Nö, der hinkt nicht wirklich, denn ich habe denke ich deutlich gemacht, dass es nicht darum geht, dass mir Menschen Hilfe angeboten hätten als ich diese wirklich benötigt hätte (in solchen Momenten fragt einen eigenartigerweise nämlich niemand, ob man Hilfe bräuchte), sondern diese einfach in völlig normalen Situationen mir qua Behinderung übergestülpt wurde oder mir von wildfremden Menschen zudringliche Fragen zu meiner Gesundheit gestellt werden, weil sich viel zu viele Menschen einbilden, dass das Menschen mit Behinderung per se total freuen würde und sie wirklich unglaublich gerne ihre intimsten Krankengeschichten als „Smalltalk“ in Bus und Bahn auspacken. ...
Und wo ist nun der Vergleich zur Frage, wo jemand herkomme? Genau das meine ich doch. Aus einer einfachen Frage wird gerade durch die Vergleiche ein riesen Drama mit Beleidigungen und intimem Ausfragen gemacht, das sind aber zwei paar Schuhe.
Ich hab ja bereits geschrieben, dass es inzwischen bekannt sein sollte, dass viele Menschen nicht gefragt werden wollen, wo sie herkommen. Das hängt aber in erster Linie damit zusammen, dass sie in vielen Kontexten unfreundliche Fragen gestellt kriegen und diverse negative Erfahrungen gemacht haben und nicht, dass jemand ernsthaft an ihnen interessiert ist. Und die wirfst du für mein Empfinden in einen Topf.
Ich weiß nicht, wie das besser werden kann, ich vermute aber nur, indem man miteinander redet. Zum Beispiel Leuten erklärt, was man empfindet. Und nicht, indem man sie ankackt.