Beiträge von Gymshark

    Ich weiß gar nicht richtig, was du mir jetzt mitteilen möchtest, Gymshark?

    Du schreibst, dass du den Schülern (m/w/d) ein Angebot machst, zu dessen Bereitstellung du wiederum verpflichtet bist, und entweder sie nutzen es oder nicht. Das ist eine völlig legitime Positionierung.


    Der Staat (hier: Kultusministerium des Landes NRW) sollte sich nur fragen, ob es zielführend ist, wenn Lehrkräfte eine sehr zeitintensive Korrekturform nutzen, die praktisch nur bei einem geringen Teil der Schüler (m/w/d) (Die Gegenbeispiele habe ich gelesen. Danke dafür - chilipaprika !) zu messbaren Kompetenzzuwächsen führt.

    Nur: viele meiner Schüler machen halt überhaupt nie etwas. Dann ist es auch kein Wunder. Für mich trotzdem ätzend.

    Dann ist es ein Phänomen von Theorie vs. Praxis. Das am schönste klingende didaktische Prinzip bringt nichts, wenn es unter realen Bedingungen von den Schülern (m/w/d) mehrheitlich abgelehnt und damit nicht wirken kann.

    Klar, die Schüler (m/w/dD) sind nicht unsere Auftraggeber (m/w/d), sondern der Staat, daher wäre ein Weg, damit umzugehen, zu sagen "Der Staat macht die Vorgaben, also führe ich sie aus, erfülle damit meinen Job, und wenn sie nichts bringen, ist es nicht mein Problem, sondern das Problem des Staates.". Für die mentale Gesundheit wäre die Abgrenzung vielleicht sogar gar nicht so schlecht. Ein Geschmäckle bleibt dabei irgendwo aber immer bestehen.

    Vielleicht ist "sinnvoll" an der Stelle das falsche Wort, sondern eher "effektiv". Dass eine ausführliche Korrektur nach euren Vorgaben rein aus Schülersicht (m/w/d) nicht schadet, sondern im schlechtesten Fall zu neutrale Ergebnissen führt, ist naheliegend. Meine Intention ging eher dahin, ob innerhalb der investierten Zeit die Korrektur nach euren Vorgaben zum höchsten didaktischen Ertrag führt oder ob es zielführendere Maßnahmen gibt - oder zumindest Maßnahmen mit selbem Ertrag, aber geringerem Aufwand aus Lehrersicht (m/w/d).

    Ich persönlich finde eine kurze Korrektur (also Anstreichen, aber keine Positivkorrektur und ohne ausführliche Bewertungsraster in Sprachfächern) in Kombination mit einer anschließenden Behandlung der häufigsten Fehler im Klassenverband zielführender und zeitökonomischer. Aber klar, wie schon zuvor geschrieben, solange die Vorgaben bestehen, müssen sie angewendet werden - obgleich ich da zumindest schauen würde, ob es irgendwelche Wege gibt, Zeit zu sparen (z.B. sich selbst eine ambitionierte Zeitvorgabe zu machen, Texte möglichst nur 1x lesen, o.ä.).

    Natürlich ist das so. Aber es hilft ja nichts. Wir müssen

    1. Fehler anstreichen und mit dem richtigen Kürzel versehen (bei mir machen die allermeisten Schüler mehrere Fehler pro Satz - also mindestens 3 oder so, manche schaffen auch 2 pro Wort)
    2. 3 Seiten Bewertungsbogen ausfüllen (1 für den Inhalt, 1 für die Sprache + 1 für die Sprachmittlung)

    Und bevor jetzt wieder kommt, ich soll das doch anders machen und nur noch Multiple Choice anbieten: das ist so vorgeschrieben! Ich unterrichte ja mein eines Fach ausschließlich in der Oberstufe und bin momentan auch nur da eingesetzt.

    Klar könnt ihr nichts gegen diese Vorgaben. Die Vorgaben selbst sollten mal hinsichtlich ihrer Sinnhaftigkeit hinterfragt werden. Hast du das Gefühl, dass diese ausführliche Korrektur wenigstens etwas bringt oder machen am Ende die Schüler (m/w/d) danach trotzdem immer wieder dieselben Fehler? Denn dann könnte man die Mühe auch in effektivere Korrekturformate stecken.

    OK, verstehe. So eindeutig kann ich das nicht beantworten. Es gibt amts- und branchenübergreifend immer einzelne Mitarbeiter (m/w/d), die effizienter arbeiten könnten, es jedoch an festgefahrenen Strukturen, fehlender/falscher Führung oder auch involvierten Egos scheitert.

    Bei dem, was Tom ansprach, bezog ich mich eher auf strukturelle Probleme - es ging u.a. um Mitarbeiter (m/w/d) des Gesundheitsamtes, lässt sich aber auch auf soziale Dienste wie das Jugendamt o.ä. ausdienen. Und warum ich die Arbeit ineffizient finde? Weil bürokratische Prüf- und Dokumentationspflichten verhindern, dass Mitarbeiter (m/w/d) niedrigschwellig und vor allem zeitnah helfen können, wo sie benötigt werden.

    Im allgemeinbildenden Bereich (Sek I/II) gibt es zwar aktuell einen relativen Mangel an Informatiklehrkräften in vielen Bundesländern, aber gleichzeitig sind dem Fach Informatik derzeit in vielen Bundesländern entsprechend der offiziellen Stundentafeln nur wenige Stunden zugeordnet, wodurch wenige Lehrkräfte an einer Schule bereits genügen, um den Bedarf im Fach Informatik decken zu können. Der absolute Bedarf dürfte im berufsbildenden Bereich höher ausfallen, da insbesondere in den IT-bezogenen Ausbildungslehrgängen die Anzahl an Stunden im Fach Informatik deutlich höher ist.

    Ich denke, dass wir grundsätzlich in der Theorie gut aufgestellt sind. Aber es fehlt wie immer an Personal und Ressourcen. Was hilft es, wenn es so viele Hilfsangebote gibt aber sie vollkommen überlastet sind.

    Das stimmt. Das Problem ist, vor allem eine ineffiziente Arbeitsweise und zu viel Bürokratie. Personelle Ressourcen könnten genutzt werden, sind aber mit Dokumentationspflichten gebunden. Hinzu kommt, dass wir eine zunehmende Schieflage bekommen durch einen Personalüberschuss in einigen Bereichen (siehe die Schlagzeilen um gestiegene Arbeitslosenzahlen unter jungen Akademikern (m/w/d)) bei Personalmangel in anderen.

    Ach und noch was: Dass es diese Petition gibt Petition glutenfrei zeigt eben auch nochmal, was alles noch im Argen liegt.

    Ist alles eine Geldfrage. Eine glutenfreie Alternative kann bei öffentlichen Einrichtungen gerne zusätzlich angeboten werden, aber dann steigen, bedingt durch Kostenumlage, die Preise für alle Gerichte - und gerade bei Speiseangeboten in öffentlichen Einrichtungen reagieren Menschen in Deutschland leider sehr preissensibel.

    Tom123 : Es gibt auch moderate Muslime, die Schweinefleisch verzehren. Ich habe selbst eine Kollegin, die sich dem muslimischen Glauben zugehörig fühlt, sich westlich kleidet und Schweinefleisch konsumiert. Gerade in einem Szenario wie von dir beschrieben müssen vor allem Entscheidungsträger (m/w/d) von Bildungseinrichtungen darauf achten, dass sie nicht vorschnell verallgemeinern und dadurch unterbewusst falsche Signale senden.

    Das Thema "Angebot von Schweinefleisch in Bildungseinrichtungen" ist in der heutigen Zeit sehr polarisierend, da

    1. es einen wachsenden Anteil innerhalb der Bevölkerung gibt, der es aus Glaubensgründen (ein geringer Teil auch aus Geschmacks- oder gesundheitlichen Gründen) nicht verzehrt.
    2. gleichzeitig ein wachsender Anteil innerhalb der Bevölkerung ein gänzliches Streichen eines entsprechenden Angebots als Angriff auf die nationale Kultur betrachtet.
    3. zuletzt moderate Vertreter (m/w/d) Zugeständnisse gegenüber konservativeren Vertretern (m/w/d) ihrer eigenen Glaubensrichtung kritisch sehen.

    Womöglich entgeht man dieser explosiven Mischung am ehesten, wenn man beides, Optionen mit und ohne Schweinefleisch, anbietet.

    Es hat sich bei Jugendherbergen schon einiges getan. In meiner Jugend bekam man eine vegetarische Option nur auf Vorbestellung und wenn man etwas nicht essen konnte oder wollte, musste man auf die Beilagen ausweichen. Inzwischen bieten viele Jugendherbergen, die ich kenne, von sich aus vegetarische Optionen an. Vegan ist noch eher die Ausnahme, bei sowas wie glutenfrei o.ä. bin ich mir unsicher, aber es ist zumindest kein Stillstand, sondern eine Entwicklung erkennbar.

    Tom123 : Krankenhäuser kamen lange Zeit sehr schlecht weg, was deren Speisenauswahl ausging, daher klingt das nach ersten Fortschritten.

    Bei Mensen hängt die Möglichkeit, Speisen und Getränke anzubieten, die für Konsumenten (m/w/d) geeignet sind, die körperlich negativ auf bestimmte Lebensmittelbestandteile reagieren, von der Gesamtzahl an Konsumenten (m/w/d) ab. Ist diese sehr hoch, können mehr Speisen und Getränke angeboten werden, darunter auch Optionen für bestimmte Ernährungsvorlieben und -bedürfnisse. Bei einer geringeren Anzahl an Konsumenten (m/w/d) wird geschaut, was ein Großteil der Konsumenten mag, wodurch Ernährungsvorlieben und -bedürfnisse, die nur einen kleinen Teil der Konsumenten betreffen, kaum bis gar nicht berücksichtigt werden können. Hinzu kommt, dass Mensen oft unter Kostendruck stehen und Speisen und Getränke, die für bestimmte Ernährungsvorlieben und -bedürfnisse geeignet sind, sind oft teurer in der Beschaffung der Rohwaren und damit weniger rentabel.

    Die einzelne Benennung von Zutaten bei höherpreisigen Restaurants soll einen Mysterie-Effekt erzeugen, aber gerade die hierdurch erzeugte fehlende Transparenz macht es für Menschen, die nicht alle Lebensmittel verzehren können, schwierig.

    Die Weihnachtsmarktsituation ist mir erst letztes Jahr passiert, nur hieß es da "Ich weiß nicht, ob es glutenfrei ist, aber es ist vegan.".

    Für viele Lokale (z B. das traditionelle italienische Restaurant) ist es bislang nicht rentabel, glutenfreie Optionen bereitzuhalten, da sich bislang nur ein geringer Teil der Bevölkerung glutenfrei ernährt. Am höchsten ist die Wahrscheinlichkeit in Lokalen mit einer Lifestyle-Ausrichtung, auch wenn dann das Risiko erhöht ist, dass "glutenfrei" schnell mit "vegan" und "Matcha Latte" asoziiert wird, was zuvor kritisiert wurde.

    Es tut sich aber bereits viel. In einigen Supermärkten gibt es bereits eine erstaunliche Auswahl an glutenfreien Lebensmitteln, was vor einigen Jahren primär Bio- oder Reformmärkten vorbehalten war. Es ist eine Entwicklung erkennbar, auch wenn sich viele Menschen, die mit negativen körperlichen Erscheinungen auf Konsum glutenhaltiger Lebensmittel reagieren, wünschen, dass sich noch mehr tut.

    In Dänemark plant die Regierung, den Einsatz digitaler Mittel im Unterricht wieder zurückzufahren. Mal schauen, wie sich Deutschland positionieren wird - Entwicklungen kommen hier oft mit zeitlichem Verzug an. Aktuell gibt es noch ein Mischgefüge bestehend aus "Digitale Angebote/Medienbildung im schulischen Kontext ausweiten" und "Handynutzung in der Schule untersagen und Zugang zu soziale Medien erst ab 14 Jahren erlauben.".

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