Beiträge von OniWaSoto

    Das lese ich auch so heraus und es zeugt halt von völligem Unverständnis des TE von Abläufen an Schulen und den von dir zurecht angesprochenen Notwendigkeiten bzgl. der Verwaltung von Daten und Kommunikationswegen. Als (angehende) Lehrkraft wäre das ein Offenbarungseid.

    Mag ja sein. Ich weiß nicht, wie das bei euch an der Schule läuft. Genau deshalb stelle ich ja die Fragen - ich bin interessiert daran, wie andere es handhaben. Klär mich doch bitte auf – du bist ja ein Lehrer ;)

    Sehe ich das richtig, dass du dein Tool am liebsten an einzelne Lehrerinnen verkauftest?

    An sich - ja. Nur liegt die Motivation nicht darin, „möglichst viel Geld von Lehrern abzukassieren“. Ich kann mir auch vorstellen, das ausschließlich hobbymäßig zu machen und nie einen Cent dafür zu bekommen. Aber ich möchte, dass die Lehrer die Auftraggeber sind. Das Tool - oder vielleicht später eine Plattform - soll vor allem nicht der Schulordnung, sondern in erster Linie dem Komfort der Lehrkräfte dienen.

    Ich sehe es so:
    Es gibt eine Aufgabe: Unterschriften sammeln. Das müssen wir so oder so machen, solange die Schulverwaltung das nicht komplett für uns übernimmt (solche Schulen gibt es übrigens ja auch). Die Tools, die es bisher gibt, sind suboptimal (jetzt einmal abgesehen von euren Erfahrungen) und lösen das Problem entweder mit großem Aufwand/zu langsam/nicht sicher genug.

    Ich habe außerdem einige Rückmeldungen bekommen, dass manche Eltern schon das Anmelden bei WebUntis und das Prüfen der Nachrichten vom Lehrer als Hürde empfinden. Meine Idee wäre daher: QR-Code -> sofortige Unterschrift -> kommt ab Lehrer unterschrieben. Eventuell später auch eine kurze Zusammenfassung und Übersetzung des Elternbriefes für beschäftigte Eltern bzw. Eltern mit Migrationshintergrund.

    Das Ziel ist dabei, den administrativen Aufwand für Lehrkräfte zu verringern – nicht durch „mehr Digitalisierung“, sondern durch eine Vereinfachung der Prozesse für alle Seiten. Das hat für mich oberste Priorität.

    Aber eines ist sicher, niemand will verschiedene Systeme an der Schule, vor allem Eltern nicht. Wenn jeder Kollege etwas anderes verwendet, wirkt es sehr unprofessionell. Und ganz sicher werde ich mir keine zusätzliche Arbeit machen und irgendwelche Daten einspeisen, wenn bereits alles in einem System vorhanden ist. Genau darin liegt der Vorteil von Edupage.

    Bei uns gab es gleichzeitig itslearning (noch aus den COVID-Zeiten), WebUntis (als neues System, das die Stadt Düsseldorf als Schulträger für die Schulen angeschafft hat) und Logineo LMS. Dazu kamen Mails und Kalender über das SOGo-System, Teams für Video-Calls und eine ganze Menge verschiedener Software für die Unterrichtsvorbereitung (von Canva bis … keine Ahnung, was die KuKs sonst noch genutzt haben). Von einem einheitlichen System kann hier jedenfalls keine Rede sein; nicht jede Schule hat ein All-in-One System.

    Ich bewerte das gar nicht – for better or for worse, so ist es eben. Wobei ich auf jeden Fall zustimme: Bei der Verwaltung muss es einheitlich ankommen. Ob die PDFs aus itslearning, Edupage oder irgendwo anders herkommen, ist im Endeffekt ja egal.

    Was mir noch einfällt: WebUntis hat auch ein API-fähiges Plugin-System. Ich könnte theoretisch das Tool also als Plugin erstellen und beispielsweise in WebUntis integrieren. Das würde Mehrarbeit sparen. Nur muss ich mir noch überlegen, wie ich es hinkriege, dass die Eltern sich dafür nicht anmelden müssten.

    Aber danke - das gibt mir auf jeden Fall viel Stoff zum Nachdenken.

    Du versuchst hier auf Gedeih und Verderb ein Produkt loszuwerden das es schon lange gibt und das einwandfrei funktioniert.

    Ich? Oder versucht ihr mir etwas vorzuwerfen, was ich gar nicht getan habe? Etwa nach eurer Meinung zu fragen = ein Produkt loswerden wollen? Und trotzdem bekomme ich - trotz mehrmaliger Wiederholungen, dass ich mich dafür interessiere, wie ihr das handhabt und ob das gut läuft - nur wenige konstruktive Kommentare zurück.

    Übrigens, nichtsdestotrotz: Danke an die, die es korrekt und respektvoll aufgeklärt haben.

    Lehrer sollen irgendetwas mit ihrem Geld entscheiden? What?

    Genau. Ich habe schon vorher geschrieben: Ich finde, es wäre viel effizienter gewesen, wenn die Lehrer vom Ministerium bzw. von der Schulleitung keine „digitalisierten Lösungen“, sondern einfach zusätzliches Geld bekommen hätten. Und jeder Lehrer könnte dann selbst entscheiden – will er das ausgeben um seinen Arbeitsalltag zu vereinfachen oder spart er und macht die Arbeit ohne Tools.

    Schülerdaten werden hochgeladen? Wohin? Oder hab' ich das falsch gelesen?

    Im Dashboard. Alles ist lokal beim Lehrer.

    Zitat

    Eigentlich sollte so etwas landesweit einheitlich geregelt sein.

    Um Gottes Willen. Mich fasziniert schon, wie einig ihr alle seid – bei uns hört man ständig das Meckern aus jeder Ecke, dass Digitalisierung nur Mehrarbeit schafft. Ich glaube, es liegt am fehlenden Wettbewerb, was sich durch falsche Auftraggeber erklären lässt. Sprich: Solange die Lehrer nicht mit ihrem Geld für ein Produkt entscheiden, wird die Qualität nie wirklich gut.

    Und erzählt mir bitte keinen Unsinn über Digitalisierung in Deutschland – wir haben immer noch kein anständiges WLAN in den Städten, unser Bankingsystem ist ungefähr ein Jahrzehnt hinterher, und unser Ideenimport (wie ein Freund von mir es scharf auf den Punkt gebracht hat) besteht längst nur noch aus Datenschutz und Flaschenpfandcaps. Ich freue mich zwar sehr, dass es hier so viele positive Erfahrungen gibt, doch es geht, so leid es mir tut, längst nicht allen so.

    Bei allen anderen System ist das längst der Fall.

    (Bei uns gilt tatsächlich auch die Vorgabe, dass Lehrkräfte selber überhaupt keine Elternbriefe mehr verschicken sollen, sondern alles vom Sekretariat gesetzt und dann über das IServ Modul versendet wird.)

    Wenn bei euch alles über Sekretariat und IServ läuft und funktioniert - top. Leider nach meinen Angaben seid ihr die absolute Minderheit. Also ihr seid genau nicht meine Zielgruppe. Ich möchte das bauen für die, bei denen es eben nicht läuft.

    Das würde ich persönlich nicht mal bei meiner Bank machen wollen, warum sollte ich also erwarten dass die Eltern das für den Infobrief zum Paddelausflug am Wandertag machen?

    Ich hab's vermutlich nicht gut erklärt. Face ID bestätigt in dem Fall: du hältst das Handy gerade in der Hand, du bist es. Genau dieselbe Mechanik wie beim Entsperren. Kein Extra-Schritt, kein Passwort merken.

    Und das ist Win-Win: deine Daten gehen nirgendwo hin, deine Unterschrift bleibt auf deinem Handy, auf dem Server landen nur verschlüsselte Daten und werden nach Zustellung automatisch gelöscht.

    ... und alle anderen Lehrkräfte an meiner Schule machen genau das gleiche (kriegen die Eltern dann 12 QR-Codes von verschiedenen Lehrkräften) oder auch nicht und dann kommen Elternbriefe von mir über das System, Elternbriefe vom Sekretariat über IServ oder Untis (weil das System des TE vermutlich nicht für Briefe mit 1200 Empfängern ausgelegt ist) und Elternbriefe von Kollegin Mayer weiter in Papierform?

    Ja, ich habe erstmal das für einzelne KuKs gedacht. Der CSV-Import ist einmalig - damit legst du die Klasse an. Danach jeder Elternbrief ist nur ein Klick. QR-Codes musst du nur für die Eltern ausdrucken, die keine Mail haben. Der Rest kriegt eine Mail mit Knopf (was aber nicht das Gleiche macht, wie bei der iServ&Co)

    Und ja, wenn das Sekretariat über IServ schickt und Kollegin Mayer auf Papier - dann kommen die Elternbriefe tatsächlich über verschiedene Kanäle. Das ist aber heute schon so. Ich möchte den Papier-Stapel ersetzen, nicht die ganze Schullandschaft auf einmal.
    Ideal wäre natürlich die ganze Schule auf einem System. Aber solange das nicht passiert, kann jeder Lehrer für seine Klasse selbst entscheiden, ob er weiter Papier sammelt oder nicht.

    Wenn du glaubst, dass Eltern, die keine Zettel lesen, eine App runterladen und dort Zettel lesen, dann würde ich sagen: go for it.

    Edit

    Ich hab noch eine Idee: vergib doch für jedes Unterschriften-Klicken Punkte, die man dann zum Zocken einlösen kann, dann gewinnst du vielleicht ein paar Eltern dran zu bleiben!

    Unterschied zu IServ/Sdui/WebUntis:
    - Eltern brauchen keinen Account, keine App, kein Passwort

    Im Kern ist der einzig relevante Unterschied die Verwendung von FaceID statt Passwort, was man problemlos für die bestehenden Lösungen auch implementieren könnte, wenn der Bedarf da wäre, was er offenbar nicht ist.

    Die Vorteile auf der Sicherheitsebene theoretisierst du dir zusammen, das mag sein, ist aber für den Endnutzer schlicht nicht relevant, so lange die Nutzung der vorhandenen Lösungen als juristisch ausreichend eingestuft wird, was der Fall ist. Lachen muss ich aber bei "Ein Knopf nicht zehn", denn der Satz ist ganz offenkundig völlig aus der Luft gegriffen - jetzt ist die Versendung eines Elternbriefes ein Klick, bei deiner Lösung muss ich erst mal wieder anfangen Userdaten zu importieren und QR-Codes auszudrucken und der Aufwand ist ein Vielfaches.

    Wegen dem letzten Punkt - stimmt's, CSV-Import und QR ist mehr Aufwand für die, die tatsächlich schon mit IServ glücklich verheiratet sind. Sowohl von Lehrer-, als auch von Eltern-Seite. Offenbar sind hier alle, was auch toll ist! Das ist letztendlich mein Ziel. Ich will niemandem was vorwerfen, aber ich vermute, es gibt andere, die auf dieser Art und Weise nicht kommunizieren möchten und deswegen nichts hier schreiben. Aber - glaub mir - es gibt Lehrer, die für Unterschriften betteln. Und meine Vermutung ist, dass das Problem von falscher Seite sich kaum lösen lässt - nämlich die Hürde für die Eltern. Ich kann mich noch erinnern, wie ich im letzten Schuljahr die Blätter(!) mit Einweisungen zu WebUntis ausgeteilt hab'. Und vor ein paar Tagen habe ich einen „Papierraum" in einer Grundschule gesehen. Also, wenn du es anders erlebt hast - kann ich mich nur für dich freuen. Aber es gibt auch andere, die nicht so happy mit der Digitalisierung sind.

    Ich denke, das sind jetzt auch mal genug KI-Beiträge. Programmier deinen Kram und spam das Forum nicht zu.

    KI-Beiträge? :D Ich bin Lehrer. Und der Thread offenbar interessiert's jemanden.

    Dir passt das Thema nicht? Kein Problem. Es gibt einen einfachen Weg, keine „KI-Beiträge" mehr zu sehen: nicht in den Thread klicken. Cool, wahr? ;) Statt hier reinzuschreiben, dass ich aufhören soll - scroll weiter. Das wäre dann tatsächlich weniger Spam für alle.

    Das ist das, was du glaubst. ;)

    Wer genau soll warum im Schulkontext eine Unterschrift forensisch prüfen lassen?

    Hehe, da hast du recht 😅

    Aber zum forensischen Prüfen: das war nie das Argument. Papier-Unterschrift kann man fälschen, digitale kann man fälschen. Beides passiert im Schulalltag. Der Punkt ist ein anderer: ich will nicht zwei Wochen auf einen Zettel warten und dann hinterhertelefonieren. Face ID ist dafür kein notarieller Beweis - aber mindestens so gut wie „irgendwer hat den Zettel unterschrieben".

    Danke dir für den ausführlichen Kommentar - solches Feedback hilft mir sehr das Ding schärfer zu denken.

    In diesem Thread sind ja die meisten mit ihren Tools zufrieden. Aus anderen Diskussionen weiß ich aber: es gibt auch die Gegenseite. Da ist dann die Rede von Papier-Wahnsinn, Zetteln die selten bis nie zurückkommen, zwei Systeme parallel (sowohl digital, als auch Papier). Beides ist real - je nach Schule, Kommune, Elternschaft.

    Mir geht's nicht darum, jemandem die bestehende Lösung wegzunehmen. Sondern ein Angebot für die zu machen, bei denen es eben nicht rund läuft.

    Ein Großteil deines Posts besteht aus grundsätzlichen Argumenten gegen digitale Elternbriefe (die ich nicht teile aber egal). Ich kann nicht erkennen, was deine Lösung anders machen würde, damit diese Argumente weniger gelten.

    Wenn diese Probleme existieren würden, hättest du sie mit deiner Zusatzlösung genau so, wie mit IServ oder Webuntis.

    Fairer Punkt. Dann lass mich es beschreiben.

    So funktioniert's für den Lehrer:

    1. Klasse anlegen - CSV mit Schülerdaten (Name, Eltern-E-Mail, -Telefon) importieren.
    2. Elternbrief hochladen - PDF/DOCX. System nummeriert Kinder durch und trennt lesbaren Teil vom Unterschriften-Teil.
    3. Senden - ein Klick. System verschickt E-Mails (mit Link + 3-stelliger Nummer) oder SMS (nur Nummer). Für Eltern ohne Mail: QR-Code zum Ausdrucken + 3-stelliger Nummer.
    4. Live-Dashboard - siehst in Echtzeit: wer hat unterschrieben, wer nicht.
    5. Erinnerung - nach ein paar Tagen automatisch per E-Mail und SMS.
    6. PDFs entschlüsseln - mit deinem privaten Schlüssel. Ablegen.

    So funktioniert's für die Eltern:

    Erstes Mal (~30s):
    Link in E-Mail klicken → 3-stellige Nummer eingeben → auf Canvas unterschreiben → Fertig.

    Jedes weitere Mal (~1s):
    Link klicken → Nummer eingeben → Face ID / Touch ID → Gespeicherte Unterschrift wird automatisch eingesetzt → Fertig.

    Danach (automatisch, für Eltern unsichtbar):
    PDF wird im Browser gebaut. PDF wird mit Schlüssel des Lehrers verschlüsselt. Verschlüsseltes PDF geht an Server → Server relayt an Lehrer → Server löscht. Server kann das PDF nicht lesen. Zero-Storage + End-2-End-verschlüsselt.

    Was der Server speichert:
    - credential_id ↔ parent_uuid (für WebAuthn)
    - 3-stellige Nummern (für Verifikation)
    - Temporär: verschlüsselte Blobs (kann sie nicht lesen)

    Was der Server nicht speichert:
    - Lesbare PDFs
    - Unterschriften

    Unterschied zu IServ/Sdui/WebUntis:
    - Eltern brauchen keinen Account, keine App, kein Passwort
    - Face ID beweist wer unterschrieben hat (nicht "irgendwer hat auf Link geklickt")
    - Server kann PDFs nicht lesen (E2E)
    - Funktioniert auch für Eltern ohne E-Mail/App: QR-Code auf Papier
    - Ist ein Knopf, nicht zehn


    Ich bin auf eure Fragen gespannt!

    Danke an alle für ein spannendes Feedback! Ich habe alles fleißig gelesen und versuche auf die Schnelle, allen in einem Post zu antworten. Also :)

    Zum Mach-es-oder-lass-es-Punkt: Ich will erstmal verstehen, ob das Problem überhaupt existiert - und wenn ja, wie es aussieht. Wenn es sich bestätigt, kann man über Lösungen nachdenken (Ideen habe ich). Was es kostet und wer es bezahlt - das ist Schritt drei, nicht Schritt eins.


    Zum gefälschte-Unterschriften-Punkt: Nein, bei mir selbst kam das nicht vor. Aber das ändert nichts am Argument - beide Systeme haben das Problem, nur mit unterschiedlicher Nachweisbarkeit. Eine Unterschrift auf Papier lässt sich forensisch prüfen, ein Klick nicht.


    Zum Eltern-sehen-ja-den-Account-Punkt: Es geht nicht darum ob Eltern sehen können, was geschrieben wurde. Sondern darum ob WIR beweisen können, dass SIE es waren. Bei einer Krankmeldung ist das weniger kritisch - da reicht die Information. Aber bei einer Einwilligung (Filmaufnahmen, Kind geht allein vom Ausflug nach Hause) ist das was ganz anderes. Da muss ich als Lehrer sicher sein: DIESER Elternteil hat zugestimmt. Nicht irgendwer mit dem Passwort. Die Krankmeldung war nur ein Beispiel, dass die Lücke existiert.


    Zum Briefkastenschlüssel-Punkt: Du sagst, wer den Schlüssel hat haftet. Einverstanden. Aber was nützt mir das in der Praxis? Ich klicke auf "Senden", jemand klickt auf "Gelesen", und zwei Wochen später sagt der Elternteil: "Davon weiß ich nichts." Ich hab eine Lesebestätigung im System, aber sie beweist nur dass IRGENDWER geklickt hat — nicht wer. Rechtlich mag der Empfänger haften - aber nachweisen muss ICH. Und das kann ich nicht. Genau deshalb verschicken wir wichtige Briefe ja auch als Einschreiben mit Rückschein und zahlen ein paar Euro extra - nur um sicher zu sein, dass genau diese Person es bekommen hat.


    Zum Schulleitungen-piesacken-Punkt:
    Bei Tools, die schon existieren aber nicht ankommen, bin ich voll bei dir. Ich würde sogar noch weiter gehen: Lehrkräfte sollten ein Budget bekommen - so eine Art Gutschein - für Weiterbildung und Tools die wir für sinnvoll halten. Nicht das Schulamt, nicht die Kommune, sondern wir wissen selbst am besten was uns Zeit frisst!


    Wir haben heute den letzten Schultag in NRW, also ich wünsche euch, schön in die Ferien reinzukommen und euch zu erholen!

    Ich weiß nicht, woher du diese Info hast, aber sie ist nicht korrekt. Die Elternbriefe über die Module der gängigen Tools (Webuntis, IServ) sind nach Behördenauskunft genau so rechtskonform, wie händische Unterschriften, die ebenfalls gefälscht werden können.

    Niemand wird dafür ein externes Tool benutzen, weil die Verwaltung von Nutzerdaten zu aufwändig und problematisch wäre, in IServ oder Webuntis werden die Kontaktdaten vom Schulserver importiert, damit liegt das Problem nicht mehr bei der einzelnen Lehrkraft.

    Danke für den Hinweis. Ich hab dazu mal recherchiert - es kommt drauf an.

    Bei reinen Informationsbriefen (Termine, Ausflüge) reicht Textform, da hast du recht. Aber sobald es um Einwilligungen oder finanzielle Erklärungen geht, braucht es nach Landesrecht oft die Schriftform. Und da ist der Unterschied relevant: eine gefälschte Unterschrift auf Papier ist forensisch nachweisbar - wer hat sie gemacht, mit welchem Stift, auf welchem Papier. Ein Klick auf «Bestätigen» hingegen beweist nur, dass jemand mit dem Passwort eingeloggt war. Ob das der Elternteil oder das Kind war - nicht rekonstruierbar.

    Genau das ist mir an meiner alten Schule passiert: ein Schüler hatte den WebUntis-Elternzugang und hat sich mehrmals selbst krankgemeldet. Die Eltern wussten von nichts.

    Dass die Kontaktdaten aus dem Schulserver importiert werden, ist ein guter Punkt. Nur die Verwaltung von Nutzerdaten ist erst dann ein Problem, wenn das Tool überhaupt Nutzerdaten speichert. Das ist kein Naturgesetz, sondern eine Design-Entscheidung.

    Falls du vorhast eine Unterschriftenapp zu entwickeln, muss ich dich enttäuschen. Das gibt es schon.

    Wir arbeiten z.B. mit Schulmanager, jedes Elternteil hat da einen Account und kann digital Elternbriefe lesen (bei uns gilt, gelesen und keine Rückfragen ... als unterschrieben) und Umfragen ausfüllen.

    Danke. Es gibt tatsächlich eine Möglichkeit über School-Apps (wir benutzen WebUntis), nicht nur die Elternbriefe zuzustellen, sondern auch per Knopfdruck zu bestätigen. Leider ist das nicht ganz rechtskonform: zum einen ersetzen solche Zustellungen nicht die Unterschrift (z. B. kann ein Kind das Passwort klauen und wir können nichts mehr beweisen). Zum anderen bleiben die Daten auf fremden Servern.

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