Und das kriegt man jetzt durchs Gendern geändert?
Wahrscheinlich nicht, aber es ist eben ein Aspekt in der Debatte.
Von den Gender-Verfechtern wird m.E. behaupted, dass das grammtikalische, das biologische und das soziale Geschlecht unabhängig voneinander sind. D.h. es wird ein dreidimensionaler Raum mit den Achsen Genus, Sexus und Gender eröffnet. Wenn ich jetzt also wie bisher das generische Maskulinum nutze, lege ich die Position auf der Achse Genus fest, aber eben nicht auf den anderen Achsen.
Inwieweit führt also die Verwendung des generischen Maskulinums zu einer Zuschreibung/Diskriminierung etc. bei den beiden anderen unabhängigen Größen?
Interessante These, habe ich noch nie gehört. Ich persönlich denke aber nicht, dass die genannten drei komplett unabhängig voneinander sind.
Die Zuschreibung kommt durch Erfahrung in der Vergangenheit. Männer hatten (vor allem in Westdeutschland nach '45) andere Aufgaben, Pflichten und Rechte als Frauen. Das ist tief verwurzelt und sind sicher nicht zuletzt auch Reste aus dem mittelalterlichen Weltbild der katholischen Kirche. Heute setzt man sich halt in immer größeren Bevölkerungsschichten bewusster damit auseinander.
Während in der BRD Ehefrauen noch "Frauengold" empfohlen wurde, um hübsch, entspannt und sexy zu sein, wenn ihr Mann heimkommt, brauchte man in der DDR Arbeitskräfte, da waren plötzlich auch die Frauen stark und konnten ganz ungegendert "Kranführer" werden. Allerdings haben sie sich nach Feierabend offenbar trotzdem noch zusätzlich um den Haushalt gekümmert...
Eine Werbung von '67