Das gesellschaftliche Miteinander richtet sich doch nicht alleine nach Produktivität.
Beiträge von Gymshark
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Dazu passt vielleicht folgende statistische Erhebung, die ich gerade gefunden habe.
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Den Sarkasmus beiseite, steuern wir immer mehr auf ein Missverhältnis zwischen Überschuss und Mangel hin. Das kann ggf. über Quereinstiegsprogramme aufgefangen werden, aber wir sollten uns vielleicht auch als Lehrkräfte fragen, warum zu viele junge Menschen nach Beendigung ihrer Schulzeit sich für Ausbildungen oder Studiengänge mit geringem Bedarf entscheiden, die dann wiederum in Mangelbereichen nicht zur Verfügung stehen.
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Zugleich ist die Arbeitslosigkeit lt. offiziellen Zahlen in Hessen die letzten Jahre kontinuierlich gestiegen. Das ist nicht zwangsläufig ein Widerspruch zu deiner Feststellung, würde aber zumindest implizieren, dass entweder zu viele Arbeitslose nicht ausreichend qualifiziert oder die Einstellungsvoraussetzungen zu hoch sind.
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Die Einstellungen sollten aber nicht so stark gedrosselt werden, dass die Arbeitslosenzahlen in die Höhe schnellen. Ein Rückgang der Geburtenzahlen (bei Erhalt der Personalzahlen) kann auch kurzfristig den Vorteil haben, dass sich der Betreuungsschlüssel verbessert.
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chilipaprika : Gibt es denn konkrete Anhaltspunkte, dass es in diesem Fall zu wenige Verwaltungsfachkräfte in der BR gab? Für gewöhnlich ist es innerhalb des öffentlichen Dienstes nicht gerade die Verwaltung, der Personalmangel unterstellt wird, sondern wenn, dann ggf. noch eher ineffiziente Arbeitsweise.
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Ich meinte, dass es ein unausgewogenes Verhältnissen zwischen Mangel und Überschuss im öffentlichen Dienst gibt - auch außerhalb des Lehrbereichs.
Beim Lesen des zweiten Abschnitts habe ich nicht verstanden, was du damit aussagen möchtest.
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chilipaprika : Wie meinst du das? Es ging in den letzten Beiträgen um die personelle Ausstattung im öffentlichen Dienst.
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Die Zahl der Lehrkräfte ist in NRW in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die Bildungsausgaben sind langfristig ebenfalls gestiegen.
Hinzu kommt aber auch eine zunehmende Schieflage zwischen Angebot und Nachfrage, auch (aber nicht nur) im Bereich Lehrkräfte. Es gibt bestimmte Fächer und Fachrichtungen, die seit jeher stark nachgefragt sind, aber von den meisten Lehramtsinteressierten schlichtweg abgelehnt werden, und andere Fächer und Fachrichtungen, die bereits völlig überbelegt sind, die man aber trotzdem unbedingt belegen möchte, weil man so hohes inhaltliches Interesse habe und mit genug persönlichem Engagement am Ende immer unterkomme.
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Eine Beurlaubung ohne Bezüge wäre über einen so langen Zeitraum in Ordnung. Wer weiß, vielleicht war sie ja als Heilpraktikerin einsame Spitze. Bei dieser theoretischen Überlegung wäre es ja schade, wenn wir aufgrund bürokratischer Hemmnisse auf eine solche Fachkraft verzichten würden. Oder von mir aus auch Schauspielerin oder Kinderbuchautorin.
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Also wenn wir schon bei Aussprache sind, ist Französisch viel regelmäßiger als z.B. Englisch, was wiederum von vielen Fremdsprachenlernern (m/w/d) als vergleichsweise einfach empfunden wird.
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Denk nur drüber nach, ob es nicht schön wäre, ab und zu auch mal Geschichte oder Erdkunde zu haben.
Das sind doch gerade die Fächer, die auf absehbare Zeit völlig überbelegt sind, da es jetzt schon mehr Lehrkräfte für diese Fächer als tatsächlichen Bedarf gibt.
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Ich fürchte, es wird auf den von dir beschriebenen Ausgang hinauslaufen, kodi.
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Bolzbold : Meinetwegen auch das, gute Idee. Es ist aus gesamtgesellschaftlicher Sicht fast alles besser als dass jemand zuhause sitzet und, ohne etwas zu tun, Geld verdient. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es für die mentale Gesundheit besonders gesund ist, "mitten im Leben" schon in die Zwangspension geschickt zu werden. In unserer Gesellschaft läutet ja die Rente/Pension mehr oder weniger das Lebensende ein. Dann ist mir die Heilpraktikertätigkeit fast noch lieber, aber eben nachdem unter das berufliche Kapitel "Lehrkraft" offiziell ein Strich gemacht wurde.
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Und das ist auch nach 17:Jahren nicht weg und falls doch kommt es im Schullalltag ganz schnell wieder.
Vielleicht ist auch ein Problem, dass es super schwer ist, wenn man mal im System "Schule" war, einen anderen Beruf zu ergreifen. Wer irgendwann mal nicht mehr als Lehrkraft arbeiten kann, wäre vielleicht ganz glücklich als Verkäufer (m/w/d) in einer Parfümerie oder als Fachkraft in der Wald- und Forstwirtschaft. Aus gesamtgesellschaftlicher Sicht ist es die denkbar schlechteste Variante, die Leute irgendwo womöglich jahrzehntelang formal zu binden, wo sie schlichtweg nicht mehr arbeiten können - und mit 50 will natürlich keiner ernsthaft schon in (Zwangs-)Penion geschickt werden. Dann ist es besser, die Leute gehen zu lassen, zur Not mit einer Art Abfindung oder so.
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Ist es nicht traurig, dass wir (als Gesellschaft, nicht wir als Lehrkräfte) Toiletten vor ihren Nutzern (m/w/d) schützen müssen, weil wir (als Gesellschaft) es nicht hinbekommen, Kindern zu vermitteln, wie sie sich ordentlich im öffentlichen Raum zu verhalten haben? Ich sehe solche Maßnahmen nicht als Fortschritt, sondern als Zeichen der Kapitulation.
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Ich finde Musikklassen genauso kritisch. Auch dort wird selektiert. Die Musikklassen sind die guten Klassen, die anderen die Reste.
Vielleicht von der Musikklasse ausgehend noch einmal eine Stufe höher abstrahiert, gibt es einen grundsätzlichen Trend, dass nach Covid-19 wieder mehr musiziert wurde. Dennoch finde ich es immer noch zu wenig, dass nur knapp jedes zweite Kind zwischen 6 und 15 Jahren aktiv musiziert (Quelle). Jedes Kind sollte die Möglichkeit haben, ein Musikinstrument spielen und einer Sportart nachgehen zu können.
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Solche Schulen gibt es durchaus in muslimischen Ländern - das ist per se erst einmal nichts Ungewöhnliches.
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So eine Maßnahme schafft zumindest Arbeitsplätze, was in der aktuellen konjunkturellen Phase sicher auch nicht verkehrt ist.
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MrsPace : 100% Home Office wurde die letzten 2 Jahre wieder sehr stark reduziert; viele Unternehmen sind zu einer 40/60-Regelung zurückgekehrt. Auch Mercedes und Airbus haben diese Woche angekündigt, die bisherigen Home Office-Regeln zu straffen. 100% Home Office wird zunehmend wieder etwas primär für Freelancer (m/w/d).
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