In München ist es im Prinzip genauso, wenn nicht noch extremer. Schweinisch teure Miet- und Immobilienpreise, gleichzeitig mehr Zu- als Wegzug und weil Lehrer im bayerischen Wald genauso verdienen wie in München, kloppen sich die Kollegen nicht gerade um eine Stelle in München.
Beiträge von Gymshark
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Naja, die Städte sind ja so teuer, weil dort mehr Zu- als Wegzug ist. Mit Mietzuschlägen würde es ja eher noch mehr Zuzug geben, was das Stadt-Land-Verhältnis noch mehr verzerren würde.
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Ich hätte nicht so viel Gegenwind erwartet, insbesondere wenn man bedenkt, dass ja jahrelang immer die demographische Entwicklung und die finanzielle Mehrlastung von Familien mit mehreren Kindern beklagt wurde - und diese Maßnahme ja irgendwo dem entgegen wirken soll (wenngleich es konsequenter wäre, es auch auf andere Berufsgruppen auszuweiten).
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Mich überzeugt das Argument "Schüler/Minderjährige/Menschen allgemein machen etwas so oder so heimlich, also warum es überhaupt verbieten." nicht so wirklich, wenn ich ehrlich bin. Alles, was der mentalen oder körperlichen Gesundheit von jungen Menschen schaden kann, sollte, je nach Grad des möglichen Gefahrenpotentials (da schließe ich natürlich auch sowas wie Alkohol, Drogen/Zigaretten, Waffen, stark koffeinhaltige Getränke und ähnliches mit ein) diesen entweder gar nicht zugänglich sein oder nur in Zusammenhang mit Aufsicht und/oder Einweisung durch Erwachsene. Gerade kleine Kinder und Kinder mit Förderbedarf im kognitiven und/oder sozial-emozionalen Bereich können Folgen ihres Handels nur bedingt abschätzen und sollten mit einem Handy, das für einen unerfahrenen Nutzer viele Gefahren birgt (Gewalt, Pornographie, Cybermobbing, aber auch Datenmissbrauch/Viren, etc.), nicht alleine gelassen werden.
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Ich glaube, es geht weniger darum, Mobbing auf 0 zu bringen (auch wenn das natürlich ein schönes, wenngleich nicht immer realistisches Ziel wäre), sondern einfach ein Medium, mit dem vor allem kleine Kinder und Kinder aus bildungsfernen Haushalten überfordert sind hinsichtlich der Einschätzung eines sinnvollen Umgangs hiermit, nicht unbedacht nutzen zu lassen und dieser Altersgruppe bessere Alternativen zur Freizeitgestaltung anzubieten. Was die Kids zuhause machen, liegt in der Hand der Erziehungsberechtigten, aber in der Schule sind es die jeweiligen Lehrer. Es gibt in meinen Augen mehr Gründe, die im Primar- und Sek I-Bereich gegen statt für Handynutzung auf dem Pausenhof sprechen. Wenn sie sich im Schulbus gegenseitig Pornos, Gewaltvideos oder Beleidigungen schicken, kann man es kaum verhindern, aber man muss auf dem Pausenhof dazu nicht unbedingt eine weitere Plattform bieten.
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Jugendliche können ganz schön viel Mist mit Handys anstellen, siehe der Vorfall zuletzt in Rastatt. Auch wenn das Handy inzwischen zu unserem Alltag gehört, sollten junge Menschen nicht alleine mit einem solchen Medium gelassen werden, sondern höchstens eng begleitet durch Erwachsene. Kleine Kinder, die den ganzen Vormittag über vor allem sitzen und dabei lernen, sehe ich ehrlich gesagt lieber Fangen spielen und ins Pausenbrot beißen als am Daddeln.
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Ich sehe jetzt nicht so das Problem. @MissOthmar unterrichtet doch an einer Förderschule emotional/soziale Entwicklung und da ist Handynutzung für die Schüler eben ein sehr heikles Thema. In ihrer Pause können die Lehrer sicher zum Handy greifen, aber im Unterricht oder der Pausenaufsicht braucht es wahrscheinlich die volle Aufmerksamkeit, um Konfliktquellen möglichst früh erkennen und ausmerzen zu können, was gerade im Bereich em/soz ein heikles Unterfangen ist.
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Man sagt ja immer, dass jeder 7 Doppelgänger auf der Welt habe. Nach all den Zufällen, die ich alleine in meinem erweiterten Bekanntenkreis feststellen durfte, glaube ich inzwischen an diese Theorie.
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Die Familie fährt. Wenn die Familie nicht bleibt... Schwierig.
Familie ist goldwert und kann viel auffangen, sei es bei der Kindererziehung oder natürlich später, wenn man alters- oder krankheitsbedingt Hilfe im Alltag braucht. Ich weiß, dass es nicht in jeder Familie rosig aussieht und dass, wenn man früh mit der Familie auf Kriegsfuß steht, weil es vielleicht auch einfach von der Mentalität her nicht stimmt, man sich eher von dieser räumlich distanzieren möchte, sobald man die nötigen Mittel dazu hat. Wenn es die familiären Strukturen hergeben, lohnt es sich, Zeit und Mühe zu investieren, um diese zu festigen, sodass die Kontakte bestehen, sobald man Unterstützung braucht. Und ja, mir ist bewusst, dass das nicht in jeder Familie möglich ist
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Das weißt du aufgrund deiner zahlreichen Reisen nach Russland und China in eben diese Gebiete?
Es würde mich überraschen, wenn der Verkehr in irgendwelchen abgelegenen russischen oder chinesischen Dörfern besonders ausgebaut wäre. In beiden Ländern ist der Kontrast zwischen Stadt und Land noch einmal krasser als hierzulande. Noch durfte ich aber den russischen ÖPNV abseits der Großstädte nicht ausprobieren.
state_of_Trance : Da hast du Recht - es sind vor allem die Querverbindungen, die den Transport mit dem ÖPNV erschweren. In die nächstgrößere Stadt kommt man meist irgendwie, aber alles Andere ist oft mit mehr Aufwand verbunden.
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In den meisten Ländern dürfte der ÖPNV im ländlichen Raum schlechter ausgebaut sein als im urbanen Raum. Da haben wir es in Deutschland vermutlich noch vergleichsweise gut wenn man mit manchen sehr ländlichen Regionen in China oder Russland vergleicht. Dort kommen aber vermutlich die Menschen kaum raus und verbringen ihr Leben eben in ihrem Dorf und es ist mal was Besonderes, in den Nachbardörfern herumzukommen. Die Schweiz soll wohl sehr gut ausgebaut sein, was den ÖPNV betrifft, aber das System lässt sich vermutlich nicht zwangsläufig auf andere Länder übertragen, da die Schweiz das nötige Kleingeld hat (und scheinbar auch den politischen Willen, es in den öffentlichen Verkehr zu investieren) und vergleichsweise dicht besiedelt ist.
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Was ist denn genau die Definition von Abhängigkeit? Reicht es, von Abhängigkeit zu sprechen, wenn die Fahrt mit dem ÖPNV im Vergleich zum Auto z.B. in manchen Gegenden Deutschlands 2-3x so teuer wäre oder 2-3x so lang dauern würde? Vermutlich kommt man mit dem ÖPNV sogar an jedes Ziel, aber in manchen Fällen nur mit viel Aufwand, sprich mehrfach umsteigen, Wartezeiten bis zu einer halben Stunde (oder länger bei Entfall/Verspätung), ein paar hundert Meter Fußweg zwischen Busstationen oder gar Übernachten am Bahnhof - die Geschichte ist ja inzwischen bekannt.
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Ein bisschen platt und polemisch, oder?
Da hast du womöglich Recht. Ich gehe aber mal davon aus, dass das zwei Punkte sind, bei denen politisch ganz schwer etwas zu machen ist, weil einerseits eine große Industrie dahintersteht und andererseits beide Aspekte einen hohen Stellenwert im Leben vieler Deutscher einnehmen. Bis zu einem gewissen Grad lässt sich das mit den Waffen der Amerikanern vergleichen, wobei hier natürlich noch einmal erschwerend das 2nd Amendment hinzukommt.
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Verbote sind immer schwierig umzusetzen, da sie auf Akzeptanz in der Bevölkerung stoßen müssen. Fußball und Autos sind dem Deutschen so wichtig wie Waffen dem Amerikaner.
Ich meine auch, dass viele Leute mit dem Zug zum Fußballspiel fahren. Man könnte die Zuschauerzahl durch Erhöhung der Stadiontickets reduzieren, aber dann hätte es wieder eine Komponente von "Die Reichen dürfen machen, was sie wollen, während die Armen verzichten müssen.". Schwierige Situation...
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Spannend. Bei mir würde ein Garten nur vergammeln, ich komme nicht einmal mit Zimmerpflanzen klar. Das wäre doch schade drum, daher lebe ich in einer Eigentumswohnung mit zwei kleinen Balkonen.
Ein Garten ist auf jeden Fall zeitintensiv. Ich wäre damit momentan ehrlich gesagt überfordert. Kommen Kinder und eventuell sogar Haustiere dazu, dann natürlich erst recht. Gibt es hier jemanden, der all das in Vollzeit schafft?
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Quittengelee : Der ÖPNV ist in meiner Region OK, aber auch da gäbe es sicher doch Luft nach oben. Ich schätze, es gibt einen kleinen Unterschied in der Argumentationsweise. Die Einen haben Interesse an der Nutzung des ÖPNVs und würden ihn gerne nutzen, wenn da nicht die problematischen Nutzungsbedingungen wären, was sie auch explizit ansprechen. Bei den Anderen ist dieses Interesse zumindest nicht vordergründig, da sie eine Alternative haben, die für sie gut funktioniert. Erst wenn sie explizit darauf angesprochen werden, warum sie zur Alternative statt zum ÖPNV greifen, kommen die Argumente wie z.B. am Bahnhof übernachten u.ä. So wie ich plattyplus verstehe, ist bei ihm Option 2 der Fall. Aufgrund der selbst gewählten Lebensumstände nimmt er die lange Fahrtstrecke in Kauf und unter Kosten-Leistungs-Zeitaufwand-Abwägungen macht für ihn das Auto am meisten Sinn. Ich weiß nicht, ob er aus dem Blauen heraus den ÖPNV anprangern würde, aber wenn jemand spontan sagt: "Hey, plattyplus , lass doch mal das Auto stehen!", finde ich es legitim, dass dann als Antwort die Argumentation mit der Übernachtung auf dem Bahnhof kommt.
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Wer ÖPNV will, muss seiner Partei mitteilen, dass er ÖPNV will und sollte die unterstützen, die ÖPNV wollen.
Jemand, der sich über die Nutzungsbedingungen des ÖPNV beschwert, hat womöglich nicht das unmittelbare Bedürfnis, sich für eine Veränderung dieser Bedingungen aktiv einzusetzen, weil er eine Alternative für sich fand, die für ihn gut funktioniert. So verstehe ich plattyplus zumindest. Das Argument kommt ja nur dann auf, wenn die Frage aufgeworfen wird, ob der ÖPNV nicht auch eine attraktive Alternative zum Auto darstelle...
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Vielleicht weil wir die viertgrößte Volkswirtschaft weltweit (hinter USA, China, Japan) sind?
Ich bin mir sicher, dass auch diese Länder an dem Erhalt ihrer global betrachteten wirtschaftlichen Position interessiert sind. Ich habe nur recht stark die Vermutung, dass dort Diskussionen zu den zuvor genannten Themen weniger moralisch getrieben sind als hierzulande.
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Mal eine provokante Frage: Muss denn Deutschland immer globales Vorbild sein? Ich habe das Gefühl, dass es in Deutschland immer wieder Leute gibt, die bei den global relevanten Themen (Migranten, Klima, Ukraine) erwarten, dass Deutschland den ersten Schritt geht. Deutschland ist nicht das global größte, reichste oder einflussreichste Land, woher kommt daher dieser Antrieb?
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Quittengelee : Ich weiß nicht, ob der einfache LKW-Fahrer darauf gewartet hat, dass junge Frauen mit Abitur und reichen Eltern im Hintergrund ihm erklären, wie die Welt so läuft, aber aktuell werden die LKW-Fahrer schlichtweg nicht mitgenommen. Da wird sowas von mit moralischer Überlegenheit argumentiert, dass es in der Tat etwas von dem allseits bekannten Brot-und-Kuchen-Spruch hat. Es soll sich ja weiß Gott keiner für sein Abitur schämen, aber für die breite Bevölkerung kommt leider momentan einfach ein "Wir müssen hart arbeiten, um irgendwie durch den Tag zu kommen und die haben nichts Besseres zu tun als sich irgendwo hinzukleben und andere Leuten das Leben schwer zu machen." an. Will man für die Sache Zustimmung gewinnen, muss das Gegeneinander eher zu einem Miteinander werden und ja, da müssten, zugunsten der Sache, manche Aktivistinnen auch von ihrem hohen Moralross (auf dem sie sich halt auch nur wegen ihrer Eltern erlauben können zu sitzen) runter.
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