... und es ist wohl kaum sinnvoll, durchschnittliche Einstiegsgehälter in einer Branche mit Spitzengehältern in einer anderen Branche zu vergleichen.
Das habe ich auch nicht getan, ich habe versucht, belastbare Durchschnittsgehälter zu finden, was erstaunlich schwierig ist. Weiterhin habe ich darauf hingewiesen, dass freiwillige Angaben in einer Jobplattform für das "Berufsfeld Mathematiker" wahrscheinlich nicht den Durchschnitt darstellen. Die Aussagen, dass viele Mathematiker sehr viel verdienen, kamen von anderer Seite, da ist es nur richtig, darauf hinzuweisen, dass einige BWLer viel mehr verdienen und dass das über den Durchschnitt wenig aussagt.
Drittens, wo wir schon bei Durchschnitten und sinnvollen Vergleichen sind: Gerade weil BWL ein Massenstudiengang ist, ist ein Vergleich der Durchschnitte nur bedingt angemessen: Ein Student X, der überhaupt in der Lage ist, ein Mathestudium erfolgreich zu absolvieren, würde ein BWL-Studium sehr wahrscheinlich überdurchschnittlich oder jedenfalls nicht am unteren Ende absolvieren. Will man also für Student X vergleichen, ob er mit einem BWL oder Mathestudium mehr verdienen wird, kann man für den Gehalts-Vergleich da getrost mal die unteren 10-15% der BWLer weglassen.
Letztens: Mathematiker-Gehälter sind "normal" und legen nicht nahe, dass Mathematiker immens knapp sind.