Beiträge von wieder_da

    Hat jemand, privat oder aus der Schule, Erfahrungen mit dem Basteln solcher Masken?


    https://www.etsy.com/de/listin…ske-affenmaske-affenmaske


    Man kauft zwei pdf-Dateien und druckt diese auf zwei Bögen verschiedenfarbigen Papiers. Evtl. müsste man dann noch jeweils zwei Bögen aufeinander kleben, damit es stark genug ist. Aber das würde ich ja machen. Dann bekommt man eine Anleitung und muss das Papier beschneiden, falten, knicken, zusammenkleben … bis die Maske fertig ist. Ich frage mich, ob das in einer 4. Klasse mit größtenteils sehr fitten Kindern möglich ist.

    Oder hat es dir die Sprache verschlagen, dass es Schulen gibt, die Inklusion umsetzen und - oh Wunder - genau diese Schulen eine ganz andere Haltung an den Tag legen, als jene Lehrkräfte hier, die behaupten, Inklusion funktioniere an ihrer Schule nicht.

    Ich würde mal behaupten, dass es zum Beispiel in meinem Kollegium nicht an der Haltung liegt, dass wir unsere Schule für viele Kinder mit Förderbedarf nicht als den richtigen Ort ansehen. Du hast oben eine PowerPoint verlinkt. Ich habe mir eine der Schulen angesehen (bzw. deren Homepage), die mit dem Jakob Muth-Preis ausgezeichnet wurden. Zitat: „Im Kulturanum lernen inzwischen 315 Kinder vom 1. bis zum 11. Jahrgang. (…) In einer Gruppe lernen 22 – 27 Schüler. Im Lehrerteam arbeiten 29 kommunal angestellte Lehrerinnen und Lehrer, die durch 8 Sonderpädagoginnen und –pädagogen, 2 Honorarkräfte sowie 13 Schulbegleiterinnen und –schulbegleiter sowie 2 Schulsozialarbeiterinnen unterstützt werden.


    Wow. Zum Vergleich: An meiner Schule sind es 260 Kinder (82,5%), aber nur 45% der Lehrkräfte (ohne Sonderpädagogen) und nur 12,5% der Sonderpädagog*innen. Aus den Zahlen oben lässt sich schließen, dass es an der genannten Schule häufig Doppelbesetzungen gibt oder dass einzelne Kinder und Kleingruppen „rausgezogen“ werden. Es sei denn, es arbeiten alle 37 Lehrer*innen Teilzeit mit drei freien Tagen in der Woche. Eine Doppelbesetzung durch Lehrer*innen gibt es an meiner Schule an etwa 12 Wochenstunden. Also, 12 Stunden für alle 10 Klassen, nicht je Klasse.


    Deshalb scheitert Inklusion. Eine kritische Haltung gegenüber Inklusion ist hier in der Gegend eine Folge der Erfahrungen, die dort gemacht wurden, wo Inklusion gefordert wird, ohne dass Personal und Geld (Räume, Ausstattung) investiert werden.

    (…) Da es jetzt quasi eine Reihenfolge darstellt (alle 8 Stufen neben der Stufe 9 sind gleich groß), kann man nicht eine Riesenbandbreite in Stufe 2 haben.

    Wobei mir scheint, dass die „gleiche Größe“ der Stufen sich eben nicht darauf bezieht, dass jetzt in jeder Stufe gleich viele Schulen sind. Wenn ich in dem verlinkten Dokument nach „ 1 “ suche, sind es 385 Treffer, bei „ 2 “ 953 Treffer, bei „ 7 “, „ 8 “ und „ 9 “ jeweils um die 200 Treffer.

    Verschlechtert von 2 auf 3 und das bildet m. E. gut die tatsächliche Entwicklung ab. Auch für die anderen Grundschulen in der Stadt passt der neue Index (die alten kannte ich nicht).

    Müsste das f in der oberen Zeile (ohne Schleife) nicht trotzdem nach unten länger sein (und bis in den Keller gehen)?

    Genau das. Und diese Form der Verbindung vom e zum f führt dazu, dass das ausbleibt.


    EDIT: Die Kinder schreiben das f dadurch nämlich von unten nach oben. Nur bei der Verbindung mit Schleife schreiben sie es von oben nach unten und können es überhaupt weit genug nach unten ziehen.

    Ich fand es schon sinnvoll, eine Anzahl an Verbindungen als verpflichtend einzuführen und immer wieder zu erinnern, dass wir z.B. de verbunden schreiben. Jedenfalls für einen begrenzten Zeitraum von drei, vier, fünf Monaten. Die Kinder müssen eine Verbindung ja schon eine zeitlang benutzt haben, bevor sie dann entscheiden können „beibehalten“ oder „sein lassen“.


    Bei mir hätte es schon einigen Kindern geholfen, noch enger geführt zu werden. Wir haben uns im Jahrgang gegen Schreibschriftlehrgänge (VA, SAS, …) entschieden. Eine Kollegin hat in einem früheren Jahrgang die VA eingeführt, bei mir hat eine Mutter ihrem Kind die SAS beigebracht. Beides mit guten Ergebnissen, wie ich finde, aber mit dem Nachteil: Die anderen Kinder tun sich sehr schwer, diese Schriften zu lesen 🤷‍♂️

    Das Heft ist aber tatsächlich so ziemlich ein Selbstläufer. Wichtig wird der Hinweis sein, beim Nachspuren immer auf dem Punkt anzusetzen und dann in Pfeilrichtung zu schreiben. Aber sonst …


    Bei mir hat das Heft alleine allerdings nicht gereicht. Soll heißen, alleine durch das Bearbeiten des Grundschriftheftes haben nicht alle Kinder Verbindungen in ihre Schrift übernommen. Ich habe zusätzlich ein liniert A5-Heft anschaffen lassen. Darin haben die Kinder die Verbindung des Tages - oder war es die Verbindung der Woche? - geschrieben. Eine Zeile lang die zu verbindenden Buchstaben und dann Wörter, in denen diese Buchstaben vorkommen. Diese Verbindung habe ich auch an die Tafel gehängt (Magnetplättchen) und sie war von dem Zeitpunkt an Pflicht. Am Ende hingen dort 20 oder 30 Verbindungen.


    Einer Kollegin würde auch das nicht reichen, sie lässt zusätzlich z. B. das Jahndorf-Heft zur VA durcharbeiten.

    Ich weiß nicht, ob da über das Jobcenter was geht. Ich würde mich aber wegen des Geldes nicht verrückt machen, denn 5 bis 7 Stunden täglich im ÖPNV wären tatsächlich nicht nur psychisch ein Problem.


    Selbst wenn du einen Privatkredit aufnimmst, kannst du den später mit deiner Besoldung innerhalb von ein bis zwei Jahren zurückzahlen. Du könntest die benötigte Summe aufnehmen und zwei Jahre tilgungsfreie Zeit vereinbaren. Ich weiß nicht, ob es auch ein Modell gibt, wo dir z. B. jeden Monat 400 € ausgezahlt werden. Das kenne ich nur als Studienkredit.


    Wie wären denn die Fahrzeiten mit einem Auto? Wobei du bei 18 Monaten mit dem WG-Zimmer günstiger wegkommst.


    Die derzeitige Wohnung würde ich auch im Blick behalten. Könntet ihr Nachmieter vorschlagen? Kommt ihr gegen drei Monatsmieten früher aus dem Vertrag? Hat der Vermieter vielleicht sogar einfach so ein Einsehen? Wollt ihr in zwei, drei, vier Jahren noch in dieser Wohnung wohnen?

    Du hast eine 1. Klasse. Wenn es im Kern um Klassenarbeiten geht, dann lehn dich doch die nächsten beiden Jahre erstmal zurück und beobachte.


    Ich habe nach dem Ref an meiner Ausbildungsschule unterrichtet und musste leider dort nach 2 Jahren eine Versetzung beantragen.

    Weil du umgezogen bist oder …?! Öfter mal möchte sich jemand versetzen lassen und wird nicht gelassen. Dass jemand eine Versetzung beantragen musste, habe ich noch nie gehört.

    Das kann ein genauso geeignetes Leisezeichen/Ruhesignal sein wie jedes andere. Ich unterrichte auch Musik und muss manchmal Kinder erinnern, dass das Klatschen bei uns (auch) ein Leisezeichen ist und es danach still sein sollte.


    Ich hänge gerne mehrere, kurze Rhythmen hintereinander und mache den letzten Rhythmus ganz leise (nur die Fingerspitzen gegeneinander). Ich spreche die Rhythmen auch (ta - titi - ta - ta etc.), aber das ist wieder ein Musikerding. Wenn es schneller gehen soll, nehme ich eher den Klangstab.

    Ich würde die Schulrätin/den Schulrat ansprechen, die oder der für deine neue Stadt zuständig ist.* Sie ist nicht selbst für Einstellungen zuständig, aber sie hat ein Interesse, „ihre“ Schulen zu versorgen und wird dir einen geeigneten Ansprechpartner bei der Bezirksregierung nennen können. Das ist nämlich die für Einstellungen, Anerkennungen etc. zuständige Stelle. Die Schulrätin kannst du auch ansprechen, was du dir so vorstellst und welche Schulen es in ihrem Bezirk gibt … Auf keinen Fall würde ich auf Ausschreibungen warten, sondern selbst auf das zukünftige Schulamt zugehen.


    * Das kennen nicht alle. In NRW ist das Schulamt die Schulaufsichtsbehörde für Grundschulen. Dort gibt es eine oder mehrere Schulrätinnen, die für 15, 20 oder 25 Grundschulen zuständig sind. Die Schulrätinnen sind recht nah dran an den Grundschulen. Unsere Schulleitung hat vier, fünf, sechs Mal im Monat Kontakt, unter anderem eben auch in Personalangelegenheiten.

    Ach so. Das Publikum also … Wahrscheinlich so wie hier:


    Millionen Pudel können nicht irren Die deutsche Event-Landschaft hat viel Grausames zu bieten. Die SPIEGEL-Redakteure Ann-Kathrin Nezik und Alexander Kühn gehen trotzdem hin. Diesmal: zum Konzert von Stargeiger André Rieu.


    So eine herablassende Haltung ist wirklich gar nicht meins.


    Ich verstehe es so, dass hier zwei Typen verglichen werden, die gerne als strahlende Frauenschwarm-Popstars vor Massenpublikum auftreten, weil es für Höheres nicht gereicht hat und daran doch recht gut verdienen.

    Zweimal ja (Massenpublikum, Verdienst), einmal nein (es hätte nicht für Höheres gereicht). André Rieu hätte mit Sicherheit statt Walzer und Schlager auch Beethoven und Gustav Mahler spielen können. Als eine von 30 Geigen in einem guten Orchester für 4000 € brutto. Ich wüsste, wie ich mich entschieden hätte 😁 Precht hat eine Fernsehsendung und den hier erwähnten Podcast, um die 20 Bücher werden bei namhaften Verlagen verlegt … welche beruflichen Ziele könnte man sich da überhaupt noch setzen? Ich glaube nicht, dass er z. B. eine hauptberufliche Professur anstreben und 9 SWS unterrichten möchte, denn er ist schon seit 25, 30 Jahren journalistisch aktiv.

    Ich habs wohl selbst verbockt, weil ich dann noch zwei Absätze geschrieben habe. Aber eigentlich ging es mir wirklich um André Rieu 😁


    Wenn dich an Precht stört, dass er sich soviel außerhalb seines Fachgebietes äußert, bin ich dabei. Aber das macht André Rieu ja gar nicht. Was die beiden gemeinsam haben: Beide machen ihre Fachgebiete, klassische Musik und Philosophie, einem viel größeren Publikum zugänglich als die Philharmonie am Ort xy oder das Institut für Philosophie an der Uni yz. Aber das wiederum ist ja nichts Schlechtes 🤷‍♂️

    André Rieu der Philosophie …

    Und das bezieht sich darauf, dass beide erfolgreich sind? Oder viel Geld verdienen? Oder sehr bekannt sind?


    Mir sind beide (Lanz und Precht) nicht super sympathisch und beide haben ein dermaßen großes Sendungsbewusstsein, dass ich mir manchmal einfach mehr Platz und Aufmerksamkeit für andere Stimmen wünsche. Aber ich habe in der Podcast-Folge, die hier veralbert wird, durchaus was gelernt, z. B. mit Blick auf das „Verbot von Arbeit“ als religiöses Gebot vs. Selbstverpflichtung, nicht zu arbeiten. Oder mit Blick auf Arbeit zum Broterwerb vs. spirituelle Arbeit. Ich teile auch Meinungen, die die beiden da vertreten haben. Mit dem Hinweis auf unsere Medienlandschaft, wo gerne Aussagen aus ihrem Zusammenhang herausgenommen und Menschen anhand eines Satzes z. B. zu Antisemiten erklärt werden, kann ich einiges anfangen.


    Es gab ja falsche Aussagen in der ursprünglichen Podcast-Folge. Wer danach googelt, wird darauf hingewiesen. Aber wie geht man damit jetzt um? Das sind ja keine wissenschaftlichen Arbeiten, sondern das sind Gespräche ohne Drehbuch. Fordert man da jetzt Fußnoten ein? Fordert man ein, dass jede Sendung vor der Veröffentlichung nochmal gegengehört und geschnitten wird? Das wäre natürlich das Ende jedes Live-Formates. Oder fordert man vom Hörer solcher Podcasts, dass er mit schwierigen Aussagen kritisch umgeht und sich informiert: Hat der sowas schonmal gesagt? Was sagt der sonst zum Thema x, y oder z? Verfügt der eigentlich über Fachwissen in dem Bereich, über den er sich äußert? Was in der heutigen Medienlandschaft ja auch jedem möglich ist, ist: Sachlich Stellung beziehen indem man falsche Aussagen richtig stellt. Das wäre eher meins.

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