Ich suche grad wieder 😅
Oh, aber nicht das Forum kündigen, hörst du? ![]()
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Mal ehrlich: Wenn es uns primär ums Geld ginge, wären wir nicht Lehrer geworden?
Wahrscheinlich, allerdings wäre ich auch alles mögliche andere nicht geworden, des Geldes wegen, etwa Zahnärztin. Ich finde den Beruf nicht schlecht bezahlt, besser als in den meisten Ländern der Welt.
Weil sie nicht mehr leben. Gegenfrage: Dürfen nur Menschen an Gesellschaft teilhaben, mit denen du befreundet bist?
Oder präziser: müssen Schüler*innen deiner Ansicht nach selektiert werden, mit denen ihre Mitschüler später keine Freundschaften pflegen?
War eigentlich ganz einfach, Gymshark . Beantwortest du mir die Fragen nun?
Der Punkt bei der ganzen Fragerei ist doch aufzuzeigen, dass Inklusion und gesellschaftliches Miteinander abseits von zwangsverordneten Kontexten meist nichtmals von denjenigen gelebt werden, die sie befürworten. Im echten Leben findet das alles kaum statt.
Man könnte ja auch mal fragen, warum wir keine Kollegen mit Down Syndrom oder geistigen Behinderungen oder unterdurchschnittlichem IQ in den Schulen haben - wäre als Alltagshelfer oder Klassenassistenz oder pädagogische Unterstützung oder dergleichen doch durchaus vorstellbar und es würde das ganze Inklusionsunterfangen deutlich glaubwürdiger machen, wenn wenigstens ein staatlicher Arbeitgeber auch Anschlussperspektiven sichtbar vorleben würde. Passiert aber nicht, ebenso wenig wie (abseits von speziell bezuschussten Projekten) in der freien Wirtschaft. Also wo genau ist diese vielbeschworene gesellschaftliche Teilhabe denn außerhalb des Bildungswesens zu finden?
Na dann setz dich doch dafür ein.
Ich auch.
Ich habe dir auf die zweite Frage geantwortet.
Zu den Eltern meiner Schüler: nein, mit denen bin ich nicht befreundet. Wäre auch unprofessionell, ich freunde mich auch nicht mit den Lehrern meiner Kinder an.
Nun zu meiner Frage: dürfen deiner Ansicht nach nur Menschen an der Gesellschaft teilhaben, die mit dir befreundet sind? Und müssen alle Kinder segregiert werden, die möglicherweise später keine Freundschaften mit ihren Klassenkameraden im Erwachsenenalter fortführen?
Ich weiß schon, warum du nicht antwortest. Du hast im Laufe der Jahrzehnte hier im Forum gelernt, dein rechtes Gedankengut in toxische Freundlichkeit zu kleiden.
Gymshark , ich warte noch auf die Beantwortung einer Frage.
Das freut mich
. Darf ich die Folgefrage stellen, was die Gründe waren, dass diese Freundschaften bislang noch nicht realisiert werden konnten?
Weil sie nicht mehr leben. Gegenfrage: Dürfen nur Menschen an Gesellschaft teilhaben, mit denen du befreundet bist?
Oder präziser: müssen Schüler*innen deiner Ansicht nach selektiert werden, mit denen ihre Mitschüler später keine Freundschaften pflegen?
Und wenn die Frage "Druck ausübt", dann sollte man vielleicht mal einen VHS-Kurs zum Selbstbewusstsein stärken belegen. Es sind hier immer noch alles Erwachsene, irgendwo muss man auch mal telefonieren können. Übrigens ist in weiten Teilen der auch hier so hochgelobten freien Wirtschaft ein Telefonanruf zur Krankmeldung gängig.
Und wieso fühlst du dich verantwortlich für die Elterngespräche von jedem Kollegen? Es sind alles Erwachsene, sie können sich selbst um ihre Termine kümmern, so wie in der freien Wirtschaft etc.pp. Elfriede sagt dann schon, wenn sie Hilfe beim Terminabsagen braucht.
Zauberwald : Solche Cafés wie das von dir angesprochene finde ich eine schöne Idee, um Menschen mit Einschränkungen eine berufliche Perspektive auf dem 1. Arbeitsmarkt bieten und Begegnung von Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen ermöglichen zu können.
Eine Frage hätte ich noch: Du hast ja gestern die rührende Geschichte mit dem Nachbarsjungen Rainer erzählt. Es ist eine Sache, in einem inklusiven Setting zu arbeiten oder ehrenamtlich Menschen mit Einschränkungen zu helfen, aber könntest du dir auch konkret eine gleichberechtigte Freundschaft mit einer Person mit Down-Syndrom vorstellen? Hattest du in den letzten 20 Jahren eine Freundschaft mit einer Person mit (vergleichbaren) Einschränkungen? Es geht mir dabei nicht darum, dich hier in irgendeiner Form zu verurteilen, sondern vielmehr darum, ein ganzheitliches Bild zu erhalten.
Ich kenne einige nette, witzige und super warmherzige Menschen mit Down-Syndrom und natürlich würde ich deren Freundschaft immer einem Menschen vorziehen, der zynisch von rührenden Geschichten spricht oder white pride Schulen fordert.
...Den Autisten brauchst du nicht nochmal erwähnen, nachdem ich mehrfach (!!!!) geschrieben habe, dass der nicht das Problem ist, solange sein Verhalten händelbar ist. Ich hatte selbst Autisten, die komplett unproblematisch waren (mit und ohne Schulbegleitung). Ich hatte aber auch eine Autistin, die eine glatte Zumutung für ihre Klasse war und die trotzdem erduldet werden musste. Hier muss es doch möglich sein, zu differenzieren und auch mal Interessen der 25 anderen Personen im Raum zu berücksichtigen.
Doch, den erwähne ich, es gibt nunmal Autisten mit anstrengendem Verhalten. Wenn ein Schüler still am Platz sitzt und seine Diagnose weder für ihn selbst noch für andere ein Problem ist, ist es keine Behinderung. Die Behinderung ist eine Einschränkung im Alltag für die es Ausgleich braucht, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.
Ich verstehe den Grundgedanken schon. Inklusion führt Menschen mit Unterschieden zusammen. Im Bereich GE liegen diese Unterschiede in den kognitiven Fähigkeiten, im Bereich ESE im Verhalten, im Bereich LE (jedenfalls so beobachtet an meiner Schule damals) und auch bei Verhaltensauffälligkeiten ohne Förderbedarf ggf. im Herkunftsmilieu. Man kann Schüler in der Schule aus ideologischen Gründen zwangsvergesellschaften, dass daraus aber auch private Kontakte entstehen, ist doch eher selten. Bei unseren GE/LE Schülern gab es in Klasse 5 noch Verabredungen und Einladungen zum Geburtstag, das endete aber schnell und war damals auch Anlass für Elterngespräche (weil Eltern von I-Kindern das als Ausschluss und Mobbing werteten).
Neben der sozialen Teilhabe, muss man sich aber vor allem auch beim Blick aufs Berufsleben ehrlich machen - spätestens an der Schwelle zum 1. Arbeitsmarkt ist oft Endstation und bisher ist nicht feststellbar, dass inklusive Beschulung dazu führt, spürbar mehr Schüler mit Förderbedarfen in den 1. Arbeitsmarkt zu überführen.
Daher muss die Frage erlaubt sein, ob dem hohen Preis der Inklusion (und auch dem Mitziehen von unerzogenen oder schwererziehbaren Schülern) überhaupt ein nennenswerter Nutzen gegenüber steht, der die Verschlechterung der Lernbedingungen für alle anderen rechtfertigt. Ich bezweifel das.
Und zur Sicherheit nochmal: das betrifft explizit nicht den zielgleich beschulten Autisten, der vom Verhalten her tragbar ist, sondern all jene, die masive Störungen verursachen oder zieldifferent mitgezogen werden.
Um deine Vereinfachung aufzugreifen: Der Schwererziehbare stört an der Oberschule genauso und der schlaue, stille Autist braucht am Gymnasium ebenso Unterstützung, um soziale Probleme in den Griff zu kriegen. Behinderung schränkt die Teilhabe an dem Leben ein, das Nichtbehinderte als normal gestalten, das hat nichts mit Schularten zu tun. Du kannst dir nicht deine Lieblingsklasse backen, wenn das deine Vorstellung von Schule ist, bist du da falsch. Und ich kann mich nicht erinnern, dass ich das schonmal zu jemandem hier gesagt hätte. Ableismus ist wie Rassismus und Sexismus falsch in der Erziehung.
Ich finde sonderbar, Gymshark , wie du aus Migration und Sozioökonomischem Status und Freundschaft und Behinderung und gesellschaftlicher Teilhabe eine Kausalkette knüpfst.
Und was folgt für dich daraus, dass Schule sowieso keine Heterogenität herstellen kann und daher gleich selektiert werden muss? Und gibt es dann weiße, katholische Mittelstandsschulen und Reicheninternate, sowie Armenschulen je für arme Ausländer und Weiße? Und wo kommen die Behinderten dann hin, arme Behinderte in die Armenschule und reiche Behinderte ins Internat oder alle Behinderungsarten in eine?
Ich hatte eigentlich gehofft, dass das Gegenteil der Fall ist und Grundschullehrkräfte ihre Empfehlungen nach Leistungsvermögen aussprechen. Dabei immer im Bewusstsein, dass es Risikofaktoren gibt, sein Potential auszuschöpfen und Schule dem keinen Vorschub leistet, etwa die Hausaufgaben nicht vom Vorhandensein elterlicher Hilfe abhängig zu machen.
Der wichtigste Vorteil für mich ist aber: Am Telefon habe ich die Möglichkeit Rückfragen zu stellen - das ist per E-Mail, zwar auch möglich, aber nur zeitverzögert. Mir geht es nicht um Rückfragen nach Art der Krankheit oder nach irgendwelchem Vertretungsmaterial, sondern um organisatorische Sachen wie "Alles klar, du kannst an der Exkursion nicht teilnehmen. Weiß deine Co-Klassenlehrerin Bescheid, dass sie einspringen sollte oder sollen wir das regeln?" oder auch "Wie lange meldet du dich krank?" etc pp.
In die Mail schreibt man, bis wann man voraussichtlich fehlt. Alles andere regelt die Schule.
Die Co-Klassenleitung informierst also in jedem Falle du, es sei denn, der Erkrankte schreibt dazu, dass das alles abgesprochen ist. Kann man ja auch einmal kommunizieren, dass es hilft, diese Dinge kurz zu erwähnen, wenn möglich.
Die Frage "oder sollen wir das regeln?" erzeugt denselben Druck, wie "hast du Vertretungsmaterial, oder soll ich dem Vertretenden sagen, dass er das selbst regeln soll?"
Ergibt Sinn. Weil weiße Menschen ja nach der Schule eh nie mit schwarzen oder braunen Menschen befreundet bleiben, sollten wir Schulen nach Hautfarben trennen. Nach Vermögen der Eltern sollte so oder so getrennt werden. Das ist ja klar.
Ich hoffe noch inständig, dass er irgendwas ganz anderes gemeint hat.
Die beschriebene Situation ereignete sich vor circa 50 Jahren. Das finde ich weniger "unfassbar" als den Umstand, dass heute, im Jahr 2026, Identitätskategorien wie ethnischer Hintergrund, ökonomischer Status, sexuelle Präferenz sowie politische und religiöse Ansichten immer noch primäre Faktoren sind, nach denen Mitglieder unserer Gesellschaft entscheiden, ob sie Freundschaften eingehen oder nicht.
Den Zusammenhang verstehe ich nicht. Kindern zu verbieten mit anderen Kindern zu spielen ist verständlich, dass Menschen mit Rassismuserfahrungen verletzt werden von Bekannten, die diese Erfahrungen nicht nur nicht am eigenen Leib erfahren, sondern auch noch negieren oder gar befeuern?
...
Bei allen Überlegungen rund um das Thema "Schulentwicklung und Gestaltung von Bildungsprozessen" sollten wir stets im Hinterkopf behalten, dass Schule nie isoliert betrachtet werden kann, sondern immer auch mit Bezug auf die Zeit danach.
Auch hier müsste ich arg spekulieren, wer wir ist und was du damit sagen willst im Kontext von Menschen mit Behinderungen.
... Wir sollten auch nicht mit evangelischen Kindern spielen. Da ich nicht wusste, wer evangelisch ist, habe ich vmtl. auch gegen diese Regel verstoßen.
Unfassbar!
...
Hier ist es so, dass die Systemsprenger oder gerade schwierige Kinder auf Privatschulen wechseln, wenn es in der Regelschule massive Probleme gibt, also genau andersherum.
Kommt etwas drauf an, Schulen, die eine ausreichend hohe Nachfrage haben, sieben bei uns zumindest durchaus. Man muss ja nur "Geschwisterkinder" als Kriterium nehmen, um das Klientel auf einem stabilen Level zu halten.
Sächsisches SchulG:
5) Die Schüler sollen insbesondere lernen,
1..selbstständig, eigenverantwortlich und in sozialer Gemeinschaft zu handeln/ 2. für sich und gemeinsam mit anderen zu lernen und Leistungen zu erbringen,/ 3. eigene Meinungen zu entwickeln und Entscheidungen zu treffen, diese zu vertreten und den Meinungen und Entscheidungen anderer Verständnis und Achtung entgegenzubringen,
4. allen Menschen vorurteilsfrei zu begegnen, unabhängig von ihrer ethnischen und kulturellen Herkunft, äußeren Erscheinung, ihren religiösen und weltanschaulichen Ansichten und ihrer sexuellen Orientierung sowie für ein diskriminierungsfreies Miteinander einzutreten,
5. Freude an der Bewegung und am gemeinsamen Sport und Spiel zu entwickeln, sich verantwortungsvoll im Straßenverkehr zu verhalten, sich gesund zu ernähren und gesund zu leben,
6. die eigene Wahrnehmungs-, Empfindungs- und Ausdrucksfähigkeit zu entfalten, kommunikative Kompetenz und Konfliktfähigkeit zu erwerben, musisch-künstlerische Fähigkeiten zu entwickeln,
7. angemessen, selbstbestimmt, kompetent und sozial verantwortlich in einer durch Medien geprägten Welt zu handeln sowie Medien entsprechend für Kommunikation und Information einzusetzen, zu gestalten, für das kreative Lösen von Problemen und das selbstbestimmte Lernen zu nutzen sowie sich mit Medien kritisch auseinander zu setzen und
8. Ursachen und Gefahren der Ideologie des Nationalsozialismus sowie anderer totalitärer und autoritärer Regime zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.
(6) Die Schule ermutigt die Schüler, sich mit Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, mit Politik, Wirtschaft, Umwelt und Kultur auseinanderzusetzen, befähigt sie zu zukunftsfähigem Denken und weckt ihre Bereitschaft zu sozialem und nachhaltigem Handeln.
(7) 1Die Schule fördert die vorurteilsfreie Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderungen. 2Inklusion ist ein Bestandteil der Schulentwicklung aller Schulen.
(8) 1Die Schule fördert Schüler, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, durch zusätzliche Angebote zum Erwerb der deutschen Sprache. 2Sie sollen gemeinsam mit allen anderen Schülern unterrichtet werden und aktiv am gemeinsamen Schulalltag teilnehmen.
(9) Bei der Gestaltung der Lernprozesse werden die unterschiedliche Lern- und Leistungsfähigkeit der Schüler inhaltlich und didaktisch-methodisch berücksichtigt sowie geschlechterspezifische Unterschiede beachtet.
(10) In Erfüllung des Erziehungs- und Bildungsauftrags pflegt die Schule eine gute Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen Institutionen und gesellschaftlichen Partnern.2"
Was der kleine Frosch für NRW schreibt, gilt offenbar auch für Sachsen.
Möchtest du nicht mal langsam anfangen, deine Behauptungen zu belegen, PaPo ? Wenn wir uns schon die Mühe machen, auf deine Strohmännchen einzugehen wäre das nur höflich.
Und lies doch als Kollege, der sich für was Besseres hält ab und an deine Texte auf Rechtschreibfehler durch. Zur lächerlich hohen Fremdwortdichte kommen nämlich unfassbar viele Schludrigkeitsfehler, wirkt gar nicht so gebildet, wie du dachtest.
P.S.: Guck bitte mal nach, was ein Strohmann ist, bevor du anderen "[d]en Vorwurf des [...] Strohmannbauens [...] zurück[gibst]..., ergibt nämlich null Sinn, so wie du ihn benutzt. "Den Vorwurf des Sachlichen" nehme ich aber gerne an...
Du kommst mit den Aufgaben eines Gymnasiums, während es um den Begriff der Selektion von Menschen mit Behinderung geht. Das nennt man im Internetjargon "Strohmann".
Ich weiß nicht, was du durch deine Provokation erreichen möchtest, vielleicht stresst es dich auch nur, dass ich deine Beiträge meist ignoriere. Wenn du dir wirklich Antworten wünschst, dann solltest du freundlich nachfragen.
Edit: OT ist das beileibe nicht, denn das Selektionsargument kam zur Verteidigung kirchlicher Institutionen.
Ich wiederhole gerne die Fragen:
Was sind Sinn und Zweck von Schule?
Was sind angesichts dessen spezifischer Sinn und Zweck von Gymnasien?
Währe zudem schön, bei den tatsächlichen Inhalten der Kommentare hier zu bleiben, statt bei Strohmännern und darauf basierendem Kopfkino... dann versteht man evtl. auch, warum state_of_Trance diese Frage stellt (und eure Antworten daran komplett vorbeigehen). Danke.
Ich finde es ja fast rührend, dass du meine Kommentare so ernst nimmst, dass du sie nicht nur mehrfach wiederholst sondern auch noch in deine Signatur setzt.
Den Vorwurf des Sachlichen und des Strohmannbauens gebe ich hiermit gerne zurück: Anderen vorzuwerfen, sie könnten nicht lesen und jeden zweiten Beitrag mit Lachsmiley versehen ist persönlich, nicht sachlich.
Und den Zweck von Gymnasien kann man nachlesen, ändert nichts am Thema, dass Dr. Rakete angesprochen hat.
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