Beiträge von German

    Mein Sohn hat also im Unterricht ein Hinrichtungsinstrument um den Hals hängen. Er trägt es aber nicht, um für diese Hinrichtungsmethode zu werben, sondern weil er ein gläubiger Christ ist.

    Ich finde es problematisch, alte Spiele umzubenennen, alte Bücher umzuschreiben, traditionelle Lieder nicht mehr zu singen. Das ist alles im Kontext der jeweiligen Entstehungszeit zu sehen.

    Daher: Meine Stimme für das Galgenmännchen.

    Wenn das Spiel jetzt erfunden worden wäre, würde ich es nicht mehr so nennen.

    Ich dachte, Onlinekonferenzen sollen in BW nicht die Regel sein.

    Wie kommst du darauf?

    Früher war ich während des Schuljahres ca. 3 mal in Stuttgart bei Meetings mit dem Kultusministerium.

    Seit Corona alles online.

    Früher war ich bestimmt alle 2 Monate im RP Karlsruhe bei Dienstbesprechungen.

    Seit Corona alles online mit einer Ausnahme im letzten Schuljahr.

    Ich beobachte also, dass Onlinekonferenzen mit dem Kumi und dem RP die Regel sind.

    Und ich kenne keine Anweisung, dass man das an Schulen anders machen soll. Wäre ja auch eine merkwürdige Vorbildfunktion des RPs und des KUMI.

    Beratung in einem deutschen Laden? Erzähl mir mehr von diesem Mysterium.

    Es ist schade, wenn du da schlechte Erfahrungen gemacht hast.

    In dem Geschäft, in dem ich meine Kleidung kaufe, werde ich mit Namen begrüßt und gut beraten.

    Selbst im Edeka bekomme ich immer Hilfe, wenn ich etwas für ein Rezept suche und manchmal noch einen Tipp dazu.

    Im Buchladen kennt man meinen Geschmack genau wie im Schallplattenladen und berät mich dementsprechend.

    Ich habe aber auch meine Stammgeschäfte, bei denen ich mich als Kunde wertgeschätzt fühle. Im Internet habe ich seit über 2 Jahren nichts mehr gekauft, ich gehe lieber in Geschäfte mit persönlicher Ansprache.

    Aber wie gesagt: Jedem das Seine.

    Die einen wollen lieber Kunde sein, im Geschäft bekannt und begrüßt, beraten werden, Kontakt mit Menschen.


    Die anderen wollen einfach etwas kaufen, also Käufer sein, am besten schnell und effektiv.


    So hat es mir eben in der Kneipe der Wirtschaftskundekollege erklärt.


    Bei einem frisch gezapften Hefeweizen:)


    Mögen beide Arten des Einkaufens noch lange parallel bestehen, dann sind wir alle zufrieden.

    Was macht ihr denn alle so in der Schlange? Mit jedem quatschen? Ich sehe zu, dass ich schnell rein und schnell wieder rauskomme. Meine soziale Batterie lade ich nicht in der Schlange beim einkaufen auf, sondern mit meinen Lieben aus der Familie oder dem Freundeskreis.

    Tatsächlich kenne ich die meisten und quatsche oft. Vielleicht ist es bei diesem Thema ein Unterschied, ob man in der Stadt oder auf dem Land wohnt.

    Sondern um unnötig lange in Warteschlangen rumzustehen, die sich auf dem Weg zumindest für mich oftmals komplett umgehen lassen, weil dankenswerterweise sehr viele Menschen wie du denken. Danke, dass du meinen Weg nicht blockierst. 🥳

    Ich stehe auch bewusst in der Schlange, bei der ich beim Bezahlen einem Menschen begegne.

    Selbst an einer Maschine bezahlen ist für mich keine Einkaufsqualität. Ich sehe es auch so, dass wir die Arbeit übernehmen.

    Natürlich entwickelt sich alles weiter, aber eine Welt, in der man irgendwann fast keinem Menschen mehr begegnet, ist für mich nicht erstrebenswert, auch wenn es technisch möglich ist.

    Arbeiten im Homeoffice.

    Alle Einkäufe im Internet bestellen.

    Essen liefern lassen.

    Partner online finden.

    Ist das echt erstrebenswert?

    Fragst Du dann alle Schüler in der Schlange oder nur den vorderen, ob er dich vor läßt?

    Ich empfinde das als absolute Unart, wenn der Vordere dann jemanden vor lässt und allen anderen Wartenden in der Schlange damit eine noch längere Wartezeit aufnötigt.


    Wenn mich jemand fragt, ob ich ihn vorlasse, ist meine Antwort daher immer: „Frag erst einmal alle hinter mir, ob sie dich auch vorlassen!“

    Ich frage alle beim Vorbeilaufen.

    Es ist tatsächlich eher eine höfliche, rhetorische Frage. Die Schüler kennen mich eigentlich alle, wissen also, dass ich dann wirklich in Eile bin.

    Ich esse auch mehrmals am Tag, aber erstens habe ich was dabei und zweitens würde ich, wenn ich was hole, das zusammen machen. Oder was gibt es bei euch, was frisch dann so wertvoll ist?



    Ich würde mich nicht vordrängeln, käme aber auch nicht auf die Idee in der Pause zu gehen. Springstunden oder eben gar nicht. Versorge mich in der Regel von zu Hause oder sonst beim Bäcker am Bahnhof.

    Wir unterstützen fast alle den Kiosk, damit dieser sich uch für die Betreiberin rentiert und erhalten bleibt. Das ist ein schweres Geschäft. Sie macht das hauptberuflich, ist also nicht die Frau des Hausmeisters, die als Zusatzeinkommen Brezeln verkauft, wie zu meiner Schülerzeit.

    Ich kaufe ein belegtes Brötchen um 10 Uhr, das Mittagessen um 13 Uhr und meist noch etwas Süßes um 15 Uhr.

    Der Höhepunkt meiner Arztrechnungen

    war "Beratung wegen einer lebensverändernden Erkrankung".

    Fast hätte ich beim Lesen tatsächlich einen Herzinfarkt bekommen. Ich war zudem noch in der Probezeit.

    Begründung des Arztes auf Nachfrage: So kann er es am besten abrechnen.

    Ich sei gesund.

    Danach bin ich nie mehr zu ihm hin.

    Warum? Mit der Post verschickte Dokumnte musst du auch nicht verschlüsseln.

    Gute Frage. Aber wichtige Dokumente muss man laut unserem Datenschutzzbeauftragten verschlüsseln, während das beim normalen Brief nicht so sei.

    Eigenes Beispiel: Als ich mein Abiturzeugnis nochmal neu brauchte, hieß es auch, das ginge nur mit der Post, E Mail sei zu unsicher.

    Es handelt sich ja auch um nichts lebenswichtiges, hat man keine Zeit sich anzustellen, macht es es eben nicht, und bekommt auch nichts.

    Das meinst du nicht ernst????

    Essen und Trinken ist nichts lebenswichtiges.


    Ich bin ca. 3 mal am Tag beim Kiosk. Sonst könnte ich irgendwann nicht mehr arbeiten.

    Dann spart man einen Vorgang, wenn man auf beiden Seiten nicht einscannt.

    Unterschreiben, mit der Post verschicken. Andere Seite macht das gleiche.

    Wichtige Dokumente mit Stempel und Unterschrift verschicken wir nicht digital.

    Das müsste man dann noch wegen des Datenschutzes verschlüsseln.

    Die wirklich wichtigen Sachen kommen auch im Privatleben noch per Briefpost.

    So zumindest meine Erfahrungen.

    An offiziellen Terminen hat deine Schulleitung definitiv Anzug und Krawatte.

    Nein. Weder ich noch meine Kollegen des Schulleitungsteams.

    Gute Jeans, schönes Hemd bei Abifeier etc.

    Sonst Jeans und Pullover oder T-Shirt.

    Mein Vorgänger (-2013) trug noch Anzug und Krawatte.

    In meiner Schulzeit galten Jeans als assi.

    Jetzt habe ich jeden Tag welche an, auch bei offiziellen Terminen.

    Einen Anzug oder Krawatte besitze ich gar nicht mehr.

    Zu Beginn meiner Dienstzeit hatten Schulleitungsmitglieder alle noch Krawatte.

    Ich hatte noch nie eine an.

    Zeiten ändern sich.

    Der männliche Kollege im Minirock dürfte farbunabhängig von einigen SLen auch im Jahr 2024 noch rund gemacht werden. Eine Unterhaltung mit Anwärter:inne:n zeigt, wie viele SLen es an den Schulen ihrer Mitanwärter: innen gibt, die auch im Jahr 2024 noch äußerst genau Vorstellungen äußern, was insbesondere männliche Lehrkräfte tragen.

    Am liebsten würde ich es jetzt mal ausprobieren. Ein Mitglied der Schulleitung mit rosa Mütze und gelbem Minirock.


    Vielleicht bin ich zu naiv, da ich an einer Stadtschule mit älteren Schülern arbeite.


    Ich denke, alle würden kurz dumm schauen, das war es aber schon.

    Naja, wie oft ist das vermutlich bei den Hausordnungen so, aber es sieht gar keiner einen Grund dagegen vorzugehen (vermutlich, weil sie wissen, dass es unhöflich ist usw. ;))


    Da könnte man wohl einige Hausordnungen auseinander nehmen, wenn man wollte, will in der Regel aber keiner, denn ob die Konsequenzen nicht viel unangenehmer wären als einfach die Mütze abzusetzen, ist vermutlich die Frage.

    Natürlich ist unsere Diskussion theoretisch.

    Wegen einer Schulordnung gibt es wahrscheinlich selten eine Klage.

    Ich will eben sensibilisieren, dass bei einer Hausordnung nicht einfach Grundrechte außer Kraft gesetzt werden dürfen.

    Die Gesellschaft ist ja auch offener geworden.

    Der männliche Kollege in rosa Mütze und gelbem Minirock wäre vor 20 Jahren (bei gleichem Grundgesetz) vom Schulleiter rund gemacht worden, im Jahr 2024 wird es sicher akzeptiert.

    Wie du meinst, sieht unsere Hausordnung eben anders und ist so von der Schulkonferenz (also auch von Eltern und Schülern) abgestimmt worden. Sehen also scheinbar noch mehr Leute anders als du.

    Nochmal: Das Grundrecht ist höher als Beschlüsse der Schulkonferenz.

    Wenn jemand an eurer Schule gegen diesen Punkt in der Hausordnung vorginge, bekäme er Recht.

    Wo kein Kläger, da kein Richter.

    Nein, ich finde deine Aussagen sehr verwirrend bzw. klingen sie für mich eher teilweise "bekifft".


    Also stellt sich mir die Frage, wer hier wem zu nahe gekommen ist.

    Man muss nicht jedes Verbot begründen, manchmal reicht es einfach das Hausrecht zu haben.

    In deinem Haus kannst du bestimmen, dass man mit Mütze nicht heineindarf. Kein Problem, dann betritt man dein Haus eben nicht, wenn man auf die Mütze besteht.


    Im Rahmen der Schulpflicht kann ich nicht einfach draußen bleiben.

    Das schränkt aber auch das Hausrecht ein. Und dieses MUSS sich in der Schule im Rahmen der Grundrechte bewegen.

    Und das ist nunmal diecfreie Entfaltung der Persönlichkeit. Ich kann mit rosa Mütze und gelbem Minirock in die Schule, als männlicher Schüler und männlicher Lehrer.

    Spätestens wenn es deswegen zu einem Prozess käme. Hat mir die Juristenverwandtschaft beim Osteressen bestätigt. Ja, die Lehrerforen dringen in mein Privatleben ein:)

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