Beiträge von Gymshark

    Du würdest den Job nicht machen wegen zu vieler Ausgaben?

    Es artet aber schnell aus, wenn gesammelt wird. Dann will man ja nicht nachstehen und sich nicht beteiligen.

    Ich meinte, dass ich die Hände von den Ausgaben lassen würde, nicht vom Job.

    Ich würde bei einer Sammelaktion für ein Kollegiumsmitglied nur etwas geben, wenn ich mich auf persönlicher Ebene besonders gut mit der Person verstehe. An einer großen Schule mit hoher zweistelliger Lehrkräftezahl + pädagogische Fachkräfte + Verwaltungsassistenzen + Reinigungskräften und Haustechnik kann nicht die Erwartungshaltung sein, dass man jedes Mal etwas gibt, sondern höchstens den 5-10 Personen, denen man besonders nah ist. Und bei diesen finden besondere Anlässe in der Regel nicht zum gleichen Zeitpunkt statt.

    Ist das Verhältnis eher neutral, genügt auch eine Gratulation - völlig ohne Geschenk.

    Ist das Verhältnis negativ geprägt - und auch das kommt vor, wir sind alle nur Menschen - dürfte normalerweise auf beiden Seiten gar nicht eine etwaige Erwartungshaltung bestehen.

    Für diejenigen, die es ggf. interessiert, findet sich hier ein aktuelles Interview mit der berliner Bildungssenatorin zum Thema "Gewalt an (Grund-)Schulen":

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    Es hilft zu fragen: "Würde ich das in einem anderen (nicht-selbstständigen) Job auch ausgeben?". Wenn die Antwort "Eindeutig nein." lautet, dann würde ich auch an der Stelle die Hände davon lassen. Dass man seiner Lieblingskollegin zum 50. Geburtstag etwas schenkt, ist vertretbar und kommt in jedem anderen Job auch vor. Ausgaben während des Vorbereitungsdienstes, dazu lässt sich aus meiner Sicht nicht eindeutig Stellung beziehen. Man sollte in dieser abhängigen Lebensphase und mit eh schon wenig Geld nicht auch noch in den eigenen Geldbeutel greifen müssen; andererseits kommt das in einigen Branchen im Rahmen der Aus- und Weiterbildung angehender Fachkräfte vor, und ich verstehe, dass man sich in dieser Lebensphase nicht angreifbar machen will - auch in der Schule.

    Alles, was in die Gruppe "nice to have" und ohne dass sich hieraus eine Erwartungshaltung ableiten lässt, also auf freiwilliger Basis, finde ich OK, solange es seltene Ausnahmen bleiben, um so auch nicht unterbewusst Druck für andere Kollegen (m/w/d) zu erzeugen. Sobald eine Erwartungshaltung hinsichtlich einer Beschaffung im Raum steht, dann hat das entweder die Schule (bzw. Schulträger) zu bezahlen oder es findet schlichtweg Unterricht ohne diese Sache statt.

    Das ist ein zweischneidiges Schwert, Magellan . Es gibt ja auch immer öfter Kritik, dass bestimmte Eltern sehr viele Extrawünsche haben und nichts mehr spontan entschieden werden kann, ohne rechtzeitig alle besonderen Bedürfnisse abgefragt und berücksichtigt zu haben, Stichwort Helikoptereltern. Und dann gibt es Eltern, die erleben, wie einschneidend gesellschaftliche Teilhabe ist, wenn ihre Kinder durch unverschuldete Eigenschaften hiervon regelmäßig ausgenommen werden, und lediglich möchten, dass Alternativen, die ihren Kindern ein bisschen Normalität in ihrem Alltag ermöglichen, zumindest mitgedacht werden.

    Also an Sek-I Schulformen + Gesamtschulen wird hier alles eingestellt, was bis drei zählen und geradeaus laufen kann.

    Es ist natürlich auf Systemebene denkbar ungünstig, dass es eine größer werdende Schere zwischen Schulen, die sich die 1,0-Absolventen (m/w/d) herauspicken können, und solchen, die froh sein müssen, wenn sich überhaupt jemand meldet trotz teilweise formal fragwürdiger Voraussetzungen. Im Grunde hat die Politik hier über sehr sehr lange Zeit versäumt, zu hinterfragen, was die Faktoren sind, warum Lehrkräfte an bestimmten Schulstandorten nicht arbeiten möchten, und deren strukturelle Ursachen systematisch zu beheben.

    Alternative Lehrkonzepte sind nicht per se abzulehnen, aber ich wage zu bezweifeln, dass diese Hemdenaktion die effektivste Methode war, um die von der Lehrkraft angestrebten Lernziele zu erreichen.

    Falsche Frage. Die Frage muß lauten:
    Was ist es unserer Gesellschaft wert?
                                 
    Und ja das habe ich absichtlich so formuliert ohne eine Liste Entitäten anzuführen.

    Es gibt zwar einzelne Beispiele, bei denen eine Etatumschichtung zugunsten von Bildung direkt aus der Politik heraus vorgeschlagen wird (siehe Hessen im Februar 2026), dennoch halte ich es basierend auf der Erfahrung der letzten Jahre nicht für realistisch, dass hieraus ein anhaltender Trend wird. Bildung ist nicht unwichtig hierzulande, aber die Gesellschaft hat dann doch ihre Prioritäten gesetzt und da liegt Bildung allerhöchstens im Mittelfeld. Daher halte ich es für erfolgsversprechender, ggf. zu überlegen, wie innerhalb dieses Etats Ausgaben verteilt werden, statt davon auszugehen, dass für zusätzliche Verwendungszwecke zusätzliche Gelder bereitgestellt und von anderen Etats abgezogen werden.

    Da vermutlich der übergeordnete Bildungsetat für eine Ausweitung der Schulspeisung (obwohl ich deine Idee grundsätzlich gut finde.) eher nicht erhöht werden würde: Welche bestehenden Posten innerhalb des Bildungssektors wärst du bereit, zu kürzen, um im Gegenzug die dargestellte Schulspeisung zu finanzieren?

    chilipaprika : Klar, ein Restaurant kann das ausprobieren. Und durch Verwendung für Erwachsene und Kinder ist das Risiko gesenkt, dass die Ware nicht verbraucht wird und schlecht wird. Ich bin mir jedoch unsicher, ob sich genug Eltern, wenn sie für ihre Kinder die Auswahl zwischen Seelachs mit Reis und Hähnchen mit Pommes hätten, für die Fischvariante entscheiden würden.

    Ich stimme euch beiden zu. Die Schulspeisung ist in manch anderen Ländern besser organisiert als in Deutschland und mir fällt in der Tat Japan als Positivbeispiel ein. Gleichzeitig ist es, wie von Moebius angedeutet, ein häufiger Trugschluss, dass aus deutscher Perspektive aus oft nur die positiven Aspekte anderer Länder hervorgehoben werden, ohne dabei zu berücksichtigen, dass diese ggf. zulasten anderer Aspekte gehen. Deutschland wird z.B. oft für die hohe Steuerbelastung kritisiert, diese Steuern finanzieren wiederum auch ein umfangreiches Sozialsystem, was es in dem Umfang in vielen Niedrigsteuerländern so nicht gibt und in etwaigen Diskussionen oft ausgeblendet wird.

    Restaurants machen natürlich im Vorfeld eine Marktanalyse, da sie, wenn sie Familien bzw. Kinder als Zielgruppe anvisieren, Gerichte anbieten wollen, die ein Großteil der Zielgruppe potentiell mag. Da ist ein außergewöhnlicheres Gericht eher der Gefahr ausgesetzt, dass es nur von wenigen Gästen (m/w/d) bestellt wird und sich somit auf Dauer nicht rentiert Quittengelee schreibt ja, dass viele Familien nur gelegentlich auswärts essen gehen und für diesen besonderen Anlass möchten Kinder dann möglichst ein Gericht essen, dass sie besonders mögen. Zudem gibt es unter Kindern teilweise schwierige Esser (m/w/d) - die klassischen Kindergerichte gehen aber doch zumeist.

    Es kann aber auch über längere Zeit Änderungen geben. So bietet MC Donald's seit ein paar Jahren bei seinem Kindermenü inzwischen auch eine vegetarische Hauptkomponente und eine Obstbeilage an.

    Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass der Schulträger die Schule mit ausreichend Kopien versorgt. Die Frage ist für mich, ob der Schulträger hier seine staatlichen Verpflichtungen ausreichend erfüllt. Die Frage ist, ob das Land hier nicht auch das Gespräch mit dem Schulträger suchen muss. Notfalls muss die Frage juristisch geklärt werden.

    Mich würde hier interessieren, welche Schritte die Schulleitung bisher unternommen hat, um diesen Umstand zu beseitigen. Bei aller Wertschätzung RosaLaunes Engagement gegenüber ist das in erster Linie eine Leitungsaufgabe und es hätte gar nicht erst zum Eintreten des Tages X kommen dürfen.

    Ich sehe die Bewertung als "professionsfremd" insofern als berechtigt als dass, wenn ich dich richtig verstehe (sonst bitte korrigieren!), die EVD-Betreuung nicht auf die von dir verantworteten Klassen beschränkt, sondern klassenübergreifend erfolgte und nicht nur einen Unterrichtsgegenstand zum Erwerb curricular vorgesehener Kompetenzen darstellte, sondern der allgemeinen Funktionalität der eingesetzten Soft- und Hardware diente - was über die Kernaufgaben einer Lehrkraft der Sekundarstufe I hinausgeht.

    Wolfgang Autenrieth : Da du uns schon viele Einblicke in deine Erfahrungen aus der aktiven Schaffenszeit gewährt hast: Du hast wirklich vieles in Eigenregie umgesetzt, deutlich über das gefordete Mindestmaß hinausgehend, und ich glaube dir, dass du engagiert deine früheren Schüler (m/w/d) in der schulischen Abschlussphase begleitet hast. Könntest du dir vorstellen, dass du deine Ressourcen noch effizienter hierfür hättest nutzen können, wenn du von professionsfremden Nebenaufgaben entlastet worden wärst?

    Der Punkt ist, dass das nicht Aufgabe der Lehrkräfte sein sollte. Und es gibt ja Fälle, bei denen eine Informatik-Lehrkraft oder im schlimmsten Fall jemand, der sich privat etwas eingelesen hat, solche Aufgaben neben dem Deputat und vielleicht für eine Ermäßigungsstunde übernimmt.

    Wenn es an einigen Schulen bereits etablierte Prozesse wie von dir beschrieben gibt, ist ja alles gut.

    Dieses "Wir sind dafür nicht zuständig." ist immer problematisch, weswegen ich auch für Verantwortlichkeitsbündelungen, wann immer möglich und alltagspraktikabel, plädiere.

    Du meinst die Kumunu-Umfrage? Es gibt auch vom Handelsblatt von 2022 eine Umfrage. Von 40 Dax-Unternehmen machen nur 3 keine und 3 haben es vorgezogen. Bei den anderen gab es eine Weihnachtsfeier, wobei 9 keine Angaben gemacht haben. Ich bin auch ein paar Jahre raus. Mag sein, dass sich das geändert hat. Im Freundeskreis haben die meisten eine Weihnachtsfeier im Unternehmen. Wir sind auch eher ländlich geprägt. In großen Städten mag das auch anders sein.

    Im letzten Jahr gab es ja einen Höchststand an Unternehmensinsolvenzen. Spannend wäre es, zu wissen, ob diese Unternehmen zuvor Weihnachtsfeiern und ähnliches anboten oder ob deren Mitarbeiter"benefits" auf ein absolutes Mindestmaß (Obstkorb? Kostenlose Erfrischungsgetränke?) beschränkt waren.

    Tom123 : Da es ja immer mal wieder die Vergleiche zwischen freier Wirtschaft und Schule/öffentlicher Dienst gibt: In der freien Wirtschaft hat jedes Unternehmen eine eigene IT-Abteilung. Da es auch viele kleinere Schulen gibt, kann ich mir, selbst wenn genug Geld vorhanden wäre, nicht vorstellen, dass jeder Schule eine eigene I-Fachkraft zur Wartung der technischen Geräte zugeteilt werden würde. Was ich mir aber in einem "Was wäre wenn.."-Szenario vorstellen könnte, wäre, dass auf Kreisebene ein kleineres Team an IT-Fachkräften angestellt wäre und die Schulen könnten diese, immer sobald sie Bedarf an Reparaturen oder Wartungen haben, abrufen.

    Man überlege sich einfach, wie viel Zeit wir für unser Kerngeschäft hätten, wenn wir nicht diese ganzen Extraaufgaben (die in der Gesellschaft im Übrigen auch gar nicht wahrgenommen werden) nebenher machen würden, sondern Fachkräfte, die sich tatsächlich damit auskennen und extra hierfür mal ausgebildet wurden.

    Tom123 : Auch in Schulen sollte solch eine Aufgabe durch eine Verwaltungsassistenz (oder wie man diese Fachkraft auch immer bezeichnen möge) erledigt werden. Es ist schade, dass diese Aufgabe mehrheitlich noch immer an Lehrkräften hängen bleibt.


    Djino : Gut, es mag solche Fälle geben, auch wenn mir ehrlicherweise keine bekannt sind. Ich kenne nur den (recht verbreiteten?) Fall, dass Unternehmen Fachkräften auf der operativen Ebene ein Jobrad anbieten.

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