Beiträge von Quittengelee

    Und wenn man sich wirklich mit der Sache beschäftigt, weiss man, dass die allermeisten Flüchtlinge aus Afrika auch in Afrika bleiben. Die allermeisten gehen nur in ein Nachbarland, in dem es marginal weniger verschissen ist. Die afrikanischen Länder nehmen sehr viel mehr Flüchtlinge auf als die europäischen Länder. Das gleiche trifft übrigens auch auf Südamerika zu. Allein für Ecuador (knapp 18 Millionen Einwohner) schätzt man im Moment um die 300000 Flüchtlinge aus Venezuela und es werden täglich mehr. Die Leute laufen zu Fuss mit dem Rucksack der Panamericana entlang und freuen sich, dass es in Ecuador wenigstens was zu essen gibt. Reguläre Arbeit hat die Mehrheit da auch nicht.

    Das wurde doch hier auch schon mehrfach geschrieben.

    Ich verstehe nicht, warum es für manche nur die beiden Optionen zu geben scheint "Deutschland kann nicht alle 100 Millionen Flüchtlinge aufnehmen" und "Deutschland muss deswegen alle Grenzen mit der Kalaschnikow bewachen." Also klar, wenn man auf dem Standpunkt steht, dass man sich nur um Geflüchtete aus den Nachbarstaaten kümmern muss, dann ist Deutschland natürlich fein raus. Mit Kollegin Chilipapaprika haben wir ja dann ausreichend vielen Menschen Asyl gewährt. Dass Italien und Griechenland dann die Länder sind, die die ganze Last tragen, finden offenbar manche voll okay.

    Es ist ein Erfolgsmodell.

    Sehe ich anders. Eine Förderschule kann für manche SuS in bestimmten Lebenssituationen der geeignetere Förderort sein. Grundsätzlich geht es Kindern und Jugendlichen in Förderschulen weder automatisch besser noch lernen sie automatisch mehr.

    Das sieht man m.E. schon bei der Definition des Förderbedarfs, der nicht immer mit medizinischen Diagnosen einhergeht, sondern immer einer Fallbetrachtung bedarf. Es gibt nicht "den Lernbehinderten", die Spanne an Bedürfnissen und Fähigkeiten innerhalb der Schulform ist ähnlich groß wie es die Heterogenität an Regelschulen ist.

    Dass Inklusion, so wie sie aktuell läuft, nicht ideal ist, ist denke ich unbestritten. Dass sich Jugendliche nicht automatisch mit Wechsel auf diese Schulart besser fühlen aber ebenso.

    Ich finde in der Inklusion problematisch, dass viele Regelschullehrkräfte kein Interesse daran haben, Lernzieldifferentes zu erstellen. In Sachsen werden die Stunden nach Kapazitäten zugeordnet, das kann je nach Landkreis und Förderschulart bedeuten, ein Kind hat Anspruch auf 0,5 Stunden "Beratung zur Inklusion" durch die Förderschule pro Woche. Man kann sich ausmalen, wie begeistert diese Beratung durch die Regelschulen oft aufgenommen wird und dass v.a. die L-Kinder entsprechend einfach mitlaufen. (Im Gegensatz zu soz-em stören sie ja den Unterricht nicht.)

    Dazu kommt bei lernzieldifferenter Beschulung, dass die Noten besser sein müssten, als die der Mitschüler*innen und damit wirklich viele Kollegen und Kolleginnen ein Problem haben. Dass es eine 1 geben müsste, wenn einer vorgegebene Wörter richtig in den Lückentext einfügt beispielsweise, halten viele in der Sek I nicht aus, denn "geschenkt wird dem Kind nix und überhaupt soll es nicht denken, dass es so gut ist".

    Mich ärgert es, dass nach rund 10 Jahren Inklusionsdebatte viele Schulen immer noch kein Konzept haben, wie sie diese umsetzen wollen. Das schließt natürlich die Aufgabenverteilung mit ein.

    Wir haben mitunter eine eigene Klassenleitung und fahren zwischen Unterrichtsstunden an andere Schulen, um dort zu beraten. Wenn man dann nicht mal einen Schlüssel fürs Klo bekommt und niemand einen Plan für irgendwas hat, dann darf sich die inkludierende Schule nicht beklagen, dass die Sonderpädagogen das machen, was sie für richtig halten.

    Oh Got, wie eklig. Wurde es wenigstens angemessen dafür bestraft?!

    Es musste zumindest selbst alles wegwischen, ist heute wohl auch undenkbar.

    Edit: aber wer ist für den Lehrer Zigarettenholen gegangen? Wahrscheinlich ein älterer Kollege, der nicht mehr mitliest.

    Welche genderunstereotypen Geschenke konnten dich ganz besonders begeistern, weil sie einfach genau richtig waren für dich und dafür wer und wie du bist

    Antwort:

    Ich hatte einen coolen Onkel, der mit uns Kindern tolle, wirklich originelle, nie vergessene Ausflüge und Aktivitäten organisiert hat, für Mädchen und Jungen gleichermaßen.

    Frage:

    Was zählt zu genderunstereotypen Geschenken, ist die Überlegung nicht auch schon stereotyp? :zahnluecke:

    ... , daß die erste Gruppe katholisch ist und damit auch schon in der Kindheit in ihren Heimatländern entsprechend sozialisiert wurde?

    Weil der Katholizismus so viel friedlicher ist als der Islam? Eritreer gehören übrigens zur Hälfte dem Christentum an.

    Frag doch mal andersrum: „Welche Personengruppen fallen in den Medien immer wieder auf, daß sie massiv Ärger machen?“

    Neonazis, Reichsbürger und Pegida-Demonstrant*innen.

    Oder lass uns gleich aus humanitären Gründen die Grenzen abschaffen. Mal sehen was passiert, wenn 200 Millionen Flüchtlinge zu uns kommen.

    Der Wegzug dieser 200 Millionen wird durch das enorme Bevölkerungswachstum in den Fluchtländern kaum bemerkbar sein, unser System aber in den Abgrund reißen.

    Und wenn alle 200 Millionen Menschen aus Afrika, Mittelamerika und Asien erst mal deinen Zahnarzt aufsuchen, dann geht echt gar nix mehr.

    Und ja… meine Kinder waren / sind tatsächlich so gut wie nie krank… wir sind aber auch keine Helikopter Eltern … mein Kind meint es geht ohne Jacke … bitte … lerne halt wenn es zu kalt ist nimm nächstes Mal besser ne Jacke mit… es funktioniert… dadurch waren meine Kinder nicht öfter krank .. auch wenn ich ständig hörte … oh mein Gott das arme Kind ohne Jacke und Mütze im Winter im Auto … achja…

    An solchen Aussagen sieht man, wie unbedarft manche Leute durch ihr Regenbogen-Leben tappen und dann keinerlei Vorstellung davon haben, was andere so meistern müssen. Aber natürlich hat man trotzdem immer einen Rat auf den Lippen.

    Das kommt doch auf dein Bundesland und die Förderschwerpunkte an. Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig die (Regelschul-) Kolleg*innen über die auf sie zutreffenden Gesetze informiert sind.

    Edit:

    Lies mal hier, offenbar braucht es vor allem ein Konzept für die Schule, das die Aufgabenverteilung festlegt. Wenn es keins gibt, setzt euch so schnell als möglich mit der SL zusammen und erstellt eins.

    https://www.schulministerium.nrw/fragen-und-ant…-im-gemeinsamen

Werbung