Beiträge von BaldPension

    Moin zusammen!

    Vieles wurde schon geäußert. Besonders gut hat mir das Statement von Bolzbold gefallen.

    Was soll ich als Mensch, der aus einer anderen Zeit stammt, dazu noch sagen?

    Das Leistungsprinzip ohne wenn und aber sollte wieder mehr in den Vordergrund kommen. Bloß doof, dass ein großer Teil unserer Gesellschaft nicht mehr so tickt. D.h., die Kolleginnen und Kollegen brauchen dafür von den Regierenden und Schulleitungen unbedingt mehr Rückhalt bei Konfrontationen, die es dann naturgemäß geben wird.

    Was mir in den letzten Jahrzehnten auch gehörig auf den Geist ging, wenn selbsternannte pädogische Heilsbringer aus ihren Elfenbeintürmen heraus neue pädagogische Säue durchs Dorf treiben wollten.

    Insgesamt sollte unsere Gesellschaft in dem Sinne wieder vom Kopf auf die Füße gestellt werden, dass jeder einzelne für sein Schicksal selbst verantwortlich ist und nicht der Staat/Institutionen. Mehr Liberalismus, der die Eigeniniative eines jedes Einzelnen einfordert, täte unserer Gesellschaft gut.

    Die Rolle der Schulen als sozialer Fußabtreter würde ich kategorisch ablehnen. Schule bietet guten Fachunterricht und gut ist.8)

    Zur Ausgangsfrage des Threads:

    Ja!

    Anzahl der Infekte seitdem gestiegen. Sowas kannte ich vorher überhaupt nicht. War vorher fast nie krank. Endet seit ca. 3 Jahren ab und zu auch in eine Mittelohrentzündung. Ob es aber auch mit dem höheren Alter zu tun haben kann?

    Die körperliche Fitness hat nicht nachgelassen. Sie ist sogar gestiegen, was aber auch damit zusammenhängen kann, dass ich ca. 4x pro Woche in die Muckibude gehe mit anschließenden Saunagängen. Vorher war ich nicht so ein Sportsknecht.8)

    Dazu muss Gruppenarbeit eingeführt sein und funktionieren. Geht bei mir zB nicht.

    Und wenn ich Klavier spiele, singen 4 Kinder mit, 2 schauen rum und 8 machen sehr lauten Quatsch. Dass da alle wenigstens leise sind, erfordert in der Regel 2 LK.

    Uih! Schlechte Voraussetzungen! Wie positioniert sich die Klassenleitung dazu?

    Ich würde erstmal eine Weile Stillarbeit mit viel Schreiben durchziehen. Du hast genügend Arbeitsblätter?8)

    Wie kann ich selbstbewusster unterrichten? Ganz einfach, in dem ich mich zu einer selbstbewussten Persönlichkeit entwickle!

    Aber wie bekommt man das hin? Etliche Tipps hier berühren nur die Symptome. Stimmbildung, Sport...alles in die richtige Richtung, aber ist die Stimme nicht auch ein Ausdruck des seelischen Befindens/Selbstbewusstsein?

    Ich behaupte mal, dass wir alle nicht in den Obelixtopf gefallen sind und als selbstbewusste Personen auf die Welt gekommen sind. Ich behaupte aber auch, dass man sich Selbstbewusstsein erarbeiten kann. Ein Prozess, der Jahre, wenn nicht Jahrzehnte andauern kann.

    Ich würde erstmal ganz locker bleiben und mir auch außerhalb der Schule Tätigkeitsfelder erschließen, die mein Selbstbewusstsein und Kontakte/Netzwerke zu anderen Menschen erschließen, quasi ein gesellschaftliches Standing aufbauen.

    Je nach Neigung und Interesse kann es die aktive Mitwirkung in einem Verein, Sozialverband, Feuerwehr, Kirchengemeinde, Chor, Musikverein, Kommunalpolitik sein... Die ständige Interaktion mit anderen Menschen und Erarbeitung an verschiedenen Aufgabenstellungen verschaffen in der Gesellschaft Anerkennung, Standing, Beziehungen und Selbstvertrauen. Man ist in der Stadt/Gemeinde bekannt und (hoffentlich) gewertschätzt. Das wirkt letztendlich auch auf das allgemeine Auftreten in der Schule aus.

    Die selbstbewussten und in der Schule erfolgreichen Kollegen , die ich sehr schätze, haben/hatten eins gemeinsam, sie haben gesellschaftlich in tausend Pötten herumgerührt, kannten diesen und jenen und konnten mit ihren Beziehungen ab und dann Querverbindungen zur Schule schaffen. Das verschafft Respekt und Selbstvertrauen...Ein Freund von mir hat es bis zum Landrat gebracht.

    Kurzum: Wer sich ein erfülltes Leben schafft und rege Kontakte nach außen pflegt, kann ein zufriedener und ausgefüllter Mensch werden. Und diese Menschen haben Selbstbewusstsein und unterrichten, wenn sie Lehrer sind, auch selbstbewusst, behaupte ich mal.8)

    Stimmt, habe ich übersehen, weil es sich jahrelang hier nicht beteiligt hat, habe ich ihn als neuen User eingeordnet.
    Trotzdem legt er es in diesem Thread offensichtlich darauf an, dass die anderen über hingehaltene Stöckchen springen.

    Und was möchtest Du jetzt zum o.g. Thema mitteilen?8)

    Wie verhalten die Schüler sich beim Singen oder wenn Du Klavier spielst?

    Unruhige Klassen singen bei mir meistens ganz gerne. Ist wie ein Ventil. Ansonsten lasse ich musiktheoretische Sachverhalte und Musikgeschichte in Gruppenarbeit erarbeiten.8)

    Das halte ich für ein Gerücht, lasse mich aber gerne durch entsprechende Quellen eines anderen belehren.

    Ich habe zumindest in den 1970ern schon mal eine Dokumentation über den Wehrsport an DDR Schulen gesehen. Ich glaube, das war im ZDF Magazin. Ob da alle Schulen gemeint waren, kann ich mich nicht erinnern.8)

    Ja, wir werden alle sterben. Die Frage war aber, ob DU noch irgendwas von dem anwenden könntest, was du mal gelernt hast.

    Schade, dass Du meinen Beitrag so abkanzelst! Aber, geh doch mal die Punkte für Dich durch.

    Zu Deiner Frage: Ja! Infantristische Grundfertigkeiten, Kradmelder, Ordonnanzdienst sowie die Handhabung leichter Waffen. Müsste natürlich aufgefrischt werden.

    Aber aufgrund meines Alters sähe ich mich eher in der Militärverwaltung.8)

    Hast du denn das Gefühl, im Verteidigungsfall eine Idee zu haben, was zu tun wäre?

    Säße ich in der Regierung oder Generalität, könnte ich Dir möglicherweise antworten!

    Mich beschäftigen so einige Sorgen:

    Die USA hat kein Interesse mehr an der NATO und wird sie möglicherweise bald verlassen. Das Zeitalter der Transatlantiker ist vorbei. Ich denke, auch nach Trump.

    Gibt es ein gemeinsames strategisches Konzept der verbleibenden Miniaturarmeen der Europa-NATO? Würden die NATO-Mitglieder wirklich zusammenstehen, wenn ich mir Ungarn und Konsorten so betrachte?

    Sorge macht mir auch der Artikel 5, der besagt, dass jedes NATO-Mitglied selbst entscheidet, welche Hilfe er dem akkut angegriffenen NATO-Partner zukommen lässt. Mit der Entsendung von nur ein paar Sanitätssoldaten wäre die Beistandspflicht eines Landes im Prinzip schon abgedeckt.

    Stände unsere Bevölkerung wirklich geschlossen hinter einem Verteidigungskrieg oder gibt es mittlerweile Gruppierungen, die mit Putin-Russland sympathisieren? Wenn ja, wie hoch wäre die Quantität?

    Wäre unsere Bevölkerung für einen Verteidigungskrieg standhaft und stark genug? Wie sähe es aus, wenn die ersten Menschen getötet, die ersten Wohnblocks zerstört werden, marodierende Banden mit Plünderungen beginnen, die innere Sicherheit, medizinische Versorgung...nicht mehr gewährleistet werden kann...

    Die ukrainische Bevölkerung zeigt sich sehr patriotisch und verteidigungsfähig, bei unserer eigenen Bevölkerung sähe ich das skeptischer. Das fehlende mentale Mindset!

    Sorgen über Sorgen!8)

    Aha und nun? Ich empfand meinen Wehrdienst in großen Teilen als furchtbare Zeitverschwendung.

    Nichts! Wir sind verschiedener Meinung, haben diese geäußert und tolerieren sie. Gehört in einer liberalen demokratischen Gesellschaft dazu.8)

    Welche Grundhaltung soll das sein? Verteidigungsfähigkeit und Männer, die vor 50 Jahren über ein Jahr ihres Lebens in einer Kaserne abgesessen haben und heute immernoch exzessiv darüber reden, haben wenig miteinander zu tun.

    Das sehe ich anders!8)

    Mich dann noch mit dem Mitarbeiter auseinanderzusetzen und im Falle einer Ablehnung den Kundenservice zu kontaktieren, wäre mir wirklich zu viel verschwendete Zeit und Energie für einen Gegenwert...

    Nicht nur verschwendete Zeit sondern auch ein Tritt nach unten! Aber Hauptsache, die eh schon unterbesetzten und gestressten Mitarbeiter auf Trab halten. Lernt man das heute so?8)

    Ich war heute bei Kaufland einkaufen. War kein großer Einkauf, wollte nur Popcorn und Lachs holen. Von den 6 Kassen waren nur 3 offen und die Schlange ging bis in die Getränkeabteilung. Ein klarer Fall für den 2,50-Euro-Gutschein, denn mehr als 5 Minuten Wartezeit hätte ich auf jeden Fall aufbringen müssen. Also Stoppuhr an und die Zeit messen, bis die Kassiererin mit dem Abkassieren meiner Waren anfing. Dauerte insgesamt 8,5 Min. Mit dem Kassenbon und Handy ging es an die Info. Lage geschildert, Bon vorgelegt und Stoppuhr vorgezeigt. Dame an der Info sah mich an, als wäre ich zur Fahndung ausgeschrieben. Daraufhin kam die Frage „Finden Sie das nicht abartig?“. Ich darauf „Was genau denn?“. Sie dann nur „Na, das mit der Stoppuhr. Ich persönlich finde sowas absolut abartig und unmöglich.“. Daraufhin hat sie mir nur erklärt, dass viele Kollegen krank oder im Urlaub wären. Und noch einmal betont, wie abartig sie sowas fände. Ich hab ihr daraufhin nur erklärt, dass Kaufland auf den Einkaufswagen doch extra mit dem Gutschein wirbt und man sich schon an eigene Geschäftsrichtlinien halten sollte. Hat sie nicht interessiert und ich wurde von ihr gefragt, wo ich denn arbeiten würde. Gelegenheit, diese Frage zu beantworten, hatte ich aber keine. Direkt danach ergänzte sie noch, dass man vielleicht mal bei mir mit einer Stoppuhr messen sollte, wie schnell ich arbeite. Normalerweise rege ich mich über unfreundlichen Kundenservice auf. Das war in dem Fall aber nicht so, ich musste mir wirklich das Lachen verkneifen. Hab dann den Gutschein bekommen und der Frau noch einen schönen Tag gewünscht. Den wünschte sie mir tatsächlich auch. Insgesamt eine sehr lustige Erfahrung. Was diesen 2,50-Euro-Gutschein angeht, hab ich schon viel gehört, aber das hier war echt lustig. :D

    Da wird mir auch schon wieder klar, warum Lehrer in der Bevölkerung sehr unbeliebt sind!8)

    Trollst du?8)

    Überhaupt nicht!

    Dieser Faden entstand dadurch, dass etliche Stimmen geäußert haben, dass Putin-Russland für uns durchaus eine ernste Bedrohung darstellt.

    Daraufhin habe ich die These aufgestellt, dass in unserer Bevölkerung das mentale Mindset für einen Verteidigungskrieg fehlt.

    In diesem Forum habe ich wahrgenommen, dass ich mit meiner These vielleicht nicht ganz so falsch liege? Despektierliche Äußerungen über den Wehrdienst der W15er, auch wenn sie "verklärt" oder "anektdotisch" erzählt zu sein scheint, zeigt für mich eine bestimmte Grundhaltung. In Finnland, Schweden oder Polen hätte sich da bestimmt ein anderer Gesprächsverlauf ergeben.

    Ich will das ja auch nicht werten. Es ist ja auch legitim, sich hinsichtlich Militär/Verteidigung uninteressiert zu positionieren und die Zeit der Wehrpflicht als "vertane Zeit" abzutun.

    Nur sollte man sich dann die Frage stellen, ob man weiterhin in Euro oder in Rubel bezahlen möchte, wenn es soweit sein sollte. Sich gleich zu ergeben würde das Blutvergießen von Millionen Menschen ersparen. Daher akzeptiere ich auch die Position von D.R. Precht bezüglich des Ukraine Krieges.

    Ohne Rückhalt in der Bevölkerung für eine Landesverteidigung wird ein möglicher Aggressor leichtes Spiel haben.

    Dass wir uns nicht mehr mit der Schutzmacht USA im Rücken auf dem Kanapee gemütlich machen können, so als wenn uns das alles gar nichts angeht, dürfte sich herumgesprochen haben.8)

    Ich bin zwar kein Mann, aber in einer Zeit mit der Schule fertig geworden, als Männer noch zum Bund mussten. Und da hatte in meinem Freundes- und Bekanntenkreis kaum einer Lust darauf. Die hätten alle lieber direkt studiert oder eine Ausbildung begonnen. Gut die Hälfte meiner Freunde hat sich für den Zivildienst entschieden, einige wenige haben es irgendwie geschafft, ausgemustert zu werden, andere haben ihren Dienst angetreten und manchen hat es dann gefallen, manchen nicht.

    Wenn wir nun zusammensitzen, wird über den Wehrdienst kaum geredet und schon gar nicht so verklärt wie bei BaldPension. Joah. Soviel dazu von meiner Seite.

    Naja, Du lebst wahrscheinlich in einer anderen Blase, wo das Militär nicht so besonders gewertschätzt wird. Und es war bestimmt nicht die große Zeit der W-15er. Wir waren da schon in der Geschichte der Bundeswehr was Besonderes.

    Es gibt dazu ein tolles Buch "Generation W15". Unbedingt lesen!8)

    Habe ich auch. Sogar freiwillig und sicher länger als der Pensionär. Mit manchen ehemaligen Kameraden habe ich auch noch Kontakt. Wir unterhalten uns aber nicht darüber, was wir für harte Kerle und Kerlinnen waren, wie wir so unseren Dienst geleistet haben. Das ist 10+ Jahre her. Das Leben geht weiter und es passieren viele spannende Dinge.

    Was wir "im Ernstfall" zu tuen hätten, ist klar. Was gibt es da zu unterhalten?

    Das kann man dann auch nicht so vergleichen! Das Dienen in einer Berufsarmee, dazu noch in Auslandseinsätzen, ist noch eine andere und wesentlich härtere Nummer.

    Wir waren damals die typischen Bürger in Uniform. Als W-15er wusste man, dass nach 15 Monaten Schluss ist. Deswegen konnten wir mit guter Laune den Dienst antreten. Und uns hat der Dienst auch oft Spaß gemacht. Muss dazu sagen, dass wir auch gute Vorgesetzte hatten.

    Und es war im Kalten Krieg und waren froh, dass der Krieg kalt blieb. Wir W-15er haben mit unserer Präsenz dazu unseren Beitrag geleistet.8)

    Das ist nicht nur meine Meinung, Alle, die ich kenne, reden so über diese Zeit, ich habe noch nie jemanden wie dich getroffen, der das so verklärt...

    Dann kennst Du aber sehr wenige! Du nimmst es mir ab, dass mein Netzwerk im Reservistenverband, neben vielen anderen ehemaligen Kameraden, da viel größer ist?

    Und verklärt habe ich gar nichts, weil ich nichts konkretes über meine Arbeit in meiner Truppe erzählt habe.

    Darf man das heutzutage nicht mehr sagen, wenn es für einen selbst eine tolle Zeit war?8)

    Ein langer Wehrdienst war schon immer verschwendete Lebenszeit. Saufen und Zeit absitzen ist kein Einsatz für die Gesellschaft.

    Und welche Beurteilungskompetenz hast Du dazu? Aus den Erzählungen Deiner (!) Bekannten?

    Unser Dienst bestand nicht aus Zeit absitzen. Die Humpen haben wir nach (!) der Dienstzeit geplockt.

    Ich bin stolz darauf, gedient zu haben!8)

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