Beiträge von mjisw

    Dein Einfluss könnte im Vergleich zur "biodeutschen" Lehrkraft ein ganz besonderer sein. Unterschätze das nicht.

    Naja, ich habe noch nie verstanden, warum es ein Arzt-Sohn mit iranischem Migrationshintergrund schwerer haben soll als ein deutsches Kind aus einer Hartzer-Alkoholiker-Familie im Brennpunkt, und warum diese vermeintliche Vorbildfunktion immer nur Lehrkräfte mit bestimmten Migrationsattributen betrifft. Was da in solchen Fällen stattfindet ist doch einfach eine sehr infantile Art der Projektion - wobei ich nicht ausschließen will, dass sie vielfach Wirkung zeigt (sie geht nur oft an der Realität vorbei).

    Was ist denn diese biodeutsche Lehrkraft (ich weiß, war in Klammern)? Eine Lehrkraft mit kaukasischem Teint, die fehler- und akzentfrei Deutsch spricht? Puh, da die "biodeutschen" offenkundig zu identifizieren, dürfte in ganz, ganz vielen Fällen echt schwer werden.

    Gebraucht werden gute und engagierte Lehrer - wo die herkommen und welche Hautfarbe die haben, sollte dabei sowohl in die eine als auch in die andere Richtung keine Rolle spielen, außer man möchte weiter das Narrativ bedienen, dass Migranten aus bestimmten Ländern oder Kulturkreisen hier systematisch benachteiligt werden.

    lerares

    Also lass dir keinen Quatsch erzählen. Du solltest dich genauso an Gymnasien bewerben. Wenn du absolut keinen Bock auf Oberstufe hast, ist das ein valides Argument, aber der Blödsinn, dass du fürs Gym nicht geeignet wärst, ist es auf jeden Fall nicht!

    Nachfrage schon, aber die Dropout Rate wäre sicherlich auch groß, denn wenn Leistung gefragt ist, ist es schon recht schwierig und viel zu lernen.

    Man müsste es natürlich auf einem deutlich grundlegenderen bzw. niedrigeren Niveau ansetzen als Französisch, Spanisch, Latein - das ist klar.


    Ähnlich spanisch, was auch mehr als vamos a la Playa ist und dann trotzdem gerne zum Hassfach wird.

    Also ich hatte drei Jahre Spanisch in der Oberstufe, weil ich die zweite Fremdsprache nachholen musste und ich fand es ehrlich gesagt nicht übermäßig schwer. Bis auf die Elf (wo ich noch eine andere Lehrkraft hatte, die einen eher motiviert hat), habe ich kaum was für das Fach gemacht und bin trotzdem immer gerade so durchgekommen. Das mag aber von der Lehrkraft abhängen und ist bei mir auch schon ne Weile her. Auch war es halt ein berufliches Gymnasium, wo die Leute massenweise die zweite Fremdsprache nachholen - da hat man u.U. beide Augen bzw. Ohren zugedrückt. ^^

    Wenn noch weitere moderne Sprachen zur Auswahl stehen würden, bin ich mir sicher dass noch weniger Latein wählen würden.

    Vielleicht mal Türkisch.

    Nee, im Ernst. Ich glaube, dass auch für Japanisch z.B. durchaus eine große Nachfrage vorhanden wäre. Unheimlich viele Kids stehen auf dieses Anime-Zeug und so.

    Ich persönlich fände auch Niederländisch oder skandinavische Sprachen interessant. In SH kann man an einigen Schulen zumindest Dänisch lernen.


    FrozenYoghurt

    Es wird immer irgendwo Glück bleiben. Gibt es in NRW denn auch so eine Wartelistenregelung wie in Hessen, also dass man nach vier oder fünf Jahren auf der Liste sich wieder neu draufsetzen lassen muss und man mit jedem Jahr auf der Warteliste einen Bonus auf die Note bekommt? Werden Vertretungsstellen auch angerechnet?

    Dann wäre es neben deiner Gesamtnote auch zu berücksichtigen, wo du dich gerade auf der Liste befindest.

    Ich bin mir sicher, dass noch mehr SuS Latein und Griechisch wählen würden, wenn das an mehr Schulen zur Auswahl stünde.

    Griechisch bedeutet dann m.W. Altgriechisch und das ist dann sogar noch deutlich sinnfreier (im Hinblick auf eine lebensnahe Anwendbarkeit) als Latein, außer man möchte mal Platon oder so im Original lesen. Humanistischer Bildungsansatz halt...

    Latein ist wenigstens noch vorteilhaft für Studiengänge wie Medizin und Jura - oder einfach zum Klugscheißern.

    Als ich begonnen habe zu studieren (D/G GY BY) wurde uns in jeder VL am Anfang des Semesters gesagt, wie mies unsere Jobchancen wären.

    Als ich ins Ref ging, waren wir drei (!) Deutschrefis. Nächsten Durchgang gibt es an meiner ehemaligen Seminarschule kein Deutschseminar, weil es zu wenige Refis gibt.

    Da besteht bestimmt ein klarer Zusammenhang in diesem Fall.

    Aber, dass das an den meisten Unis auch so ist, wage ich mal zu bezweifeln bzw. hoffe, dass es nicht so ist.

    Bayern ist auch ein Sonderfall, was die Einstellungen in der jüngeren Vergangenheit angeht, das muss man denke ich auch berücksichtigen.


    Die Angst des TE würde ich aber auch eher als unbegründet ansehen.


    Was den Zyklus angeht. Ich fand immer, dieser Artikel bringt es ganz gut auf den Punkt: "Lehrer sind keine Schweine" (also zumindest die meisten nicht :D

    https://www.dw.com/de/arbeitslose…ngel/a-50397790

    Dort kommt man unter anderem zu dem Schluss:

    "Das Problem ist offensichtlich: Lehrer sind eben keine Schweine und lassen sich nicht nach Bedarf heranzüchten. Die Berufswahl in Deutschland ist nach Artikel 12 des Grundgesetzes frei. So attraktiv eine Beamtenstelle am Gymnasium – mit gutem Gehalt, lebenslanger Jobgarantie, interessanten Unterrichtsinhalten und vermeintlich gesitteten Jugendlichen – auf Abiturienten wirkt, so abschreckend scheint die Vorstellung zu sein, sich mit Kleinkindern und womöglich sogar Problem-Teenagern herumschlagen zu müssen – und das für ein spürbar geringeres Einkommen."

    Ich denke, das kann man uneingeschränkt so unterschreiben.

    Auch wenn man einiges sicher relativieren kann, erscheinen mir die Schlussfolgerungen schon im Großen und Ganzen zutreffend. Was man natürlich nicht einpreisen konnte, ist der aktuelle starke Zustrom vom Menschen aus der Ukraine. Das wird für viele Gym-Lehrkräfte die Einstellungschancen klar verbessern, reißt aber anderswo bereits bestehende Lücken noch weiter auf.

    Sopäd beschränkt dich halt auf Schulformen, die das Fach anbieten oder auf die unterstützende Arbeit an Brennpunktschulen (was psychisch durchaus belastend sein kann)

    Verwechsle hier mal nicht den Berufsschullehrer für Sopäd mit dem Sozial Arbeiter.

    Dass jemand mit Fachrichtung Sopäd als Sozialarbeiter an eine Brennpunktschule kommt (außer vielleicht, er will das unbedingt - aber auch dann fehlt ihm die staatliche Anerkennung, die evtl. nötig ist), halte ich für ausgeschlossen.

    Mal ne andere Idee:

    Wie wäre es, wenn du Sopäd, {ein beliebiges Fach - kann auch Französisch sein, wobei dann halt auch der Korrekturaufwand wahrscheinlich nicht gering ist} und DAF studierst?

    Da Sopäd nur an wenigen Studienorten angeboten wird, dürfte es mit dem Fach kein so großes Problem sein, eine Planstelle zu finden, wenn man nicht direkt im Einzugsgebiet der Uni bleiben will --> damit hättest du also die Sicherheit, die du dir wünscht. Und mit DAF hättest du Deutsch in einer besonderen Form, und an Berufsschulen wird das ja auch vermehrt angeboten. Du bräuchtest "nur" noch ein weiteres Fach, da man DAF m.W. nur als drittes Fach studieren kann.

    Du hattest ja glaube ich auch mal Philosophie genannt bzw. käme das für dich infrage? Denn das ist - zumindest in meinem BL - eigentlich auch recht gesucht an Berufsschulen.

    E-Technik und Maschinenbau kann man noch an anderen Unis als berufliche Fachrichtung studieren.

    Ja, an meiner z.B.

    Wird an recht vielen Unis angeboten - ist wahrscheinlich nötig, um den Bedarf halbwegs decken zu können. Bei Info kann man hingegen auf die Leute mit Gym-Lehramt zurückgreifen.

    Und sowas wie Sozialpädagogik z.B. wird in Hessen nirgendwo angeboten, da sind wir komplett abhängig von Absolventen aus anderen Bundesländern oder Quereinsteigern. Es gibt aber auch deutschlandweit nur fünf Unis, die das anbieten, soweit ich mich erinnere, obwohl das Fach ja schon in recht vielen Bildungsgängen angeboten wird.

    Hätte eine Uni in meiner Nähe es im Angebot gehabt, hätte ich es wahrscheinlich studiert. Noch einfacher kann man an ne sichere Stelle als Studienrat kaum kommen. :D

    Veronica Mars

    Okay, dann ist das in Bayern vielleicht anders. In Hessen sowie in anderen Bundesländern ist es recht üblich, dass Gym-Lehrer an staatlichen Berufsschulen arbeiten (ohne weitere Qualifizierungsmaßnahme) - Info gibt es zwar an manchen, wenigen Unis auch als berufliche Fachrichtung, aber insgesamt wird der Bedarf eher durch Gym-Absolventen gedeckt, würde ich meinen.

    Da müsste ply halt schauen, ob es in Bayern wirklich eine Regelung gibt, die das erschwert oder unterbindet.

    Veronica Mars

    Werden in Bayern keine Leute, die Info auf Gym studiert haben, an der Berufsschule eingestellt? Muss man es dafür extra als berufliche Fachrichtung belegt haben?


    ply

    Wenn die Module sich großteils bzw. komplett überschnitten haben, dann musst du halt die Module nachholen, die dir noch fehlen. Wie es mit dem Zweitfach aussieht bzw. wie viel du dir da anerkennen lassen kannst, ist halt die Frage.

    Frag am besten beim Kultusministerium nach, dann kannst du sicher besser beurteilen, was für dich Sinn macht.

    Sicher, ich hab in Informatik und Mathe nur die Sek I Prüfungen gemacht. Das Studium selbst war parallel zum Bachelor/Master, klar mit weniger Veranstaltungen.

    Ich verstehe immer noch nicht ganz. Was meinst du mit "parallel zum Bachelor/Master"? Was ich meinte, war, ob du einen anderen Studienabschluss neben den Sek 1-Prüfungen hast, z.B. in Informatik.

    Zumindest in meinem Bundesland haben Mathe und Info auf Sek 2 nur ganz wenig mit den Pendants auf Sek 1 zu tun, was die Module angeht. Gibt es da bei dir denn große Überschneidungen?

    Du müsstest also wahrscheinlich viele Module nachholen oder sie dir irgendwoher anerkennen lassen, sofern möglich.

    • Ich würde in ein anderes Bundesland wechseln, wenn der IT/Informatik Unterricht spannender wäre, vielleicht gibt es ja auch eine Schule, deren Konzept genau in diese Richtung geht.

    Was man als spannender empfindet, ist natürlich subjektiv. Die Kerncurricula der einzelnen Bundesländer kannst du dir ja mal anschauen. Dass Informatik in der Schule viel mehr als "nur" Programmieren umfasst, dürfte klar sein.

    An einer Berufsschule im Bereich der Ausbildung - z.B. von Fachinformatikern - wärst du mit deinen Kenntnissen sicher gut aufgehoben.

    Was für einen Abschluss hast du denn?

    Da muss natürlich durchaus davon ausgehen, dass bei jeder Impfung ein Teil der Anträge nicht auf die Impfung zurückgeht.

    Okay, ich glaube, du hast den Satz irgendwie verbastelt. Du meintest wahrscheinlich, dass ein Teil der Anträge nicht auf eine tatsächliche Schädigung als Folge der Impfung zurückgeht, oder?

    Das ist sicher richtig. Aber dann kann man genauso argumentieren, dass es u.U. eine sehr hohe Dunkelziffer von Personen gibt, die Impfschäden erlitten haben, diese aber nicht als solche auffassen.


    Es gibt sicherlich Impfschäden. Aber ich denke man kann erstmal davon ausgehen, dass die Anzahl schweren Schäden äußerst gering ist.

    Man sollte vor allem die Betroffenen (wie auch bei Long-Covid) nicht im Regen stehen lassen, also weiter forschen und die Leute ernst nehmen.

    Von geimpften Leuten habe ich von noch keinem gehört, der einen Impfschaden hat oder jemanden damit kennt.

    Dann bist du leider furchtbar schlecht informiert. Auf die Demos in Berlin, wo übrigens für die bessere Erforschung von Impfschäden UND Long-Covid demonstriert wird (die zwei Gruppen von Personen müssten sich ja deiner Weltsicht nach spinnefeind sein), hatte ich bereits hingewiesen. Des Weiteren laufen auch Prozesse wegen vermeintlicher Impfschäden und der Staat hat sogar schon Impfschäden anerkannt, wenn auch bisher in geringem Maße:

    https://www.mdr.de/nachrichten/de…klagen-100.html


    Ich möchte hier keine Aussage über die Dimension des Problems treffen (das kann ich nicht), aber dass es keine schweren Nebenwirkungen mit dauerhaften Gesundheitsfolgen bzw. Impfschäden gegeben hat, entspricht einfach nicht der Realität und mehr Aufklärung und Forschung dazu ist ausdrücklich zu begrüßen in meinen Augen.

    Aber wenn man mit bestimmten Leuten demonstriert, muss man sich halt nicht wundern, dann mit diesen assoziiert zu werden.

    Und mit dieser Denkweise gibst du diesen Leuten die Macht, jede Demo der Welt (egal zu welchem Thema oder Anliegen) zu sprengen/diskreditieren. Und das kann doch wohl nicht sein.

    Kris24

    Es wurden aber eben nicht alle Demos von Nazis abgemeldet. Und wenn dann zu so einer Demo Leute kommen, die man u.U. diesem Lager zuordnen könnte (das zu erkennen ist, auch nicht immer so einfach möglich), dann muss deshalb nicht die ganze Demo abgesagt werden.

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