KI generierter Aufsatz

  • Ich möchte mir keinen Fehler erlauben, deshalb meine Nachfrage. Auch weil die Kollegen nicht hinter mir stehen und ich an meiner Ausbildungsschule gemobbt werde. Ich bin Referendarin und habe eine 9. Klasse in Deutsch. Vor meiner Krankmeldung (anderes Fragegesuch) habe ich mit der Klasse einen Aufsatz geschrieben, den ich eben kontrolliert habe.

    Ich schäme mich selbst dafür, aber ich muss es übersehen haben. Jedenfalls hat mir eine Schülerin einen perfekt mit KI generierten Aufsatz abgegeben. Es ist so geschrieben, wie ehemalige Kommilitonen kurz vor dem Abschluss geschrieben hätten, aber keine Neuntklässlerin. Ich kenne das Mädchen und weiß, dass der Aufsatz unmöglich von ihr sein kann. Es hat keinerlei Rechtschreibfehler und der Ausdruck klingt eher danach, als hätte ihn eine ältere Frau mit 40 Jahren Lebenserfahrung aber keine Neuntklsslerin verfasst. Die Eingabe in die Plagiatssoftware hat es auch bestätigt.

    Wie gehe ich jetzt vor? Muss ich die Note werten? Eigentlich wollte ich sie zum Gespräch bitten, ihr das Ergebnis der Plagiatsprüfung zeigen und dann auf die Reaktion warten, um ihr das Angebot zu machen den Aufsatz nochmal zu schreiben. Ich möchte mich auf keinen Fall gegenüber der Schulleitung angreifbar machen, weil die mich ohnehin auf dem Drücker hat und hasst.

    Wie würdet ihr als erfahrene Lehrkräfte mit mehrjähriger Diensterfahrung vorgehen?

  • Ich möchte mir keinen Fehler erlauben, deshalb meine Nachfrage. Auch weil die Kollegen nicht hinter mir stehen und ich an meiner Ausbildungsschule gemobbt werde. Ich bin Referendarin und habe eine 9. Klasse in Deutsch. Vor meiner Krankmeldung (anderes Fragegesuch) habe ich mit der Klasse einen Aufsatz geschrieben, den ich eben kontrolliert habe.

    Ich schäme mich selbst dafür, aber ich muss es übersehen haben. Jedenfalls hat mir eine Schülerin einen perfekt mit KI generierten Aufsatz abgegeben. Es ist so geschrieben, wie ehemalige Kommilitonen kurz vor dem Abschluss geschrieben hätten, aber keine Neuntklässlerin. Ich kenne das Mädchen und weiß, dass der Aufsatz unmöglich von ihr sein kann. Es hat keinerlei Rechtschreibfehler und der Ausdruck klingt eher danach, als hätte ihn eine ältere Frau mit 40 Jahren Lebenserfahrung aber keine Neuntklsslerin verfasst. Die Eingabe in die Plagiatssoftware hat es auch bestätigt.

    Wie gehe ich jetzt vor? Muss ich die Note werten? Eigentlich wollte ich sie zum Gespräch bitten, ihr das Ergebnis der Plagiatsprüfung zeigen und dann auf die Reaktion warten, um ihr das Angebot zu machen den Aufsatz nochmal zu schreiben. Ich möchte mich auf keinen Fall gegenüber der Schulleitung angreifbar machen, weil die mich ohnehin auf dem Drücker hat und hasst.

    Wie würdet ihr als erfahrene Lehrkräfte mit mehrjähriger Diensterfahrung vorgehen?

    Das Learning daraus sollte sein, dass Aufsätze heute überhaupt nicht mehr Zeitgemäß sind. Woher weißt du, ob die andere nicht auch ein LLM genutzt haben, aber eben entsprechend gepromptet haben. Ich brauch nur als Vorgaben sagen, dass der Aufsatz von einer 9. Klässlerin geschrieben sein soll. Dann wärs dir gar nicht aufgefallen.

  • Das Learning daraus sollte sein, dass Aufsätze heute überhaupt nicht mehr Zeitgemäß sind. Woher weißt du, ob die andere nicht auch ein LLM genutzt haben, aber eben entsprechend gepromptet haben. Ich brauch nur als Vorgaben sagen, dass der Aufsatz von einer 9. Klässlerin geschrieben sein soll. Dann wärs dir gar nicht aufgefallen.

    Man sieht, wer den Aufsatz selbst geschrieben hat und wer nicht. Hier ist es offensichtlich. Selbst wenn sie Prompts genutzt haben, haben siue es selbst formuliert.

  • Du bist keine erfahrene Lehrkraft mit Mehrjähriger Berufserfahrung, sondern jemand, der an seiner Schule bereits Schwierigkeiten hat und in einem Abhängigkeitsverhältnis steht.. Du fragst an deiner Ausbildungsschule nach, wie an der Schule üblicherweise mit so einem Fall umgeht und hältst dich ganz genau an das, was man dir sagt, auch wenn es dir nicht passen sollte.

  • Man sieht, wer den Aufsatz selbst geschrieben hat und wer nicht. Hier ist es offensichtlich. Selbst wenn sie Prompts genutzt haben, haben siue es selbst formuliert.

    Der Prompt selbst formuliert ist also wie selbst den Text geschrieben? Naja dann ist deine ganze Anfrage ja hinfällig. Oder glaubst du die Eltern haben das mit einer KI erstellt?


    Man sieht es eben nicht mehr. Deswegen keine Aufsätze mehr für die Zukunft.

  • Deswegen keine Aufsätze mehr für die Zukunft.

    Das sehen die Curricula in den Sprachen aber eindeutig vor. In den modernen Fremdsprachen ist Schreiben eine wichtige Kompetenz und damit ist nicht nur gemeint, dass die Schüler (m/w/d) Texte abschreiben, sondern auch selbst erstellen und rhetorisch gestalten sollen. Wie sollen sie das üben, wenn sie keine Aufsätze mehr schreiben sollen?

    Davon mal abgesehen: Wenn es danach geht, dürften ja gar in gar keinem Fach mehr schriftliche Arbeitsaufträge gestellt werden. Das kann ja wohl nicht das Ziel sein.

    Es gilt wie immer: Nachweislicher Betrug = Note 6. Wenn der Betrug nicht nachgewiesen werden kann, aber vermutet wird = mündliche Prüfung über Inhalte. Wer dann (gut) besteht, hat Glück gehabt.

  • Du bist keine erfahrene Lehrkraft mit Mehrjähriger Berufserfahrung, sondern jemand, der an seiner Schule bereits Schwierigkeiten hat und in einem Abhängigkeitsverhältnis steht.. Du fragst an deiner Ausbildungsschule nach, wie an der Schule üblicherweise mit so einem Fall umgeht und hältst dich ganz genau an das, was man dir sagt, auch wenn es dir nicht passen sollte.

    Ich hatte einen ähnlichen Fall bei dem ich die Füße still gehalten habe und sehr unterschiedliche Aussagen erhalten habe. Ich weiß daher nicht, was wie die beste Idee ist.

    Den Fall sehe ich allerdings wie Gymshark. Ich sehe nicht ein die Note zu werten.

  • Ich möchte mir keinen Fehler erlauben, deshalb meine Nachfrage. Auch weil die Kollegen nicht hinter mir stehen und ich an meiner Ausbildungsschule gemobbt werde. Ich bin Referendarin und habe eine 9. Klasse in Deutsch. Vor meiner Krankmeldung (anderes Fragegesuch) habe ich mit der Klasse einen Aufsatz geschrieben, den ich eben kontrolliert habe.

    Ich schäme mich selbst dafür, aber ich muss es übersehen haben. Jedenfalls hat mir eine Schülerin einen perfekt mit KI generierten Aufsatz abgegeben. Es ist so geschrieben, wie ehemalige Kommilitonen kurz vor dem Abschluss geschrieben hätten, aber keine Neuntklässlerin. Ich kenne das Mädchen und weiß, dass der Aufsatz unmöglich von ihr sein kann. Es hat keinerlei Rechtschreibfehler und der Ausdruck klingt eher danach, als hätte ihn eine ältere Frau mit 40 Jahren Lebenserfahrung aber keine Neuntklsslerin verfasst. Die Eingabe in die Plagiatssoftware hat es auch bestätigt.

    Wie gehe ich jetzt vor? Muss ich die Note werten? Eigentlich wollte ich sie zum Gespräch bitten, ihr das Ergebnis der Plagiatsprüfung zeigen und dann auf die Reaktion warten, um ihr das Angebot zu machen den Aufsatz nochmal zu schreiben. Ich möchte mich auf keinen Fall gegenüber der Schulleitung angreifbar machen, weil die mich ohnehin auf dem Drücker hat und hasst.

    Wie würdet ihr als erfahrene Lehrkräfte mit mehrjähriger Diensterfahrung vorgehen?

    Hat sie den Aufsatz Zuhause oder im Unterricht geschrieben?

    Hast du etwas bemerkt beim Schreiben?

    Ich schließe mich den anderen an, da du in Ausbildung bist, bei deiner Mentorin nachfragen und das Vorgehen mit ihr besprechen.

  • Das sehen die Curricula in den Sprachen aber eindeutig vor. In den modernen Fremdsprachen ist Schreiben eine wichtige Kompetenz und damit ist nicht nur gemeint, dass die Schüler (m/w/d) Texte abschreiben, sondern auch selbst erstellen und rhetorisch gestalten sollen. Wie sollen sie das üben, wenn sie keine Aufsätze mehr schreiben sollen?

    Kann man ja trotzdem machen lassen. Nur eben nicht benoten.


    Dass Lehr- und Bildungspläne entsprechend überarbeitet werden müssen sollte klar sein.

  • Hat sie den Aufsatz Zuhause oder im Unterricht geschrieben?

    Hast du etwas bemerkt beim Schreiben?

    Ich schließe mich den anderen an, da du in Ausbildung bist, bei deiner Mentorin nachfragen und das Vorgehen mit ihr besprechen.

    Ich habe ihn in der Stunde schreiben lassen. Die SuS kannten das Thema nicht. Gesehen habe ich nichts, aber wie das immer so ist. Man kann Augen und Ohren nicht überall haben und sie saß relativ weit hinten. Klar habe ich es verbockt. Ich hätte es sehen müssen. Insofern war das mein Fehler, aber ich würde es hoch unfair den anderen SuS gegenüber finden ihre eins zu werten, während die anderen sich abgekämpft haben.

    Man könnte es auch werten und sie zur mündlichen Leistungskontrolle dran nehmen, aber so ein Typ Lehrerin bin ich nicht.

    Ja, ich gehe dort mit. Ich sollte die SL fragen.

    Auch wenn mich interessieren würde, wie das Lehrkräfte mit Berufserfahrung handhaben. Ich vermute, dass auch da wieder die Meinung auseinander gehen werden?

  • Kann man ja trotzdem machen lassen. Nur eben nicht benoten.

    Das würde bedeuten, dass ausschließlich mündlich erbrachte Leistungen bewertet werden können. Das würde den Grundprinzipien von Fremdsprachenunterricht nicht gerecht werden.

  • Das würde bedeuten, dass ausschließlich mündlich erbrachte Leistungen bewertet werden können. Das würde den Grundprinzipien von Fremdsprachenunterricht nicht gerecht werden.

    nö würde es nicht, es gibt nur keine Leistungsnachweise, die außerhalb der Schule erstellt wurden. Die waren eh schon immer fälschungsanfällig.

  • In NRW ist es mittlerweile möglich, ein Kolloquium stattfinden zu lassen und dann, wenn die Schülerin nicht erklären kann, wie sie zu ihren Ergebnissen gelangt ist, über den Anscheinsbeweis und die daraus folgende Beweislastumkehr das Ganze nachträglich als Täuschungsversuch zu werten.

    Ob Du das - falls das bei Euch auch möglich sein sollte - in dieser Situation womöglich ohne Unterstützung der Schulleitung diesen Weg gehen solltest, ist eine andere Sache.

    Gruß
    #TheRealBolzbold

    Ceterum censeo factionem AfD non esse eligendam.

  • Ob Du das - falls das bei Euch auch möglich sein sollte - in dieser Situation womöglich ohne Unterstützung der Schulleitung diesen Weg gehen solltest, ist eine andere Sache.

    Sagen wir es so: Ich bin bisher, was als Referendar nicht verwunderlich ist, wenig bis gar nicht bei pädagogischen Konsequenzen unterstützt worden. Ich denke also nicht, dass ich, wie von dir festgestellt, diesen Weg gehen sollte. Würde mir für später aber schon Konsequenzen überlegen, weil ich es extrem ungerecht finde.

  • Ich bin bisher, was als Referendar nicht verwunderlich ist, wenig bis gar nicht bei pädagogischen Konsequenzen unterstützt worden.

    Doch, das ist sogar sehr "verwunderlich"! Selbstverständlich unterstützen wir an meiner Schule unsere LiV auch bei pädagogischen Konsequenzen, denn auch die sind natürlich ein Bestandteil der Ausbildung.

    to bee or not to bee ;) - "Selbst denken erfordert ja auch etwas geistige Belichtung ..." (CDL)

  • Doch, das ist sogar sehr "verwunderlich"! Selbstverständlich unterstützen wir an meiner Schule unsere LiV auch bei pädagogischen Konsequenzen, denn auch die sind natürlich ein Bestandteil der Ausbildung.

    Nicht verwunderlich in dem Kontext, was alles an der Schule war und wie sich mir gegenüber verhalten wurde. Ich habe zwei Schülerinnen beim Rauchen auf der Toilette erwischt. Ich habe ihnen gesagt, dass ich mir weitere Schritte wie eine Verweisandrohung vorbehalte. Rat mal wie es am Ende ausging? Ich wurde zur Schulleitung bestellt und gefragt, ob ich Zeugen dafür hätte. Es wurde NICHTs unternommen. Das dazu

  • Nicht verwunderlich in dem Kontext, was alles an der Schule war und wie sich mir gegenüber verhalten wurde. Ich habe zwei Schülerinnen beim Rauchen auf der Toilette erwischt. Ich habe ihnen gesagt, dass ich mir weitere Schritte wie eine Verweisandrohung vorbehalte. Rat mal wie es am Ende ausging? Ich wurde zur Schulleitung bestellt und gefragt, ob ich Zeugen dafür hätte. Es wurde NICHTs unternommen. Das dazu

    Steht dir das in deinem Bundesland zu? In meinem entscheidet die Teilkonferenz über Maßnahmen, nicht eine aufsichtführende Lehrkraft.
    Mögliche Konsequenzen ankündigen ist meines Erachtens okay, darüber entscheiden aber andere Stellen und man sollte sich mit konkreten Maßnahmen evtl. nicht zu arg weit aus dem Fenster lehnen.

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