Beiträge von Enora

    Ich empfehle "Kriegsenkel" von Sabine Bode. Nicht weil es eine literarische Höchstleistung ist, sondern weil sie diejenige ist, die transgenerationale Weitergabe von Kriegstraumata "salonfähig" gemacht hat.

    Steht bei mir seit 2019 auf der Leseliste für unsere Alltagsbegleiter.

    Badinter, Elisabeth:Die Mutterliebe. Geschichte eines Gefühls vom 17. Jahrhundert bis heute.

    Fand ich kulturgeschichtlich sehr interessant. Ist allerdings schon etwas in die Jahre gekommen.

    Die Vorstellungsrunde habe ich ebenfalls beibehalten, da die TN ja sowieso bei uns einzeln an den Tischen sitzen, geht das ja. Partnermäßig machte ich das so, dass dann die TN, deren Tische nebeneinander (mit Abstand) stehen, dann eben auf den/die TN zeigen und beispielsweise sagen: "Das ist Keri, sie kommt aus...."

    Medieneinsatz per Smartphone geht ja nicht, weil das Display so mini ist und es in den meisten Unterrichtsräumen keine Möglichkeit ist, auf Rechner, Beamer o. ä. zu schalten.

    Plant ihr weiterhin eigentlich reine Einzelarbeit oder können nun (da die Abstände ja wegfallen, man mit der gesamten Klasse im Raum sitzt und alle Masken tragen) auch Partner und Gruppenarbeiten durchgeführt werden? Wie schätzt ihr das ein?

    Ich warte mal ab, was unser Kultusministerium zu dem Thema kommuniziert, ansonsten gibt es eben weiterhin Einzelarbeit und im Klassenbuch vermerke ich, dass aufgrund geltender aktueller C-Lage PA und GA nicht möglich ist.

    ...und vlt. auch Wunsch nach bewusster Provokation. Einerseits wenig verwunderlich, wenn man an die Auswirkungen von Social Media denkt, andererseits ein offensichtliches Zeichen dafür, dass etwas in der Gesellschaft gehörig falsch läuft.

    Zu dem Schluss kamen auch einige Verantwortliche nach den Vorkommnissen in Stuttgart und FFM, da haben sich wohl nicht nur Party-People getroffen, sondern es hat wohl auch gezielte Verabredungen von gewaltbereiten anderen Besuchern gegegeben, die mit Eisenstangen aufmarschiert sind. War in dem Interview zum Thema "Gewalt in den Städten".

    Ich denke, der Knackpunkt liegt aber auch darin, wie lange und wie häufig man Kontakt zu möglichen Infizierten hat. Dass dabei med. Personal ein höheres Risiko hat als z. B. der Kellner, der dir ne Cola hinstellt, ist wohl außer Frage. Hier wird das med. Personal alle 14 Tage getestet, das finde ich auch ok.

    Also meinen Corona-Rachenabstrich vor der stationären Krankenhaus Aufnahme musste ich selbst durchführen....

    Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Ich lebe hier ja schon in den hessischen Appalachen, aber dass es schon so weit ist..:staun: .Ich begebe mich dann demnächst bei humanmed. Anliegen zum Tierarzt meines Vertrauens in Behandlung.

    @Wollsocken80: das "falsch-positiv" ist ein Orginalzitat aus dem gestrigen DLF-Beitrag.

    Ich hatte in der Mittelstufe eine Lehrerin, die ich als prägend angesehen habe, in der Oberstufe hatte ich dann einen Englischlehrer, der zwar fachlich top, menschlich aber flop war (letzteres hatte mich nun nicht so tangiert, da es ja Oberstufe und somit ein "überschaubares" Ende hatte. War aber für einige andere Mitschüler*innen schon schlimm, da er mit seinen Äußerungen schon sehr persönlich wurde.

    Immerhin blieb mir dieser Lehrer dahingehend im Gedächtnis, dass ich nie so menschenverachtend werden will. Stichwort Menschenverachtung: gab doch in der Oberstufe einige Lehrkräfte, die so waren, aber spät. an der Abiabschlussfeier rächte sich dann die Schülerschaft.

    Meine TN behandele ich alle gleich und respektvoll. "Lieblinge" gibt es bei mir nicht. Ich freue mich auch sehr, wenn dann einige auch noch ein paar Jahre später kommen und sich bedanken oder Feedback geben, was aus ihnen geworden ist. Meistens kommt das Feedback aber wesentlich schneller am Kursende in Form der Feedbackbögen, einem Blumenstrauß o. ä.

    Was ich ganz gerne mache und was auch fächerübergreifend gut funktioniert ist z. B. "Reiseweg einer Jeans" , da wird das Thema Nachhaltigkeit/Umwelt, Wirtschaftlichkeit und auch ganz nebenbei Geographie aufgegriffen.

    Kochen/Backen funktioniert eigentlich in den Gruppen auch immer gut und wird gerne gemacht (check aber mal vorher die Coronaregeln in eurem Bundesland, bei uns ist es bislang noch erlaubt), musst ja nix Weltbewegendes machen, Spaghetti mit vegetarischer Bolo funktioniert immer gut, internat. Gerichte, wenn ihr viele TN mit Migrationshintergrund habt, usw.

    Was auch nicht schlecht ist, ist von M. Benecke "Das knallt dem Frosch die Locken weg" ein witzig gemachtes Experimentierbuch mit praktischen Hinweisen für den Lehrkörper und mit einfach und kostengünstig einzusetzenden Materialien.

    In Gundbildungsmaterialien findet man ab und an auch ganz nützliche Dinge, z. B. gab es da mal Rechen- und Schreibaufgaben, Hauswirtschaftliches etc rund um einen "Bananenkuchen".

    Kann sich noch jemand an den "Fall Henri" aus dem Jahr 2014/15 (Walldorf, BAWü) erinnern? Damals wollte die Mutter des 11-jährigen Henri mit Downsyndrom, dass er unbedingt auf's Gymnasium soll. Es gab einen riesigen Medienzirkus, die Dame war auch in div. Talkshows und es gab einen Einspieler von Henri in der Grundschule. Dort rannte der Kleine während des Unterrichts quer durchs Klassenzimmer, verlor die Buxe, etc. Das lokale Gymnasium weigerte sich dann auch, den Jungen am Gymnasium aufzunehmen.

    2019 gab es dann noch einen Artikel in der "Zeit" darüber, aber an den Artikel kommt man wohl ohne Abofreischaltung nicht dran :( , daher habe ich jetzt nur den älteren Artikel aus einem anderen Medium für euch: https://www.spiegel.de/lebenundlernen…-a-1032911.html

    ..., aber auch Tests müssen intelligent gemanaged und da eingesetzt werden, wo es sinnvoll ist.

    Sehe ich genauso.

    Allerdings wundert es mich immer, wie oft dann "falsch-positive" Testergebnisse zustande kommen und welches Personal dann unter welcher Anleitung dann wie wo testet. Vor kurzem war noch die Rede davon, dass Flughafenpersonal nicht testen dürfe, aber wer führt dann an den div. Flughafenterminals, Autobahnen, etc die Tests für Rückreisende durch? Wir haben doch einen Notstand an med. Personal, also wer wird dann an die mobilen Teststationen "abkommandiert"?

    In der großen Stadt haben die Supermärkte sogar bis 24 Uhr offen (Samstag bis 23:30 Uhr)! :ohh:

    Vielleicht sind Deutsche insgesamt effizienter. Wir arbeiten viel weniger, als so manch andere Nation und haben trotzdem eine hervorragende Wirtschaftsleistung. An irgendwas muss das ja liegen. An der grundsätzlichen Intelligenz der Menschen liegt es jedenfalls nicht.

    Vielleicht auch deshalb, weil sich viele über die Arbeit definieren.War ja ganz prägend bei der Wirtschaftswunderzeit.

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