Der Ref Kollege kommt ursprünglich aus Polen und meint auch, es fiele ihm immer wieder bei Urlauben daheim auf, wie unterschiedlich die Gesellschaften sind. In Polen sehr homogen und insgesamt diszipliniert, insbesondere da wohin er hingekommen ist in NRW total multikulti mit zig Problemen und am Ende, glaub ich, ist das wohl auch der stressende Punkt, diese Situation nicht ertragen zu können vor den eigenen Erfahrungen und vielleicht Idealvorstellungen von Gesellschaft.
Polen ist auch nicht mehr so homogen, glücklicherweise. Und Urlaubseinblicke sind auch keine gute Grundlage für eine solche Beurteilung.
Die Homogenisierung Polens kann man im Übrigen den Nazis, den faschistischen Kollaborateuren und danach den Kommunisten verdanken. Die einen haben erst die Juden zu vernichten versucht und dabei sehr viel Erfolg gehabt, die anderen haben den Überlebenden im ersten Pogrom nach der Shoa (und zwar so direkt danach, dass man ihn zur Shoa zählen würde, wenn dies von Nazis nicht als Entkräftigung deutscher Schuld herangezogen würde) sehr deutlich gemacht, dass sie doch bitte Polen verlassen. Und den anderen ethnischen Minderheiten in Polen hat man auch klar gemacht, dass sie sich entweder assimilieren oder anders verschwinden. Die PiS ist der ideologische Nachfolger diesen Teils der kommunistischen Politik.