Beiträge von Gymshark

    In der Regel gründen dann aber meist die Väter neue Familien und bekommen dann dort wieder Kinder. In der Hoffnung, dass es dann besser läuft. [...] Wenn der Vater den Kontakt zum Kind abbricht und nicht zahlt, hat man dann noch lustigen Spaß mit Anwälten wegen Unterhaltsklagen.

    Wie reagiert deiner Erfahrung nach das Umfeld der Väter (sprich Freunde (m/w/d), Eltern/Geschwister, Arbeitskollegen (m/w/d)) hierauf? In den seltensten Fällen kann man eine (potentiell polarisierende) Entscheidung durchsetzen, ohne dass das Umfeld hiervon Kenntnis nimmt, und es ist noch einmal schwieriger, wenn die Rückmeldung des Umfeld hierzu überwiegend ablehnend ausfällt.

    Ich würde so vorgehen:

    1. Im Sekretariat des Seminars anrufen und Bescheid geben, dass du voraussichtlich bis Tag X krankgeschrieben sein wirst. Sollte sich der krankheitsbedingte Ausfall verlängern, würdest du dich erneut melden.

    2. Im Sekretariat der Schule anrufen und Bescheid geben, dass du voraussichtlich bis Tag X krankgeschrieben sein wirst. Sollte sich der krankheitsbedingte Ausfall verlängern, würdest du dich erneut melden.

    3. Danach setzt du eine automatische Nachricht bei deinen E-Mails rein, aus der hervorgeht, dass du bis Tag X nicht erreichbar sein wirst und dass die bis dahin eingegangenen Nachrichten erst im Anschluss an diese Frist zeitnah beantwortet werden.

    4. Danach wiederum widmest du dich ausschließlich deiner Gesundung und deinem Kind. Die Organisation der Vertretung obliegt dann dem Verantwortungsbereich der Schule.


    Jede wichtige Position im Berufsleben hat eine Vertretung für den Fall der Fälle - bis ganz hoch zum Bundeskanzler. Die Welt wird nicht untergehen, weil du mal eine Woche krankheitsbedingt fehlst - auch das müssen die Verantwortlichen deiner Schule lernen.

    Eigentlich passt diese Diskussion gar nicht in die aktuelle Zeit. Vor 20 Jahren hätte man noch argumentieren können, dass die Arbeitsbedingungen von Teilzeitkräften verbessert werden sollen, um dafür zu sorgen, dass mehr Personen überhaupt arbeiten - was vor allem Mütter und Hausfrauen betraf. An die älteren Kollegen (m/w/d) im Forum: Kamen etwaige Diskussionen damals um die Zeit der Agenda 2010 herum in euren Kollegien auf?

    Jetzt sind wir in einer Phase, in der das gesamtgesellschaftliche Klima weniger Richtung Erhöhung des Anteils an erwerbstätigen Personen innerhalb der Bevölkerung (z.B. über Teilzeit oder Minijob), sondern eher Richtung Erhöhung der Arbeitszeit pro erwerbstätiger Person geht. Ich habe zuvor hier im Strang auch Richtung Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Kollegen (m/w/d) in Teilzeit argumentiert, aber an gleicher Stelle frage ich mich, ob hierfür der Zeitpunkt zur praktischen Umsetzung im Arbeitsalltag momentan nicht eher ungünstig ist.

    Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, dass ihr gesagt habt "Lasst es uns einfach probieren!", statt es im Vorfeld schon abzulehnen. Ihr habt es probiert und gemerkt, dass es noch Optimierungsbedarf gibt, was nicht schlimm ist - nicht alles muss beim ersten Versuch direkt funktionieren.

    Jetzt könnt ihr ja überlegen, wie ihr diese Erfahrungen nutzen könnt, um es das nächste Mal besser zu machen, ohne das Projekt direkt schon wieder zu begraben. Schließlich gab es ja Gründe, warum ihr überhaupt damit begonnen habt, die bisherige Praxis zu überdenken.

    Sagen wir mal, ein kleines Kollegium besteht aus 20 Kollegen (m/w/d) und die Hälfte fehlt (u.a.) aus Teilzeitgründen bei einer Konferenz. Was spricht dagegen, dass die anwesenden Kollegen (m/w/d) die Beschlüsse fassen und die abwesenden Kollegen (m/w/d) die Ergebnisse, sobald sie wieder vor Ort sind, nachlesen bzw. in Erfahrung bringen?

    So würde es doch auch passieren, wenn Kollegen krankheitsbedingt von Konferenzen fernbleiben, oder?

    Ich bezog mich auf klar benannte nicht teilbare Aufgaben wie bspw. Konferenzen, Klassenleitungen etc.

    Hier braucht es Mut, um diese "nicht teilbare(n) Aufgaben" teilbar zu machen. Wie gesagt: Wer etwas wirklich will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe dagegen.

    Bei Konferenzen könnte man es so machen, dass Vollzeitkollegen (m/w/d) an jeder Konferenz teilnehmen. Teilzeitkräfte nehmen, je nach Ausmaß der Teilzeit, an jeder 2. bis 3. Konferenz teil. Bei allen verpassten Konferenzen kann man sich entweder das Protokoll durchlesen oder sich von den Vollzeitkollegen (m/w/d) auf den neuesten Stand bringen lassen.

    Man muss nicht an jeder Konferenz teilnehmen. Wenn Kollegen (m/w/d) erkranken und aus dem Grund nicht an Konferenzen teilnehmen können, bricht ja auch nicht das System direkt zusammen.

    Bei Klassenleitungen kommt es auf die Schulform an. Ich weiß, dass an Grundschulen und sonderpädagogischen Förderzentren die Klassenleitung möglichst jeden Tag die Klasse gesehen haben soll. Hier fehlt mir die Erfahrung, was hier praktikable Alternativen wären. Eine Idee von mir wäre eine Art Co-Klassenleitung von zwei Teilzeitkräften. In meinen Bildungsgängen wäre eine Klassenleitung auch möglich, wenn die Lehrkraft die Klasse nur an 2-3 Tagen die Woche sieht, wobei bei uns zumindest in Klasse 5/6 geschaut wird, dass die 3 Tage möglichst nicht unterschritten werden.

    Was meinst du damit?

    Die klassische Erzieherausbildung (m/w/d) ist ja, wenn ich richtig informiert bin, eine schulische Ausbildung, die nicht vergütet wird. Und dann gibt es seit ein paar Jahren das Modell der praxisintegrierten Ausbildung, bei der, analog zur dualen Ausbildung, die Auszubildenden (m/w/d) einer pädagogischen Einrichtung fest zugeordnet sind und auch eine Vergütung erhalten.

    Bei einseitiger Schwärmerei kann man davon absehen. Wenn mit "Wenn ich mich verliebe" impliziert wird, dass auf beiden Seiten Gefühle vorhanden sind und man sich treffen möchte, dann ist doch die Frage nach Kindern bzw. der allgemeinen familiären Ausgangslage mitunter eine der ersten Fragen, die beim Kennenlernen gestellt wird. Oder hast du die Erfahrung gemacht, dass diese Frage erst (deutlich?) später gestellt wird?

    Auf Führungsebene (auch, aber nicht nur an Schulen) gilt: Wenn etwas wirklich gewünscht ist, findet man (fast) immer Mittel und Wege, es umsetzen zu können. Genauso wie man bei Dingen, die nicht gewünscht sind, auch immer Gründe findet, warum diese nicht umgesetzt werden können.

    Ich habe den Eindruck, dass zumindest in meinem Umfeld zuletzt das Interesse an der Aufnahme einer Erzieherausbildung unter jungen Leuten stark gestiegen ist.

    Neben der Einführung der praxisintegrierten Ausbildung hat sicher auch geholfen, dass die öffentliche Werbung um Erzieher (m/w/d) zur Besetzung offener Stellen intensiviert wurde, was bei jungen Menschen die Botschaft hinterlässt, dass sie nach Beendigung einer einschlägigen Ausbildung auch eine realistische Chance auf eine Stelle haben - was in Zeiten gestiegener Arbeitslosenzahlen nicht in allen Branchen gilt.

    Es wird noch ein paar Jahre dauern bis die erhöhten Auszubildendenzahlen sich auch in einer erhöhten Anzahl an Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt äußert, um den gestiegenen Bedarf an institutioneller, frühkindlicher Betreuung decken zu können.

    Es ist auf jeden Fall mal ein anderer Ansatz: Statt dass die Kinder hin- und herreisen, tun dies die Eltern. Es gibt ja inzwischen viele Modelle - von Kinder aufteilen ("Kind X geht zum Papa, Kind Y zur Mama.") bis hin zum Klassiker "alle 2 Wochenenden beim Papa" (was oft interpretiert wird als "Bei Papa dürfen wir immer coole Sachen machen.). Oliver Pocher wohnt mit seiner Exfrau (wieder) und den gemeinsamen Kindern in einer gemeinsamen Wohngemeinschaft, was auch ein vergleichsweise ungewöhnliches Vorgehen darstellt. Alle Modelle haben ihre Vor- und Nachteile.

    Genauso ist es bei uns auch. Sogar nur bis 16 Stunden. Ab 17 Stunden muss man an 5 Tagen kommen.

    Ich verstehe noch bei kleinen Systemen wie es oft bei Grundschulen oder sonderpädagogischen Förderzentren der Fall ist, dass Lehrkräfte möglichst jeden Tag da sein sollen, da sich die Stunden sonst schwierig auf alle Schultern verteilen lassen und das pädagogische Prinzip vorsieht, dass Schüler (m/w/d) ihre Klassenleitungen möglichst jeden Tag sehen sollen. Im allgemeinbildenden Sekundarstufen gibt es jedoch genug Möglichkeiten, sodass solch eine Vorgabe eine unnötige Gängelung in meinen Augen darstellt.

    Kinder jenseits der Schulzeit leben ihr eigenes Leben und wären mir auch egal. Im Ausgangsposting las es sich für mich so, als ginge es um kleinere Kinder und die sind eben Zeitfresser und erfordern mehr Betreuung.

    In Zeiten gestiegener Mietkosten wohnen auch mehr Kinder 20+ noch bei ihren Eltern. Die müssen dann natürlich nicht mehr betreut werden, sind aber im Leben ihrer Eltern (und ggf. deren neue Partnern (m/w/d)) "sichtbar".

    Nicht zu vergessen, dass noch ein paar Jahre später das Thema "Enkelkinder" relevant sein könnte. Vor Kurzem war bei First Dates ein Paar 60+ und er sagte ganz gerade heraus, dass er es nicht mag, wenn sie aktiv Zeit mit ihren Enkelkindern verbringt. Da ging noch nicht einmal die Erwartung einher, dass er Ersatz-Opa spielen müsse, aber klar sind die Enkelkinder "sichtbar" - und das ist für manche schon zu viel. Sie entschied sich dann aus mehreren Gründen gegen ein zweites Date mit ihm.

    Kinder sollten immer vor dem jeweiligen Partner (m/w/d) kommen. Deswegen auch der Tipp, sich nie den Namen des jeweiligen Partners (m/w/d) tätowieren zu lassen, wenn Name, dann höchstens die Namen der Kinder.

    Meine persönliche Einschätzung wäre, dass man am besten fährt, wenn man als "Person mit Kind(ern)" möglichst eine Partnerschaft mit einer anderen "Person mit Kind(ern)" eingeht und als "Person (noch) ohne Kind(er)" möglichst eine Partnerschaft mit einer anderen "Person (noch) ohne Kind(er)". Gemischte Partnerschaften können funktionieren, sind aber dem Risiko ausgesetzt, dass früher oder später ein Partner (m/w/d) nicht damit zurechtkommt, dass die Perspektive und Prioritäten des anderen Partners komplett andere sind.

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