Beiträge von Gymshark

    chilipaprika : Es geht mir vor allem um Extremfälle, die es alle Jahre mal wieder in die Medien schaffen, bei denen Elternhäuser, die die Bezeichnung "Eltern" nicht verdienen, ihre Kinder jahrelang zuhause einsperren und nach außen hin vorgeben, sie würden ihre Kinder zuhause unterrichten (diese Art von Elternhäusern sind oft Meister in der Manipulation nach außen, um den Schein zu wahren). Es geht mir nicht nur um die leistungsbezogenen Nachweise, sondern auch darum, dass verpflichtend nachgeschaut wird, dass diese Kinder körperlich wie mental gesund sind. 100%-ige Garantie gibt es nie, aber wenn die Kinder täglich in die Schule kommen, bekommen wir zumindest mit, wenn "irgendwas", was auch immer dieses "irgendwas" sein mag, nicht stimmt. Kommt ein Kind im schlechtesten Fall nie aus den eigenen vier Wänden heraus, fehlt ein geschultes, unabhängiges weiteres Paar Augen, dem Abweichungen im Verhalten oder Aussehen überhaupt erst auffallen könnten.

    Auch wenn es sehr seltene Extremfälle sind: Sie sollten es wert sein, dass die staatliche Aufsicht sie nicht ihrem familiären Umfeld komplett schutzlos ausgeliefert lässt.

    Ich sehe das Thema Home Schooling aufgrund der erhöhten Gefahr von Indoktrinierung oder Gewalt/Missbrauch im Elternhaus skeptisch. Sollte es aber irgendwann rechtlich möglich sein, dann zumindest in Kombination mit extern abzulegenden Leistungsüberprüfungen und regelmäßigen Kontrollbesuchen durch Sozialpädagogen (m/w/d).

    Haben die Beamten das selbst entschieden? Ich wurde da nicht gefragt.

    Es gibt in Deutschland vergleichsweise wenig direktdemokratische Einflussmöglichkeiten, daher können Bürger (m/w/d) zwar nicht direkt über die Finanzierungsformen von Beamten (m/w/d) abstimmen, aber sie haben zumindest die Möglichkeit, bei Landtagswahlen diesen Posten als entscheidendes Kriterium für ihre Wahl anzusetzen, um wiederum Partei oder Parteienvertreter (m/w/d) zu wählen, die eine möglichst ähnliche Position zum Thema Finanzierungsformen von Beamten (m/w/d) vertreten wie man selbst.

    Dazu gilt es natürlich, im Vorfeld die Wahlprogramme der Parteien zu studieren und zu schauen, welche Partei eine möglichst ähnliche Position zu diesem Thema vertritt.

    Tom123 : Derzeit steigt die Arbeitslosenquote vor allem unter (jungen) Akademikern (m/w/d), während der Bedarf an Fachkräften mit Ausbildung (m/w/d) vor allem in den Bereichen Pflege/Medizin, Handwerk und Erziehung/Soziales, erhöht ist. Gleichzeitig merke ich regelmäßig, wie schwer es ist, Abiturienten (m/w/d), selbst solchen mit mäßigen Noten, zu einer (auf dem Arbeitsmarkt gefragten) Ausbildung zu raten, da sie dies leider in großen Teilen als "unter ihrem Niveau" sehen. Ein Bekannter erzählte mir letztens, dass er sich ein Studium an einer privaten Hochschule nicht leisten könne, dass er aber sich lieber mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält und keine Ausbildung machen möchte, da er dafür nicht hätte Abitur machen müssen.

    Daher macht es schon Sinn, wenn der Anteil an Abiturienten (m/w/d) sinkt, sodass diese sich wiederum primär für Studiengänge entscheiden, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind (es gibt leider inzwischen einige Studiengänge, die am Bedarf schlichtweg vorbei gehen), und ein größerer Teil an jungen Menschen Ausbildungen absolviert (2023 konnten 35% der Ausbildungsplätze nicht besetzt werden).

    Es geht dabei nicht darum, Menschen "dumm zu halten" - von mir aus kann man das inhaltliche Niveau an der Realschule (bzw. an den Schulformen der Sek I mit mittlerem Anforderungsniveau) durchaus nach oben setzen, um etwaige Befürchtungen zu entkräften. Es geht darum, den Anspruch innerhalb des gymnasialen Bildungsganges durch leistungstechnisch homogenere Lerngruppen wieder auf das ursprüngliche Niveau zu erhöhen (und damit die Absenkung des Bildungsniveaus in Deutschland im internationalen Vergleich zu stoppen) und unweigerlich den Zugang zu Hochschulen zu begrenzen (und auch damit wieder das Bildungsniveau an Hochschulen zu erhöhen und zugleich den Schwerpunkt wieder Richtung dualer Ausbildungen als Regelform der beruflichen Bildung zu verschieben).

    Wolfgang Autenrieth : Wahrscheinlich ist unser deutsches Parteiensystem inzwischen so divers, dass man zu fast jeder politischen Position mindestens einen Politiker oder eine Politikerin einer relevanten Partei findet, der oder die eben jene Position vertritt.

    So forderte Gitta Connemann (CDU) bereits im Oktober die Streichung von christlich geprägten Feiertagen (Quelle). Wie auch in der CDU scheint es in der AfD unterschiedliche Positionen zu geben: Teile fordern ebenfalls die Streichung von christlich geprägten Feiertagen (siehe der von dir zitierte Landesverband), andere positionieren sich hingegen gegen eine etwaige Streichung (Quelle).

    Wenn ich hier in NRW an Logineo denke, ist mir diese Abhängigkeit von Microsoft, Apple, … wesentlich lieber. Deren Produkte funktionieren nämlich.

    Wie schon an anderer Stelle beschrieben wurde, Deutschland hat jahrelang die Prioritäten so gesetzt, dass viele Produkte oder Rohstoffe aus dem Ausland beschafft wurden, was sich dann irgendwann rächt, wenn sich Handelsbedinungen einseitig verändern. Die Abhängigkeit der US-amerikanischen Tech-Unternehmen würde sich reduzieren, wenn Europa anfangen würde, eigene Programme zu entwickeln und anzuwenden, ggf. verbunden mit dem Aufbau rechtlicher Hürden, um die Nutzung US-amerikanischer Programme zu erschweren.

    Die bereits während der Corona-Zeit geforderte Unabhängigmachung Europas, damals bezogen auf medizinische Produkte aus Asien, später dann Energie aus Russland, jetzt potentiell IT-Programme aus den USA, bleibt bislang mangels Konsensfindung der europäischen Entscheidungsträger (m/w/d) eine primär theoretische Überlegung.

    Was du machen könntest, wäre, dich in deinen Fachschaften umzuhören, ob deine Kollegen (m/w/d) ähnliche Erfahrungen mit den Korrekturvorgaben gemacht haben. Wenn ja, könntet ihr besprechen, dass sich die Fachschaftsleitung (m/w/d) an die Schulleitung wendet, sodass diese wiederum die Kontakte nach oben nutzen kann, um die Rückmeldung zu geben, dass ihr Kollegium mit den aktuellen Korrekturvorgaben unzufrieden ist. Sollte es eine Einzelmeinung bleiben, besteht die Gefahr, dass die Rückmeldung an irgendeiner Stelle steckenbleibt und das war es dann. Wenn es aber einen Mehrheitskonsens gibt, kann nach oben hin durchaus Druck aufgebaut werden, dass sich das Ministerium gezwungen sieht, die Vorgaben im Aufwand zu reduzieren, oder, Stichwort Entbürokratisierung, die Vorgaben gänzlich abzuschaffen und den Schulen die Freiheit zu gewähren, nach eigenen Maßstäben zu korrigieren.

    Was sicher auch interessant wäre: Ihr habt vermutlich ab und an Studierende im Praxissemester. Warum nicht mal den Hinweis hinterlegen, dass ihr ein praxisrelevantes Thema habt und es sich doch anbieten könnte, darüber eine empirische Abschlussarbeit zu schreiben? Klar müssen die Studierenden erst noch mit den betreuenden Dozenten (m/w/d) besprechen, aber davon würde unsere Profession deutlich mehr profitieren als von manch einer Umfrage, die schon hier im Forum bisweilen bereitgestellt wurde.

    Ich weiß gar nicht richtig, was du mir jetzt mitteilen möchtest, Gymshark?

    Du schreibst, dass du den Schülern (m/w/d) ein Angebot machst, zu dessen Bereitstellung du wiederum verpflichtet bist, und entweder sie nutzen es oder nicht. Das ist eine völlig legitime Positionierung.


    Der Staat (hier: Kultusministerium des Landes NRW) sollte sich nur fragen, ob es zielführend ist, wenn Lehrkräfte eine sehr zeitintensive Korrekturform nutzen, die praktisch nur bei einem geringen Teil der Schüler (m/w/d) (Die Gegenbeispiele habe ich gelesen. Danke dafür - chilipaprika !) zu messbaren Kompetenzzuwächsen führt.

    Nur: viele meiner Schüler machen halt überhaupt nie etwas. Dann ist es auch kein Wunder. Für mich trotzdem ätzend.

    Dann ist es ein Phänomen von Theorie vs. Praxis. Das am schönste klingende didaktische Prinzip bringt nichts, wenn es unter realen Bedingungen von den Schülern (m/w/d) mehrheitlich abgelehnt und damit nicht wirken kann.

    Klar, die Schüler (m/w/dD) sind nicht unsere Auftraggeber (m/w/d), sondern der Staat, daher wäre ein Weg, damit umzugehen, zu sagen "Der Staat macht die Vorgaben, also führe ich sie aus, erfülle damit meinen Job, und wenn sie nichts bringen, ist es nicht mein Problem, sondern das Problem des Staates.". Für die mentale Gesundheit wäre die Abgrenzung vielleicht sogar gar nicht so schlecht. Ein Geschmäckle bleibt dabei irgendwo aber immer bestehen.

    Vielleicht ist "sinnvoll" an der Stelle das falsche Wort, sondern eher "effektiv". Dass eine ausführliche Korrektur nach euren Vorgaben rein aus Schülersicht (m/w/d) nicht schadet, sondern im schlechtesten Fall zu neutrale Ergebnissen führt, ist naheliegend. Meine Intention ging eher dahin, ob innerhalb der investierten Zeit die Korrektur nach euren Vorgaben zum höchsten didaktischen Ertrag führt oder ob es zielführendere Maßnahmen gibt - oder zumindest Maßnahmen mit selbem Ertrag, aber geringerem Aufwand aus Lehrersicht (m/w/d).

    Ich persönlich finde eine kurze Korrektur (also Anstreichen, aber keine Positivkorrektur und ohne ausführliche Bewertungsraster in Sprachfächern) in Kombination mit einer anschließenden Behandlung der häufigsten Fehler im Klassenverband zielführender und zeitökonomischer. Aber klar, wie schon zuvor geschrieben, solange die Vorgaben bestehen, müssen sie angewendet werden - obgleich ich da zumindest schauen würde, ob es irgendwelche Wege gibt, Zeit zu sparen (z.B. sich selbst eine ambitionierte Zeitvorgabe zu machen, Texte möglichst nur 1x lesen, o.ä.).

    Natürlich ist das so. Aber es hilft ja nichts. Wir müssen

    1. Fehler anstreichen und mit dem richtigen Kürzel versehen (bei mir machen die allermeisten Schüler mehrere Fehler pro Satz - also mindestens 3 oder so, manche schaffen auch 2 pro Wort)
    2. 3 Seiten Bewertungsbogen ausfüllen (1 für den Inhalt, 1 für die Sprache + 1 für die Sprachmittlung)

    Und bevor jetzt wieder kommt, ich soll das doch anders machen und nur noch Multiple Choice anbieten: das ist so vorgeschrieben! Ich unterrichte ja mein eines Fach ausschließlich in der Oberstufe und bin momentan auch nur da eingesetzt.

    Klar könnt ihr nichts gegen diese Vorgaben. Die Vorgaben selbst sollten mal hinsichtlich ihrer Sinnhaftigkeit hinterfragt werden. Hast du das Gefühl, dass diese ausführliche Korrektur wenigstens etwas bringt oder machen am Ende die Schüler (m/w/d) danach trotzdem immer wieder dieselben Fehler? Denn dann könnte man die Mühe auch in effektivere Korrekturformate stecken.

    OK, verstehe. So eindeutig kann ich das nicht beantworten. Es gibt amts- und branchenübergreifend immer einzelne Mitarbeiter (m/w/d), die effizienter arbeiten könnten, es jedoch an festgefahrenen Strukturen, fehlender/falscher Führung oder auch involvierten Egos scheitert.

    Bei dem, was Tom ansprach, bezog ich mich eher auf strukturelle Probleme - es ging u.a. um Mitarbeiter (m/w/d) des Gesundheitsamtes, lässt sich aber auch auf soziale Dienste wie das Jugendamt o.ä. ausdienen. Und warum ich die Arbeit ineffizient finde? Weil bürokratische Prüf- und Dokumentationspflichten verhindern, dass Mitarbeiter (m/w/d) niedrigschwellig und vor allem zeitnah helfen können, wo sie benötigt werden.

    Im allgemeinbildenden Bereich (Sek I/II) gibt es zwar aktuell einen relativen Mangel an Informatiklehrkräften in vielen Bundesländern, aber gleichzeitig sind dem Fach Informatik derzeit in vielen Bundesländern entsprechend der offiziellen Stundentafeln nur wenige Stunden zugeordnet, wodurch wenige Lehrkräfte an einer Schule bereits genügen, um den Bedarf im Fach Informatik decken zu können. Der absolute Bedarf dürfte im berufsbildenden Bereich höher ausfallen, da insbesondere in den IT-bezogenen Ausbildungslehrgängen die Anzahl an Stunden im Fach Informatik deutlich höher ist.

    Ich denke, dass wir grundsätzlich in der Theorie gut aufgestellt sind. Aber es fehlt wie immer an Personal und Ressourcen. Was hilft es, wenn es so viele Hilfsangebote gibt aber sie vollkommen überlastet sind.

    Das stimmt. Das Problem ist, vor allem eine ineffiziente Arbeitsweise und zu viel Bürokratie. Personelle Ressourcen könnten genutzt werden, sind aber mit Dokumentationspflichten gebunden. Hinzu kommt, dass wir eine zunehmende Schieflage bekommen durch einen Personalüberschuss in einigen Bereichen (siehe die Schlagzeilen um gestiegene Arbeitslosenzahlen unter jungen Akademikern (m/w/d)) bei Personalmangel in anderen.

    Ach und noch was: Dass es diese Petition gibt Petition glutenfrei zeigt eben auch nochmal, was alles noch im Argen liegt.

    Ist alles eine Geldfrage. Eine glutenfreie Alternative kann bei öffentlichen Einrichtungen gerne zusätzlich angeboten werden, aber dann steigen, bedingt durch Kostenumlage, die Preise für alle Gerichte - und gerade bei Speiseangeboten in öffentlichen Einrichtungen reagieren Menschen in Deutschland leider sehr preissensibel.

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