Es gibt keine Evidenz, dass Gehaltssteigerungen bei Mathematikern größer sind als bei BWLern. Ich habe das oben schon angezweifelt.
Ja, spezialisierte Mathematiker verdienen gut. Spezialisierte BWLer (Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater, Projektmanager, Vertriebsprofis) auch.
Man kommt nicht umhin, dass das Mathestudium finanziell nicht honoriert wird und sich somit in der Wirtschaft auch niemand um gut ausgebildete Mathematiker streitet. Im Vergleich
- Studium M hat eine Abbruchquote von 80%, ein erwartetes Einstiegsgehalt von 45 T € und eine durchschnittliche Arbeitslosigkeit von 0,8%
- Studium B hat eine Abbruchquote von 30%, ein erwartetes Einstiegsgehalt von 41 T € und eine durchschnittliche Arbeitslosigkeit von 1,8%
Es ist somit wahrscheinlicher, ein BWL-Studium in den oberen 50% zu bestehen, als ein Mathestudium überhaupt zu bestehen. Mit einem BWL-Abschluss in den oberen 50% kann man wiederum ein höheres Gehalt erwarten, als mit einem Mathestudium. Das ergibt sich aus den oben zitierten Zahlen (BWL-Verteilung) unter der Voraussetzung, dass das Gehaltsspektrum bei den BWLern den Studienerfolg widerspiegelt bzw. mit diesem hoch korreliert ist.