Beiträge von sunshine_:-)

    .... weil meiner Erfahrung nach:

    • einerseits die Kinder mit den akademischen Helikoptereltern ,
    • und andererseits die Kinder von Alleinerziehenden/ Eltern mit Migrationshintergrund/ Eltern mit Bezug von Transferleistungen

    sehr unterschiedliche Möglichkeiten haben, sich "mal ein bisschen anzustrengen". Solange das so ist, halte ich das Sitzenbleiben für ein unangemesses Mittel, weil es eben in der Regel nicht von gleichen Voraussetzungen ausgehen kann, also mehr als ungerecht ist.

    Das ganze mit der Stammelf im Fußball zu vergleichen, ist halt Äpfel und Birnen und so....

    Danke für deine Einschätzung. Es gibt keinen anderen Kollegen, der in Frage kommt. Alle anderen sind in der Wiedereingliederung, im Personalrat, schwerbehindert oder in Elternzeit. Daher kann mir der Personalrat nicht helfen. Dienstunfähig bin ich nicht.

    Verstehe, das macht die Sache natürlich sehr schwierig.

    Der zweite Punkt war so gemeint, wie es auch andere hier geschrieben haben: du klingst schon sehr belastet und solltest schauen, dass dich die ganze Situation gesundheitlich nicht umhaut. Sofern du also bemerkst, dass du nicht mehr in vollem Umfang dienstfähig bist, solltest du die Signale erst nehmen und ärztlichen Rat einholen.

    Alles Gute!

    Liebe Mone121519 ,

    das klingt ja alles sehr stressig. Mir gehen mehrere Dinge durch den Kopf:

    1. Sofort den Personalrat kontaktieren, ggf. deine Gewerkschaft.
    2. Sofern du dienstunfähig sein solltest, kontaktiere unbedingt deinen Hausarzt.
    3. Das kling ja ehrenhaft:
    Also unterrichte ich lieber weniger Stunden und diese sind dann qualitativ auch wirklich gut. Mit der Abordnung an eine für mich weiter entfernte Schule, entfällt der erhoffte Vorteil und die Entlastung, die ich dringend brauche.

    Allerdings denke ich, dass es auch in Ordnung wäre, wenn deine Stunden einfach gut wären 8o.

    Ich drücke dir wirklich die Daumen, denn prinzipiell ist es formal schwierig, gegen eine Abordnung vorzugehen, insbesondere Punkte wie Kinderbetreuung sind ja bei Lehrerinnen einfach mal ein privates Problem.

    Edit: Hat sich inhaltlich und zeitlich mit vorherigen Antworten überschnitten...

    Ich bin nicht am Gymnasium und habe nur das von dir verlinkte Papier gelesen, aber dort steht doch "Die bewährte Regelung, dass die beiden Leistungskurse sowie der Grundkurs im dritten Abiturfach schriftlich geprüft werden und das vierte Abiturfach mündliches Prüfungsfach ist, wird beibehalten"

    Darunter verstehe ich zumindest, dass es durch das 5. Abiturfach absolut keine Prüfung im Frühsommer mehr gibt. Die Schüler können schlicht stärker im Abi auswählen, in welchem Fach sie geprüft werden. Es wird also einfacher für die Schüler. Evtl. mehr schriftliche Arbeiten in den beiden Jahren vor der Prüfung?! Oder wie ist das zu verstehen?

    Es soll ein 5. Abiturfach geben, welches aber nicht durch eine Klausur abgeschlossen wird, sonder durch z.B. eine Präsentation.

    LK + LK + GK + MüPrü + 5. Prüfung wie auch immer

    Eine Regelschule kann (!) AOSF- Schülerinnen aufnehmen, sofern denn Fachpersonal zur Verfügung steht (z.B. eine Sonderpädagogin mit 6 Wochenstunden für eine bestimmte Anzahl an Schülerinnen) kann diese dann aber auch an Förderschulen abgeben.

    GL-Schulen müssen einen bestimmten Schlüssel an AOSF-Schülerinnen aufnehmen und bekommen dafür Stellen für Multiprofessionelle Teams und z.B. kleinere Klassengrößen. Oft gibt es dafür aber kein Personal.

    Edit:

    "Im Gemeinsamen Lernen werden Unterricht und Erziehung aller Schülerinnen und Schüler von Lehrkräften für sonderpädagogische Förderung, Lehrkräften anderer Lehrämter sowie Fachkräften aus anderen Berufsgruppen gemeinsam verantwortet." Quelle: Schulministerium.nrw

    Es gibt auch immer noch Schulen,

    NRW hat doch schon länger den Sozialindex. Warum greift er nicht?

    Theoretisch greift er glaube ich, praktisch ist es bei den zwei mir bekannten Schulen mit sehr hohem Sozialindex anekdotisch so, dass sie einfach die regulären Stellen seit zwei Jahren schon nicht besetzen geschweige denn zusätzlich Personal auftreiben können.

    Edit: Trotz GL werden die Klassen vollgepackt, doppelte Besetzung gibt es im Prinzip garnicht. Kann man sich da als Schule wehren? Sagen, wir nehmen aber unter den Bedingungen nur 25 Kinder/Klasse? Gibt es solche Möglichkeiten? Das weiß ich nicht.

    Wobei es hier im Ausgangsposting primär nicht um die Schüler ging, die immer schlechter werden, sondern um die Rahmenbedingungen. Oder, sunshine_:-) ?

    Genau, insbesondere die Rahmenbedingungen, die inzwischen so vielfältig sind, dass viele den Aufgaben nur noch hinterherlaufen.

    Was die Schülerinnen direkt betrifft, da sehe ich als Hauptpunkt eben "die Medien". In welchem Ausmaß diese die Lebenswelt der Schülerinnen beeinflussen ist in der Politik/ Verwaltung usw. leider immer noch nicht angekommen und wird nirgendwo thematisiert.

    Beispiel: WhatsApp! WhatsApp ist nunmal da und wird nicht weggehen. Es kommt zu Cybermobbing usw. Jetzt kann man auf dem Standpunkt stehen, dass ginge uns nichts an. Wir seien nicht zuständig, sondern die Eltern. Sind wir wirklich nicht zuständig? Die Konflikte werden ja aus der Schule und in die Schule getragen. Außerdem besteht das gleiche Problem auch im Teamschat, der von der Schule auf einen Gerät der Schulträgerin bereit gestellt wird. Prävention? Gibt es keine. Behandlung der Problematik? Wir haben keine Zeit dafür vorgesehen an meiner Schule. Was also tun? Viel Arbeit, viel Aufwand, viel Zeit, kein Konzept.

    Das wäre so ein Beispiel für eine Thematik, bei der ich mich im Sinne meines Erziehungsauftrages in der Pflicht sehe, aber weder weiß, wie noch wann.

    Dies ist nur ein Beispiel für die Vielzahl der Anforderungen, denen sich Kolleginnen zunehmen nicht gewachsen sehen.

    Das nochmal zur Konkretisierung meiner Ausgangsfrage.

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