Erledigt. Der erste Teil ähnelte vom Aufbau einer anderen Umfrage, die hier vor Kurzem veröffentlicht wurde.
Beiträge von Gymshark
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Was wählt man denn für einen positiven Wandel im Bildungswesen?
Ich habe mir die Wahlprogramme von CDU und SPD im Land Rheinland-Pfalz im Kapitel "Bildung" angeschaut: Sehr umfangreich. Bei AfD und Grüne, also den anderen parlamentarischen Parteien, dürfte es ähnlich aussehen. Daher wäre mein Tipp, persönliche Schwerpunkte zu setzen, also sich vielleicht 3-4 Teilthemen herauszusuchen, die dir wichtig sind, und dann zu schauen, was die Parteien dazu zu sagen haben. Steht nichts dazu im Wahlprogramm, gehst du im Zweifelsfall davon aus, dass sie dagegen sind. Ebenso kannst du davon ausgehen, dass die Priorität bei der Umsetzung ist, wenn Inhalte mit konkreten, messbaren Zielen verbunden sind. Und dann nimmst du die Partei, die bei denen zuvor priorisierten 3-4 Teilthemen die meisten Überschneidungen mit deiner Position hat.
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Ich habe eure beiden Antworten gelesen, danke dafür. Dennoch kann ich mir nicht vorstellen, wie es ohne eine Art Deputat gehen soll. Nehmen mir an, dass die Arbeitszeiterfassung gilt und zum nächsten Jahr fängt ein Kollege/eine Kollegin nach erfolgreicher Beendigung des Vorbereitungsdienstes die Tätigkeit als Lehrkraft in Vollzeit an: Wie viele Stunden soll er/sie unterrichten?
Mit irgendeiner Anzahl an Lerngruppen muss er/sie das Schuljahr beginnen und diese Anzahl beruht doch auf zuvor getroffenen Durchschnittsannahmen.
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Das verstehe ich, aber wie kommt man denn im Vorfeld auf eine Deputatszahl, wenn sowas wie Kontingente für die Unterrichtsvorbereitung keine Rolle spielen? Nach irgendwelchen Maßstäben muss man doch ermitteln, ob für eine Vollzeitstelle 15, 20 oder 25 Unterrichtsstunden erteilt werden müssen, oder?
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Das genannte EU-Urteil muss in Nationalrecht umgesetzt werden und um diese Umsetzung geht es doch gerade, oder?
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Es gibt Wahlkreise in RLP, da ist die AfD mit über 30% die stärkste Kraft. Was glauben die WählerInnen eigentlich, was die AfD für Deutschland bzw. für RLP herausholen wird?
Dazu am besten die Demographien fragen, bei denen die Partei besonders gut abschnitt. Laut Tagesschau sind dies vor allem:
- Altersgruppe 35-44 Jahre
- Arbeiter (m/w/d)
- schlechte finanzielle Lage
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Na mit 5-10 Minuten pro Unterrichtsstunde kommst du in der Grundschule niemals hin, wenn du differenziert arbeiten willst.
Aktuell gibt es diesbezüglich (noch) keine offiziellen Vorgaben. Gedankenexperiment, was würdest du machen, wenn es offiziell hieße, ab dem kommenden Schuljahr würde in der Grundschule eine durchschnittliche Unterrichtsvorbereitung von 5-10 Minuten (Das könnte bedeuten 5 Minuten Nebenfach und 10 Minuten Hauptfach.) angenommen werden?
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Ich schließe mich den Vorrednern bzgl. der Reihenfolge der Themen an. Wobei ich meinen sage, dass mündliche Mitarbeit bis zur letzten Schulwoche zählt und auch in die Zeugnisnote der 10.2 eingeht. Es steht den Schülern (m/w/d) frei, nach den Prüfungen den Arbeitsaufwand auf Minimalkurs zu reduzieren, aber dann müssen sie wissen, dass die mündliche Note noch einmal 1-2 Notenstufen nach unten rutschen kann. Am Ende müssen sie abwägen, ob es ihnen das Wert ist, auch weil, wie schon angedeutet, mathematische Inhalte aufeinanderaufbauen und Schüler (m/w/d), die in der Sek II weitermachen wollen, diese Inhalte ggf. noch brauchen werden.
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Ich finde das mit der Zeiterfassung schwierig. Wenn ich vormittags 3-4 Stunden 25 Kinder "entertaine", frisst das deutlich mehr Energie als wenn ich im Büro Akten bearbeiten würde. Diese Zeit müsste 1,5 fach gewertet werden.
Solche Erfahrungen sind auch wichtig, aber nicht um im Rahmen einer Arbeitszeitkontrolle zu überprüfen, ob im Einzelfall der Orientierungswert z.B. für eine Vollzeitbeschäftigung eingehalten wurde, sondern um noch einmal einen Schritt vorher diesen Orientierungswert erst ermitteln zu können.
So kann es sein, dass der Faktor 1,5 dafür sorgt, dass das Deputat oder (hiermit verbunden, aber nicht deckungsgleich) die durchschnittlich zu erbringende Arbeitszeit steigt oder sinkt.
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Tom123 : Klar macht es keinen Sinn, deine konkret genannten Beispiele, im schlechtesten Fall auch noch über mehrere Seiten, zu diskutieren. Allgemein gesprochen soll Unterrichtsvorbereitung didaktisch sinnvoll, an den gültigen Curricula und Lehrplänen orientiert, aber auch effizient sein (in Bezug auf Kosten und Zeitaufwand) - sonst wären wir wieder bei den bekannten Herzchen-i-Punkten.
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Ist es nicht vielmehr so, dass Kinderlose stärker honoriert werden sollen, weil sie z.B. zusätzlich die Kurse bei Elternzeit auffangen müssen, i.d.R. eher für Klassenfahrten herangezogen werden, etc., objektiv häufig einfach mehr in der Schule arbeiten?
Kinderlose werden indirekt stärker honoriert, weil sie öfter in Vollzeit arbeiten und dadurch ja bereits in der Regel mehr Grundbesoldung erhalten.
Hinzu kommt, wie bereits erwähnt, dass Kinderreiche keinen schlechteren Lebensstandard als Kinderlose führen dürfen und dass die Leistung des Kinderkriegens und -erziehens auch finanziell gewürdigt werden müssen - die Gründe hierfür wiederum hat MarieJ aufgezeigt.
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Unser Referendar mit 6 Kindern bekommt mehr als unser Schulleiter mit A16. Sicher kosten 6 Kinder Geld, aber die Dimension des Familienzuschlags ist schon immens.
Das Argument hinkt insofern, weil es dem Schulleiter mit A16 natürlich auch möglich wäre, 6 Kinder zu bekommen. Dann würde der Schulleiter mit A16 auch wieder mehr verdienen als der Referendar. Davon abgesehen, ist es ja auch eine Leistung, 6 Kinder zu bekommen und zu erziehen. Du hast an anderer Stelle doch heute noch geschrieben, dass einzelne Kindergärten wegen geringer Kinderzahlen schließen müssen. Der Referendar tut zumindest seinen Teil, um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen.
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Französisch unterrichte ich derzeit nicht in der Oberstufe, kam aber in der Vergangenheit auch schon vor. Grundsätzlich ist Sek I schneller kontrolliert als Sek II, sowas wie Mathematik schneller als Französisch, daher sind die 10 Minuten nicht als fachübergreifende, allgemeingültige Vorgabe zu verstehen, sondern Beispiel für ein grundlegendes Konzept, sich selbst ein durchaus ambitioniertes Ziel zu setzen, um in erster Linie effizient zu arbeiten. In Mathematik sind die 10 Minuten bei mir durchaus drin, in Französisch (Sek I) können es auch mal 15 Minuten sein. Ich habe glaube ich an anderer Stelle im Forum schon einmal grob erklärt, wie ich korrigiere, würde an dieser Stelle hier den Rahmen sprengen.
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Aber eine Stunde weniger bei der einen Veranstaltung, dort mal ein Fest weniger, hier mal eine Arbeitsgruppe eingespart, eine Dienstversammiung, die mab TZ Kräften erspart etc addiert sich ja auch.
Volle Zustimmung. Alleine die offen ausgesprochene Bemühung einer Führungskraft (z.B. Schulleitung) "Wir WOLLEN Arbeitsinhalte so gestalten, dass Arbeitszeiten eingehalten werden können." hat eine gewisse Strahlkraft - vor allem im Vergleich zu einem Schulterzucken gepaart mit "Ist halt so.". Es ist klar, dass, je höher in der Hierarchie, desto größer die Einflussmöglichkeiten, aber es ist nicht so als ob alles bereits in Stein gemeißelt wäre "da Dienstherr" und die Schulleitung gar keine Möglichkeit hätte, in der praktischen Umsetzung der Vorgaben Akzente zu setzen. Das können am Ende sogar wir noch einmal 1-2 Stufen drunter.
Wenn eine Konferenz statt einer Stunde Regeldauer nur eine halbe Stunde dauern würde, wäre schon einmal eine halbe Stunde gewonnen. Es summiert sich. Es gilt "effizient" zu arbeiten - auch im öffentlichen Dienst. Wir kennen die Geschichte der Lehrkraft, die sich mit einer Tasse Tee mehrere Stunden an eine Klausur setzt und bei der Korrektur noch Herzchen als i-Punkte malt. Man kann aber auch pragmatisch rangehen und sagen "Die Klausur muss in 10 Minuten korrigiert sein." - und dann schafft man das auch. Es ist einerseits Lebenszeit und andererseits muss man auch sagen, dass das Arbeitsergebnis ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch minimal besser wird und damit die Arbeit zunehmend ineffizienter - Stichwort "Pareto-Prinzip".
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Ernsthaft, aber wie viel Freizeit muss man haben, dass man sich seitenweise an so etwas hoch zieht?

Das kannst du vielleicht nicht wissen, aber Lehrkräfte fokussieren sich gerne auf Details, daher kann es hier im Forum (aber auch im realen Leben im Austausch mit Lehrkräften) durchaus vorkommen, dass über manche vermeintliche Unerheblichkeiten längere Zeit diskutiert, ehe am Ende keiner mehr so richtig weiß, um was es anfangs genau ging.
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Ergänzend zu Sommertraum : Es kann auch nicht sein, dass zu allen Zusatzbelastungen die Rückmeldung kommt, dass im Gegenzug bei der Unterrichtsvorbereitung Zeit eingespart werden müsse.
Irgendwann ist auch bei der Unterrichtsvorbereitung eine Minimalgrenze erreicht und dann muss es auch möglich sein, den Zeitaufwand zu Aufgaben außerhalb der reinen Unterrichtstätigkeit kritisch zu hinterfragen und nach Optimierungsmöglichkeiten zu suchen, seien es Konferenzen, Elternarbeit, Vertretungen oder Aufsichten. Da empfinde ich ein pauschales "geht nicht", gerade im öffentlichen Dienst, kontraproduktiv, wenn nicht gar toxisch.
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Genau wie chilipaprika es an Beispielen darstellt, waren auch meine vorangegangenen Beiträge gemeint. Mir ist bewusst, dass nicht alle Wünsche 1 zu 1 umsetzbar sind, aber zumindest kleine Kompromisse sollten möglich sein.
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Ich kann verstehen, dass Grundsicherung keine Option darstellt. Davon abgesehen, dass die Agentur für Arbeit im Gegenzug erwartet, dass du Bewerbungen für Stellen schreiben und Nachweise regelmäßig vorweisen, ggf. auch an Maßnahmen teilnehmen musst.
Für diese 1-2 Jahre könnten klassische Studentenjobs als Überbrückung infrage kommen, z.B. Kellern oder eine Kassiertätigkeit. Während Corona waren auch Stellen in der Postzustellung beliebt.
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Das Problem verstehe ich schon, ich versuche nur möglichst, eine gangbare Lösung zu finden, statt automatisch "Geht nicht." zu sagen. Die Rahmenbedingungen der von dir beschriebenen Schule stellen eine Herausforderung dar und ich habe ad hoc auch nicht die Ideallösung.
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Bei dem Punkt gehe ich mit dir mit. Ich weiß, dass Stundenplanung in großen Systemen schwierig ist, vor allem an Schulen mit vielen Profilen und Wahlmöglichkeiten, daher mein Vorschlag "geben und nehmen".
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