Beiträge von Gymshark

    Mal so ganz allgemein gefragt: Was ist eurer Meinung die Aufgabe von Schule? Soll sie explizit Realität abbilden und konkret auf das "Danach" vorbereiten? Kann man natürlich so sehen, aber dann müsste man wirklich so konsequent sein und Steuererklärungen statt Gedichtinterpretationen unterrichten - dann wären wir bei dem inzwischen schon ein paar Jahre alten Schülerzitat.

    Es ist meine reine subjektive Sicht der Dinge, aber für mich ist Schule eine vergleichsweise kurze Zeit (9-13 Jahre verglichen mit einer Lebenserwartung von 80-90 Jahren) und bietet einfach mal die Möglichkeit, Inhalte aus allen möglichen Bereichen zu lernen, auch mal einfach so ohne Alltagsbezug, einfach um den kognitiven Horizont zu erweitern. Viele werden nach der Schulzeit nie wieder binomische Formeln berechnen oder sich mit Frankophonie auseinandersetzen, aber einmal sollen sie wenigstens reingeschnuppert haben, um zu wissen, dass es sowas auch gibt und die Menschheitsgeschichte nicht mit Netflix und Tik Tok anfing.

    Ich muss ja sagen, ich bin überrascht, dass überhaupt noch über ChatGPT gesprochen wird. Ich dachte, dass das ein 5-Minuten-Hype wäre, aber selbst bei sehr langsamen Uhren dürften wir inzwischen bei Minute 6 angekommen sein.

    Das höre ich zum ersten Mal. Würde aber die schon mehr als ein Jahrzehnt andauernde Sage rund um die "faulen Säcke" in ein völlig neues Licht rücken. Wenn das stimmt, wollte Herr Schröder sich mit seiner direkten Art wahrscheinlich einfach kumpelhaft mit den Schülern gut tun und ein bisschen über Lehrer lästern, ohne dass es wirklich all zu ernst gemeint war. Da kann man natürlich kritisch sehen, ob jemand in seinem damaligen Amt sowas tun sollte, andererseits macht es doch noch einmal einen Unterschied, ob jemand etwas in einer kumpelhaften Laune sagt (Man denke an den politischen Aschermittwoch, wo auch gerne mal semiseriöse Reden gehalten werden.) oder wirklich mit ernster Miene die Arbeit der Lehrer geringschätzt.

    Die meisten Kostenquellen sind beim 3. dieselben wie beim 2. oder 4. Kind. Das Argument mit dem Auto ist dennoch plausibel. Entscheidend ist vielleicht noch einmal der zeitliche Kind zwischen dem 3. und einem 2. Kind. Ist der Abstand sehr klein, sind es vielleicht sogar Zwillinge, muss manches gleichzeitig gekauft werden. Bei größerem Abstand ist eine Wiederverwendung möglich, bei sehr großem Abstand (Nachzügler) muss womöglich alleine, weil die alten Gegenstände veraltet/verbraucht sind, neu gekauft werden.

    2019 hatten 51% der Familien ein Kind, 37% 2 Kinder, 12% (davon 9% genau 3 Kinder) mindestens 3 Kinder. In anderen Worten: In 88% der Familien ist nach dem zweiten Kind Schluss. Entsprechend ist die Überwindung, doch noch ein drittes Kind zu bekommen, bei vielen Familien groß. Ein hoher Zuschlag beim dritten Kind könnte da durchaus die eine oder andere Hemmung bei Familien, die Angst haben, es mit drei Kindern nicht mehr zu schaffen, abbauen.

    Ja, sicher, man kann jetzt darüber diskutieren, ob man überhaupt noch Funktionsgraphen zeichnen können muss, der Computer kann das ja besser. Von mir aus lassen wir’s weg. Spart auch Zeit.

    Man könnte wahrscheinlich 80% der Unterrichtsgegenstände mit der Argumentation streichen oder stark kürzen.

    Es hängt letztendlich immer davon ab, was Schule als Ziel will, ob die unmittelbare Verwendbarkeit der Inhalte im außerschulischen Privat- und Berufsleben im Vordergrund steht oder ob wir als Gesellschaft uns einfach eine Institution "gönnen", in der isoliertes als Allgemeinwissen und Kulturgüter betrachtetes Wissen vermittelt wird, dessen reine Beherrschung wir wichtiger finden als dass die Absolventen es wirklich regelmäßig im Alltag bräuchten. Soll Schule gesellschaftliche, technische und wirtschaftliche Trends aufgreifen oder versuchen, hiervon unabhängig zu sein? Wenn das überhaupt geht...

    Bei mir kommt immer erst der analoge Lerngegenstand dran und im nächsten Schritt verschiedene Anwendungen - wenn es sich anbietet auch digitale. Hintergedanke ist, dass die Schüler die Theorie hinter einer Struktur verstehen müssen, die Darstellungsform hingegen kann sich in den nächsten 10 Jahren noch 20x ändern, und wenn sie nur diese eine kennen, wäre der Wissenstransfer deutlich schwieriger.

    Die schreiben auch "selbst", wenn sie die Tastatur dafür benutzen. Das tust du offensichtlich gerade auch ;)

    Das stimmt. Also wenn man "Schreiben" so breit definiert, dass Tastendrücken auch darunter fällt.

    Tastendrücken ist noch einmal standardisierter als Handschrift, aber auch dem kann man Abhilfe schaffen, durch verschiedene Schriftformen, -farben und -größen ;) .

    Wir können ja mal ein Jahr abwarten, um zu schauen, ob die Strukturzulage zu einem nennenswerten Anstieg der Geburten von Lehrerkindern führt. Wenn ja, hätte sie durchaus ihren Zweck erfüllt.

    Wenn nicht, hat ja keiner am Ende weniger auf dem Konto, nur weil ein Anderer mehr bekommt. Bei "A13 für alle!" gab es ja auch durchaus große Unterstützung von Kollegen, die bereits A13 oder höher bezogen.

    Kinder sind Privatvergnügen, in die man investieren muss. Eltern haben ja offensichtlich einen Mehrwert dadurch, sonst würden sie keine Kinder in die Welt setzen. Es ist doch einen freie Entscheidung. Niemand zwingt dich zu Kindern. Dass die Besoldung von Beamten an die Anzahl der Kinder und den Wohnort gekoppelt ist, kann ggü. Kinderlosen und angestellten Lehrern nicht gerecht sein.

    Das ist völlig richtig, gleichzeitig bedeutet eine Entscheidung gegen Kinder (Es gibt ja auch noch ungewollt Kinderlose, für die alternative Formen wie Adoption oder Leihmutterschaft u.U. auch nicht infragekommen. Diese sind hier explizit ausgenommen.) zumindest implizit, dass Andere diese Entscheidung ausgleichen, indem sie beispielsweise 3 statt 2 Kinder bekommen. Unser gesamtes gesellschaftliches Leben (Infrastruktur, Immobilien, Gesundheits-, Nahrungs-, Bildungssystem, Wirtschaftsleistung, Renten) ist letztendlich auf eine annähernd gleichbleibende Bevölkerungszahl ausgelegt und dafür spielen Kinder am Ende doch eine zentrale Rolle. Der Erziehungsstil, solange er im Rahmen der deutschen Gesetzgebung stattfindet, obliegt der Schwerpunktsetzung der Eltern, ist somit gewissermaßen "Privatvergnügen". Darüber hinausgehend unterstützt der Staat explizit Kinder und Familien, auch finanziell, auf viele Arten, was wiederum den Rahmen des "Privatvergnügens" übersteigt.

    Wolfgang Autenrieth : In den USA sagt die Zivilbevölkerung bei der Begegnung mit Soldaten häufig "Thank you for your service!". In Anlehnung daran möchte ich dir an der Stelle danken, dass deine Frau und du jahrzehntelang so viel Mühe in die Erziehung eurer Kinder stecktet, die sich dadurch auszahlte, dass inzwischen beide Berufe ausüben, die für unsere Gesellschaft von großer Relevanz sind. Darauf könnt ihr sehr stolz sein!

    Weil andere dort teils fast das Doppelte für die gleiche Arbeit bekommen.

    Es hat doch eh nie jeder das gleiche Netto aufgrund von unterschiedlicher Steuerklasse, Kinderanzahl, Konfessionszugehörigkeit, etc.

    Nehmen wir mal Herrn Müller, verheiratet, mit drei Kindern und Frau Schmidt, nicht verheiratet, keine Kinder.

    Hat Herr Müller nur für sich selbst jetzt mehr Geld als Frau Schmidt nur für sich selbst?

    Richtig interessant wird das bei geschiedenen Vätern, die ihre Kinder nicht mehr sehen wollen auf der einen Seite und Männern, die mit der Mutter und den (nicht eigenen) Kindern zusammenleben auf der anderen Seite. 😉

    Dieser Lebensentwurf führt die exorbitanten Familienzuschläge dann komplett ad absurdum. 🙄

    Schade, dass es überhaupt sowas gibt. Ich kenne aber auch solche Fälle. Da frage ich mich nicht nur, was in den Köpfen dieser Männer vorgeht, sondern ob ich als "neue Partnerin" wirklich einen Mann an meiner Seite haben wollte, der sich derart gegenüber seinen Kindern verhält.

    Lehrerin2007 : Ich gehe davon aus, dass hier keiner Kinderkriegen als reines Privatvergnügen abtut. Ich habe in die Richtung ja mehrfach gefragt und keiner hat diese Vermutung bestätigt. Einigkeit besteht vermutlich auch dahingehend, dass wir nur unseren Job ausüben können, wenn genug Familien Kinder bekommen. Wann auch immer jemand hier eine Schwangerschaft verkündet, kommen ja gleich mehrere User, die der Glücklichen gratulieren. Es geht vermutlich einzig um die Höhe der Kinderzuschläge. Da hier die magische Zahl die "3" zu sein scheint: Ist hier jemand mit drei Kindern, der der Meinung ist, dass die Zuschläge zu großzügig ausfallen?

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