige Regheit, die für das Verständnis nötig wäre, dass sich anders als bei vorherigen Problemen (Renten-, Bildungs-, Umweltprobleme ...) die negative Folge unmittelbar einstellt. Die sind das einfach nicht gewohnt, dass die Konsequenzen von Fehlentscheidungen sich sofort einstellen. Daher auch das völlig irre und von jeder Wissenschaft abgelöste hoffen, dass es der Frühling allein hätte regeln sollen. Oder dass die Impfung gottgeben ist und es am Ende schon richten wird. Man erwartet halt durchzukommen, wie bisher auch. Dass ernsthaft Laschet bei den Umfragewerten aufgestellt wurde, zeigt etwa, dass hohe Politiker oftmals ihre Außenwirkung nicht erkennen können, denn dieser Kandidat wird keinen Fuß mehr auf den Boden kriegen.


    Eine Art Dunning-Krüger Effekt für Politik. Der Punkt ist, dass die geistigen Fähigkeiten, die ein Erkennen der eigenen Fehler ermöglichen, vielfach dieselben wären, wie jene, die zur Vermeidung des Fehlers an sich führen würde. Deswegen begehen Menschen Dummheiten voller Inbrunst und immer wieder. Menschen die darauf permanent Hinweisen, sind dann eben störende Nörgler, weil man sich ja eingestehen müsste, was man alles falsch gemacht hat, um zum jeweils gegenwärtigen Punkt zu kommen.

    Schau mal, was mich in solchen Situationen aufgebaut hat, ist, dass man nicht vergessen darf, dass Ärzte mit FFP3 und FFP2 auch auf Intensiv arbeiten oder sogar intubieren. Wenn die Maske dicht sitzt und man zur Nummer sicher eine Brille trägt, sollte man eigentlich, selbst wenn Superspreader im Raum ist, davonkommen. Im pharmazeutische Interventionen Thread gibt es auch ein paar Nahrungsergänzungsmittel, die "wohl" das Ansteckungsrisiko dämpfen.

    „No more fucking lockdowns – let the bodies pile high in their thousands!“, zu Deutsch etwa: „Sollen sich die Toten doch zu Tausenden stapeln“, soll der Premierminister in einer Diskussion in Downing Street Nr. 10 über einen (von ihm offenbar nicht gewollten) zweiten Lockdown gesagt haben.


    Das hat Boris Jonhson vor dem zweiten Lockdown laut einem ehemaligen Berater gesagt. Die Toten stapelten sich dann und der Lockdown kam doch. Nach den Emails von Tegnell ist das schon das zweite Mal, dass derartiges rauskommt. Wünsche ich mir auch für Deutschland, dass die kriminelle Denkweise der Durchseucher entblößt wird, mal sehen was bei uns eines Tages so rauskommt.

    Wenn Du das so meinst, stimme ich Dir temporär zu. Das liegt aber nicht an der Bevölkerung, sondern an einigen wenigen Schreibtischtätern. Die indische Variante ist im Anmarsch, vielleicht erweist sich ja der ein oder andere als lernfähig, wenn wir mit den Impfungen nochmal von vorn anfangen müssen. Mal sehen.

    Alle Artikel die leuten Sand in die Augen streuen um NoCovid zu verschleppen stützen sich auf PLURV, weil diese Leute ja im Unrecht sind und daher darauf angewiesen sind die Realität zu biegen. Da gibt es nur einen begrenzten Vorrat an Instrumenten.


    Zu behaupten, es sei nicht klar, warum die Zahlen bei Jüngeren überproportional gehört jedenfalls dazu. Es steht im Gegensatz zur einhelligen Meinung von Experten, die im schulischen Bereich ein starkes Ansteckungsgeschehen sehen. Entspricht übrigens auch einfachster Lebensanschauung und Intution, es ist schon interessant wie Leuten sich von Offensichtlichkeiten abbringen lassen.

    Gleichzeitig wird zurecht darauf hingewiesen, dass die Datenlage nicht rechtfertigt, was du hier so gerne ins Spiel bringst: Die Schulen alleine seien die Pandemietreiber. (...)

    Hetzerisch empfinde ich eher deine Andeutung, Schnelltests seien ohnehin unnütz und die konsequente Verweigerung einer differentierteren Betrachtungsweise.




    Es ist gerade nicht so, dass die Fallzahlen nur bei SchülerInnen und in den Familien explodieren, sondern das erfolgt quer durch alle Alterskohorten auf ähnlich hohem Niveau.

    (...)

    Ad1:

    Was ist ein Treiber? Wo hat jemand gesagt, dass Schulen allein Treiber seien?


    Ad2:

    Die Schnelltests sind für den Zweck unnütz, für den ihr Einsatz suggeriert wird. Nämlich als kompensatorische Maßnahme die willkürliche Öffnungen ermöglichen soll. Ansonsten sind sie halt im Schulsetting zu etwa 20% effektiv, nicht gänzlich. Da hast Du schon recht. Es hilft ja auch bei einer Überflutung des Kellers, das Wasser rauszulöffeln. Halt nur ganz wenig und kurz, aber immerhin.


    Ad3:

    Stimmt halt nicht. Die Dunkelziffer ist bei den Schülern nachweislich höher. Ich las mich halt nicht mit geschönten Zahlen abspeisen, sondern berücksichtigte die Studienlage. Die Dunkelziffer bei Jungen ist höher und die Inzidenzen bei Schülern sind vor den Ferien überproportional hoch gewesen. Die Zahlen für diese und nächste Woche sind wegen Ferieneffekten unbrauchbar. Mag für Dich wie Hetze aussehen, aber ich erzähle auch nur, was renommierte Experten auch so vertreten. Wenn das für dich Hetze ist, ist das für mich okay.


    Der Denkfehler ist es, Kompromiss und Ausgleich als "differenziert" anzusehen, wenn der Ausgleich zwischen Expertenmeinung und Lobbymärchen erfolgt. Das ist die Falle in Die wir als Gesellschaft getappt sind, wenn ich nur irgendwen finde, der irgendwas behauptet, kann ich das Endergebnis des Diskurses somit im Vorhinein festlegen. Nichts von dem was ich schriebe, ist falsch. Die Schnelltests finden nur etwa 1/5 der PCR-Positiven in Schulen, eine österreichische und dann noch amerikanische Großstudie haben das unabhängig voneinander ergeben. Und selbst wenn Schulen keine "Treiber" (mMn übrigen ein hetzerischer, verschleiernder und maximal unbestimmter Begriff) sind, macht ihre riesige Kontaktidchte sie zu einem maßgeblichen Infektionsort.

    Man weiß sehr genau, dass Schulen ein besonders ansteckendes Setting sind, es nicht an den Schnelltests liegt (die sowieso 5/6 übersehen) und die Infektionen über Schule und Kitas in die Familien getragen werden.


    Warum die Fallzahlen bei Kindern und Jugendlichen so extrem steigen, kann man also derzeit noch nicht wirklich sagen. Dafür ausschließlich Schulen und Kitas verantwortlich zu machen, ist offenbar nicht gerechtfertigt. Wahrscheinlich kommen verschiedene Faktoren zusammen. Das in diesen Altersgruppen normale und wichtige Sozialverhalten könnte beispielsweise eine viel größere Rolle spielen.


    Idiotisches Abwiegeln, schriebe man bei Altenheimen auch folgendes?


    Warum die Fallzahlen bei Heimbewohnern extrem steigen, kann man also derzeit noch nicht wirklich sagen. Dafür ausschließlich die Altenheime verantwortlich zu machen, ist offenbar nicht gerechtfertigt. Wahrscheinlich kommen verschiedene Faktoren zusammen. Das bei Alten Leuten normale und wichtige Sozialverhalten könnte beispielsweise eine viel größere Rolle spielen.


    Nein, würde man nicht. Weil das Sozialverhalten von Gruppen natürlich einberechnet ist. Also ein weiterer hetzerischer PLURV-Artikel.

    Zitat

    Viele Leute sind unheimlich gut darin, Erklärungen für die Vergangenheit zu finden, Vorhersagen sind das Problem, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.

    Das Problem ist eine lange Reihe von Leuten kann das wirklich vorhersagen. Deine Wirklichkeitsbeschreibung ist meist akkurat, Du ziehst mMn nur Schlüsse die nur sehr mittelbar damit zu tun haben. Ich hab deine Aussagen als kritischen Sarkasmus angesehen gegenüber Kris Aussage, dass die Osterferien den momentanen Knick verursacht hätten. Ich würde vom Fortbestehen der gegebenen Wachstumsdynamik ausgehen bis die letzten Ferien 10-14 Tage zurück liegen.

    Moebius hat schon damals als ich die Zahlen zur dritten Welle im Februar vorlegte relativiert und gespottet. Wäre der R-Wert nicht stabil exponentiell, wäre B117 nicht dominant geworden. Alleine das ist Beweis genug.


    Der damalige R-Wert von 117 lag bei 1,3 - 1,4. Wenn wir mal großzügig einen Jahreszeiteffekt von 20% veranschlagen, einen Impfeffekt von meinetwegen 10% und dann die Schulschließungen über die Osterferien, ist das durchaus plausibel, dass es stagniert oder sogar leicht schrumpft, weil wir dann knapp unter 1,0 landen. Deswegen war es ja so dämlich, nicht den kleinen zusätzlichen Schritt zu gehen und den R-Wert permanent wie ein Idiot bei R 1,0 - 1,2 zu halten, weil eine minimal größere Intervention die dritte Welle prophylaktisch gebrochen hätte und den Halblockdown mal beendet hätte.


    Wer will, dass es aufhört, muss jetzt dafür eintreten, dass wir Gemeinschaftseinrichtungen dicht machen bis wir bei Inzidenz 10 angekommen sind. Dann können wir nach und nach alles aufmachen abgesichert durch Impfung und Test und wachsame NoCovid-Maßnahmen. Wer hingegen ein Lockdownfetischist ist (auch dieses Wort war Projektion, Cheflockdownfetischist im Land ist Christian Lindner, er weiß es nur nicht) ist gerade dafür, ihn möglichst lasch zu machen, so haben wir nämlich am längsten was davon.


    Hier kann man sich übrigens anhören, was führende Experten auf dem Gebiet zu unserem Elend sagen. Ich glaube viele Politiker sind sich in ihrer Arroganz nicht klar, wieviele kluge und gemäßigte Leute sie maximal gegen sie gewendet haben.

    Faktisch gesehen kann man diesen Effekt in der Altersgruppenbereinigten Inzidenz sehen. Momentan sind 20% etwa einmal geimpft, also kann man sagen, dass das nach Alter Inzidenz etwa 20% mehr wären. Aber unsere Inzidenz ist eh ruiniert durch geringe PCR-Testzahl und den Strategiewechsel im November der immernoch Nachwirkungen zeigt. Ich würde mich zumindest rückblickend nach Totenzahlen orientieren und von da ausgehend war unsere Welle sicherlich nicht viel kleiner als in UK oder FRA.

    Ja, das ist ein PLURV-Artikel. Da wird die Effizienz in Zweifel gezogen, weil man es ja nicht von Restaurantsbesuchen und Beschränkung privater treffen Co. differenzieren könne, deswegen wird behauptet, dass es ja kein Validisierung gäbe. Der Artikel reiht sich ein in die Medienkampagne von Durchseuchern, die Zweifel an Maßnahmen wecken wollen. Folgender Satz zeigt die Idiotie des Artikels auf:

    Bisher ist die Datenlage aber noch dünn. Untersuchungen und Simulationen deuten jedoch darauf hin, dass sie unter bestimmten Voraussetzungen - zum Beispiel in Kombination mit einem Lockdown oder der Beschränkung privater Treffen - durchaus wirksam sein können.

    Niemand wird mir hier eine verhängte Ausganssperre zeigen können, die ohne Kontakbeschränkungen verhangen wurde. Die Kontaktbeschränkung ist immer in der Ausgangssperre inbegriffen, rein logisch bereits. Wie sollte es keine Kontaktbeschränkungen geben, wenn ich nicht raus darf? Sie ist sogar hauptsächlich dafür da, diese erstmal kontrollierbar zu machen. Studien werden dort ja sogar vorgelegt, für den implizierten Schluss, dass die Datenlage unsicher sei, wird nichtmal eine gegenteilige Studie angezeigt. Ich frage, wenn mehrere Studien den Schluss aufzeigen, es der Lebenserfahrung entspricht und kein gegenteiliger Schluss durch irgendetwas indiziert wird, wieso sollte man also die Effektivität der Ausgangssperre in Zweifel ziehen?


    Genausogut könnte ich behaupten, dass die Wirksamkeit von Schulschließungen unsicher ist, da bestimmte Nebenbedingungen wie das abschließen des Schultores und das Nichtbetreten der Räume ebenfalls gesichert werden müssen.


    Man schaue im PLURV-Schaubild unter U. Diese Art von verdecktem Meinungsjournalismus muss endlich aufhören. Nebelgranaten sind auch enthalten ("Wirksam" wird nicht definiert, Nennung konkreter R-Wertzuschreibungen aus den Studien wird vermieden, es wird nicht klar gemacht, ab wann für den Autoren trotz vorliegender Studien denn genug Evidenz vorhanden wäre, sollen wir dann Monate warten, bis das letzte Peer-Review durch ist?)

    Ausgangssperren sind wirksam, das ist wissenschaftlich längst validiert. Irgendwelche Argumentationen mit Bauchgefühl sind völlig fehl am Platze und grenzen an Wissenschaftsleugnung. Wenn auch nur einer deswegen Zuhause bleibt, ist die Situation verbessert. Es wird aber definitiv mehr als einer daheim bleiben.


    Ausgangssperren senken auch die Kontaktzahl, da es weniger abendliche Treffen in Innenräumen geben wird. Darum geht es überhaupt nur. Wenn es keine Sperrstunde gibt sind die Kontaktbeschränkungen überhaupt nicht kontrollierbar.


    Legt doch mal Studien für die angebliche Wirkungslosigkeit vor. Es ist unfassbar dass im Monat 14 der Pandemie hier immer noch Leute der Creme de la Creme der Epidemiliogen und Virologen hier aus "Intuition" widersprechen. Es gibt auch nichts mehr zu diskutieren, es ist genau bekannt und validiert was zu tun wäre.

    Ich erinnere daran, dass B117 im Januar exponentiell wuchs. Wenn unsere Maßnahmen dahinter zurückbleiben haben wir eh keine Chance. Umso mehr Leute geimpft sind, desto höher die Inzidenz bei der immunonaiven Bevölkerung. Diese Grenzwerte sind idiotisch / viel zu hoch. Eine Woche das Gesetz verschleppt damit man 2 Stunden länger alleine joggen kann? Wird nur noch zum Selbstzweck verhandelt? Für wie blöd halten die die Bevölkerung, dass sie meinen solche "Bonbons" würden honoriert werden und dahinter würde die groteske Handlungsunfähigkeit verblassen.

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