Beiträge von RosaLaune

    Ach du Lieber! Das ist doch kein Ethik-Unterricht. Das ist Unterricht über Religion.
    Im Ethik Unterricht sollte vermittelt werden, wie es läuft, dass man zu Werten und Normen kommt, ohne Religion dafür bemühen zu müssen.

    Das wirkt genau wie der punitive Ethikunterricht, von dem humanistische Verbände so oft erzählen. Da soll jemand dafür bestraft werden, nicht den Religionsunterricht zu besuchen und noch mal zur Religion hin sozialisiert werden. Wenn man dann noch bedenkt, dass der Ersatzunterricht oft von Religionslehrkräften erteilt wird, dann sehe ich da schon ein großes Problem.

    Lieber wäre mir, dass stattdessen ein Ersatzunterricht in Verantwortung konfessionsfreier Verbände angeboten wird.

    Ich bin vor 10 Jahren im Referendariat gewesen und selbst dort gehörte es zur Lehrkräfteausbildung, alle Weltreligionen im Fach Ethik zu behandeln und Rituale und Traditionen exemplarisch zu zeigen und ggf. einmal anzuwenden.

    Sorry, aber das geht mal überhaupt nicht. Es kann nicht sein, dass Menschen zu Ritualen in einem unterrichtlichen Rahmen angehalten werden. Machst du den Schülern klar, dass sie daran nicht teilnehmen müssen? Oder müssen die Schüler das von sich aus einfordern? Also, so etwas schockiert mich dann in einem Ethikunterricht doch sehr.

    Hättet ihr es gewusst, dass es einen Ramadan-Kalender gibt, der unserem Adventskalender ähnelt? Dass die abrahamitischen Weltreligionen eigentlich denselben Ursprung haben? Dass jede dieser Weltreligionen einen Gott hat, ein Glaubenshaus, betet, Gläubige Dinge in ihrem Leben gemacht haben sollen (Säulen des Islams, Sakramente...), es ein Buch Gottes gibt usw.

    Der Ramadan-Kalender ist mir bekannt. Ich hatte damals leider keinen, auch wenn ich wohl in der Zeit aufgewachsen bin, als der so gerade in Mode kam. Es ist eine Adaption des Adventskalenders und deshalb auch aus religiöser Sicht sehr umstritten.

    Dass die abrahamitischen Religionen sich alle auf Abraham/Ibrahim berufen, sollte hoffentlich Allgemeinwissen sein und sollten Schüler lernen, egal ob jetzt im Religions- oder Ethikunterricht. Aber hier beginnen ja schon die Unterschiede: welchen Sohn sollte Abraham opfern? Juden und Christen werden Isaak sagen, Muslime beantworten die Frage heute mit Ismael, der als Stammvater der proto-islamischen Völker gilt. Muslime gedenken Abraham heute übrigens jährlich zum Opferfest (das ich nun auch nicht als Ritual im Ethikunterricht sehen will, nicht nur den Dinkel-Dörtes wegen).

    Der Eingottglaube ist aus muslimischer Sicht fundamental. Eine große Differenz zum Christentum ist ja gerade darin begründet. Aus islamischer Sicht die die Trinität eine Falschlehre, genauso die Menschwerdung Gottes. Für mich, der kein Christ – auch nicht kulturell – ist, ist die Dreifaltigkeit bis heute völlig unverständlich. Dieser fundamentale Unterschied zwischen Christentum und Islam (aber auch allen anderen abrahamitischen Religionen, egal ob Judentum, Bahai, Mandäer oder Samaritanern) sollte schon herausgearbeitet werden.

    Das sind jetzt nur ein paar, sehr offenkundige und bereits an der Oberfläche sichtbare Unterschiede. Man kann da sehr viel weiter reingehen.

    Das schreibt TeachSmart doch gar nicht, er schreibt, dass es zwischen den Religionen erstmal wenig Unterschiede gibt.

    Die Ethikgruppe fasst zur Hälfte muslimische und zur anderen Hälfte konfessionslose Schüler. Das sind dann die Religionen ("ihre Religionen"). Wahrscheinlich war was anderes gemeint, aber auch da gilt: die Unterschiede zwischen Islam und Christentum sind groß, das fängt bei ganz elementaren Sachen wie dem Gottesbild an.

    Eziden und Juden feiern doch auch ein Lichterfest, liegen die „nördlicher“?

    Chanukka kann von der Wintersonnenwende schon sehr weit weg sein. Da würde ich jetzt keinen direkten Bezug sehen.

    Das Ezidfest steht aber durchaus in Verbindung mit der Wintersonnenwende.

    Es bleibt aber Fakt: der Islam kennt kein an der Wintersonnenwende ausgerichtetes oder angelehntes Fest. Und Mekka und Medina liegen deutlich südlicher als Jerusalem oder das Lalischtal.

    Ostern feiern auch Menschen, die vorher gar nicht fasten.

    Das ist aber schon ein Unterschied, Ostern hat ja vom Fasten unabhängig eine Bedeutung, das Zuckerfest ist allerdings ohne Fasten eigentlich bedeutungslos.

    Jede Religion hat irgend ein Fest um die Wintersonnenwende.

    Nein, der Islam gerade nicht. Macht auch geographisch keinen Sinn auf der arabischen Halbinsel die Wintersonnenwende zu feiern. Solche Feste kennen aber ohnehin nur Religionen weiter nördlich.

    Gibt es da keinen Klassenteiler? Ich würde das schon an einem Gymnasium des Standorttyps 1 in der gymnasialen Oberstufen in einem superguten und leistungsbereiten Leistungskurs mit ausschließlich Musterschüler:innen zu viel finden, erst recht in eine Klasse der Ausbildungsvorbereitung. Ich habe zwar noch nie eine solche Klasse unterrichtet, aber gerade da kommt es doch auf Beziehungsarbeit an?

    Klassenteiler gibt es, liegt bei 32. Aber das Problem ist, dass die Strukturen des Bildungsganges eine Teilung nicht immer erlauben. Wir haben zwei Teilzeit-AV, die Montag und Dienstag beschult werden und den Rest der Woche bei ihrer Maßnahme sind, eine Teilzeit-AV, die Donnerstag und Freitag beschult wird und den Rest bei der Maßnahme ist und eine Vollzeit-AV. In der Statistik liegen wir mit den vier Klassen dann zwar durchschnittlich unter dem Teiler, die Do-Fr-Klasse ist trotzdem über dem Teiler und da lässt sich auch nichts ändern, weil sie eben den Maßnahmenplatz nicht tauschen können, die Schülerzahlen aber eine fünfte Klasse nicht hergeben.

    Mich interessiert primär die Erwachsenenbildung und ich schwanke tatsächlich noch zwischen Berufskolleg und Weiterbildungskolleg!
    Da ich aber zwei allgemeinbildende Fächer habe, wird es wohl etwas schwieriger, am BK zu landen!

    Die zweite Chance für Menschen, die erstmal durch das Raster gefallen sind, finde ich sehr interessant und sympathisch!

    Am Berufskolleg gibt es genug Menschen mit zwei allgemeinbildenden Fächern. Bei uns wird fast die gesamte Ausbildungsvorbereitung, Internationale Förderklasse und Berufsfachschule 1+2 von Kollegen gemacht, die fast ausschließlich GymGe studiert haben und dementsprechend nur allgemeinbildende Fächer haben. Und auch die beiden auf Berufskolleg studierten Kolleginnen haben zwei allgemeinbildende Fächer. Dazu kommen dann noch die Werkstattlehrer für die genannten Bildungsgänge. Berufskollegs sind meist groß und im Vergleich zum Weiterbildungskolleg auch zahlreich, daher sind deine Chancen an ein BK zu kommen deutlich besser als am WBK.

    Man darf nur eines nicht vergessen: auch Menschen, die einen Schulabschluss nachholen wollen (ob nun am WBK oder in der Berufsfachschule, etc.) wollen vor allem den Abschluss haben, nicht den Abschluss machen. Es ist ein Fehlschluss zu denken, dass die Leute motivierter sind als in der Sek I.

    Sind diese als Lehrkraft eingestellt?

    Ja. Darauf will ich ja hinaus. Die Qualifikation ist der Arbeitsvertrag, damit erwirbt man die Rechte und Pflichten einer Lehrkraft. Und diese dürfen strenggenommen auch im Abitur unterrichten und prüfen, sie dürfen allerdings nicht dafür herangezogen werden. Der Fehler liegt dann also bei der Schulleitung, nicht bei der Lehrkraft.

    Wenn eine Person zur Vertretung eingesetzt würde und würde Mathe oder Deutsch in meiner Klasse nach eigenem Ermessen machen und so, dass sie in meine Arbeit reinfunkt (im Material weiterarbeiten, ein Thema einführen), würde ich das definitiv unterbinden.

    Vor allem müssen Aufgaben klar abgegrenzt sein.

    Unpopuläre Meinung aber als jemand, der in den letzten beiden Jahren fast keine Woche ohne zwei bis vier Stunden Vertretung war, bin ich mittlerweile so weit, dass ich in Vertretungsstunden das mache, was ich für angemessen halte. Und dazu gehören nicht die Aufgaben, die eine erkrankte Kollegin stellt. Zu oft hatte ich es jetzt, dass da Aufgaben waren, die die Lerngruppe nicht bearbeiten konnte oder die ich nicht angemessen begleiten konnte, weil das einfach nicht mein Fach ist. Ich wüsste auch nicht, wie ein Kollege da etwas zu unterbinden hat. Von mir erteilter Unterricht wird von mir verantwortet, nicht von der zu vertretenden Person oder von dem Klassenlehrer.

    Die werden nicht abgefragt, man muss sie aber wissen, um andere Aufgaben zu lösen. Gut klingende Texte kann man doch nach 10 Jahren Schule hoffentlich schreiben. In deinem Beispiel muss man das Buch oder mindestens die Lektürehilfe gelesen haben und wissen, welchen inneren Konflikt der Hauptcharakter hat, was man hoffentlich im Unterricht mal besprochen hat.

    Wenn man für diese Aufgabe eine KI braucht, muss man im Unterricht gefehlt oder innerlich 6 Wochen abgeschaltet haben.

    Noch mal. Die Klassenarbeit fand in einer Klasse der Ausbildungsvorbereitung statt. Da werden zwar Texte produziert, gut klingende habe ich da aber selten. Ich bin oft froh, wenn die Texte überhaupt aus so etwas wie Sätzen bestehen.

    Dass nicht jeder Selbstironie und Sarkasmus verstanden hat, habe ich mittlerweile kapiert. Schau du lieber, dass du deine Disziplin im Unterricht geregelt kriegst und nicht weiterhin 7 Leute auf einmal aufs Klo lässt, die dir gemeinsam die Toiletten auseinandernehmen. Mehr sage ich dazu jetzt lieber nicht.

    Es ging nie darum, dass die Toilette auseinandergenommen wurde.

    Nee, laut deiner fehlenden Kenntnisse sicher nicht. Das stimmt.

    Die üblichen und vor allem eindeutigen Länderkürzel sind BY, BW, BE, BB, HB, HH, HE, MV, NI, NW, RP, SL, SN, ST, SH und TH. Es gibt auch noch andere übliche Kürzel wie NRW. SA ist aber ungeeignet, da wir immer noch nicht wissen ob wir dir nun für Sachsen, Sachsen-Anhalt oder dem Saarland helfen sollen.

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