Beiträge von RosaLaune

    Aber steht in §16 nicht auch

    Also kann dieses unbefristete Arbeitsverhältnis jederzeit (vom Arbeitgeber) ordentlich gekündigt werden. Oder?

    Es kann jederzeit ordentlich gekündigt werden. Es lohnt sich also nur, diesen Schritt zu gehen, wenn das Arbeitsverhältnis unter das Kündigungsschutzgesetz fällt, also seit 6 Monaten besteht und in einem Betrieb mit mehr als 10 Beschäftigten (dürfte in Schulen fast immer zutreffen).

    Ich wüsste nicht, was dagegen spricht. Du bist ja für die Stelle auch angestellt worden. Die Befristung kann sich ja nicht dadurch begründen, dass man nicht qualifiziert ist, dann dürfte man gar nicht erst eingestellt werden. Und wenn ich mir unsere Studikollegen anschaue, dann bleibt die Stelle einfach vorhanden, die Person, die sie besetzt ändert sich einfach. Also hat man auf diesen Positionen dauerhaft "minder"qualifizierte Lehrkräfte, die zudem auch gar nicht die nötige Erfahrung anhäufen können.

    Meine Lage ist in Bezug auf die Mehrarbeitsstunden (2-6, einmal waren es 8 in der Woche), aber nicht auf den Ausbildungsstand, da hast du recht. Und ich bin auch sachgrundlos beschäftigt, was aber nicht entscheidend sein sollte

    Es könnte auch in der Qualifikation der Person liegen (noch im Studium), in der sehr geringen Mehrarbeit (also akut), in der Kürze des bisherigen Vertrags, im Vertretungskonzept ... oder einfach darin, dass es auch ein bisschen übertrieben wäre (überspitztes, erfundenes Beispiel), sich nach zwei Wochen für eine spontane Pausenaufsicht einzuklagen, wenn man parallel noch Leute mit Kettenverträgen seit 10 Jahren vertritt.
    Und ja: was bringt mir der unbefristete Vertrag über 2 Mehrarbeitsstunden / 14 Wochenstunden, der dann nächste Woche in der Probezeit gekündigt würde.

    Noch im Studium ist aber kein Grund gegen eine Entfristung, wenn diese erfolgt, weil die Befristung nicht rechtmäßig war. Und darum geht es ja bei Mehrarbeit. Aber vielleicht möchte die GEW auch keine entfristeten Studenten im Beruf. Da müsste man dann vielleicht einen Anwalt für Arbeitsrecht aufsuchen und schauen, wie der das sieht.

    Ich bin aber in einer ähnlichen Lage. Die GEW geht nicht davon aus, dass eine Entfristung für einzelne Mehrarbeitsstunden erfolgversprechend ist.

    Alternativen gäbe es bestimmt. Am Ende wird es wohl auch darauf hinauslaufen. Aber ich bin wirklich nicht gut mit Neuanfängen. Ich erinnere mich noch mit Schrecken an jedes Praktikum, weil ich dort nie Fuß fassen konnte. Nach zwei Jahren an der Schule jetzt, fühle ich mich aber endlich mal halbwegs angekommen. Deshalb würde ich da gerne bleiben, aber sieht wohl nicht so aus, als wäre das möglich.

    Auch wenn es an der Schule nicht so glücklich läuft momentan (Stichwort Dienstbesprechung am Samstag), bin ich grundsätzlich mit dem Arbeitsplatz zufrieden und würde dort auch noch etwas verweilen wollen. Leider muss ich aber nun nach Beratung bei der Gewerkschaft sehen, dass die Mehrarbeitsanordnung wohl nicht für eine Entfristung reicht. Jedenfalls ist es nicht so eindeutig, dass mir empfohlen wurde, davon abzusehen. Besser wäre es wohl, wenn die Mehrarbeit nicht jede Woche ad-hoc festgelegt worden wäre, sondern langfristig.

    Ich finde es schwierig, hier von "Tätern" zu sprechen, denn das impliziert für mich ein intentionales Handeln.

    Täter ist, wer in seinem Handeln Tatbestandsmerkmale erfüllt hat. Fahrlässigkeitsdelikte sind natürlich nicht im allgemeinsprachlichen Sinne intentional oder vorsätzlich, aber Täter ist man trotzdem. Ob jetzt rechtswidrig und/oder schuldhaft spielt m. E. n. keine Rolle.

    Meinst du, dass die Erzählungen der Bibel ausgedacht sind? Ich denke, da steckt sehr viel Wahrheit drin.

    Historisch ist davon schon eine ganze Menge belegt und damit ist die These, dass alles ausgedacht ist, vom Tisch.

    Historische Tatsachen findest du aber in allen heiligen Schriften. Der Glaube an die eine Religion lässt sich damit kaum begründen. Und natürlich haben andere Texte noch viel mehr Tatsachenberichte, taugen für die religiöse Erhöhung aber nur bedingt.

    Heute haben wir uns als Kollegen im Bildungsgang besprochen. Grundstimmung ist mies, Urlaubspläne betreffen noch eine andere Kollegin (mit Mann und zwei Kindern). Der Bildungsgangleiter wurde auf die Problematik hingewiesen. Er ist überzeugt davon, dass der Termin alternativlos ist und habe diesen auch mit der Schulleitung abgesprochen. Urlaub sei in den Ferien zu nehmen, nicht davor und schließlich sei der Samstag ja ein Werktag, auch wenn man das "in unserer privilegierten Position als Lehrkraft" schnell vergessen kann.

    Es dürfte nicht überraschen, dass wir uns jetzt ernsthaft darum sorgen, dass der Kollege tatsächlich eine A15-Stelle bekommt. Die Vorstellung ist Stand jetzt keine schöne. Überraschend ist aber, dass sich dies im Zuge des Bewerbungsverfahrens überhaupt erst zeigt. Bis vor kurzem hätte ich gesagt, dass wir einen sehr entspannten und pragmatischen Bildungsgangleiter haben. Pustekuchen.

    Das hört sich sehr nach einem Päd.-Tag an. Wenn das Samstags sein muss, dann sollte es auch einen Ausgleichstag in der Folgewoche geben.

    So sollte das auch mal heißen. Da sagte die Schulleitung aber auch nein, denn ein pädagogischer Tag ist schulweit und betrifft alle Lehrkräfte. Hier geht es aber nur um die Kollegen im Bildungsgang.

    Entschuldige bitte, aber da finde ich es schon ziemlich merkwürdig als erstes hier ins Forum zu schreiben. Ich wundere mich da aber nicht zum ersten Mal, warum man nicht zunächst mit den Kolleginnen und Kollegen spricht und in einem anonymen Internetforum am Ende nur als ergänzende Aussenperspektive nach Meinungen fragt.

    Mir ging es ja erstmal darum zu schauen, ob sowas an anderen Schulen üblich ist und wie die Erfahrungen der anderen sind. Wenn mir hier jemand gezeigt hätte, dass das kein Problem ist und shit happens, dann wüsste ich ja, woran ich bin.

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