Kann man machen, kann vielleicht auch klappen. Gegen eine Dienstanweisung des Schulleiters kannst du dann aber nicht mehr so viel machen.
Beiträge von FrozenYoghurt
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Oh, du weichst weiterhin aus.
Aber das "argumentative Luftschiff" ist eine schöne Wortkonstruktion. Nennt man so das, was du machst?Und: Nein. Weil wir es nicht sind. Wir fördern die Kinder bis Klasse 4 - ihr übernehmt sie danach und unterrichtet diese Kindern weiter. Ja. Aber so wie sie sind. Nicht so, wie ihr sie haben wollt. Nicht so, wie ihr sie zugeliefert bekommen wollt.
Ich sehe, wir kommen hier nicht weiter und das ist für mich auch okay. Mir ist immer noch nicht klar, wo ich hier ausweiche. Wenn du die Aufteilung in a / b / c Klassen meinst, kann ich dir nur sagen, was ich selbst erlebt habe. Deine Erläuterung ist offiziell und formal korrekt, trotzdem scheint die Praxis je nach Schule davon abzuweichen. Damit ist der Punkt für mich gegessen.
Trotzdem: Nenn es, wie du willst: Die Grundschulen liefern die Kinder an die weiterführenden Schulen. So funktioniert unser System, auch wenn der Begriff "zuliefern" natürlich nicht blumig ist. Und doch, der Auftrag der Primarschulen ist es, die SuS für die weiterführende Schule vorzubereiten. Mit "so, wie sie sind" schwingt mir da eine etwas zu locker und lasch verstandene Verantwortungsauffassung mit. Aber lassen wir es gut sein.
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Nochmal: du weichst aus.
Du wirfst den Grundschulen so nebenbei vor, dass sie keine Selektion möchten, aber es doch tun. Was nicht (generell) der Fall ist.
Aber die Reaktionen auf diese Aussage ignorierst du total, weil sie dir nicht in den Kram passen. Als Maylin dann von seinem BK schreibst, freust du dich ... und ignorierst deine Aussage.
Vielleicht könntest du mal Stellung dazu nehmen, dass du den Grundschulen scheinbar Sachen vorwirfst, die so generell nicht üblich sind.
Kannst du auch jetzt nicht. Auch jetzt kommt nur ein "Mag ja sein.... Trotzdem".
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Und: es verklärt hier niemand die Grundschulzeit. Wo liest du das?
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Und nochmal: wir sind kein Zuliefererbetrieb für die Sek1. Die Sek1 muss sich (so wie wir in der Grundschule) auf die veränderten Schüler und die andere Ausgangssituation einstellen. Schafft ihr schon.
Doch, seid ihr. Bitte versuche nicht, ein argumentatives Luftschiff diesbezüglich aufzubauen. Warum ist es so schwer, die Rolle als "Zulieferer" zu akzeptieren?
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Kann ich auch.
Aber wie gesagt: du kritisiertest weiter oben, dass auch ab Klasse 2 ja schon Klassen nach Leistung gebildet werden. (Was nebenbei komisch ist, da die Klassen in Klasse 1 gebildet werden - aber egal.)
Dann freust du dich darüber, dass Maylin dieses Vorgehen (für ein BK) bestätigt, hast aber die Erster-Hand-Berichte von Palim und mir über die Grundschule kurzerhand ignoriert. (Und dass, obwohl es dir seit mehreren Seiten schon explizit um die nicht vorhandene Selektion in der Grundschule geht.)
Darauf angesprochen kommt dieser komische Beitrag von dir.
Mag ja alles sein... Trotzdem: Wir dürfen als Gesellschaft die Grundschulzeit nicht vollkommen verklären – auch ich erfreute mich einer gänzlich inspirierenden Grundschulzeit. Es ist unfassbar wichtig für die Kinder, direkt die richtigen "Sensoren" zu entwickeln, die ihnen in der Sek 1 begegnen werden.
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Keine Ahnung, was du mir damit sagen willst - außer: du kannst mal wieder nicht zurückrudern, wenn du dich in einem Posting inhaltlich vergalopierst.
Wieder nicht? Spar ich mir an dieser Stelle. Es geht darum, dass sowohl meine Wenigkeit als auch Marilyn (wahrscheinlich?) auch über Erfahrung an anderen Schulformen verfügen, um übergreifend mitreden zu können. Der PhV tut es ja ebenfalls.
Ich möchte dich nicht angreifen o. Ä., lediglich klarstellen, dass ich hier schulformübergreifend mitreden kann, das ist alles. Ohne jemanden anzugreifen.
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Tun wir.
Das GE-Kind kann jetzt lesen, total super, dass das überhaupt klappt, aber es wird nicht mehr unbedingt auf Lesende angewiesen sein, sondern kann sich selbst helfen und der Mutter auch, die übrigens arbeiten geht.
Das Kind, das die deutsche Sprache noch nicht kann und ein Trauma hat, ist super in Mathe. Es wird die Sprache in den nächsten 2-3 Jahren lernen und dann durchstarten und irgendwas mit Mathe machen können, es kann nur jetzt gerade nicht mehr schaffen, weil es noch an der Sprache scheitert.
Das Kind, das total begabt ist, blüht in der Förderung (Herausforderung) auf, es überschlägt sich förmlich. Ich bin nicht sicher, ob es an der nächsten Schule einen Dämpfer bekommt, weil der Gleichschritt wartet, aber das, was es jetzt lernt, wird es beflügeln und stärken, das es sicher ist, dass es Lernen kann, auch wenn es mal schwierig wird.
Ich kann es dir für jedes Kind meiner Klasse darlegen, welche kleinen und großen Schritte jedes Kind gemacht hat, wo ich es sehe und wo ich mir wünsche, dass es ankommen wird. Aber das kann ich nur für 4 Jahre, danach sind andere zuständig.
Manches würde ich mir wünschen (Arztbesuche, Therapien), kann es aber nicht beeinflussen, mehr Förderung in Kleingruppen kann ich auch nicht bereitstellen, die Unterrichtsversorgung ist so schlecht, wie sie ist.
Du, FrozenYoghurt ,forderst Leistung? Nur zu. Bitte begleite die Schüler:innen so, dass sie ihre Wege möglichst gut bewältigen können.Sehr gerne. Wer will, dem eröffne ich sämtliche Wege (selbst erlebt, ukrainische Flüchtlinge, die in Mathe absolut Gas geben).
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Kann ich gerne mache, aber dann fang doch einfach nicht so an mir versuchen den Mund zu verbieten, weil du nicht mehr in der Lage bist inhaltlich zu argumentieren?
Im Profil steht Mathematik, Deutsch und evangelische Religion, da dies die Fächer sind, die ich auf Grund-Haupt und Realschullehramt (GHR) studiert und abgeschlossen habe, was soll daran lachhaft sein??? Was ich vorher gemacht habe, spielt hier keine Rolle, wie du es ja scheinbar auch nicht dort stehen hast.
Nochmal: Egal, was wir beide über unser Profil hier noch zu bieten haben, fände ich es nett, uns gegenseitig nicht direkt das Wort zu verbieten. Du hast gemerkt, ich kann die Primarstufen-Karte spielen, du die (vermeintliche?) Mathe-Karte. Bringt uns beiden nix. Also warum nicht mal entspannen und dann nochmal schauen, wie wir diskutieren können.
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Die von Frozen beschriebene A/B Einteilung kenne ich übrigens auch. Die ergab sich am Gymnasium aber meist aus dem Einzugsgebiet und wurde nicht bewusst so angelegt. Wenn neue Schüler quer dazu kamen, hat man dann allerdings schon geschaut, wo sie leistungstechnisch am besten reinpassen.
An meiner aktuellen Schule wird in einigen Bildungsgängen, in denen die Schüler schon aus dem Vorjahr bekannt sind, scheinbar ebenfalls so eingeteilt. Jedenfalls wurde mir erklärt, dass in die A "die Fitten" kommen. So direkt ausgesprochen hatte ich es bis dato bisher aber auch noch nie gehört.
Ich danke dir von Herzen. Ich wurde diesbezüglich als vollkommener Spinner hingestellt. Vielleicht schärft es dann doch das Bewusstsein, dass eben doch nach Homogenität eingeordnet wird.
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Leute, jetzt mal ernsthaft. Ihr argumentiert derart, dass Schrauben sortieren für manche Schulabgänger keine Perspektive ist. Wo ist aber deren Perspektive? Ostfront beim Bund? Das kann es doch nicht sein? Wir können doch nicht ernsthaft immer weiter runter gehen mit den Erwartungen. Jetzt mal wirklich im Ernst und ohne, dass ich GS-Lehrkräfte kleinrede oder so ein Schmarrn. Wir müssen uns doch echt mal klar darüber werden, dass diese Kinder irgendwann mal unsere Gesellschaft bereichern sollen.
Können wir vlt. alle Ideologien mal beiseite legen und darauf hinarbeiten, dass diese Kinder mal einen Mehrwert für unsere Gesellschaft schaffen werden?
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<Mod-Modus>
Abgesehen davon, dass raindrop ja scheinbar ein Mathestudium hat (wie er schreibt) ...
steht "Mathe" bei den Fächern und bei der Schulform steht "Grundschule".
Ich (und wahrscheinlich einige andere werden sich daher fragen, worauf du hinaus willst.
Aber vielleicht solltest du einfach mal einen Gang zurückschalten und bei der Sache bleiben anstatt andere User hier ad hominem ans Bein zu pinkeln.
kl. gr. frosch, Moderator
Du hast da ja recht... trotzdem: Wie soll ich mich denn wehren, wenn er mich so angeht, ohne zu wissen, dass ich in dem Bereich ebenfalls zumindest etwas mitreden kann. Sehe ich ein, trotzdem würde ich mir wünschen, dass von ihm aus ebenfalls etwas "abgerüstet" wird!
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Na dann fang doch einfach damit an und halte dich hier nicht weiter auf damit.
Tue ich, empfehle ich dir ebenfalls dringend, als hier 13 Seiten zu schreiben über so einen Unfug.
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Ich habe damals nicht auf Lehramt Gymasium studiert, als Quereinsteiger vielleicht, war aber nie mein Ziel.
Aber hast dir schön Mathe in deinem Profil gegönnt. Aha. Mehr muss ich nicht wissen. Lachhaft
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Vielleicht sollten wir auch endlich mal zwischen geschlechtergerechter Sprache, die eben nicht von der Mehrheit abgelehnt wird und den verschiedenen Formen des Genderns unterscheiden. „Schüler“, „Schülerinnen“, „Schüler/-innen“, „Schülerinnen und Schüler“, „Schülis“ ... sind alle verschiedene Formen des Genderns, von denen einige mehr abgelehnt werden als andere.
Mit unserer Wirtschaft geht es derart bergab, dass wir uns bald in einer Situation vorfinden werden, in der wir schlicht und ergreifend gar keine Zeit mehr haben, uns über solche Banalitäten Gedanken zu machen und folgerichtig zu pragmatischen Lösungen zurückkehren werden.
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und wieder verlässt du die Diskussionsgrundlage und wirst persönlich, schade, eigentlich ein interessantes Diskussionsfeld. Zumindest bin ich für Mathematik ausgebildet, Kinder bis zur 10. Klasse zu unterrichten. An der Uni habe ich einige Zeit Gymnasiallehrkräfte in Analysis in Übungsgruppen begleitet, da ich vor meiner Schullaufbahn, Mathematik studiert habe. Deinem Profil entnehme ich, dass du nicht in Mathematik ausgebildet bist und daher wahrscheinlich absolut keine Ahnung davon hast. Also wer sollte sich dann lieber mit solchen Äußerungen zurückhalten?
Ansonsten würde ich aufgrund meiner mangelnden Erfahrung Mathematik in der Gymnasialen Oberstufe zu unterrichten, keine Äußerungen über die Didaktik tätigen. Aber darum ging es ja auch überhaupt nicht. Warum also wieder diese unnötige Nebelkerze. Ansonsten scheinst du zu diesem Thema keinen nennenswerten Beitrag leisten zu können.
Ich habe einen Universitätsabschluss in der Finanzmathematik, muss mich also deinerseits nicht blöd anmachen lassen, nur weil ich mein Profil hier auf meine facultates beschränke. Deinem zweiten Abschnitt kann ich nicht folgen. In der Oberstufe ist weitaus weniger Didaktik nötig als in der Sek I.
Prof. Krötz verfolge ich mit größtem Interesse, weil er so viele Wahrheiten ausspricht und argumentativ untermauert, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen. Oder aber, Plan B, wir hängen unsere Berufsbezeichnung als Lehrer vollkommen an den Nagel und sind ab sofort abgespeckte Sozialarbeiter.
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War gerade auf der Suche nach Abbrecherquoten und bin auf diesen Artikel von 2008 gestoßen. Falls es jemanden interessiert: Prof. Törner ist befragt worden, warum seiner Ansicht nach so viele das Mathematikstudium abbrechen. Er hat noch ein paar andere Erklärungsansätze und entsprechend Lösungsvorschläge:
Ich habe bei "Studenten als Kunden betrachten" aufgehört, zu lesen. Eine Aussage, die eines Professors nicht würdig ist.
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Die Lücke zwischen Schulmathematik und Hochschule, vor allem Universitäten, wird immer größer. Einerseits werden in der Schule immer weniger mathematische Inhalte vermittelt. Andererseits halten die Universitäten das Niveau. Einige Fachhochschulen haben dieses Problem erkannt und kämpfen für die Studierenden: Dort wird das Niveau wiederum gesenkt, sodass es kaum über dem Niveau der Oberstufe liegt.
In der Schule wird viel Zeit darauf verwendet, mathematische Probleme aus Textaufgaben auszurechnen, sodass weniger Zeit für mathematische Inhalte bleibt. Lesekompetenz wird schon in vielen anderen Fächern geprüft. Ich finde das, was in Mathematik läuft, mittlerweile übertrieben. Auch die Prüfungen werden immer länger. Alles, was über drei Stunden geht, finde ich übertrieben (Ausnahme: das Fach Deutsch). Man kann nicht mehr über die Kenntnisse erfahren, wenn die Prüfung 4,5 Stunden dauert. Ich persönlich finde diese Entwicklung nicht gut. Gute Mathematikkenntnisse sind für viele technische Berufe wichtig und viele unsere SuS haben kaum eine Chance, an den Unis/technischen Hochschulen mitzuhalten.Das spricht dann insgesamt nicht für die FH.
Mathematik wird in den aktuellen Schulbüchern auch einfach auf Krampf verbalisiert und verklausuliert. Hier ist Prof. Krötz' Hinweis auf die guten DDR-Schulbücher wieder wertvoll, denn dort wird Text möglichst rausgehalten aus der Mathematik, wo es sich eben vermeiden lässt.
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Wäre es dann nicht schlauer, dass sich alle Grundschulen den veränderten Kindern anpassen? Anstatt diese immer mehr werdenden Kinder mit dem Taxi ne Stunde durch die Gegend zu fahren? Und die weiterführenden Schulen dann ebenfalls? Überfrachtete Lehrpläne ausdünnen, auf Basiskompetenzen und Problemlösungskompetenzen setzen, so dass sie Inder Lage sind, sich bei Probleme selbst zu helfen.
In "meinem" Lehrplan stehen Schlagworte drin, die eigentlich ein ganzes Studium erfordern. Keine Ahnung, was die sich da so vorstellen, was man da macht, aber mal eben Automatisierungstechnik mit Pneumatik, E-Pneumatik, Hydraulik, E-Hydraulik und SPS in 2 Doppelstunden so zu unterrichten, dass es den Kids was bringt, geht einfach nicht. Ich wette, sowas gibts in jedem Lehrplan: Dinge, die man auch weglassen könnte und dafür eben die Basis so unterrichten, dass am Ende alle Kinder sicher Bruchrechnen können.
Hier gehe ich mit, denn ich bin kein Fan der aktuellen "Kern"lehrpläne, seitdem ich mich mit historischen Lehrplänen aus dem 20. Jhd. auseinandergesetzt habe. Dort kam Mathematik in der Sek I auf max. 5 Seiten und es hat gereicht und funktioniert. Keine hochtrabenden Formulieren, straight to the point und viel Gestaltungsspielraum für die Lehrkraft. So muss es sein.
Ich befürchte aber, wenn man die heutigen Pläne runterbricht, werden die PDF-Dateien nochmal um 20 Seiten Kompetenzblabla erhöht bei sinkendem Niveau.
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Bei uns gibt es zum Grund noch Grundschulförderklassen, in die in diesen Ausnahmefällen schulpflichtige Kinder zwischen Kindergarten und Grundschule aufgenommen werden. Ab nächstem Jahr müssen diese Klassen bis zu 18 oder 20 Kinder aufnehmen, bisher waren es ungefähr 12 und die Zahl dieser Klassen soll auch erhöht werden. Nicht jede Schule hat so eine Klasse und manche Kinder werden morgens mit dem Taxi eine Stunde durch den Landkreis gefahren. Das bedeutet, es gibt wohl immer mehr Kinder, die die Voraussetzungen für eine Einschulung in die Regelgrundschule nicht erfüllen.
Das begrüße ich ausdrücklich und würde mir eine solche Förderklasse auch flächendeckend für NRW wünschen, der Bedarf ist definitiv da!
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