Beiträge von Gymshark

    Im Falle einer Pflicht zur Arbeitszeiterfassung von Lehrkräften wäre der Umgang mit Überstunden ein ganz anderer sein als es derzeit praktiziert wird. Wenn die Lehrkraft x Stunden Dienst zu leisten hat und effektiv mehr als x Stunden einreicht, teilt sie damit bereits mit, dass sie Überstunden gemacht hat.

    Der Worst Case wäre, dass diese Angaben einfach nur in irgendeine interne Statistik gehen. Dann ist klar,dass die Lehrkraft keine Konsequenzen hieraus erfahren wird und das Arbeitsblatt weiterhin über mehrere Stunden hinweg ausgestalten kann.

    Sollte die Konsequenz jedoch "Überstunden werden ausgezahlt" lauten, wird sicher nicht jede Überstunde im Detail genauestens analysiert. Dafür hat kein Sachbearbeiter Zeit. Wenn jedoch immer wieder dieselbe Lehrkraft Überstunden in hohem Maße einreicht, dann wird sie irgendwann um Begründung gebeten und dann, da bin ich wieder bei dir, wird es schwer, die objektive Notwendigkeit hinter den Abeitsblattbasteleien zu erkennen.

    Bist du echt Lehrer? Natürlich kommt man damit langfristig durch. Was soll denn passieren?

    Das klingt als ob es gar kein Disziplinarrecht gäbe. Dann könnte man ja derzeit auf Pausenaufsichten, Konferenzen oder Klassenfahrten verzichten - kann einrm ja eh nichts passieren.

    Schwerwiegende Fälle können zu Zwangsversetzungen oder zur Entfernung aus dem Beamtendienst führen. Dass das nicht bei einmaligem Vertrödeln der Arbeitszeit passiert, ist klar.

    Ich habe in meinem Umfeld, das muss ich dazu erwähnen, weder mitbekommen, dass jemand aus dem Beamtendienst entfernt wurde noch dass jemand über einen längeren Zeitraum in einem derartigem Maße gegen dienstliche Anweisungen verstieß, dass diese Option im Raum stand.

    Nochmal. Was passiert dann mit den Kollegen, die ein Vielfaches der vorgesehenen Zeit für jede einzelne Unterrichtsstunde planen? So lange an einer einzelnen Klausur rumhantieren wie andere an einem ganzen Stapel?

    Was passiert denn mit der (angestellten) Buchhalterin, die einzelne Rechnung noch 10x in alle Himmelsrichtung prüft, ehe sie diese schlussendlich bezahlt? Sie macht kurzfristig Überstunden, die sie je nach Unternehmenskultur entweder abfeiert oder ausgezahlt bekommt.

    Langfristig wird sie von der Personalabteilung gefragt werden, warum ausgerechnet sie immer Überstunden machen muss und wenn sie dann ihr Vorgehen beschreibt, wird die Personalabteilung die Führungskraft der Buchhalterin bitten, entweder die Notwendigkeit der regelmäßigen Überstunden zu bestätigen (was den Bedarf einer weiteren Stelle begründet und damit im nächsten Schritt zu einer Stellenausschreibung führt) oder die Buchhalterin anzuhalten, ihre aufgewandte Arbeitszeit effizienter zu nutzen.

    Auf die Lehrkraft umgemünzt: Die Person, die für die Prüfung der Arbeitszeiterfassung zuständig ist, wird vermutlich irgendwann skeptisch und dann muss sich die Lehrkraft erklären. Und daraus ergeben sich dann wie bei der Buchhalterin Folgeschritte. Natürlich wird nicht direkt mit dem Disziplinarrecht gedroht, aber sollte sich die Lehrkraft über einen längeren Zeitraum diversen Anweisungen seitens Behörden und Schulleitung verweigern, kann irgendwann hierzu gegriffen werden.

    Ein Unterschied zur Buchhalterin wäre sicher noch, dass die Lehrkraft (mit hoher Wahrscheinlichkeit) Überstunden nicht abfeiern wird (da das die Strukturen des Schulsystems nicht wirklich vorsehen), sondern eher ausgezahlt bekommt.

    Mich wundern diese Fragen, aber na gut:

    Man muss nicht mit jedem seiner Mitmenschen befreundet sein, sollte jedoch einander mit Höflichkeit und Respekt begegnen. Daher dürfen natürlich auch Menschen an der Gesellschaft teilnehmen, mit denen ich nicht befreundet bin.

    Zur zweiten Frage: Ich würde nicht mit Selektion darauf reagieren, aber es wäre sicherlich interessant, zu erfahren, warum diese Schüler (m/w/d) keine Freunde in ihrer Peer Group haben - ob es zu große Interessensunterschiede gibt oder ob Vorbehalte (auf beiden Seiten?) aufgrund der Zugehörigkeit zu anderen Identitätskategorien bestehen.

    Quittengelee : Ich schrieb von Schülereltern deiner Schule, nicht Schülereltern der Schüler (m/w/d) deiner Klasse(n). Ich gehe mal davon aus, dass es Eltern gibt, die an deiner Schule Kinder beschulen lassen, die in keine aktuell von dir unterrichtete Klasse gehen.

    Ich habe deine Frage an mich, die ich durchaus ernst nehme, mehrfach gelesen, verstehe sie jedoch nicht ganz. Vielleicht könntest du sie in anderen Worten noch einmal formulieren. In allgemeinster Form würde ich mir wünschen, dass die Heterogenität von Klassen nicht nur dazu führt, dass Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Identitätskategorien im selben Raum sitzen, sondern dass hieraus Freundschaften entwachsen, die im Idealfall auch über die Schulzeit hinweg überdauern. Ich fände es traurig und nicht im Sinn von Inklusion, wenn dann nach Ende der Schulzeit jede/r dann wieder in seinem Grüppchen bleibt - und ich hoffe, dass du mir dabei zustimmst.

    Ich habe deine Frage doch schon längst beantwortet.

    Stimmt, gestern 11:18 Uhr. Ich habe den Beitrag auch gelesen (und mit Like markiert), aber hatte ihn kurze Zeit danach leider nicht mehr präsent und ging davon aus, dass deine Rückmeldung noch ausstand. Tut mir leid für das Missverständnis auf meiner Seite.

    Hat es einen bestimmten Grund, dass du das Zitat von Quittengelee bewusst verfälscht hast? Ich meine, außer dem durchsichtigen Versuch einer Umdeutung in deinem Sinne?

    Es ist eine Verkürzung eines Zitats, aber inwiefern ist es eine Verfälschung?

    Ich möchte einfach herausfinden, ob diejenigen, die sich hier pro-Inklusion positionieren,

    - sich als Fürsprecher und Helfer betrachten, die sich zeitlich begrenzt für (in ihren Augen hilfsbedürftige) Menschen anderer Identitätsgruppen engagieren, und im Privaten dann doch Freundschaften mit Menschen ähnlicher Identitätsgruppen wie selbst führen. ODER

    - Inklusion ganzheitlich betrachten, Menschen anderer Identitätsgruppen als gleichberechtigt betrachten, mit diesen auch Freundschaften eingehen.

    Wenn die Offenheit gegenüber Schulen im Sek I-Bereich besteht, spricht irgendetwas dagegen, direkt auf ein Studium mit Schwerpunkt Sek I zu wechseln?

    Und beide Fächer haben im Sek I-Bereich in NRW hervorragende Aussichten? Das hätte man bei der Fächerkombination vor ein paar Jahren sicher noch nicht gedacht. Aber gut, dann bei der Fächerwahl wohl alles richtig gemacht.

    Wenn sein/ihr Partner am unteren Ende des Großkanzleigehalt einsteigt, haben die beiden zusammen ein Haushaltsnettoeinkommen in den oberen 10% Deutschlands. Nach dem Ref sind die beiden in den oberen 4% Deutschlands.

    Es ging mir nicht nur um die Wohnungspreise (die in München zu den höchsten deutschlandweit gehören), sondern auch darum, dass sich in München so viele Menschen auf inserierte Wohnungen bewerben, dass die Wahrscheinlichkeit schlichtweg gering ist, das Los am Ende zu bekommen, trotz finanziell guter Voraussetzungen.

    Wenn ich die Berichterstattung der letzten Monate richtig mitverfolgt habe, ist es selbst für Gutverdiener (m/w/d) schwierig, in München eine Wohnung zu bekommen. Das dürfte dann erst Recht für ein Paar mit 1x Lehrkraft im Vorbereitungsdienst und 1x Trainee/Berufseinsteiger der Fall sein.

    Zauberwald : Solche Cafés wie das von dir angesprochene finde ich eine schöne Idee, um Menschen mit Einschränkungen eine berufliche Perspektive auf dem 1. Arbeitsmarkt bieten und Begegnung von Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen ermöglichen zu können.

    Eine Frage hätte ich noch: Du hast ja gestern die rührende Geschichte mit dem Nachbarsjungen Rainer erzählt. Es ist eine Sache, in einem inklusiven Setting zu arbeiten oder ehrenamtlich Menschen mit Einschränkungen zu helfen, aber könntest du dir auch konkret eine gleichberechtigte Freundschaft mit einer Person mit Down-Syndrom vorstellen? Hattest du in den letzten 20 Jahren eine Freundschaft mit einer Person mit (vergleichbaren) Einschränkungen? Es geht mir dabei nicht darum, dich hier in irgendeiner Form zu verurteilen, sondern vielmehr darum, ein ganzheitliches Bild zu erhalten.

    Es ging nicht um Schülereltern allgemein, sondern um diejenigen Schülereltern, die konkret im Einzugsgebiet von Quittengelees Schule wohnen. Aus früheren Nachrichten von ihr kann ich mir die sozioökonomischen Verhältnisse grob vorstellen und meine Intention war es dann wiederum, zu erfragen, ob der inklusive Gedanke (Ich beziehe mich hier auf die umfassendere Definition des Inklusionsbegriffs, also nicht rein auf die Kategorie "ability" beschränkt.) von jemandem, die sich innerhalb der Unterhaltung an mehreren Stellen pro-Inklusion positionierte, auch im eigenen Privatleben umgesetzt wird.

Werbung